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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2024

Nicht so stark wie der erste Band

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Nachdem ich den ersten Band sehr gerne gelesen habe, war ich neugierig, wie es mit Takako und der Buchhandlung weitergeht. Auch in dieser Fortsetzung zieht einen die Atmosphäre sofort in die Geschichte ...

Nachdem ich den ersten Band sehr gerne gelesen habe, war ich neugierig, wie es mit Takako und der Buchhandlung weitergeht. Auch in dieser Fortsetzung zieht einen die Atmosphäre sofort in die Geschichte hinein.
Dieses Mal werden jedoch andere Themen behandelt als im Vorgänger, obwohl der Umgang mit emotionalen Belastungen weiterhin im Mittelpunkt steht. Besonders zu Beginn gibt es humorvolle Momente, die eine überraschende Leichtigkeit in die Handlung bringen. Die Beziehung zwischen Takako und Wada-san hat mich allerdings etwas irritiert. Ihre distanzierte Art zueinander und die wenigen Treffen wirkten kühl, und Takako zweifelt bald daran, was ihr Partner überhaupt an ihr schätzt. Diese Unsicherheiten ziehen sich durch den Roman und lassen die Liebesgeschichte eher in den Hintergrund treten.
Der Mittelteil fühlte sich für mich etwas langatmig an, doch die gemütliche Atmosphäre der Buchhandlung sorgte trotzdem für ein echtes Wohlfühlgefühl. Obwohl die Geschichte selbst nicht besonders spannend ist, wurde es zum Ende hin doch sehr emotional. Hier entfaltet sich der Charakter des Buches endlich so, wie ich es mir von Anfang an gewünscht hatte. Das Ende kam zwar im Vergleich zur restlichen Handlung etwas plötzlich, aber es brachte dennoch einen schönen Abschluss und hat mich mit dem vorherigen Eindruck versöhnt.
Ob es einen dritten Band braucht, bin ich mir nicht sicher, aber insgesamt war es ein schönes Leseerlebnis – auch wenn der erste Teil für mich definitiv stärker war.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Potenzielles Jahreshighlight

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Alle hundert Jahre lassen die Götter des Olymp ihre sterblichen Champions in einem tödlichen Spiel, dem Crucible, gegeneinander antreten. Als die Diebin Lyra ausgerechnet von Hades, dem Gott der Unterwelt, ...

Alle hundert Jahre lassen die Götter des Olymp ihre sterblichen Champions in einem tödlichen Spiel, dem Crucible, gegeneinander antreten. Als die Diebin Lyra ausgerechnet von Hades, dem Gott der Unterwelt, auserwählt wird für ihn anzutreten, glaubt sie zunächst an einen schlechten Scherz. Doch schon bald wird klar, dass mehr auf dem Spiel steht als nur ihr Leben - auch ihr Herz ist in Gefahr.
Abigail Owen hat mit diesem Buch eine fesselnde Mischung aus Mythologie, nervenaufreibender Action und einer wunderbaren Slow-Burn-Romance geschaffen. Lyra ist eine Protagonistin, mit der ich sofort mitgefiebert habe. Sie ist schlagfertig und sarkastisch, aber gleichzeitig innerlich verletzlich und mitfühlend. Hades ist nicht nur charismatisch und unwiderstehlich, sondern offenbart auch schnell eine tiefgründige Seite, die mich überrascht hat. Die hitzigen Dialoge zwischen den beiden sind einfach großartig und haben mich oft zum Lachen gebracht. Die Show wird den beiden aber fast von einem ganz besonderen tierischen Sidekick gestohlen - mehr möchte ich dazu nicht verraten.
Die Nebencharaktere, insbesondere Aphrodite, aber auch viele weitere, haben mich begeistert. Auch die unzähligen mythologischen Elemente und Anspielungen haben dieses Leseerlebnis zu einem echten Highlight gemacht.
Die Handlung bleibt durchweg spannend, und obwohl man das Setting als eine Kombination aus 'Percy Jackson' und 'Die Tribute von Panem' beschreiben könnte, ist die Mischung aus Action, Spannung und einer Prise Romantik absolut einzigartig.
Ein grandioser Auftakt, und ich wünschte, ich hätte die Fortsetzung schon in den Händen!

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Klamauk vom Feinsten!

Miss Merkel: Mord in der Therapie
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Altkanzlerin Angela Merkel steckt in der Midlife-Crisis des Ruhestands. Ein Besuch in der Gruppentherapie sollte helfen - doch nach der ersten Sitzung wird der Therapeut in die Luft gesprengt. Plötzlich ...

Altkanzlerin Angela Merkel steckt in der Midlife-Crisis des Ruhestands. Ein Besuch in der Gruppentherapie sollte helfen - doch nach der ersten Sitzung wird der Therapeut in die Luft gesprengt. Plötzlich steht Angela selbst unter Verdacht. Klar, dass sie sich das nicht bieten lässt und auf Spurensuche geht – inklusive absurder Verdächtigungen und skurriler Wendungen.
Für mich ist das der bisher beste Band der Reihe! Dieses Buch ist Klamauk pur und einfach herrlich unterhaltsam. Die Charaktere sind allesamt total überspitzt dargestellt, die Ereignisse oft absurd, und doch schafft es die Geschichte, auch aktuelle Themen humorvoll einzubinden. Die Mischung aus witziger Krimihandlung und bissigen Seitenhieben auf Politik und Gesellschaft hat mich bestens unterhalten.
Besonders begeistert hat mich das Hörbuch, das ich parallel zum Print-Exemplar gehört habe. Nana Spier macht einen großartigen Job. Mit ihrem Sprachtalent erweckt sie die Figuren einfach zum Leben. Angela, Achim und Bodyguard Mike - den ich mit jedem Buch mehr ins Herz schließe - klingen so lebendig, dass ich beim Zuhören mehrmals laut lachen musste. Die Handlung selbst ist fast nebensächlich, hier geht es um die Freude an der übertriebenen Darstellung und die vielen kleinen humorvollen Details, die die Reihe so besonders machen.
Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung - vielleicht ein Weihnachtskrimi? Zumindest glaube ich da Andeutungen gelesen zu haben. Für alle, die einfach mal abschalten, lachen und sich gut unterhalten lassen möchten, gibt es von mir eine große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Ein Buch wie eine Umarmung

Spellshop
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Als in der Hauptstadt eine Revolution ausbricht und Kielas Leben als Bibliothekarin wortwörtlich in Flammen aufgeht, bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf die abgelegene Insel ihrer Kindheit zurückzukehren. ...

Als in der Hauptstadt eine Revolution ausbricht und Kielas Leben als Bibliothekarin wortwörtlich in Flammen aufgeht, bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf die abgelegene Insel ihrer Kindheit zurückzukehren. Dort zieht sie in das alte Cottage ihrer Eltern, kocht Marmelade und versucht, ein ruhiges Leben zu führen. Doch die Idylle hält nicht lange - auch auf der Insel gibt es so einige Herausforderungen, und Kiela muss sich überlegen, ob sie die verbotene Magie aus ihren geretteten Zauberbüchern einsetzen soll. 📚✨
Diese Geschichte ist einfach zauberhaft - anders lässt es sich nicht beschreiben.💫
Alles ist fantasievoll und magisch, ohne jemals überladen zu wirken. Die Handlung plätschert gemütlich vor sich hin und strahlt pure Cozy-Atmosphäre aus. Auch die Charaktere sind herrlich skurril und einfach nur liebenswert. Da gibt es zum Beispiel Caz, er ist eine sprechende Pflanze und hat mich oft zum Lachen gebracht hat - den Seepferdzüchter Larran, und Bryn, die Bäckerin, die mit ihren Zimtschnecken und endlosem Geplapper einfach zum Schmunzeln ist - und viele mehr, ich sage nur 'Miep!' 🌵
Gegen Ende wird es dann auch noch ein bisschen spannend, was der Geschichte einen schönen runden Abschluss gibt. Im Vordergrund stehen aber definitiv die Themen Freundschaft, Zusammenhalt, Naturverbundenheit und natürlich Marmelade. 🍯
In ihrer Danksagung schreibt die Autorin, sie wollte ein Buch schreiben, wie eine Tasse Schokolade und wie eine Umarmung. Das ist ihr absolut gelungen, und von mir gibt es eine cozy Leseempfehlung. ☕️🥰

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Mystik, Macht & Manuskripte

Das Haus der Bücher und Schatten
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In seinem neuesten Roman entführt uns Kai Meyer erneut nach Leipzig, ins nebelverhangene graphische Viertel. An diesem Ort werden Bücher nicht nur gedruckt, sondern im Jahr 1933 auch verbrannt. Der ehemalige ...

In seinem neuesten Roman entführt uns Kai Meyer erneut nach Leipzig, ins nebelverhangene graphische Viertel. An diesem Ort werden Bücher nicht nur gedruckt, sondern im Jahr 1933 auch verbrannt. Der ehemalige Kommissar Cornelius Frey bewahrt eine junge Frau vor dem Suizid und wird kurz darauf in einen rätselhaften Mordfall verwickelt, der ihn zurück in den Dienst holt.
Cornelius ist dabei kein typischer Held: Um weiter ermitteln zu können, muss er gefährliche Kompromisse eingehen und mit den Machthabern zusammenarbeiten - jenen, die er eigentlich verachtet. So wird er wider Willen Teil eines Systems, das ihn immer tiefer in seine dunklen Machenschaften hineinzieht.
Parallel dazu erzählt der zweite Handlungsstrang von der jungen Lektorin Paula Engel, die sich 1913 mit ihrem Verlobten ins tief verschneite Livland begibt, um das Manuskript des Autors Aschenbrand zu holen. Auf dem abgelegenen Anwesen stößt sie nicht nur auf einen rätselhaften Mann, sondern auch auf düstere Geheimnisse.
Wie man es von Kai Meyer kennt, sind diese beiden Erzählstränge miteinander verwoben, und ihre Verbindung enthüllt sich nur langsam. Der Wechsel zwischen diesen Perspektiven hält die Spannung hoch und sorgt für überraschende Wendungen. So entwickelt sich der Roman sowohl zu einem Krimi als auch zu einer mystischen, fast schauerartigen Erzählung.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die dichte Atmosphäre und die mystische Erzählweise, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Die Mischung aus historischen und übernatürlichen Elementen - von okkulten Zirkeln bis hin zu Verschwörungen - lässt einen immer wieder rätseln, ob manche Ereignisse real sind oder nur Einbildung. Das Buch ist nicht nur ein packender Roman, sondern auch eine subtile und beklemmende Reflexion über die Verführungskraft von Verschwörungstheorien und rechtem Gedankengut - Themen, die man auch heute mit der nötigen Skepsis und Wachsamkeit im Blick behalten sollte. Die düsteren Parallelen zur Gegenwart verleihen der Geschichte eine Tiefe, die über reines Lesevergnügen hinausgeht.
Dass sich am Ende nicht alle Fäden mühelos zusammenfügen und mich nicht auf ganzer Linie überzeugen konnten, verzeihe ich gerne. Die düstere Magie dieser Geschichte lohnt sich trotzdem, und für Fans gibt es sogar ein Wiedersehen mit Charakteren aus „Der Junge, die Bücher und die Nacht“ sowie einige Anspielungen, von denen ich sicher nicht alle entdeckt habe. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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