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LaraJWinter

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Verwirrend, spannend – aber nicht Fitzeks stärkster

Der Nachbar
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Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt Mühe, in Der Nachbar hineinzufinden – die Zeitsprünge haben mich anfangs komplett rausgebracht. Nach ein paar Kapiteln kam ich dann aber gut rein, und wie immer hat mich ...

Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt Mühe, in Der Nachbar hineinzufinden – die Zeitsprünge haben mich anfangs komplett rausgebracht. Nach ein paar Kapiteln kam ich dann aber gut rein, und wie immer hat mich Fitzeks Schreibstil sofort gepackt. Die kurzen Kapitel sind für mein ohnehin sprunghaftes Gehirn einfach perfekt – so fliegt man nur so durch die Seiten.


Die Story selbst war ein richtiges Verwirrspiel, im besten Fitzek-Sinn. Ich dachte lange, Sarah – die Protagonistin – sei vielleicht einfach verrückt oder nehme irgendwas ein, so schräg war alles. Gerade das hat mir gefallen: dass man sich nie sicher sein konnte, was eigentlich Realität ist. Trotzdem muss ich sagen, dass es für mich nicht Fitzeks bester war. Der ganz große Plottwist, für den ich seine Bücher sonst so liebe, hat mir dieses Mal ein bisschen gefehlt.


Sarah fand ich als Figur schwierig – nachvollziehbar, ja, aber nicht unbedingt sympathisch. Dafür mochte ich Marion, ihre beste Freundin, sehr. Sie steht loyal an Sarahs Seite, auch wenn die Sache mit Haiko (dem gemeinsamen Mann im Mittelpunkt des Dramas) etwas merkwürdig war. Sarahs Tochter war mir sympathisch – mitten in der Teenagerphase, aber liebenswert.


Insgesamt war das Buch super spannend – ich habe es in zwei Tagen verschlungen – und es liest sich wahnsinnig schnell weg. Das Ende war rund und stimmig, wenn auch weniger überraschend als erwartet.


Fazit: Ein fesselnder Psychothriller, der mit Tempo und Spannung punktet, aber ohne den typischen Fitzek-Schockmoment auskommt. Für mich starke 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Dichte Atmosphäre und überraschende Wendungen

Offline
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Ein Wochenende ohne Handy, ohne Internet, ohne Ablenkung – klingt nach Entspannung pur, oder? Doch in Offline wird genau dieses Szenario zum blanken Albtraum. Der Psychothriller beginnt ruhig, entfaltet ...

Ein Wochenende ohne Handy, ohne Internet, ohne Ablenkung – klingt nach Entspannung pur, oder? Doch in Offline wird genau dieses Szenario zum blanken Albtraum. Der Psychothriller beginnt ruhig, entfaltet dann aber eine Atmosphäre voller Paranoia und Isolation, die mich immer tiefer in die Geschichte gezogen hat. Anfangs nimmt sich das Buch Zeit, um die Charaktere und ihre Hintergründe einzuführen. Doch je länger die Gruppe isoliert ist, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht – und das Misstrauen wächst. Die beklemmende Stimmung des alten Hotels verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit.Das Finale hat mich überrascht, was ich sehr mochte. Allerdings fühlte sich die Auflösung nach dem langsamen Spannungsaufbau etwas gehetzt an. Ein paar zusätzliche Seiten hätten dem Ende gutgetan, um die Geschehnisse noch intensiver wirken zu lassen.Offline spielt gekonnt mit der Angst vor Isolation und menschlicher Abgründe. Die Vorstellung, in einer bedrohlichen Situation ohne Kontakt zur Außenwelt zu sein, wird hier erschreckend realistisch dargestellt. Eine spannende, beklemmende Lektüre – aber in der Realität würde ich wohl niemals mein Handy freiwillig abgeben!

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Solide YA-Romance mit Potenzial

We between Worlds
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Als Vielleserin von Young-Adult-Romanen bleiben mir nur wenige wirklich im Gedächtnis – We Between Worlds hat mich unterhalten, konnte aber nicht vollkommen überzeugen. Die Geschichte setzt auf beliebte ...

Als Vielleserin von Young-Adult-Romanen bleiben mir nur wenige wirklich im Gedächtnis – We Between Worlds hat mich unterhalten, konnte aber nicht vollkommen überzeugen. Die Geschichte setzt auf beliebte Tropes wie Haters to Lovers und Fake-Dating, die sicherlich viele Leser*innen ansprechen. Doch was mich besonders beschäftigt hat, ist die soziale Dynamik zwischen Arm und Reich, die sich durch das Buch zieht.

Das Buch zeigt anschaulich, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten von Menschen sind, die nur wenige Straßen voneinander entfernt leben. Peyton arbeitet hart für ihre Zukunft, während Charles sich mehr um sein Image als um seine Zukunft sorgen muss. Diese Kontraste sind spürbar, doch leider bleibt die Auseinandersetzung damit an der Oberfläche. Statt wirklich hinterfragt zu werden, dienen die sozialen Ungleichheiten eher als Kulisse für die Liebesgeschichte.

Die Chemie zwischen Peyton und Charles ist glaubwürdig, doch einige zentrale Konflikte lösen sich zu abrupt. Ein großes Geheimnis wird aufgebaut, nur um dann fast beiläufig aufgelöst zu werden – das mindert die Spannung und nimmt der Geschichte die Tiefe, die sie verdient hätte. Auch die sozialen Gegensätze, die zunächst so präsent sind, verlieren zum Ende hin an Bedeutung.

We Between Worlds ist ein unterhaltsames Buch für Fans klassischer Young-Adult-Romanzen. Die Charaktere sind sympathisch, die Atmosphäre gelungen, doch die Geschichte schöpft ihr Potenzial nicht ganz aus. Wer leichte Romantik mit bekannten Tropes sucht, wird hier fündig – wer tiefgehende Sozialkritik erwartet, könnte enttäuscht werden. Vielleicht greifen die Folgebände dieses Thema noch stärker auf.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Sehr gut, aber ...

Larsson Legacy (Crumbling Hearts, Band 3)
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Larsson Legacy hat mich mit seinem Aufbau und seinen Charakteren beeindruckt, aber leider auch etwas enttäuscht, was die Spannung der Handlung betrifft.

Positiv hervorheben möchte ich die Struktur des ...

Larsson Legacy hat mich mit seinem Aufbau und seinen Charakteren beeindruckt, aber leider auch etwas enttäuscht, was die Spannung der Handlung betrifft.

Positiv hervorheben möchte ich die Struktur des Romans. Die Geschichte ist gut durchdacht und flüssig erzählt, sodass ich mich leicht in die Welt und die Figuren einfühlen konnte. Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig, was sie besonders sympathisch macht. Ihre Dynamik und Entwicklung waren ansprechend, und ich habe ihre Interaktionen gerne verfolgt.

Allerdings fehlte es mir insgesamt an einem packenden Konflikt. Das Hauptproblem - dass die beiden Hauptfiguren sich hassen sollten - wurde viel zu schnell aufgelöst. Dieser schnelle Friede nahm der Geschichte die Dramatik, die sie hätte haben können, und ließ den weiteren Verlauf etwas ziellos wirken.

Obwohl es eine Romeo und Julia Thematik gab (verfeindete Familien), gab es keine echten Hindernisse mehr, die mich hatten bangen lassen oder für Überraschungen sorgten. Stattdessen tuckerte die Handlunge vor sich hin, ohne dass wirklich Spannung aufkam.

Insgesamt hat mir Larsson Legacy aufgrund des schönen Schreibstils und der sympathischen Figuren gut gefallen, aber die fehlende Dramatik hat das Potenzial der Geschichte etwas verschenkt.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Schöner queerer Roman über Chancen, Ängste und den Wunsch genug zu sein

Triff mich über den Wolken
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Die Liebesgeschichte zwischen Olive und Stella fühlt sich so authentisch und real an, dass ich mich sofort in ihre Welt hineinversetzen konnte. Statt überstürzter Gefühle oder klischeehafter Dramen erlebt ...

Die Liebesgeschichte zwischen Olive und Stella fühlt sich so authentisch und real an, dass ich mich sofort in ihre Welt hineinversetzen konnte. Statt überstürzter Gefühle oder klischeehafter Dramen erlebt man hier, wie sich eine Beziehung langsam und glaubwürdig aufbaut – getragen von Vertrauen, gegenseitigem Verständnis und berührenden Momenten.

Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin schwierige Themen wie Olive’s Angststörung oder Stellas Verantwortung für ihre Familie behandelt. Diese Aspekte wirken weder aufgesetzt noch dramatisiert, sondern fügen sich ganz natürlich in die Geschichte ein und machen die Figuren umso vielschichtiger. Man fühlt mit ihnen, versteht ihre Ängste und Zweifel und fiebert gleichzeitig mit, während sie lernen, sich einander zu öffnen.

Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist die perfekte Balance zwischen emotionaler Tiefe und Leichtigkeit. Die ernsten Themen werden einfühlsam beschrieben, aber es gibt auch genug humorvolle und lockere Szenen, die die Geschichte aufhellen. Diese Mischung sorgt dafür, dass sich das Buch nie schwer anfühlt, obwohl es sehr tiefgründig ist.

Am meisten hat mich die Chemie zwischen Olive und Stella berührt – jede Begegnung fühlte sich echt an, jede Entwicklung ihrer Beziehung nachvollziehbar. Es hat mich daran erinnert, wie viel Mut es braucht, sich jemandem wirklich zu öffnen, und wie schön es ist, wenn daraus etwas entsteht, das beide stärkt.

Kritikpunkt: die ganze Thematik mit Olives Bruder Jake hat mit seiner Auflösung lange auf sich warten lassen und die Problematik mit Olives Familie wurde nicht aufgelöst, was mich am Ende etwas frustriert zurückließ.

Für mich ist Triff mich über den Wolken ein außergewöhnlicher Liebesroman, der lange in Erinnerung bleibt. Es ist ehrlich, gefühlvoll und hat mich an vielen Stellen zum Nachdenken gebracht. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!

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