Gar nicht cozy und mysteriös, sondern derb und überzogen
Ich hatte mir sehr viel von diesem Buch versprochen, einen „Cozy-Krimi“ mit einer liebenswerten „Oma-Figur“, die man trotz ihrer Morde einfach gern haben muss.
Leider ist mir die Haupt-Protagonistin May ...
Ich hatte mir sehr viel von diesem Buch versprochen, einen „Cozy-Krimi“ mit einer liebenswerten „Oma-Figur“, die man trotz ihrer Morde einfach gern haben muss.
Leider ist mir die Haupt-Protagonistin May gar nicht sympathisch geworden, im Gegenteil. Selbst die Autorin versieht May oftmals mit Attributen, die keineswegs schmeichelhaft sind... Außer, dass May Bücher liebt und eine beneidenswerte Bibliothek und Buchladen besitzt, gibt es nichts an dieser Frau, das mir gefällt.
Die ganze Story ist überzogen und unrealistisch, ein Zufall jagt den nächsten. Es gibt kaum eine Figur, die nicht überzeichnet ist. Viele Handlungsstränge werden eingeführt und enden dann im Nichts.
Der Entführungsfall des jungen Mädchens löst sich für meinen Geschmack am Ende höchst unbefriedigend auf…hier möchte ich nicht zu viel verraten.
Gerade am Ende wird durch die Story gehetzt, als wollte die Autorin ihr Buch unbedingt zu Ende bringen.
Fazit: ich habe mich nicht gelangweilt beim Lesen des Buches, es ist gut geschrieben und hat großes Potential. Dies wurde aber leider nicht genutzt und die an sich geniale Idee nur dürftig umgesetzt.
Eine weniger derbe Sprache, mehr Realismus und durchdachtere Handlungsstränge hätten dem Buch gut getan.