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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2025

Ein feinfühliger und melancholischer Roman

Die Tage nach dem Pflaumenregen
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Die Geschichte um Suchi und Haiwen beginnt im Jahre 1938 in Shanghai. Die beiden gehen zusammen zur Schule und sind Nachbarn. Ihre Freundschaft wandelt sich im Laufe der Zeit in Liebe. Dann verlässt Haiwen ...

Die Geschichte um Suchi und Haiwen beginnt im Jahre 1938 in Shanghai. Die beiden gehen zusammen zur Schule und sind Nachbarn. Ihre Freundschaft wandelt sich im Laufe der Zeit in Liebe. Dann verlässt Haiwen plötzlich Shanghai, um zur Armee zu gehen. Er tut dies, damit sein Bruder nicht gehen muss. Suchi und Haiwen werden sich 60 Jahre lang nicht mehr sehen. Ihr Zusammentreffen findet in den USA im Jahr 2008 statt. Es besteht immer noch eine tiefe Verbundenheit zwischen den beiden. Suchi beginnt mit ihrer Erzählung 1938, während Haiwen mit seiner im Jahr 2008 anfängt und sie sich zeitlich aufeinander zubewegen. Neben den Hauptprotagonisten liegt der Augenmerk der Autorin auf Traditionen, politischen Unruhen und vor allem dem chinesisch-japanischen Krieg. Und so sind es genau diese Faktoren, die das Leben der Figuren stark beeinflussen. Die Autorin spannt damit einen großen Bogen über mehrere Jahrzehnte. Der Schreibstil ist elegant, bildhaft und sehr schön. Dennoch war es mir manchmal zu ausschweifend. Probleme hatte ich mit den Namen, die einem als Europäer nicht geläufig sind und die sich im Hochchinesischen und im Shanghaier Dialekt unterscheiden. Dazu kommen Spitznamen, die es noch verwirrender gestalten. Ich habe das Hörbuch gehört und da fiel es mir besonders schwer zu folgen. Der ruhige Roman wird von beiden Sprechern gut vorgetragen, wobei ich der Sprecherin lieber zugehört habe. Für mich ist dies ein tiefgründiger Roman, der einen interessanten Einblick in die Kultur der Chinesen, ihre Geschichte und Traditionen gibt. Dazu kommt noch eine tragische Liebesgeschichte. Insgesamt ein feinfühliger Roman mit einem Hauch Melancholie.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Neuanfang

Blumen im Schuh
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Elisabeth ist seit vielen Jahren mit Wolfgang verheiratet. Sie wohnen in einem schönen Haus, gehen in ihrer Freizeit zum Golfen, sonntags in die Kirche und alles scheint perfekt. Bis zu dem Tag, an dem ...

Elisabeth ist seit vielen Jahren mit Wolfgang verheiratet. Sie wohnen in einem schönen Haus, gehen in ihrer Freizeit zum Golfen, sonntags in die Kirche und alles scheint perfekt. Bis zu dem Tag, an dem sie Wolfgang mit einer anderen Frau entdeckt. Elisabeth ist von dem Seitensprung tief verletzt, aber das ist nicht alles, denn nach und nach erkennt sie, dass eigentlich gar nichts mehr in der Ehe in Ordnung ist. Die bittere Erkenntnis und der Schmerz werden durch ihre Schwägerin Anja aufgefangen. Sie bietet Elisabeth Unterschlupf und zeigt ihr ein ganz anderes Leben.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, was unter anderem an dem angenehmen und flüssigen Schreibstil von Annette Spratte liegt. Zudem hat die Autorin nicht nur die Hauptprotagonisten, sondern auch die Nebenfiguren authentisch gestaltet. Es hat mir gefallen, wie Elisabeth langsam zu sich findet und der Realität ins Gesicht blickt. Auch der Wechsel zwischen Gefühlen des Neubeginns und des Scheiterns empfinde ich als glaubwürdig. Der Roman ist zwischen Tiefgründigkeit und Leichtigkeit aufgespannt, und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Allerdings war es mir am Ende zu klischeehaft und fast schon kitschig. Irgendwie einfach zu viel des Guten. Dennoch ist es für mich ein lesenswertes Buch mit Wohlfühlfaktor.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Spannend, humorvoll und emotional

Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 2)
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Katrina und Tate sind weiterhin durch den missglückten Zauber miteinander verbunden. Tate würde gerne mehr wagen in ihrer Beziehung, aber Katrina zögert. Es gibt zu viele Fragezeichen für eine Beziehung ...

Katrina und Tate sind weiterhin durch den missglückten Zauber miteinander verbunden. Tate würde gerne mehr wagen in ihrer Beziehung, aber Katrina zögert. Es gibt zu viele Fragezeichen für eine Beziehung zwischen einer Untoten und einem menschlichen Jäger. Zudem sind da immer mehr Menschen, die verschwinden und als Zombies wieder auftauchen. Wer steckt dahinter? Und kann Katrina die Aufgabe von Tod erfüllen? Die Zeit drängt und Unterstützung ist gefragt.
Der zweite und abschließende Band hat mich gut unterhalten. Fast alle Figuren sind sympathisch und ich hätte tatsächlich gerne noch mehr von Katrinas Geschwistern erfahren und auch über Tod. Das Buch liest sich flüssig, hat Spannungselemente, Humor und auch eine zarte Liebesgeschichte zu bieten. Allerdings wäre für meinen Geschmack noch mehr drin gewesen. Wer hinter all dem steckt kommt für mich zu früh und es gibt auch keine großen Überraschungen bzw. Wendungen. Alles in allem ist es ein schönes Buch mit einem tollen Cover und einem ebenso tollen Buchschnitt. Da aber das letzte i-Tüpfelchen fehlt, um auch für länger im Gedächtnis zu bleiben, gebe ich dem Roman 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Wo ist Meck?

Meck und Schneck. Meck ist weg!
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Schneck und Meck sind gemeinsam unterwegs. Als Schneck sich zu sehr in einen stillen Stein vertieft, ist Meck plötzlich weg. Nun begibt sich Schneck auf die Suche nach seinem Freund. Er sucht ihn beim ...

Schneck und Meck sind gemeinsam unterwegs. Als Schneck sich zu sehr in einen stillen Stein vertieft, ist Meck plötzlich weg. Nun begibt sich Schneck auf die Suche nach seinem Freund. Er sucht ihn beim Blaubeerstrauch, beim Birnbaum, bei den Bienen und an weiteren Orten. An keinem dieser Orte findet er ihn, aber die Kids können ihn sicher entdecken. Denn der Illustrator Matthias Derenbach hat ihn auf jeder Seite versteckt. Das gefällt mir an dem Pappbilderbuch mit am besten. Zudem finde ich die Figuren niedlich gestaltet und auch ausdrucksstark dargestellt. Die Illustrationen sind nicht überladen, dabei aber recht farbenfroh. Die Texte sind von Inhalt und Länge kindgerecht. Das Buch macht einen stabilen Eindruck, was bei zweijährigen „Lesern" sicher sinnvoll ist. Die Geschichte an sich ist nett, aber auch nicht so, dass sie eine besondere Botschaft überbringt. Insgesamt dennoch ein empfehlenswertes Pappbilderbuch.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Eine Hommage an David Bowie

Low
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Reinhard Kleist widmet sich David Bowies Zeit in (West-)Berlin. Nach seinem Aufenthalt in Los Angeles, bei dem er sich selbst immer mehr verlor, will Bowie in einer Stadt, die von Mauern umgeben ist, wieder ...

Reinhard Kleist widmet sich David Bowies Zeit in (West-)Berlin. Nach seinem Aufenthalt in Los Angeles, bei dem er sich selbst immer mehr verlor, will Bowie in einer Stadt, die von Mauern umgeben ist, wieder zu sich kommen und findet dort wieder seine Freiheit. Nach Drogenexzessen, paranoidem Verhalten und Angst psychisch zu erkranken, schafft es Berlin ihn wieder zu erden. Das Cover ist schon ein absoluter Hingucker. Die Zeichnungen sind ausdrucksstark, was vor allem auch an den kräftigen Farben liegt. Gerade die Stadt wird lebendig und authentisch dargestellt. Allerdings muss man schon ein großer Bowie Fan sein, um sich zurechtzufinden. Ich denke, dass ein eingefleischter Fan und Kenner das Buch richtig genießen kann. Wer sich mit Bowies Leben nicht im Detail auskennt, wird sich eher schwer tun. Trotzdem gibt es einen interessanten Einblick in das Leben eines außerordentlichen Künstlers und in das Berlin der 70er Jahre.

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