Spitzzüngig, sexy, aber erst später überzeugend
Madly ForbiddenMeine persönliche Meinung:
"Madly Forbidden" ist der zweite Band der Forbidden-Love-Reihe und kann grundsätzlich unabhängig vom ersten Teil gelesen werden. Wer jedoch auch den ersten Band "Truly Forbidden" ...
Meine persönliche Meinung:
"Madly Forbidden" ist der zweite Band der Forbidden-Love-Reihe und kann grundsätzlich unabhängig vom ersten Teil gelesen werden. Wer jedoch auch den ersten Band "Truly Forbidden" kennt, wird die zusätzlichen Einblicke in die Nebenfiguren zu schätzen wissen.
Der Einstieg in die Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Unerwartet, humorvoll und mit einem gewissen Augenzwinkern. Die Autorin beweist hier ein gutes Gespür für Situationskomik.
Insgesamt liest sich der Schreibstil flüssig und locker, allerdings musste ich mich erst an den Tonfall gewöhnen. Die zahlreichen spitzzüngigen Bemerkungen, vor allem von Protagonistin Dylan, waren mir mitunter etwas zu viel, wodurch der Lesefluss gelegentlich ins Stocken geriet.
Dylan ist eine taffe Frau, unabhängig und schlagfertig, die gelernt hat, niemandem zu vertrauen. Sie versucht, alles alleine zu bewältigen, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Rhyland hingegen verkörpert das klassische Bad-Boy-Klischee: impulsiv, distanziert und scheinbar nur an körperlicher Nähe interessiert. Auch er hat jedoch seine Gründe und nutzt sein Verhalten als Schutzmechanismus.
Über weite Strecken des Buches wirkten die Figuren auf mich etwas flach und blieben emotional auf Distanz. Ihre Gespräche empfand ich oft als oberflächlich, das ständige sexuelle Gerede erschien mir in manchen Situationen unpassend. Erst ab der zweiten Hälfte des Romans gewann die Handlung an Tiefe. Die Charaktere entwickelten mehr Substanz, ihre Emotionen wurden greifbarer, und auch der Humor fügte sich nun stimmiger in die Geschichte ein.
Fazit:
"Madly Forbidden" bietet eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit einem guten Schuss Humor. Wer sich durch den lauten, teilweise überdrehten Einstieg nicht abschrecken lässt, wird mit einer emotionalen zweiten Hälfte belohnt, in der die Figuren deutlich an Tiefe gewinnen. Es ist eine Geschichte über Vertrauen, Verletzlichkeit und zweite Chancen, mit einem Ende, das berührt und versöhnt.