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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2025

Widerwillig spannend

Verbrenn all meine Briefe
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Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und war sehr skeptisch, nachdem ich den großen Hype für die "Überlebenden" damals nicht recht nachvollziehen konnte.

Dies hier ist erklärtermaßen ein Roman, aber ...

Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und war sehr skeptisch, nachdem ich den großen Hype für die "Überlebenden" damals nicht recht nachvollziehen konnte.

Dies hier ist erklärtermaßen ein Roman, aber wohl deutlich an das Leben von Personen angelehnt, die tatsächlich existiert haben. Wären Sven Stolpe und seine Frau Karin frei erfundene Menschen, würde ich denken, der Mensch Stolpe ist völlig überzeichnet in seiner Egozentrik, seinem Wahn, seinem Machtanspruch. Unvorstellbar, dass eine intelligente Frau wie Karin bei ihm bleibt und - nach allem was passiert ist - vier Kinder mit ihm großzieht. Selbst in den 30er Jahren.

Die Figuren konnten mich nicht wirklich berühren, was sicherlich an dem beabsichtigt distanzierten Schreibstil liegt.

Dennoch fand ich die Geschichte - fast widerwillig - spannend.

Ist das jetzt Schreibkunst? Es hat mich ratlos zurück gelassen.

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Nicht schlecht aber eher für 75plus

Pilates 50 plus
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Das Buch ist ganz gut gemacht, aber ich finde den Titel etwas verfehlt. Hierzu passt auch die Diskrepanz zwischen dem Foto auf dem Titel - es zeigt eine doch relativ junggebliebene Frau, während die Fotos ...

Das Buch ist ganz gut gemacht, aber ich finde den Titel etwas verfehlt. Hierzu passt auch die Diskrepanz zwischen dem Foto auf dem Titel - es zeigt eine doch relativ junggebliebene Frau, während die Fotos innerhalb des Buches doch zum größeren Teil Menschen zeigen, die über siebzig sein dürften.

Im Prinzip ist das Buch gut aufgebaut - vorneweg ein wenig Integration von Pilates-Verhalten im Alltag, ein wenig Ernährung, dann verschiedene Übungen aufgeteilt nach verschiedenen körperlichen Problemzonen, systematisch erklärt - auch mit Hinweisen, worauf man besonders achten soll und wie man es NICHT machen soll, und mit guten Fotos.

So weit, so gut, aber mit 50plus sind die Menschen doch meistens noch fitter und suchen etwas mehr Herausforderungen. An 75plus gerichtet, würde das Buch m.E. besser passen.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Schöne Sprache, die mich nicht packt

Gräser der Nacht
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Ich habe mich leider durch das Buch etwas hindurch gequält und kann den großen Hype um Patrick Modiano zumindest anhand der Lektüre dieses Werkes nicht wirklich nachvollziehen.

Die Geschichte an sich ...

Ich habe mich leider durch das Buch etwas hindurch gequält und kann den großen Hype um Patrick Modiano zumindest anhand der Lektüre dieses Werkes nicht wirklich nachvollziehen.

Die Geschichte an sich ist spannend, handelt von Liebe und Leidenschaft, Lug und Trug, Täuschung und Gar-Nicht-Wissen-Wollen, Verbrechen und Unschuld.

Aber die Verpackung dazu, der Text - hat mich einfach nicht gepackt. Auch wenn ich den Satzbau und die Sprache schön finde, konnte ich weder mit dem Erzähler noch mit der jungen Frau mit fühlen - sie blieben blass und distanziert.

Das mag ja vielleicht Absicht und literarische Kunst sein - aber für mich war es eher langweilig.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Düster und beklemmend

Familienbande
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Ich hatte bisher noch nie etwas von Karin Fossum gelesen und war sehr gespannt, da ihre Krimis doch meist sehr gelobt werden.

Das Cover finde ich gut gelungen; es ist ein düsteres Bild mit etwas (Mond-)Licht ...

Ich hatte bisher noch nie etwas von Karin Fossum gelesen und war sehr gespannt, da ihre Krimis doch meist sehr gelobt werden.

Das Cover finde ich gut gelungen; es ist ein düsteres Bild mit etwas (Mond-)Licht am Horizont. Ein junger Mann(?) steht auf einem Weg zwischen skandinavisch-rotem Holzhaus und dunklen Bäumen. Geheimnisvoll, unheilverkündend...

Zuerst wird hauptsächlich die Familiengeschichte / Kindheit von Aksel und Ellinor reflektiert, mit ein paar Abstechern in die Gegenwart, sehr düster und trübe, aber zunächst gut und spannend zu lesen.

Aber dann kommen - immer wieder anders, aber sich doch im Endeffekt wiederholend - Beschreibungen des Hasses - anders kann ich es nicht nennen - der Geschwister auf die Eltern. Ob der berechtigt war / ist oder nicht, ist eigentlich zweitrangig.

Was die anderen Menschen von den Eltern wahrnehmen, ist großenteils oberflächlich und sicher teils auch Fassade. Aber was die Kinder erlebt haben, ist zwar nicht liebevoll und warm, aber auch nicht wirklich brutal. Dennoch kann ich irgendwie die Entwicklung der beiden verstehen.

Erst im letzten Teil wurde das Buch wirklich so in etwa zu einem Krimi, allerdings wurde hier der ermittlerische Teil recht kurz abgehandelt, und das Ende ist für mich eigentlich offen. Vielleicht kommt da ja im nächsten Band noch etwas.

Wirklich gepackt oder gar begeistert hat mich das Buch nicht, auch wenn die Sprache gut ist und die psychologischen Beschreibungen in die Tiefe gehen - vielleicht zu sehr, und auch hier sich mehr oder weniger wiederholend.

Ein Krimi ist es eigentlich nicht, erst im letzten Stück taucht ein Kommissar auf, und die Ermittlung wird recht kurz abgehandelt, für mich unbefriedigend.

Man sollte dieses Buch nur an heiteren Sommertagen und in einem seelisch sehr gefestigten Zustand lesen, sonst verfällt man in Depressionen….

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Teils gut, teils enttäuschend

Gegen die Welle
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Ich habe das Buch wegen des vielversprechenden Titels und des wunderschönen Covers gekauft, das allerdings anders aussieht als hier.

Badenixen Schwimmerinnen jeden Alters tummeln sich im und am Eand eines ...

Ich habe das Buch wegen des vielversprechenden Titels und des wunderschönen Covers gekauft, das allerdings anders aussieht als hier.

Badenixen Schwimmerinnen jeden Alters tummeln sich im und am Eand eines Schwimmbeckens, dessen Wasser in starken weltbewegendes ist, so dass man denkt, es wäre direkt aus dem Meer heraus geschnitten. Tatsächlich grenzt der Ozean auch direkt an das Becken an.

Die Geschichten selbst sind nicht wirklich in sich abgeschlossene Stories, sondern Auszüge aus Romanen verschiedener klassischer Autoren, teils aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert.

Hierdurch erschließen sich Zusammenhänge oft nicht schlüssig, und manch ein Stil ist auch einfach altertümlich.

Hat mich nicht begeistert.

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