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Veröffentlicht am 07.01.2025

Endgültig

Endgültig
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Jenny Aaron war viele Jahre Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei. Selbst unter den dort sehr guten Männern war sie noch eine der besten. Doch ein Einsatz in Barcelona läuft völlig schief. Ihr Freund ...

Jenny Aaron war viele Jahre Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei. Selbst unter den dort sehr guten Männern war sie noch eine der besten. Doch ein Einsatz in Barcelona läuft völlig schief. Ihr Freund wird schwer verwundet, sie selbst ist nach einem Unfall blind. Der Täter entkommt. Mit Hilfe ihres Vaters, viel Training und eisernem Willen findet sie sich mit ihrer Blindheit ab und kämpft sich ins Leben zurück. Sie arbeitet weiter als Vernehmungsspezialistin bei der Polizei. Doch dann passiert in Berlin ein Mord und der Täter verlangt, dass er nur mit Jenny Aaron sprechen will. So kehrt sie in ihre alte Abteilung zurück und viele Wunden reißen wieder auf und die Vergangenheit holt sie ein.

Endgültig ist kein Krimi oder Thriller im herkömmlichen Sinn. Die Hauptfigur Aaron ist blind und hat trotzdem herausragende Fähigkeiten, einige nur wegen ihrer Blindheit. Die Erklärung, wie sie mittels Klicken „sehen“ kann, hätte ich im Buch sicher nur teilweise geglaubt, wenn ich nicht schon einen Bericht darüber im Fernsehen gesehen hätte. Einige der Erlebnisse von Aaron waren für mich trotzdem nicht ganz glaubhaft. Anfangs hatte ich auch Probleme, ins Buch zu finden. Da gibt es nur kurze Sätze, die man sozusagen „vor die Brust“ geknallt bekommt. Dadurch entsteht ein hohes Tempo, aber ich fürchtete, dass das ganze Buch in dem Stil läuft. Zum Glück nicht. Auch die oft wechselnden Blenden zwischen Gegenwart und Vergangenheit verschiedener Personen waren nicht immer leicht verfolgbar. Etwa aber der Mitte des Buches allerdings konnte ich auf einmal sehr flüssig lesen. Die Spannung war durchweg sehr hoch. Mir waren es manchmal ein wenig zu viele Nebenhandlungen, doch insgesamt ist es ein gutes Buch mit einer ausgewöhnlichen „Heldin“, die es einem nicht leicht macht. Insgesamt gebe ich am Ende doch eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Hades

Hades
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Hades ist der Chef der Unterwelt … oder besser gesagt, der Chef einer großen Mülldeponie am Rande von Sydney. Er macht viele illegale Sachen, beseitigt Leichen, wird nie erwischt. Eines Tages werden ihm ...

Hades ist der Chef der Unterwelt … oder besser gesagt, der Chef einer großen Mülldeponie am Rande von Sydney. Er macht viele illegale Sachen, beseitigt Leichen, wird nie erwischt. Eines Tages werden ihm zwei kleine Kinder gebracht, die er beseitigen soll. Der Junge ist schwer verletzt, das Mädchen traumatisiert. Sie wurden entführt, ihre Eltern wurden umgebracht. Doch Hades zieht sie groß und gibt ihnen eine Ausbildung und sie werden Mitarbeiter in der Mordkommission …

Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist schnell zu lesen, jedenfalls konnte ich nicht aufhören und hatte es an einem Tag durch. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgt für durchgehende Spannung. Da ist die Geschichte von Hades und von den Kindern, da ist die Geschichte des neuen Mitarbeiters der Mordkommission Frank und die Reaktion von Eden und Eric darauf und da ist die Geschichte des Serienmörders, dessen Taten sie aufklären müssen. Diese drei Ebenen werden immer wieder gut verbunden. Den Punktabzug gibt es für mich, weil es für mich nicht logisch war, das Eric und Eden mit dieser Vergangenheit ohne Überprüfung bei der Mordkommission arbeiten und weil mir das Ende auch nicht plausibel erschien. Trotzdem gibt es für mich eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf den 2. Teil.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Gute Gesellschaftsstudie

Was ich euch nicht erzählte
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Amerika in den 1970er Jahren. Eine Familie mit drei Kindern. Eines Morgens wird am Frühstückstisch die mittlere Tochter Lydia vermisst. Ist sie ausgerissen, wurde sie entführt? Die Polizei sucht sie und ...

Amerika in den 1970er Jahren. Eine Familie mit drei Kindern. Eines Morgens wird am Frühstückstisch die mittlere Tochter Lydia vermisst. Ist sie ausgerissen, wurde sie entführt? Die Polizei sucht sie und findet sie ertrunken im See. Mord oder Selbstmord?

Die Geschichte ist kein Krimi oder Thriller, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Trotzdem ist sie spannend. Spannend, weil man wissen möchte, wie es dazu kam. Das Buch erzählt die Geschichte der Familie, die reichlich 20 Jahre früher begann. Die Mutter ist eine unangepasste junge Frau. Sie soll gemäß der damaligen Zeit gut heiraten. Doch sie will studieren und Ärztin werden. Dann lernt sie an der Universität ihren späteren Mann kennen. Er ist Amerikaner, doch stammt von chinesischen Einwanderern ab. Die Ehe ist für die damalige Zeit fast ein Skandal. Er bekommt nur in einer Kleinstadt Arbeit, sie schnell 2 Kinder und damit hat sich der Traum vom Studium erledigt. Sie bleiben immer Außenseiter und das bleibt auch bei ihnen Kindern so. So transportiert vor allem die Mutter ihre Träume auf Lydia und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wehrt diese sich nicht dagegen. Stattdessen hält sie eine Fassade aufrecht. Doch irgendwann funktioniert das Ganze nicht mehr.
Auch wenn sich das alles vor vielen Jahren zugetragen hat, ist vieles auch auf die heutige Zeit übertragbar. Wenn man nicht miteinander redet, entstehen viel zu viele Missverständnisse, falsche Entscheidungen und Fehler. Das Buch gibt viele Anregungen zum Nachdenken, aber dazu ist es noch eine gute Geschichte und gleichfalls gut lesbar.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Schwarzer Lavendel

Schwarzer Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)
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Dr. Leon Ritter erbt von seiner Tante einen kleinen Weinberg. Bei der Besichtigung wird eine mumifizierte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie bleibt nicht die einzige, denn es verschwindet eine weitere ...

Dr. Leon Ritter erbt von seiner Tante einen kleinen Weinberg. Bei der Besichtigung wird eine mumifizierte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie bleibt nicht die einzige, denn es verschwindet eine weitere junge Frau und auch eine weitere Mumie taucht auf. Die Polizei ermittelt und Dr. Ritter mischt sich immer wieder ein…

„Schwarzer Lavendel“ ist der 2. Band um Dr. Ritter. Ich habe beide Bücher hintereinander gelesen. Während mir der 1. Band nicht so gut gefiel, weil ich dort das Gefühl hatte, ich lese ein Drehbuch und Dr. Ritter ist James Bond in der Provence, hat sich das im vorliegenden Buch geändert. Leon muss jetzt auch einige Niederlagen einstecken und arbeitet mit der Polizei mehr zusammen. Trotzdem gibt es immer noch reichlich Reibereien. Gut gefallen hat mir die Schilderung des Lebens in der Provence. Man konnte sich das richtig vorstellen und auch das Lebensgefühl kam gut rüber. Besonders auch die Probleme der Polizisten bzw. mit der Tochter. Die Spannung bezog sich für mich eher auf einige Nebenhandlungen, bei der Haupthandlung war der Täter für mich dann nicht mehr so überraschend und das Ende kam ein bißchen schnell. Insgesamt jedoch ist es ein durchaus guter Krimi und auch einen 3. Teil würde ich lesen

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Fuchskind

Fuchskind
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Als Gesine ganz zeitig auf den Friedhof kommt, hört sie eigenartige Geräusch und findet eine Säugling. Sie bringt ihn ins Krankenhaus und rettet ihm damit das Leben. Aber sie bekommt nicht mit, dass vor ...

Als Gesine ganz zeitig auf den Friedhof kommt, hört sie eigenartige Geräusch und findet eine Säugling. Sie bringt ihn ins Krankenhaus und rettet ihm damit das Leben. Aber sie bekommt nicht mit, dass vor dem Friedhof eine ermordete Frau gefunden wird. Obwohl sie nur Zeugin ist, mischt sie sich doch immer wieder in die Ermittlungen ein und dann kommt auch noch ihr Ex-Mann Klaus zurück. Auch er ist in die Vorfälle eingebunden und Gesine vermutet, dass er viel mehr damit zu tun hat, als er zugibt. Dann wird auf Gesine geschossen …
Der 2. Band um die Ex-Polizistin Gesine hat mir wieder gut gefallen. Es gibt einige Tatverdächtige und die „Ermittlungen“, die Gesine macht, sind nachvollziehbar und wirken real. Die persönlichen Verwicklungen passen zum Fall und lenken nicht vom Geschehen ab. Man merkt Gesine die Entwicklung an und diese ist auch glaubhaft. Wie im ersten Band sind auch hier Giftpflanzen aufgeführt. Während es aber im 1. Teil für mich logisch erschien, waren hier die Ergänzungen teilweise doch weit hergeholt und passten nicht wirklich zum Fall. Es ist interessant, darüber zu lesen, aber es eigentlich unnötig. Ansonsten ist es wieder ein geradliniger gut gelungener Krimi, für den ich eine Leseempfehlung ausspreche.

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