52 wilde Fermente von Alexis Goertz und Jonas Grube verschafft einen guten Überblick über das Thema Fermentieren. Die erste Hälfte des Buchs stellt einen ausführlichen Bericht über die Kultur des Fermentieren ...
52 wilde Fermente von Alexis Goertz und Jonas Grube verschafft einen guten Überblick über das Thema Fermentieren. Die erste Hälfte des Buchs stellt einen ausführlichen Bericht über die Kultur des Fermentieren dar und zeigt die wesentlichen Grundtechniken des Fermentierens auf.
Die zweite Hälfte des Buchs beschäftigt sich dann mit den 52 besonderen Rezepten, vom Apfel bis zum Waldmeister, sind viele gewöhnliche, aber auch ungewöhnliche Produkte dabei. Die 52 Rezepte richten sich nach den 52 Kalenderwochen, sodass jede Woche ein jahreszeittypisches Produkt vorgestellt und verarbeitet wird.
Auch durch die Beachtung der Jahreszeiten wirkt die Auswahl der Produkte sehr vielfältig, sodass verschiedene Geschmäcker getroffen werden und dadurch für jeden, der Interesse an fermentieren Lebensmitteln hat, was dabei sein kann. Die wenigen Fermente, die ich bisher getestet habe, ließen sich gut durch die Anweisungen herstellen und boten einen interessanten Geschmack.
Etwas umständlich fand ich die abstrakten Zeichnungen der Produkte, zwar befindet sich am Ende des Buches ein botanischer Überblick, den hätte ich mir jedoch bei den Rezepten gewünscht, denn bei unbekannten Produkten, waren auch die Zeichnungen nicht hilfreich.
Sommer 2006, der 15-jährige Chris will nicht nur Fußballprofi werden, sondern endlich zu den coolen Kids gehören. Chris ist auf der Suche nach sich selbst, aber auch nach dem ersten Kuss und der ersten ...
Sommer 2006, der 15-jährige Chris will nicht nur Fußballprofi werden, sondern endlich zu den coolen Kids gehören. Chris ist auf der Suche nach sich selbst, aber auch nach dem ersten Kuss und der ersten großen Liebe und ausgerechnet Debbie, das schönste Mädchen der Schule, schenkt ihm plötzlich Interesse. Es beginnt eine emotionale Reise, bei der seine Freunde Salvo und Johnny immer an seiner Seite sind und auf einem nächtlichen Roadtrip mit Johnny, wird Chris vieles bewusst.
Das Leben fing im Sommer an ist ein Coming-of-Age-Roman des Fußballweltmeisters Chris Kramer. Zu Beginn des Romans werden alle Handlungen und Personen als frei erfunden angekündigt, der Protagonist ‚Chris Kramer‘, sein (fußballerische) Werdegang und auch das Gefühl einer authentischen Geschichte vermitteln dennoch das Gefühl, dass es sich hier um einen Roman mit autographischen Zügen des Autors handelt. Dieses Gefühl wird am Ende zudem durch die Danksagung bestätigt, weswegen ich die Ankündigung zu Beginn des Buchs etwas unglücklich finde, denn dadurch fand ich es lange merkwürdig, dass der Protagonist Chris Kramer heißt.
Chris Kramers Schreibstil wirkte authentisch und hat mich komplett in die Gefühlswelt des 15-jährigen Chris geworfen, die seine Ängste und Wünsche gut transportiert haben. Man spürte förmlich, wie Chris mit sich und seinem Sein in der Welt noch zu kämpfen hatte und wie er sich finden musste. Freundschaft und die erste Liebe sind ein großes Thema, Fußball nur eine kleine Nebensache und das obwohl sie doch einen großen Teil in Chris’ Leben einnahm, denn er hatte den Wunsch Fußballprofi zu werden. Da sich da Buch (größtenteils) jedoch nur auf drei Tage beschränkt und der Fokus eben nicht auf dem Fußball lag, hätte eine größere Erwähnung auch keinen wirklichen Platz gefunden, weswegen ich die Gewichtung durchaus nachvollziehen kann.
Besonders gefallen hat mir die Danksagung, die dem Roman - durch die erwähnten Parallelen - eine höhere Gewichtung gaben und dadurch alles nochmal persönlicher wurde.
Berlin, Hamburg, Neapel, Wien… Joshua musste mit seinen 14 Jahren schon viele Umzüge über sich ergehen lassen und jetzt zieht es seine Mutter auch noch nach Rottloch. In einem kleinen Dorf sucht seine ...
Berlin, Hamburg, Neapel, Wien… Joshua musste mit seinen 14 Jahren schon viele Umzüge über sich ergehen lassen und jetzt zieht es seine Mutter auch noch nach Rottloch. In einem kleinen Dorf sucht seine Mutter, eine erfolgreiche Künstlerin, neue Inspirationen. Joshua ist klar, dass er auch in Rottloch keine Freunde finden muss, denn wie zuvor wird das ein kurzes Vergnügen und ein Abschied ist immer leichter, wenn man niemanden in sein Herz geschlossen hat. Das dürfte in dem Dorf Rottloch doch das kleinste Problem sein.
Doch diesmal kommt alles anders. Joshua kann sich den Kindern in Rottloch nicht entziehen und schon bald hat er mehr Gefühle ins Spiel gebracht, als jemals zuvor. Und dann beginnt die Schule auch noch mit einer Projektwoche, in der die Jugendlichen in kleinen Gruppen mehrere tage im Wald verbringen sollen. Ohne Erwachsene. Ein Abenteuer für Joshua, Koray, Nasrin, Nico und Nina.
FREI - Bester Sommer ist eine Coming-of-Age-Story für Jugendliche ab 12 Jahren von Sarah Welke. Die Geschichte ist aus Joshuas Perspektive geschrieben und zeigt seine Gedankenwelt, die sprunghaft und ungefiltert ist, was der Geschichte eine Authentizität verleiht und einen sofort mit Joshua mitfühlen lässt. Die Dialoge sind jugendlich gehalten, ohne dabei zu dick aufzutragen, auch hier wirkt alles sehr authentisch.
Joshua, Koray, Nasrin, Nico und Nina sind fünf ganz unterschiedliche Jugendliche, die nicht nur in anderen Städten/Ländern, sondern auch unter verschiedenen Familienformen groß werden und ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen haben. Da ist es klar, dass Spannungen zwischen ihnen entstehen und Geheimnisse nicht mehr ganz so einfach geheim bleiben.
Die Zusammenstellung und das Zusammenspiel dieser fünf Charaktere hat mir sehr gut gefallen und vor allem die Erkenntnis, dass Verhaltensweisen verständlich werden können, wenn man die Hintergründe und Geschichten derjenigen kennt. Da man diese natürlich nicht von Beginn an kennt, benötigten manche Jugendliche ein paar Seiten mehr, um meine Sympathien für sich gewinnen zu können.
Was mich etwas gestört hat, war die häufige (!) Verwendung von „der/die“ anstatt „er/sie“. Das wird an einer Stelle sogar angesprochen und doch konsequent weiterbenutzt und war für mich, in diesem Maße, leider zu viel. Außerdem konnte ich das Freiheitsgefühl, das der Titel vermittelt, nicht wirklich wahrnehmen. Es gibt zwar viele einzelne Aspekte, die die Freiheiten der Jugendlichen aufzeigen, aber diese geben ein anderes Gefühl mit und sind nicht konform mit den Assoziationen die ich im Bezug auf ‚Freiheit‘ und ‚Bester Sommer‘ hatte. Auch das Spannungselement war für mich etwas überzeichnet, aber das sind insgesamt nur kleine Kritiken, denn was FREI - Bester Sommer eindeutig schaffen konnte, ist die jugendliche Gefühlswelt aufs Papier zu bringen. Aufzuzeigen, dass Jugendliche auch schon ihre Probleme haben und das Eltern/Erwachsene ein Teil dieser sein können, aber dennoch auch eine Leichtigkeit existiert, die einen besten Sommer hervorbringen kann.
Aoife starb vor drei Jahren als sie mit ihren Freundinnen ihren Junggesellinnenabschied in Marbella feierte. Nun kehren die vier Freundinnen nach Marbella zurück, um Aoife zu feiern und um ihre Erinnerungen ...
Aoife starb vor drei Jahren als sie mit ihren Freundinnen ihren Junggesellinnenabschied in Marbella feierte. Nun kehren die vier Freundinnen nach Marbella zurück, um Aoife zu feiern und um ihre Erinnerungen aufzufrischen, denn bis heute ist Aoifes Tod ungeklärt.
Jede erinnert sich an andere Dinge und nahm das Wochenende anders wahr, doch alle eint, dass sie Geheimnisse bewahren und diese auch nicht preisgeben möchten. Wie weit gehen sie, um das Wochenende vor drei Jahren endgültig zu vergessen?
Die Villa von Jess Ryder wird vom Verlag als Thriller gewertet, ich würde jedoch mit den Erwartungen an einen Spannungsroman wie „One of the Girls“ von Lucy Clarke oder „Nur eine Lüge“ von Malin Stehn einsteigen, denn an einen Thriller kommt der Inhalt für mich nicht ran.
Wir erleben die Geschichte auf zwei Zeitebenen: damals und heute und aus vier verschiedenen, während wir Danis Perspektive Heute und Damals kennenlernen, beschränkt sich die Perspektive der drei Freundinnen - Beth, Celine und Tiff - auf damals. Das sorgt dafür, dass wir die damalige Zeit sehr detailliert beschrieben bekommenen und trotzdem bleiben die drei weiteren Perspektiven sehr nebulös, da wir sie nur ‚damals' genauer beschrieben bekommen und aus heutiger Sicht doch einiges offen bleibt.
Die Geschichte selbst empfand ich sehr vorhersehbar, wenngleich nicht alles wie gedacht ausging. Dennoch hat die Autorin eine spannungsgeladene Story erschaffen, denn aufgrund des super Schreibstils, kurzen Kapiteln und vielen Perspektiven konnte mich der Inhalt dennoch mitnehmen. Die große Überraschung blieb zwar aus, das hat der Lesefreude aber keinen Abbruch getan.
Bei den Crucible-Spielen kämpfen die zwölf Gottheiten des Pantheons um die Vorherrschaft. An ihrer Seite befinden sich dabei ein auserwählter Champion und eine auserwählte Championesse und ausgerechnet ...
Bei den Crucible-Spielen kämpfen die zwölf Gottheiten des Pantheons um die Vorherrschaft. An ihrer Seite befinden sich dabei ein auserwählter Champion und eine auserwählte Championesse und ausgerechnet Hades, der Gott der Schatten und der Unterwelt, beruft die verfluchte Lyra zu seiner Championesse. Lyras Preis für den Gewinn des Crucibiles könnte nicht größer sein, denn sie könnte von ihrem Fluch erlöst werden. Doch die Gefahr alles zu verlieren ist groß.
The Games Gods Play - Schattenverführt von Abigail Owen ist der Auftaktband einer epischen Romantasy-Reihe mit olympischen Göttern und einem riskanten Wettkampf. Owens Schreibstil ist packend und konnte mich direkt in ihre erschaffene Welt reißen. Besonders spannend fand ich das Aufgreifen der griechischen Mythologie, auch weil ich dahingehend nur die Basics kenne und es interessant fand, was Owen daraus macht.
Lyra ist eine interessante Protagonistin, vor allem durch den Fluch der dank Zeus auf ihr lastet und der ihr Leben prägt. Die Beziehung zu Hades konnte mich hingegen nicht wirklich abholen, dennoch fand ich die Entwicklung interessant und auch der Cliffhanger am Ende des Buches lässt mich gespannt auf die Fortsetzung warten.