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Veröffentlicht am 10.01.2025

Rache ist süß … und spicy!

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Inhalt:
Naomi und Luca sind seit der fünften Klasse Brieffreunde, doch statt netter Korrespondenz liefern sie sich über die Jahre hinweg einen erbitterten Streit, indem sie sich fast ausschließlich Hassnachrichten ...

Inhalt:
Naomi und Luca sind seit der fünften Klasse Brieffreunde, doch statt netter Korrespondenz liefern sie sich über die Jahre hinweg einen erbitterten Streit, indem sie sich fast ausschließlich Hassnachrichten schreiben. Nach zwölf Jahren bricht Luca plötzlich den Kontakt ab, ohne eine Erklärung zu hinterlassen. Jahre später erhält Naomi einen Brief, der eindeutig von Luca stammt und sie erneut herausfordert. Entschlossen, das letzte Wort zu haben, macht sich Naomi auf die Suche nach ihm und gerät dabei in ein neues Gefühlschaos, als sie sich mit ihrem charmanten Nachbarn Jake immer mehr anfreundet. Doch wer wird ihr Herz letztlich erobern?

Meinung:
Dieser Roman hat mich in vielerlei Hinsicht zwiegespalten zurückgelassen. Die Idee einer Brieffreundschaft, die in Hass und Konkurrenz verstrickt ist, hatte definitiv Potenzial für eine spannende und humorvolle „Enemies to Lovers“-Geschichte. Der Anfang des Buches hat mich auch wirklich gepackt, besonders durch die Briefe, die eine großartige Dynamik zwischen Naomi und Luca aufbauten. Doch leider flachte die Geschichte im weiteren Verlauf für mich ab. Die Spannung über Lucas plötzlichen Abbruch des Kontakts, den die Geschichte aufbaut, wurde schon relativ früh aufgelöst, was zu einem langen Mittelteil führte, der sich für mich teils etwas zäh anfühlte. Naomi als Protagonistin fand ich stellenweise interessant, aber auch recht eindimensional. Es gab viele Handlungsweisen, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte, und die tiefergehende Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit oder ihren eigenen Motivationen fehlte mir. Luca, auf der anderen Seite, hatte für mich mehr Tiefe, und ich konnte seine Beweggründe besser verstehen. Die Lovestory mit Jake fand ich leider eher oberflächlich und die ganze Love Triangle-Entwicklung war nicht nur wenig packend, sondern auch schwer nachvollziehbar – besonders weil Naomi zwischen ihren beiden Verehrern hin- und hergerissen wird, ohne dass es eine klare emotionale Basis gibt. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, aber die unterschiedlichen Perspektiven – besonders in der Gegenwart und der Vergangenheit der Briefe – haben mich manchmal aus dem Rhythmus gebracht. Die Dialoge zwischen Naomi und Jake wirkten oft gezwungen und die Beziehung zwischen ihnen war in meinen Augen wenig aufregend. Letztlich war die Geschichte für mich nicht die erhoffte „Enemies to Lovers“-RomCom, sondern eher eine lose Aneinanderreihung von Szenen, in denen Naomi zwischen verschiedenen Gefühlen hin- und hergerissen ist.

Fazit:
„P. S. I Hate You“ von Donna Marchetti bietet eine interessante Ausgangslage mit einer Brieffreundschaft, die sich von Hass zu einer komplexeren Beziehung entwickeln soll. Leider konnte das Buch nicht die erhoffte Spannung und die Tiefe bieten, die ich mir gewünscht hätte. Die Lovestory ist nicht besonders originell und die Charakterentwicklung bleibt hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem gibt es einige unterhaltsame Momente und eine gute Portion Humor. Alles in allem vergebe ich 3,5 von 5 Sternchen, da die Grundidee durchaus Potenzial hatte, aber in der Umsetzung nicht ganz überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 21.11.2024

Ein weiteres Schulabenteuer aus der Reihe der super lesbaren Bücher von Gulliver für Kinder zwischen 11 und 13 Jahren

Die coolste Klasse des Planeten
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Inhalt:
Die 6c der Robert-Mayer-Schule nimmt unerwartet an einem großen Musik-Wettbewerb für Schulbands teil. Als Gewinn winkt sogar ein Auftritt im Fernsehen. Obwohl die 6c mit ihrer Gruppe Baba Gold ...

Inhalt:
Die 6c der Robert-Mayer-Schule nimmt unerwartet an einem großen Musik-Wettbewerb für Schulbands teil. Als Gewinn winkt sogar ein Auftritt im Fernsehen. Obwohl die 6c mit ihrer Gruppe Baba Gold auf TikTok bereits Erfolge feiern konnte, müssen sie feststellen, dass die Konkurrenz nicht minder talentiert ist. Doch plötzlich verschwinden Kostüme und Gitarren sind verstimmt, sodass die 6c nicht mehr an einen Zufall glaubt. Langsam machen sich große Zweifel breit, ob ein Sieg überhaupt möglich ist…

Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Anja Janotta gelesen, darunter auch „Die Nacht in der Schule“ und „Klassenfahrt außer Kontrolle“, beides spannende und einfallsreiche Schulabenteuer aus der Reihe der super lesbaren Bücher von Gulliver. Tatsächlich bin ich nicht die Zielgruppe dieser Bücher, dennoch bin ich begeistert davon, dass es diese Bücher gibt, die bei Kindern ein schnelles Erfolgsgefühl durch knackige Sätze, einen vertrauten Wortschatz und kurze Kapitel erzeugen. Auch das klare Layout mit eingerückten Abschnitten zum gemeinsamen Lesen im Wechsel und die lesefreundliche Schrift sorgen für mehr Spaß beim Lesen. Die beiden zuvor genannten Bücher fand ich mega und deshalb habe ich mich auf dieses dritte Abenteuer einer 6. Klasse der Robert-Mayer-Schule gefreut. Nachdem wir bereits die 6b bei einer geheimen und völlig aus dem Ruder laufenden Übernachtungsparty kennengelernt haben und erleben durften, dass die 6g nicht nur den außer Kontrolle geratenen Ausflug meistert, sondern auch ein paar Feinde namens Erwin bezwingt, sollte es dieses Mal die 6c sein, die mit ihrer Gruppe Baba Gold bei einem großen Musik-Wettbewerb für Schulbands ins Rennen geht. Die Idee hinter der Story fand ich gut, leider hapert es ein wenig bei der Umsetzung. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, in das Geschehen zu finden. Die Geschichte ist wie ein Interview aufgebaut und ich ging davon aus, dass es eventuell die Erlebnisberichterstattung für die Schülerzeitung sein sollte. Letztendlich war es aber nur die Nacherzählung für den großen Bruder. Auch störten mich die zahlreichen Wiederholungen der Interjektion „na ja“ und die immer wiederkehrenden gleichen Illustrationen. Gerne hätte ich ein paar weitere Bilder gesehen, aber im Grunde war es ein Repertoire von fünf Illustrationen, die maximal in der Größe variierten. Eine der größeren Illustrationen wurde beispielsweise weiter hinten im Buch einfachheitshalber nur gespiegelt dargestellt. Ein klein wenig mehr Kreativität wäre schön gewesen. Auch die Tatsache, dass Schüler und Schülerinnen einer 6. Klasse durchschnittlich eher 11 oder 12 Jahre alt sind, Baba Gold aber bereits auf TikTok viral ging, finde ich persönlich leider nicht gut durchdacht. TikTok ist erst ab 13 Jahren erlaubt. Natürlich weiß ich, dass viele Kinder diese App auch schon früher nutzen, aber dennoch finde ich es nicht gut, dass TikTok in diesem Sinne hier thematisitiert wird. Nichtsdestotrotz finde ich die Reihe der super lesbaren Bücher toll und absolut empfehlenswert.

Fazit:
„Die coolste Klasse des Planeten“ von Anja Janotta ist ein weiteres Schulabenteuer aus der Reihe der super lesbaren Bücher von Gulliver für Kinder zwischen 11 und 13 Jahren. Mir persönlich haben die bisherigen Geschichten eindeutig besser gefallen, weshalb es von mir dieses Mal nur 3,5 von 5 Sternchen gibt. Betrachte ich das Buch allerdings aus der Sicht der Zielgruppe, ist es auf jeden Fall eine 10/10.

Veröffentlicht am 11.10.2024

Was, wenn aus Lügen Gefühle werden?

Belladaire Academy of Athletes - Liars
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Inhalt:
Für Nika Blum wird ein Traum wahr, denn sie darf an der elitären Belladaire Academy, einer Eliteschule für aufstrebende Leistungssportler, studieren. Im Gegensatz zu ihren reichen Kommilitonen ...

Inhalt:
Für Nika Blum wird ein Traum wahr, denn sie darf an der elitären Belladaire Academy, einer Eliteschule für aufstrebende Leistungssportler, studieren. Im Gegensatz zu ihren reichen Kommilitonen kann sie sich die Studiengebühren kaum leisten. Da sie aber unbedingt dazugehören möchte, verstrickt sich zunehmend in Lügen. Doch Ambrose durchschaut ihre Lügen und erpresst sie dann damit…

Meinung:
Dies ist tatsächlich das erste Buch, das ich von Maren Vivien Haase gelesen habe. Die „Golden Oaks“-Reihe besitze ich zwar auch, aber die liegt seit Ewigkeiten ungelesen auf meinem SuB. Nun denn, ich war vor genau einem Jahr in Monaco im Urlaub, und ich kann gar nicht oft genug sagen, wie schön es dort ist. Ich wollte einfach noch einmal – zumindest gedanklich – an die Côte d’Azur reisen, weshalb die Wahl auf dieses Buch fiel. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und recht einfach gehalten, daher natürlich auch leicht lesbar. Die Protagonisten sind eher charakterschwach und nicht sonderlich sympathisch. Leider sind auch viele Dialoge flach und oberflächlich gehalten. Die Autorin versucht zwar einen gewissen Spannungsbogen aufzubauen und diesen aufrechtzuerhalten, jedoch wirken einige Szenen zu konstruiert und zu gewollt. Mich stören auch sich ständig wiederholende Aussagen und der leicht primitive Sprachstil. Wenn ich nun darüber nachdenke, bin ich wirklich etwas enttäuscht, denn der sportliche Aspekt kam mir auch zu kurz. Im Grunde erfahren wir kaum etwas über den Sport der Protagonistin, was sehr, sehr schade ist, denn über das Fechten hätte ich wirklich gerne mehr gelesen. Das Setting hingegen ist wirklich gut gewählt, denn sportliche Rich Kids an einer Akademie in Monaco bieten wahnsinnig viele gute Geschichten. Ich hoffe daher, dass mir die Fortsetzungen eventuell das bieten können, was ich von einer Sports Romance eigentlich erwarte.

Fazit:
„Liars“ ist der Auftakt der „Belladaire Academy“-Reihe von Maren Vivien Haase. Die Geschichte voller Geheimnisse, Lügen und Intrigen war zwar nicht perfekt, aber ich hatte dennoch ein paar schöne Lesemomente. Wer die Idylle und die Atmosphäre einer Eliteschule an der Côte d’Azur erleben will, wird wohl gut unterhalten werden. Mir hat das allerdings nicht gereicht, weshalb es leider nur 3,5 von 5 Sternchen gibt.

Veröffentlicht am 11.10.2024

Friends-to-Lovers- und Second-Chance-Trope vor der wunderschönen Kulisse Italiens

One last shot - Macht es am Ende doch noch Klick?
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Inhalt:
Emerson und Theo waren in ihrer Jugend sehr, sehr gute Freunde. Man könnte auch sagen, dass die beiden tatsächlich sogar mehr als nur Freundschaft verband. Doch statt der großen Liebe hatte das ...

Inhalt:
Emerson und Theo waren in ihrer Jugend sehr, sehr gute Freunde. Man könnte auch sagen, dass die beiden tatsächlich sogar mehr als nur Freundschaft verband. Doch statt der großen Liebe hatte das Schicksal andere Pläne, sodass sie sich aus den Augen verloren hatten. Zehn Jahre später ist sie ein gefragtes Model und Theo arbeitet als Modefotograf – trotzdem trennen sie Welten. Eine Erinnerung auf dem Handy erinnert die beiden an den Heiratspakt, der sie einst verband, und Emerson wird klar, dass sie Theo wiederfinden muss. Kurzerum lässt sie sich für eine Kampagne buchen, die er fotografiert. Doch Theo ist nicht so glücklich Emerson zu sehen, wie sie gehofft hatte…

Meinung:
Ich bin ganz ehrlich: Das Cover ist so unfassbar schön, dass es mir eigentlich egal war, ob ich den Klappentext mag oder nicht. Ich hatte mich auf den ersten Blick verliebt. Und dann auch noch dieser Buchschnitt… Optisch gesehen ist dieser Roman ein wahres Highlight. Auch inhaltlich konnte mich die Story überzeugen – jedoch leider nicht vom Hocker reißen. So nett und unbeschwert die Liebesgeschichte auch ist, empfand ich einige Szenen leider zu langatmig und zu detailliert beschrieben. Besonders gut an dieser Seconds Chance-Story hat mir das Setting gefallen. Die romantischen Küstendörfer sind wirklich eine Reise wert.

Fazit:
„One last shot – Macht es am Ende doch noch Klick?“ von Betty Cayouette ist eine unterhaltsame Second Chance-Romance. Für die Grundidee konnte ich mich tatsächlich begeistern, allerdings fand ich die Umsetzung der Story etwas holprig, weshalb es nicht die volle Bewertungspunktzahl, sondern nur 3,5 von 5 Sternchen gibt.

Veröffentlicht am 15.06.2024

Sie dürfen den Trauzeugen jetzt küssen…

Worst Best Man
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Inhalt:
Lina ist Hochzeitsplanerin, die am Traualtar zurückgelassen wurde, und Max, der Trauzeuge, der sowohl für das Verlassenwerden verantwortlich als auch mit dem Bräutigam verwandt ist. Doch um einen ...

Inhalt:
Lina ist Hochzeitsplanerin, die am Traualtar zurückgelassen wurde, und Max, der Trauzeuge, der sowohl für das Verlassenwerden verantwortlich als auch mit dem Bräutigam verwandt ist. Doch um einen wichtigen Job zu ergattern, muss Lina wohl oder übel mit dem Marketingexperten Max zusammenarbeiten. Bald entdecken Lina und Max, dass Feindseligkeit möglicherweise nicht die einzige Emotion ist, die zwischen ihnen Funken sprühen lässt…

Meinung:
Dieser Roman ist mein erstes Buch von Mia Sosa, eine humorvolle Romanze über die Hochzeitsplanerin Lina und den Bruder ihres Ex-Verlobten. Die Story selbst war erfrischend und leicht und ich liebte den Vibe und die Dynamik zwischen den beiden Protas. Allerdings bin ich irgendwie weder mit Lina noch mit Max so richtig warm geworden. Es gab durchaus witzige und herzerwärmende Momente, die mich gut unterhalten konnten, aber es war einfach zu wenig. Insgesamt gesehen ist es nicht die beste RomCom, die ich bisher gelesen habe, aber definitiv auch nicht die schlechteste.

Fazit:
„Worst Best Man“ von Mia Sosa ist ein unterhaltsamer Roman mit vielen lustigen Momenten. Alles in allem ist diese RomCom eine nette Geschichte für zwischendurch, bei der der Funke aber leider nicht ganz übergesprungen ist. Deshalb vergebe ich gute 3,5 von 5 Sternchen.