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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2025

Eine solide Ergänzung, aber nicht der beste Band der Reihe

Slough House
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Als Fan der Serie „Slow Horses“, die mit Gary Oldman brilliert, war meine Erwartung an das Buch hoch. Der gewohnte Wortwitz, die äußerst bissigen Dialoge und die schrulligen Figuren sind auch hier wieder ...


Als Fan der Serie „Slow Horses“, die mit Gary Oldman brilliert, war meine Erwartung an das Buch hoch. Der gewohnte Wortwitz, die äußerst bissigen Dialoge und die schrulligen Figuren sind auch hier wieder präsent. Doch während die Charaktere gewohnt stark gezeichnet sind, bleibt die eigentliche Spionagegeschichte für meinen Geschmack etwas blass. Einige Handlungsstränge fügen sich nicht ganz so elegant zusammen, und der Spannungsbogen erreicht nicht ganz das Niveau früherer Bände. Trotzdem bleibt „Slough House“ eine unterhaltsame Ergänzung der Reihe, auch wenn es nicht mein persönliches Highlight ist.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Mitreißende Fortsetzung mit kleinen Schwächen

Charons Erbe - Eine Liebe wie Sterne
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3,5 ⭐

„Charons Erbe“ von Ursa Jaumann setzt die Geschichte von Eka und Maxim fort und liefert dabei eine spannende Mischung aus Emotionen, Magie und Charakterentwicklung. Besonders Eka und Maxim glänzen ...

3,5 ⭐

„Charons Erbe“ von Ursa Jaumann setzt die Geschichte von Eka und Maxim fort und liefert dabei eine spannende Mischung aus Emotionen, Magie und Charakterentwicklung. Besonders Eka und Maxim glänzen erneut mit ihrer intensiven Dynamik – die Anziehung zwischen den beiden ist spürbar und ihre persönlichen Herausforderungen machen sie nur noch greifbarer. Themen wie Mental Health werden sensibel eingebunden, ohne dabei die fesselnde Spannung der Geschichte zu mindern.

Auch die Nebenfiguren, allen voran Irina und Alexej, bringen frischen Wind in die Handlung, und ihre Entwicklungen halten die Neugier auf kommende Bände hoch. Das Magiesystem bleibt faszinierend, spielt hier jedoch eine etwas kleinere Rolle.

Was mir weniger gefallen hat, ist die teils sehr repetitive Sprache. Bestimmte Formulierungen wie das Klackern der Pumps oder verlaufene Mascara tauchen so oft auf, dass sie irgendwann eher störend als atmosphärisch wirken. Das hat für mich an manchen Stellen die Immersion ein wenig geschmälert.

Trotzdem überzeugt das Buch mit einer fesselnden Handlung und emotionaler Tiefe. Wer die Charaktere ins Herz geschlossen hat, wird auch hier wieder mit ihnen mitfiebern – und dennoch Lust auf die Fortsetzung bekommen!

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Zwischen Magie und Moral – Ein faszinierendes, aber zwiespältiges Abenteuer

Kiss of the Nightingale
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„Kiss of the Nightingale“ besticht mit einer kreativen und außergewöhnlichen Welt, in der Talente durch magische Edelsteine vererbt werden. Die glamouröse Kulisse, inspiriert von der Belle Époque, sowie ...


„Kiss of the Nightingale“ besticht mit einer kreativen und außergewöhnlichen Welt, in der Talente durch magische Edelsteine vererbt werden. Die glamouröse Kulisse, inspiriert von der Belle Époque, sowie das Magiesystem haben mich von Anfang an fasziniert. Die Geschichte bietet Intrigen, Romantik und eine düstere Atmosphäre, die mich durchaus in ihren Bann ziehen konnte.

Allerdings hatte ich große Schwierigkeiten mit der Protagonistin Cleodora. Während ich morally grey Charaktere grundsätzlich spannend finde, war Cleos Entwicklung für mich wenig überzeugend. Ihre Handlungen wirkten oft selbstsüchtig und widersprüchlich, sodass es mir schwerfiel, mit ihr mitzufühlen. Auch das Liebesdreieck zwischen Cleo, dem mysteriösen Vicomte Lenoir und der manipulativen Madame Dahlia konnte mich nicht so wirklich überzeugen.

Dennoch bleibt das Buch dank seines einzigartigen Konzepts, der detailreichen Welt und des atmosphärischen Schreibstils ein lesenswertes Romantasy-Debüt. Wer gerne in magische, aber zwiespältige Welten eintaucht, wird hier auf jeden Fall unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Einblicke in das Schreiben – spannend, aber nicht für alle Leser:innen gleichermaßen geeignet

Die Geschichten in uns
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Benedict Wells gewährt uns Lesern/Hörern mit "Die Geschichten in uns" sehr persönliche Einblicke in sein Leben und seine Arbeit als Schriftsteller. Besonders im ersten Teil des Buches erfährt man viel ...

Benedict Wells gewährt uns Lesern/Hörern mit "Die Geschichten in uns" sehr persönliche Einblicke in sein Leben und seine Arbeit als Schriftsteller. Besonders im ersten Teil des Buches erfährt man viel über seine Kindheit, seinen Werdegang und die Herausforderungen, die ihn prägten. Für Fans des Autors bietet dieser Abschnitt eine spannende Hintergrundgeschichte zu seinen bisherigen Werken.

Der zweite Teil richtet sich vor allem an Menschen, die selbst schreiben oder sich für die Techniken des Schreibens interessieren. Hier teilt Wells Ratschläge und Erfahrungen aus seinem eigenen kreativen Prozess, ergänzt durch Zitate und Tipps von anderen bekannten Autor:innen inkl Literatur-Angaben..

Mir persönlich hat der biografische Teil besser gefallen. Die Ausführungen zum Schreibprozess waren zwar informativ, dürften aber eher für angehende Autor:innen oder Hobby-Schreibende von Interesse sein. Für Leser:innen, die vor allem seine Romane schätzen, könnte dieser Abschnitt etwas weniger spannend sein.

Alles in allem ein lesenswertes Buch, das Einblicke in die Person Benedict Wells und seine Arbeitsweise bietet – allerdings am meisten für einen sehr begrenzten Kreis von Leser:innen, die sich auch mit dem Thema Schreiben auseinandersetzen möchten.

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Etwas anders

Henrys Weg
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Claudia Rautes Henrys Weg ist eine Geschichte, die sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Der Mix aus Thriller, Drama und Roman schafft eine dichte, emotionale Atmosphäre, die jedoch nicht immer perfekt ...

Claudia Rautes Henrys Weg ist eine Geschichte, die sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Der Mix aus Thriller, Drama und Roman schafft eine dichte, emotionale Atmosphäre, die jedoch nicht immer perfekt harmoniert.

Die Handlung dreht sich um Henry und seinen inneren sowie äußeren Weg, geprägt von Verlust, Trauer und den Herausforderungen einer düsteren Welt voller Korruption und Verzweiflung. Besonders spannend sind die Einblicke in die Ermittlungsarbeit, die eine faszinierende, wenn auch oft trostlose Kulisse bieten. Doch trotz der fesselnden Grundidee fühlte sich die Geschichte stellenweise langatmig an, was durch wiederholende Szenen und eine einseitige Fokussierung auf Henry verstärkt wurde. Ich hätte mir einen breiteren Blick auf sein Umfeld, wie Freunde oder Nachbarn, gewünscht, um mehr Tiefe zu gewinnen.

Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, beinahe bedächtig, und bringt die Gefühlswelt der Charaktere gekonnt auf den Punkt. Trotzdem erschwerte die distanzierte Perspektive, sich wirklich in die Figuren einzufühlen. Es war, als würde man durch ein Milchglasfenster blicken – eindrucksvoll, aber nicht nah genug, um eine echte Verbindung aufzubauen.

Das Ende setzt einen interessanten Punkt, aber es fühlte sich alles etwas eilig und stressig an, als ob wichtige Details im letzten Moment ausgelassen wurden. Dennoch bleibt die Frage nach Henrys Ziel und Weg als zentraler Höhepunkt in Erinnerung und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.

Alles in allem ist Henrys Weg ein Buch, das sich abseits des Mainstreams bewegt. Es hat definitiv Stärken, wie die emotionale Tiefe und die Mischung verschiedener Genres, aber auch Schwächen, die den Lesefluss manchmal stocken lassen. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die einen ruhigeren, emotionalen Thriller mit unkonventionellen Elementen suchen. 3,5 Sterne.

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