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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2017

unwahrscheinlich fesselnd und geheimnisvoll

Magie des Feuers
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An ihrem 17. Geburtstag bricht Nicis bisher heile Welt zusammen. Sie kommt erstmals in Kontakt mit magischen Gestalten und findet sich bald als Gefangene in einer magischen Welt wieder. Ihre Lehrzeit beginnt ...

An ihrem 17. Geburtstag bricht Nicis bisher heile Welt zusammen. Sie kommt erstmals in Kontakt mit magischen Gestalten und findet sich bald als Gefangene in einer magischen Welt wieder. Ihre Lehrzeit beginnt und ausgerechnet Jean Sandler, jener furchteinflößende Magier, der sie entführt hat, fungiert als ihr Mentor. Doch dieser unfreundliche Kerl birgt ein dunkles Geheimnis, dem Nici immer mehr auf die Spur kommt. Bald muss sie erkennen, dass ganz Phoenicia in Gefahr schwebt.

Das Buch ist in Ich-Form und Vergangenheit geschrieben. Meist behält es die Perspektive von Nici bei, diesem aufsässigen Mädchen mit der wachen Kombinationsgabe.
Im Gegensatz dazu Jean, der finstere, geheimnisvolle, verschlossene Mann, von dem der Leser einfach nicht sagen kann, ob er denn nun auf der Seite der Guten oder auf der Seite der Bösen kämpft, Protagonisten, mit denen ich so gerne, weitere Stunden verbringen will.

Der Schreibstil des Buches hat mich tief in das Geschehen hineingezogen, ließ mich bangen, hoffen, träumen, ich konnte es einfach nicht zur Seite legen, auch wenn mir die Vernunft sagte, dass ich lieber mal schlafen sollte, weil ich am nächsten Morgen so früh aufstehen musste.
Eine wundervolle Geschichte, von der ich unbedingt wissen muss, wie sie weitergeht. Leider ist der Folgeband noch nicht auf dem Markt.

Veröffentlicht am 02.12.2017

Denke nach, Mensch, wer du bist und erkenne!

Winterfeuer
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Über Caitirs Leben steht eine großartige Prophezeiung, doch sie scheint sich nicht zu bewahrheiten. Vergeblich hofft sie auf eine Vision, die dafür sorgen würde, dass sie in den Kreis der Steinweisen aufgenommen ...

Über Caitirs Leben steht eine großartige Prophezeiung, doch sie scheint sich nicht zu bewahrheiten. Vergeblich hofft sie auf eine Vision, die dafür sorgen würde, dass sie in den Kreis der Steinweisen aufgenommen wird. Ihr Vater setzt sie unter Druck. Wenn sich bis zum Fruchtbarkeitsfest nicht herausstellt, dass sie tatsächlich eine Steinweise ist, soll sie die Frau von Brork, den Anführer des Adlerclans, werden, den sie vor allen anderen Männern der verschiedenen Stämme fürchtet.
Doch die Götter haben ein Einsehen und schicken ihr die erflehte Vision. Allerdings sieht diese ganz anders aus, als sie sich das erhofft hatte.

In diesem Buch trifft die Steinzeit auf die Neuzeit und geht eine wunderliche Allianz ein.
Ein Buch, welches berührt und einen innehalten lässt, um über das Leben und seine Geheimnisse nachzugrübeln.
Zu keinem Zeitpunkt des Lesens ist der Verlauf der Dinge vorher zu sehen. Eine Geschichte, wie ein flackerndes Feuer. Mal schlägt die Flamme beim einen Erzählstrang hoch, dann beim anderen, unberechenbar, lebendig, faszinierend. Plötzlich ist der Mensch nicht nur mehr der Schmied seines eigenen Glückes, sondern sieht sich in ein großes Ganzes gestellt, ein Gestalter der Ereignisse der Menschheitsgeschichte.
Dies verleiht dem Leben des Einzelnen eine viel weitgehendere Bedeutung, als es die Jagd nach dem persönlichen Glück jemals vermögen könnte.

Man spürt es der Geschichte an, dass sie autobiographische Spuren in sich birgt. Begonnen von seiner verstorbenen Frau, hat Stefan Lössl das Werk vollendet, verarbeitet sein Erleben und verabschiedet sich von ihr. Möge sie in Frieden ruhen.

Veröffentlicht am 30.11.2017

Wundervolles Kopfkino, leider nicht so dramatisch, wie es hätte sein können

Yohna, Erdenkind
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Schon in der Zeit seines Entstehens, bin ich über dieses Buch gestolpert und war restlos begeistert. Die eingestellte Leseprobe war so spannend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weiterging und ...

Schon in der Zeit seines Entstehens, bin ich über dieses Buch gestolpert und war restlos begeistert. Die eingestellte Leseprobe war so spannend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weiterging und dem Datum der Veröffentlichung entgegenfieberte.

Natürlich habe ich mir das Buch sofort gekauft, sobald es draußen war und in einem Satz verschlungen.
Wenn ‹Yohna - Erdenkind› etwas zu bieten hat, dann ist es Spannung, schöne Sprache und wundervolles Kopfkino. Ich habe es genossen.

Dennoch blieb ich nach Ende der Lektüre leicht enttäuscht zurück. Meiner Ansicht nach löst die Autorin die Spannung, die sie aufbaut zu schnell wieder auf. So, als holte sie in dem Buch immer tief Luft, bliese dann aber doch wieder ab, bevor sie ihre Hauptpersonen leiden lässt. Die Lösung kommt stets zu schnell und zu einfach. Ein bisschen mehr Verzweiflung hätte Yonah nicht geschadet. Immerhin liebt sie zwei Männer, das muss sie bei ihren strengen Moralvorstellungen innerlich ja zerreißen.

Den Perspektivwechsel am Ende des Buches finde ich überflüssig. Vor allen Dingen, weil dann einige Gedankengänge zwei Mal aufgeführt werden. Meiner Ansicht nach hätte die Autorin das ganze Buch lang in der Ich-Form und bei Yonah bleiben können. Das hätte mehr Spannung ins Buch gebracht. Zu viele Erklärungen sind nicht immer gut. Warum soll sich der Leser auch nicht fragen müssen: «Warum zum Teufel tut der Protagonist das nur?» Yohna muss sich das ja auch fragen, schließlich kann sie nicht in den Kopf der beiden Männer schauen.

Die Todessehnsucht des Wn’dar konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, oder besser gesagt seinen Selbsthass. Die dahingehenden Wiederholungen irritierten mich.

Trotz meiner Kritik erhält das Buch von mir fünf Sterne, weil es einfach gut geschrieben ist und einen mit hineinnimmt in eine fremde, wundersame Welt. Ich werde 'Yohna - Erdenkind' mit Sicherheit noch ein zweites Mal lesen, nur um noch einmal auf diesem Planeten zu landen.

Veröffentlicht am 30.11.2017

Eine Liebe über alle Grenzen hinweg

Arrion: Fantasyroman
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Neve ist Geistsängerin. Sie spürt das Leid der Toten, die es nicht geschafft haben, in die nächste Welt weiterzuziehen und hilft ihnen mit ihrem Gesang, loszulassen. Eine schmerzvolle Berufung, denn sie ...

Neve ist Geistsängerin. Sie spürt das Leid der Toten, die es nicht geschafft haben, in die nächste Welt weiterzuziehen und hilft ihnen mit ihrem Gesang, loszulassen. Eine schmerzvolle Berufung, denn sie fühlt das Leid, welches die Geister daran hindert die Welt der Lebenden zu verlassen.

Dann begegnet sie Arrion und sein Schmerz übertrifft alles, was sie bisher gespürt hat. Doch ihr Wille dem Geist zu helfen trifft auf erbitterten Widerstand bei der Stadtbevölkerung und der Geist selbst will sich auch nicht helfen lassen. Stattdessen wandelt er sich von einem mitleiderregenden Hauch Nebel zu dem Ritter, der er früher einmal war. Ein Frauenheld sondergleichen.

Jetzt hat sie einen geisterhaften Ritter am Hals, und der lässt sich nicht mehr vertreiben. Er begleitet sie auf ihrer Wanderschaft durch die Reiche jener Welt, wo sie ihren Dienst versehen muss. So unangenehm sie ihn auch finden will, langsam entwickelt sie doch Gefühle für ihn. Eine Liebe über die Grenzen des Todes hinweg, nur leider gibt es da ein kleines Problem …

Das Buch ist spannend bis zum Schluss. Man bibbert und zittert mit Neve mit und weiß doch, dass es keine Lösung gibt. Meisterhaft sind die zarten Veränderungen in der Beziehung der beiden zueinander beschrieben. Man will gar nicht aufhören, zu lesen. (Auf meinem e-reader waren es kurz 268 Seiten)

Noch jetzt stehen mir die Landschaftsbilder vor Augen, durch die sie gewandert sind, dabei habe ich das Buch vor längerer Zeit gekauft und gelesen. Das muss doch was heißen, oder?

Veröffentlicht am 30.11.2017

Charaktere zum Verlieben und spannend bis zum Schluss

Blutbraut
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Auf der einen Seite die schillernde Welt der Magie und der Preis, den sie fordert. Auf der anderen Seite die schwer traumatisierte Protagonistin, die sich aus einem Gespinst von Lüge und Halbwahrheiten ...

Auf der einen Seite die schillernde Welt der Magie und der Preis, den sie fordert. Auf der anderen Seite die schwer traumatisierte Protagonistin, die sich aus einem Gespinst von Lüge und Halbwahrheiten ins Licht des Erkennens kämpfen muss. Ein Buch, bei dem die Gefühle Achterbahn fahren.
Brilliant geschrieben, mein absolutes Lieblingsbuch.