Irgendwie fehlt etwas
Romeos TodSabine Thiesler zeigt uns in ihrem Roman "Romeos Tod" die Abgründe zweier psychisch gestörter Menschen: Mona, die gerade nach 10jähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen wurde, und Jan, Schauspieler mit ...
Sabine Thiesler zeigt uns in ihrem Roman "Romeos Tod" die Abgründe zweier psychisch gestörter Menschen: Mona, die gerade nach 10jähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen wurde, und Jan, Schauspieler mit Leib und Seele.
Die beiden verlieben sich Knall auf Fall und bringen sich gegenseitig in eine Abhängigkeit, die den Leser schon vermuten lässt, dass die Beziehung sehr gefährlich wird.
Der Roman hat mich wirklich gepackt - vor allem am Ende konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Aber irgendwie fand ich manche Dinge nicht so stimmig. Jan prügelt z.B. zwei Menschen halb tot, muss aber keine Konsequenzen tragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schauspieler noch irgendwo ein Engagement bekommt, wenn er seinen Intendanten krankenhausreif schlägt...
Auch in Monas Geschichte bleibt einiges offen, mir zu viel. Ich will nicht zu viel verraten, daher will ich darauf hier nicht näher eingehen. Ich habe grundsätzlich kein Problem mit einem offenen Ende - da bleibt mehr Raum für die eigene Fantasie, aber Monas Geschichte hätte m.E. mehr Erklärungen gebraucht.
Insgesamt ein packender Roman, der mich sprachlos zurückgelassen hat.