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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2025

Hat mich nicht umgehauen

Revenant Games – Spiel auf Leben und Tod
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Fantasy in Kombination mit Dystopie oder tödlichen Spielen ist eigentlich genau mein Ding. Entsprechend neugierig war ich auf dieses Buch. Die Handlung ging dann aber für meinen Geschmack doch in eine ...

Fantasy in Kombination mit Dystopie oder tödlichen Spielen ist eigentlich genau mein Ding. Entsprechend neugierig war ich auf dieses Buch. Die Handlung ging dann aber für meinen Geschmack doch in eine andere Richtung als gedacht und war letztendlich nicht ganz so mein Fall.

Die wechselnden Allianzen, individuellen Interessen und das ewige Hin und Her wie genau zu verfahren ist, fand ich zwischenzeitlich nicht mehr ganz so unterhaltsam und eher anstrengend. Ich fands auch schwierig, weil für mich kein echter Sympathieträger dabei war.

Bly ist zwar die Protagonistin, aber in meinen Augen sehr leichtsinnig, wankelmütig und egoistisch. Die Lovestory habe ich ihr auch nicht so recht abgekauft und generell hat sie ein Händchen dafür, andere gegen sich aufzubringen, was die Story für mich schon melodramatisch machte.

Das Turnier selbst klang eigentlich im Vorfeld ganz gut, vor allem die erste Qualifikationsrunde. Danach rückt das aber irgendwie in den Hintergrund und ist tatsächlich vor allem für Blys Team gar nicht mal so spannend. Da wurde in meinen Augen Potential am Plot verschenkt.

Der Twist am Ende war recht vorhersehbar, lässt aber noch reichlich Fragen für Band 2 offen. Bin grad noch unschlüssig, ob ich den unbedingt lesen müsste. Dafür hat mich Band 1 einfach nicht genug gefesselt

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Hatte mir mehr erwartet

Drei Wochen im August
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Ich hab mich glaube ich ein bisschen von Cover und Klappentext blenden lassen, denn ich habe einfach ein völlig anderes Buch, eine andere Geschichte erwartet und bin mit dieser hier nicht so recht warm ...

Ich hab mich glaube ich ein bisschen von Cover und Klappentext blenden lassen, denn ich habe einfach ein völlig anderes Buch, eine andere Geschichte erwartet und bin mit dieser hier nicht so recht warm geworden.

Es wirkte auf mich wie eine seltsame Ansammlung von Menschen, die zwar zusammen und doch allein sind- jeder auf sich allein gestellt, gegen unsichtbare Hürden ankämpfend. Die ganze Situation wirkte seltsam unruhig auf mich.

Und in dieser Urlaubsidylle passiert dann über weite Strecken so ziemlich nichts außer träger Alltäglichkeit. Oder ich habe keinen tieferen Zugang zur Bedeutungsebene gefunden, kann auch sein. Vielleicht lags auch daran, dass ich die Charaktere alle irgendwie unsympathisch und stellenweise geradezu gestelzt fand. So als müssten gewisse Klischees erfüllt werden, damit diese Geschichte funktionieren kann.

Liest sich angenehm, wenn auch zwischenmenschlich aufgeladen. Es wird gesprochen, aber gefühlt wenig gesagt, gleichzeitig gibt es viel stummes Urteil. Wie ein schräges Sozialporträt, ein kurzer episodenhafter Ausflug in einen Sommer der Möglichkeiten und Konflikte.

Bin mir unschlüssig, ob das Buch und ich einfach nicht zusammen passen oder es mich auf dem falschen Fuß erwischt hat, aber für mich eins dieser Bücher, die mich nicht erreichen.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Ok, aber haut mich nicht vom Hocker

Racheritual
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Ich liebe Ethan Cross und war sehr gespannt auf diesen neuen Reiheneinstieg. Als langjähriger Fan der Ackermann- Bücher war meine Erwartungshaltung aber auch unglaublich hoch und vielleicht bin ich genau ...

Ich liebe Ethan Cross und war sehr gespannt auf diesen neuen Reiheneinstieg. Als langjähriger Fan der Ackermann- Bücher war meine Erwartungshaltung aber auch unglaublich hoch und vielleicht bin ich genau deswegen nicht völlig begeistert. War für mich solide, aber kein Highlight.

An sich fand ich das Thema schon interessant und vor allem anfangs auch ziemlich spannend umgesetzt. Irgendwann haben mich die fanatischen Anwandlungen aber ein bisschen verloren, das war mir alles einen Ticken zu viel und irgendwie gekünstelt. Auch die ganzen familiären Intrigen fand ich zwischenzeitlich ganz schön anstrengend zu verfolgen.

Was mich aber total überzeugt hat waren Kincaid und sein Team. Nicht nur die eher unkonventionellen Arbeitsweisen und Kincaid, der schon als klassischer Antiheld durchgeht, sondern vor allem auch Corin, die eine absolute Wahnsinnsfrau ist. Es macht einfach Spaß den Interaktionen des Teams zu folgen. Von den Charakteren her für mich ein klassischer Ethan Cross in Bestform.

Das Buch ist gut geschrieben und auch wenn ich es thematisch zwischenzeitlich etwas zäh fand, so ist die Geschichte doch temporeich und stimmig geplottet. Ich glaube mit einem für mich weniger abstrusen Thema hätte ich das Buch insgesamt auch spannender empfunden, ich bin da einfach nicht so rangekommen.

Für mich jetzt nicht unbedingt die Art Buch die mich umhaut, aber Ethan Cross hat mit diesem Auftaktband solide vorgelegt, sodass ich auch zukünftige Fälle des wilden Haufens verfolgen würde, weil ich sehen kann, wohin die Reise gehen könnte.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Irgendwie seltsam

The Hollow Places
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Bücher von T. Kingfisher lese ich immer total gerne, weil sie sich genretechnisch irgendwo zwischen Märchen und Schauergeschichte bewegen und ich ihren bildhaften, atmosphärischen Schreibstil mag. Bei ...

Bücher von T. Kingfisher lese ich immer total gerne, weil sie sich genretechnisch irgendwo zwischen Märchen und Schauergeschichte bewegen und ich ihren bildhaften, atmosphärischen Schreibstil mag. Bei dieser Geschichte bin ich allerdings unschlüssig. Ich mochte den Vibe, hatte aber über große Strecken das Gefühl nichts zu verstehen

Die Idee eines düsteren Narnia, einer verzweigten Bunkeranlage in der etwas düsteres haust, versteckt hinter einem Museum für Kuriositäten, das war in meinen Augen einfach grandios. Der Umsetzung fehlte es aber für mich an greifbarer Spannung und tatsächlichem Grusel.

Einige Passagen bestechen mit explizitem Ekel, da bin ich ja irgendwie kein Fan von. Die Horrorelemente rund um die Weiden waren mir dagegen fast schon zu vage. Am interessantesten fand ich dabei noch die gefundenen Tagebucheinträge, die zumindest ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

Nebenbei werden die alltäglichen Banalitäten aus Karas frisch geschiedener Beziehung geschildert, die ich jetzt gar nicht gebraucht hätte. Diese kleinen Exkursionen trugen für mich auch nicht wirklich zur Charakterentwicklung bei. Fand den Ex einfach nur nervig. Generell sind die gesamten Begleitumstände zur Handlung (Karat Mutter, die Abwesenheit des Onkels) gefühlt nur Lückenfüller, was ich etwas schade finde.

Den Showdown und die fast schon historisch angehauchte Erklärung zum Ende fand ich dann wieder ziemlich stark. Das hat für mich die Sache irgendwie rund gemacht.

Für mich nicht das stärkste Buch der Autorin, kann man aber schon lesen. Für mich hat das Buch insgesamt sein Potential ein bisschen verschenkt und ist für mich auch zu spät auf den Punkt gekommen.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Guter Auftakt, aber da geht mehr

Dorn. Hotel der Angst
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Ich lese Bücher von Jan Beck sehr gerne und war sehr gespannt auf den Auftakt der neuen Reihe. Und da lassen Protagonist Dorn und das verfallene Hotel direkt mal auf eine super interessante und spannende ...

Ich lese Bücher von Jan Beck sehr gerne und war sehr gespannt auf den Auftakt der neuen Reihe. Und da lassen Protagonist Dorn und das verfallene Hotel direkt mal auf eine super interessante und spannende Reihe hoffen. Mit dem Erzählstil muss ich mich hier aber erstmal anfreunden.

Zum Inhalt: vor drei Jahren wurden drei Opfer mit aufgeschlitzten Kehlen und einer Schnittwunde an der Stirn gefunden. Cold-Case Ermittlerin Karla ist der Sache nach Hamburg gefolgt, als auch sie brutal ermordet wird und der Täter ist wieder aktiv.

Der Erzählstil kam mir anfangs sehr sprunghaft vor. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und in zwei Zeitebenen erzählt. Eigentlich mag ich Rückblenden immer sehr gerne, aber hier nahmen sie so viel Raum ein, dass ich manchmal nicht gut in die Haupthandlung zurückgefunden habe. Vor allem weil diese bzgl. Personen und Handlungsorten auch so zerpflückt war.

Der Fall um den Kronenmörder selbst bewegt sich eher schleppend, gleichzeitig wird dessen Geschichte und den Morden für meinen Geschmack zu viel Bühne gegeben. Dorn hingegen bleibt da eher blass zurück, mehr Mittel zum Zweck als Protagonist. Dabei hat mir das Konzept mit den Hotelzimmern, das bereits durchblitzt total gut gefallen. Ich hoffe das rückt im Verlauf der Reihe noch stärker in den Fokus und auch Dorn selbst könnte für mein Empfinden gerne noch etwas plastischer werden.

Der Schreibsteil ist aber wieder gewohnt flüssig und die Handlung selbst auch gut geplottet. Das Spannungslevel fand ich für einen Auftaktband ok, aber da ist schon noch Luft nach oben. Da die Grundidee aber vielversprechend ist, werde ich auf jeden Fall auch den nächsten Band lesen.

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