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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2025

Man kann es lesen, muss aber nicht

Schmerz
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Meinung: Jón Atli Jónasson gehört schon länger zu den Autoren, die ich gerne lese. Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, typisch für skandinavische Krimis. Im Þingvellir-Nationalpark verschwindet ...


Meinung: Jón Atli Jónasson gehört schon länger zu den Autoren, die ich gerne lese. Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, typisch für skandinavische Krimis. Im Þingvellir-Nationalpark verschwindet ein Teenager spurlos. Dieser Fall wird der Polizistin Dora zugewiesen, die nach einem schweren Unfall eigentlich nur noch Innendienst leisten sollte. Die Schilderungen ihrer Hirnverletzung und deren Ursachen sind schockierend. Trotz ihrer Einschränkungen ist Dora entschlossen, sich in die Ermittlungen einzubringen und ihren Kollegen Rado zu unterstützen, wo immer sie kann. Rado bringt seine eigenen Probleme mit: Seine familiären Verbindungen stellen ihn immer wieder vor Herausforderungen, die seine Arbeit erschweren. Obwohl Dora und Rado ein interessantes Team bilden, blieb es mir schwer, wirklich mit ihnen mitzufiebern.
Ein großes Problem war für mich der Spannungsbogen. Zu Beginn wirkt die Geschichte vielversprechend, doch schon bald zieht sich die Handlung stark in die Länge. Die Ermittlungen treten gefühlt auf der Stelle, und die drückende Atmosphäre allein konnte das nicht auffangen. Statt einer stetigen Entwicklung scheint die Handlung zu stagnieren, bis plötzlich – fast wie aus dem Nichts – auf den letzten 80 Seiten der gesamte Fall aufgelöst wird. Dieser abrupte Abschluss hat mich ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Die Charaktere waren zwar interessant angelegt, blieben jedoch recht kühl und distanziert. Es fiel mir schwer, eine Bindung zu ihnen aufzubauen, was die Geschichte insgesamt etwas blass wirken ließ. Die isländische Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen. Als Leser fühlt man sich mitten in die karge, windgepeitschte Landschaft versetzt, die perfekt zu einem düsteren Kriminalfall passt. Leider konnte diese Stärke die Schwächen der Handlung nicht wettmachen.
⭐️⭐️,5/5⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2025

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen

Allein gegen die Lüge
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Schon das Cover hat sofort meine Neugier geweckt.Auch der Einstieg in die Geschichte hat mich direkt gefesselt: Matt verliert fast seine gesamte Familie während eines Urlaubs in Mexiko – ein Albtraum, ...

Schon das Cover hat sofort meine Neugier geweckt.Auch der Einstieg in die Geschichte hat mich direkt gefesselt: Matt verliert fast seine gesamte Familie während eines Urlaubs in Mexiko – ein Albtraum, den man sich kaum vorstellen kann. Doch die Umstände sind rätselhaft. Während die mexikanischen Behörden von einem tragischen Gasunfall ausgehen, gibt es Hinweise, die auf ein Verbrechen hindeuten. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, sitzt Matts Bruder Danny im Gefängnis – doch ob er wirklich schuldig ist, bleibt unklar. Das alles klang für mich nach einem spannenden Thriller...

Die ersten 100 Seiten haben mich absolut mitgerissen. Die Geschichte startet stark, und ich wollte unbedingt wissen, was wirklich passiert ist. Doch je weiter ich las, desto schwieriger wurde es für mich, den Überblick zu behalten. Die Handlung wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt: Matt schildert seine Erlebnisse in der Gegenwart, während Rückblenden nach und nach die Vergangenheit seiner Familie enthüllen. An sich mag ich solche Erzählstrukturen, doch hier hatte ich das Gefühl, dass die Wechsel nicht immer gut gesetzt waren, wodurch die Spannung nach und nach verloren ging.
Ein weiteres Problem für mich waren die Charaktere. Sie blieben leider sehr blass, und ich konnte keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen.


Dadurch fiel es mir schwer, wirklich mitzufiebern, und irgendwann wurde mir die Geschichte sogar ein wenig gleichgültig.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und gut verständlich, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Auch die Kapitellänge fand ich passend – nicht zu lang, nicht zu kurz. Trotzdem fehlte mir durchgehend die Spannung. Selbst die Momente, die eigentlich packend hätten sein sollen, wirkten auf mich eher distanziert. Die Geschichte hat definitiv Potenzial, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.
Letztendlich hatte das Buch für mich mehr von einem Familiendrama als von einem Thriller.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2025

Leider nicht meins

To Die For
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Meinung: Das Cover ist ohne Frage ein absoluter Hingucker. Es hat meine Aufmerksamkeit sofort auf sich gezogen und meine Neugier geweckt. Doch leider konnte der Inhalt dieses Buches meine Erwartungen nicht ...

Meinung: Das Cover ist ohne Frage ein absoluter Hingucker. Es hat meine Aufmerksamkeit sofort auf sich gezogen und meine Neugier geweckt. Doch leider konnte der Inhalt dieses Buches meine Erwartungen nicht erfüllen.
Schon der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer. Ich habe versucht, mich darauf einzulassen, aber irgendwie hat es einfach nicht „Klick“ gemacht. Woran genau das lag, kann ich nicht einmal genau sagen. Der Schreibstil war zwar ganz solide, aber er hat mich nicht gefesselt oder begeistert.
Die Charaktere waren für mich ebenfalls ein großes Problem. Ich konnte keine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen, was das Leseerlebnis ziemlich erschwert hat. Sie blieben für mich zu blass oder unsympathisch. Stattdessen hat die Autorin meiner Meinung nach zu viel Wert darauf gelegt, das luxuriöse Leben der Figuren ausführlich zu beschreiben. Diese Passagen fühlten sich für mich eher wie eine Aufzählung an, die mich weder interessiert noch weitergebracht hat.
Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war die wechselnde Erzählperspektive zwischen "davor" und "danach". Diese Struktur hat mich mehr verwirrt, als dass sie Spannung erzeugt hätte. Statt mich neugierig zu machen oder Rätsel aufzuwerfen, hat sie für mich das Lesen erschwert, weil ich den roten Faden nicht immer klar erkennen konnte.
Generell hat mir in der Handlung die Spannung gefehlt. Es gab keine packenden Wendungen oder Momente, die mich überrascht hätten.

Das Ende war immerhin schlüssig und hat die Geschichte abgeschlossen, aber auch das konnte den Gesamteindruck nicht retten.

Insgesamt war dieses Buch leider nichts für mich

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Pure Enttäuschung

LAKE – Das Haus am dunklen Ufer
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, und nachdem mir „Hope's End“ gefallen hatte, musste ich dieses Buch sofort lesen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht; die Atmosphäre ist düster und ...


Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, und nachdem mir „Hope's End“ gefallen hatte, musste ich dieses Buch sofort lesen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht; die Atmosphäre ist düster und bedrückend. Casey sucht Zuflucht im Haus ihrer Familie am See, um den Verlust ihres Ehemannes zu verarbeiten. Sie trinkt viel, und manchmal weiß man nicht, ob sie überhaupt noch klar denken kann. Sie beobachtet ihre Nachbarn, und als eines Tages die Nachbarin verschwindet, versucht sie herauszufinden, was mit ihr passiert ist.
Bis zu diesem Punkt fand ich die Geschichte in Ordnung – recht ruhig – und wartete auf den großen Knall. Doch dann kam eine Wendung, bei der ich mir dachte: "Mensch, Riley, musste das wirklich sein?" Es war eine pure Enttäuschung, und ich war kurz davor, das Buch abzubrechen.
Der Schreibstil ist unheimlich leicht und flüssig. Die Charaktere waren okay, aber ich konnte keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen; sie waren mir zu blass gezeichnet. Das Setting hingegen fand ich perfekt beschrieben.
Natürlich habe ich das Buch zu Ende gelesen, blieb aber einfach unzufrieden. Trotzdem freue ich mich auf weitere Werke des Autors – in der Hoffnung, dass er so etwas in Zukunft nicht mehr einbaut.

Aus meiner Sicht kann ich dieses Buch nicht empfehlen.

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  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2025

Viel schwächer als die Vorgänger

Verlassen
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Meinung: Ich verfolge diese Reihe seit dem ersten Band und war entsprechend gespannt auf den vierten Teil. Leider konnte mich dieser im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht so sehr fesseln.
Die Geschichte ...

Meinung: Ich verfolge diese Reihe seit dem ersten Band und war entsprechend gespannt auf den vierten Teil. Leider konnte mich dieser im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht so sehr fesseln.
Die Geschichte spielt in einem abgelegenen Hotel, das mitten in den Lavafeldern Westislands liegt. Der Snæberg-Clan versammelt sich dort, um ein großes Familienfest zu feiern. Doch alles ändert sich, als ein Gast plötzlich verschwindet und die Ereignisse sich überschlagen. Die Handlung wird in zwei parallelen Strängen erzählt: Einer beleuchtet die Geheimnisse und Verstrickungen innerhalb der Familie, die im Mittelpunkt der Geschichte steht, während der andere die Ermittlungen zu einem Mordfall behandelt, der in der Nähe des Hotels geschieht. Diese Struktur bietet prinzipiell Abwechslung und interessante Perspektiven, was ich als positiv empfand.
Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig, was das Lesen angenehm macht. Dennoch wirkte die Handlung an einigen Stellen zu konstruiert. Die wechselnden Erzählperspektiven fand ich gelungen, allerdings hatte ich Schwierigkeiten, den Überblick über die vielen Namen und Figuren zu behalten. Dies erschwerte es mir, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, die mir zudem unsympathisch und wenig greifbar erschienen. Außerdem lag der Fokus meiner Meinung nach zu sehr auf den Familiengeheimnissen, während die eigentliche Ermittlungsarbeit in den Hintergrund rückte. Gerade diese Ermittlungen und das Zusammenspiel der Charaktere hatte ich in den vorherigen Bänden besonders geschätzt, sodass ich diesen Punkt als großen Schwachpunkt empfand.
Auch die Spannung ließ für meinen Geschmack zu wünschen übrig. Obwohl es einige interessante Wendungen gab, fehlte mir insgesamt das gewisse Etwas. Vielleicht lag es daran, dass sowohl das Setting als auch die Grundidee für mich nicht mehr neu wirkten.
Das Ende war solide und schlüssig, konnte mich jedoch weder überraschen noch wirklich begeistern.

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