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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein Krimi um die Kunst

Spur der Gier
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Ein Bild bei der Großmutter sorgt für Aufregung bei Marthe und ihrer Familie. Was als harmlose Aufdeckung beginnt, endet in einer Hetzjagd und Marthe muss lernen, dass Menschen über Leichen gehen für Geld ...

Ein Bild bei der Großmutter sorgt für Aufregung bei Marthe und ihrer Familie. Was als harmlose Aufdeckung beginnt, endet in einer Hetzjagd und Marthe muss lernen, dass Menschen über Leichen gehen für Geld und Macht.

Ein spannender Roman nimmt seinen Lauf. In der Geschichte geht es um die junge Marthe die eine sonderbare Begegnung mit einem Mann namens Steve, einen New Yorker Kunstdetektiv, hat. Sie sucht Hilfe bei Tom den sie zufällig kennengelernt hat. Tom ist ein Nerd und Darknet Aktivist und nimmt sich ihrer Sache an. Ihre Freundin Frances ist generell etwas ängstlicher eingestellt, schließt sich aber diesem ungleichen Duo an. Alsbald nehmen die Dinge ihren Lauf und Marthe wird in eine gefährliche Sache hineingezogen. Wird sie es schaffen sich aus diesem Sog zu befreien?

Marthe ist eine junge selbstbewusste Frau, die gerade im Privaten so einige Turbulenzen hinter sich hat. Obwohl sie sich selbst für nicht besonders hält, wirkt sich gerade auf die Männerwelt anziehend, was es alles nicht einfacher macht. Ihr Freund Tom ist ein Technik-Freak, aber mit seiner Hündin Perla auch ein treuer und loyaler Zeitgenosse. Die Spannung der Geschichte wird sukzessive aufgebaut und entwickelt gegen Ende noch einmal eine besondere Dynamik.

Sehr lebendig und locker ist der Schreibstil der Autorin der sehr gut lesbar ist. Die oft verwendete direkte Erzählweise sorgt für einen sehr lebendigen Lesefluss. Sehr gut hat mir das Setting gerade im zweiten Teil der Erzählung gefallen, was mich sehr gefesselt hat. Auch die Story war gut und hatte keinerlei unnötige Längen aufzuweisen. Ein gut erzählter Krimi der mich stets gut unterhalten hat. Das Ende war äußerst spannend. Vielen Dank an die Autorin für die gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Eine wunderschöne Reise nach Schweden

Genau jetzt mit dir
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Mir hat das erste Buch von Tine Nell richtig gut gefallen. Für mich war es eine wunderschöne Reise nach Schweden, die mit Sicherheit nicht die Letzte war.

Im Mittelpunkt des Romans steht die Ich-Erzählerin ...

Mir hat das erste Buch von Tine Nell richtig gut gefallen. Für mich war es eine wunderschöne Reise nach Schweden, die mit Sicherheit nicht die Letzte war.

Im Mittelpunkt des Romans steht die Ich-Erzählerin Alma. Sie ist 28 Jahre jung und gerade von Frankfurt nach Schweden gezogen. Sie will Deutschland nach dem Tod ihrer Mutter hinter sich lassen und zieht zu ihrer Tante nach Schweden. Alma ist Hebamme und da trifft es sich gut, dass ihre Tante Edda ebenfalls als Hebamme arbeitet und viele Frauen in Schweden auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet.

Alma wird der werdenden Mutter Stina zugeteilt, sie ist gerade von dem Vater ihrer Kinder verlassen worden. Ihr Bruder Liam kümmert sich um die beiden und so kommt es, dass auch Alma Liam kennen lernt.

Liam ist etwas “hemdsärmelig” und der Umgang mit Frauen ist ihm nicht so vertraut. Er tritt Alma gegenüber in das eine oder andere Fettnäpfchen, dennoch ist es nicht zu übersehen, dass zwischen den beiden die Funken sprühen. Eine wunderbare Liebesgeschichte beginnt, doch die ersten dunklen Wolken am Horizont zeigen sich schon. Die Vergangenheit holt die beiden mit aller Macht ein, hat ihre Liebe eine Chance?

Der Schreibstil von Tine Nell ist sehr angenehm zu lesen. Locker leicht und durch viele Dialoge, wird der Roman gut vorangetrieben. Langeweile kommt hier nicht auf. Dazu lernt man wunderbar die Mentalität der Schweden kennen und darf ein wunderbares Mittsommerfest mitfeiern. Auch der Aspekt der Landschaft hat die Autorin wunderbar umgesetzt, so sind die Protagonisten oft in der Natur unterwegs und zeigen uns so die Schönheit Schwedens, ob Wanderung, Klettern, Angeln oder der Besuch in einem Elch-Park sorgt für zusätzliche Stimmung.

Was mit ebenfalls ausgesprochen gut gefallen hat, ist das die Autorin den beiden Protagonisten jeweils eine ganz schrullige Macke mitgegeben hat. Dies hat die beiden für mich so wunderbar sympathisch gemacht. Eine schone Liebesgeschichte vor der traumhaften Kulisse Schwedens, gerne mehr davon!

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Der Traum von Schokolade

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 1)
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Vorsicht! Bei diesem Buch bekommt man eine unbändige Lust auf Schokolade. Lisa Graf hat mit dem Auftakt der Trilogie einen wahren Pageturner geschrieben, den man am liebsten nicht mehr aus der Hand legen ...

Vorsicht! Bei diesem Buch bekommt man eine unbändige Lust auf Schokolade. Lisa Graf hat mit dem Auftakt der Trilogie einen wahren Pageturner geschrieben, den man am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Wir begeben uns ins Jahr 1826 bis 1863 und begleiten die Familie Sprüngli. Vater David ist Konditorgeselle und auch sein Sohn Rudolf, genannt Ruedi macht eine Konditorlehre. Auf Wanderschaft lernt er die Schokoladenherstellung in der französischen Schweiz. Schon seit Kindertagen lässt Ruedi die Schokolade nicht los und er setzt alles daran eines Tages diese selbst herzustellen und die Menschen glücklich zu machen.

Der erste Teil der Saga basiert nur auf der Geschichte der Familie Sprüngli, die Familie Lindt tritt hier noch nicht in Erscheinung. Rudolf steht im Mittelpunkt der Erzählung, aber auch seine spätere Ehefrau Katharina bekommt eine Stimme in dem Roman, aus ihren beiden Perspektiven wird der Roman hauptsächlich erzählt. Es kommen zwar auch ein paar andere Sichtweisen vor, diese fallen aber nicht weiter ins Gewicht, klären quasi gewisse Hintergründe und runden das Bild ab.

Hauptthemen sind zum einen das Familienleben mit all seinen Facetten von Geburt bis Tod, von Liebe über Freundschaft bis hin zu den gesellschaftlichen Ereignissen in einer Stadt. Zum anderen steht das Konditorhandwerk und die Herstellung von Schokolade im Mittelpunkt. Es werden auch Themen wie die Verdingkinder und die Arbeit in einer Apotheke thematisiert oder die geschäftlichen Beziehungen innerhalb einer Zunft.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Einige schweizerische Ausdrücke werden verwendet, was dem Roman Authentizität verleiht. Der Spannungsbogen ist sehr gut gestaltet, es tritt keine Langeweile bei Lesen auf und man möchte das Buch am liebsten in einem Zug beenden. Ich habe eine wundervolle Erzählstimme entdeckt.

Ein Personenverzeichnis, ein Glossar und ein Literaturverzeichnis runden den Roman ab. Ich bin sehr gespannt, wie es mit der Familie Sprüngli weitergehen wird, erst recht da die nächste Generation schon in den Startlöchern steht.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Die Bewältigung der Vergangenheit

Herzklopfen in Wildberry Bay
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Auch der zweite Band der Wildberry Bay Trilogie hat mich überzeugt. Helena ist so eine wunderbare Protagonistin, man muss sie einfach ins Herz schließen. Helenas Mutter ist bei einem Flugzeugabsturz ums ...

Auch der zweite Band der Wildberry Bay Trilogie hat mich überzeugt. Helena ist so eine wunderbare Protagonistin, man muss sie einfach ins Herz schließen. Helenas Mutter ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Damals ist sie mit ihrem Vater an den Unglücksort gereist, heute möchte sie ihrer Mutter noch einmal Nahe sein. Nur leider verläuft ihr Aufenthalt in Wildberry Bay anders als von ihr geplant. Doch sie begegnet sie Luke wieder, den sie bereits vor zwanzig Jahren kennengelernt hat und der damals einfach für sie da war. Doch irgendein Geheimnis hat Luke denn Helena merkt, dass er sich nicht unvoreingenommen ihr gegenüber verhält, so stark die Anziehung zwischen den beiden auch sein mag.

Wir kennen Luke schon aus dem ersten Band, aber auch viele andere liebgewonnen Figuren aus Band eins lesen wir hier wieder. Es ist schön allem voran Eliza, die gute Seele des Fischerörtchens wiederzusehen. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Helena und Luke erzählt. Im Mittelpunkt des Romans stehen die Vergangenheitsbewältigung, das Trauma Flugzeugabsturz, aber natürlich auch wieder Liebe und Freundschaft, sowie der Mut neu anzufangen. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht zu lesen und man fliegt nur so durch die Seiten und möchte am liebsten nicht mehr aufhören.

Ich freue mich nun schon sehr auf den dritten Band “Wiedersehen in Wildberry Bay”, denn wie auch schon im erste Buch endet, Band 2 ebenfalls mit einem Cliffhanger und macht unbändige Lust auf Band 3. Ein klare Leseempfehlung an alle, die gerne romantische Geschichten lesen, sich aber auch den wichtigen Fragen des Lebens nicht verwehren.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Sehr persönlicher Fall für Constantin Tischler

Prost, auf Brunngries
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Eine Frau wird kurz vor Brunngries tot aufgefunden. Dabei stellt sich schnell heraus, dass die Frau überfahren wurde. Die Spuren führen ausgerechnet zu dem besonderen Jaguar von Constantin Tischler dem ...

Eine Frau wird kurz vor Brunngries tot aufgefunden. Dabei stellt sich schnell heraus, dass die Frau überfahren wurde. Die Spuren führen ausgerechnet zu dem besonderen Jaguar von Constantin Tischler dem Kommissar in Brunngries. Auch wenn dieser immer adäquat seine Dienste erbracht hat, greifen die üblichen Mechanismen und für Tischler beginnt eine harte Zeit. Hat er doch etwas mit der Sache zu tun? Oder spielt jemand ein Spiel mit ihm? Eine spannende Suche nach den Tätern beginnt.

Constantin Tischler macht in diesem Band so einiges zu schaffen und zum ersten Mal verliert er ein wenig von seiner lockeren Art. Sein Kollege Fink überzeugt auch in diesem Fall und erhält immer mehr Anteil an der Fallermittlung was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Nebenfigur Anne Reusch hat mir auch sehr gut gefallen, bringt sie noch einmal eine andere Dynamik in die Ermittlungen. Die Erzählung ist mit viel Lokalkolorit behaftet und sorgt mit ihrem heimatlichen Humor für ein sehr ansprechendes Lesesetting. Die Spannung des Kriminalromans ist gut temperiert. Gerade die Problematik eines besonderen Falls im internen Kollegenkreis sorgt für zusätzliche Brisanz.

Der Schreibstil ist humorvoll und sehr gut lesbar und mit typischen bayerischen Sprachfetzen behaftet, was dem Ganzen eine sehr heimatnahe und originäre Atmosphäre verleiht. Die vielen Ermittlungen machen diesen Kriminalfall besonders. Meiner Meinung nach ist der Ermittlungsanteil noch höher als in den vorangegangenen Geschichten was auch sehr positiv ist. Ein erneut wieder sehr schöner Fall der mich sehr gut unterhalten hat. Vielen Dank an den Autor in der Hoffnung noch weitere Geschichten von Constantin Tischler lesen zu dürfen.

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