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Veröffentlicht am 16.02.2025

Wann ist der Zeitpunkt loszulassen?

Zeit der Schwestern
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Mein erstes Buch der 12 von 2025 war ein Buch, welches mal wieder viel zu lange auf meine SUB gelegen hat. Eigentlich wollte ich den dritten Teil der “Zeit der Schwestern” Reihe schon lange gelesen habe. ...

Mein erstes Buch der 12 von 2025 war ein Buch, welches mal wieder viel zu lange auf meine SUB gelegen hat. Eigentlich wollte ich den dritten Teil der “Zeit der Schwestern” Reihe schon lange gelesen habe.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht nun Veronika, von aller nur Veri genannt. Sie ist die älteste der drei Schwestern. Es war ein wenig wie nach Hause kommen, denn der Roman setzt nahtlos an die Geschichten von Romy und Carolin an, die ich beide so sehr auf ihre Weise mochte. Der Bodensee ist so eine wunderschöne Region und lässt mich immer wieder an unseren Urlaub von vor zwei Jahren denken.

Veronika und ihr Mann Stefan betreiben zusammen ein Weingut, sie sind ein gutes Team, was die Arbeit auf dem Weingut angeht, aber die Liebe ist ihnen in den Jahren irgendwie abhandengekommen. Veri fehlt die Achtung und Sichtbarkeit gegenüber ihrem Mann, es geht immer nur um den Wein, aber viel weniger um ihre Ehe und die gemeinsame Tochter Rosalie.

Wann ist der Zeitpunkt loszulassen und neu anzufangen, mit welchen Prägungen unserer Eltern gehen wir in eine Beziehung / in eine Ehe? Welchen Einfluss haben die Familien- Konstellation und Familien-Dynamik auf unser eigenes Leben? Fragen denen wir in diesem Buch nachgehen.

Der Schreibstil der Autorin ist seht einnehmend und gut lesbar. Mir hat es Spaß gemacht wieder an den Bodensee zu reisen und ich am Ende war ich ein bisschen wehmütig, dass ich von diesen wunderbaren Frauen Abschied nehmen musste.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein unterhaltsamer Krimi mit viel kulinarischem Flair

Salute - Der letzte Espresso
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Ein unterhaltsamer Krimi mit viel kulinarischem Flair, der für Urlaubsfeeling sorgt. In dem Roman geht es um den ehemaligen Deutschen Hauptkommissar Paul Zeitler, der in dem Ort Bardolino am Gardasee ein ...

Ein unterhaltsamer Krimi mit viel kulinarischem Flair, der für Urlaubsfeeling sorgt. In dem Roman geht es um den ehemaligen Deutschen Hauptkommissar Paul Zeitler, der in dem Ort Bardolino am Gardasee ein Café betreibt. Er möchte eigentlich nichts mehr mit seinem alten Beruf zu tun haben, wird aber leider mit einem Toten in seinem Café konfrontiert. Schnell beginnt das „Ermittler-Gen“ bei ihm zu schlagen. Die Örtliche Polizei um Commissario Lanza ist da skeptisch und Zeitler lernt die Arbeit der italienischen Polizei kennen. Alles wird immer verworrener. Kann Paul Zeitler seinen Lebenstraum weiterleiben oder ist es schon vorbei mit der italienischen „Dolce Vita“?

Paul Zeitler ist ein ruhiger Vertreter seiner Art, der in dem Betrieb seines Cafés persönlich aufgeht. Er pflegt sehr gern die Kontakte zu seinen Nachbarn und hat in der Boutique Betreiberin Lisa eine gute Freundin gefunden. Commissario Lanzer wirkt sehr abweisend und ist in gewisser Weise ein Gegenspieler von Zeitler. Mit ihm bin ich im Laufe der Erzählung etwas wärmer geworden. Diese unterschiedlichen Charaktere sorgen aber für das Salz in der Suppe der Erzählung. Überhaupt sind die sehr vielseitigen Figuren in der Erzählung eine Stärke des Autors. Ich konnte mir einige Persönlichkeiten sehr gut vorstellen und empfand die Darstellung dieser als sehr lebendig.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, humorvoll und sehr gut lesbar. Die Spannung der Erzählung ist gut temperiert und findet ein durchaus interessantes Ende. Im Vergleich zu den Tischler-Krimis hätte ich mir noch mehr Ermittlungsarbeit in dem Kriminalfall gewünscht, aber dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Ein Krimi mit viel Kopfkino für den nächsten Urlaub, der mich gut unterhalten hat. Ich würde gerne einen weiteren Fall von Paul Zeitler und Commissario Lanz lesen.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Drei Länder, drei Gesellschaftliche Stände und drei Leidenschaften

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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Peter Prange ist für mich einer der großen historischen Romanautoren, sein neustes Werk hatte ich mir extra für die Weihnachtsfeiertage aufgehoben, weil ich dieses Buch in vollen Zügen genießen wollte. ...

Peter Prange ist für mich einer der großen historischen Romanautoren, sein neustes Werk hatte ich mir extra für die Weihnachtsfeiertage aufgehoben, weil ich dieses Buch in vollen Zügen genießen wollte.

Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die drei jungen Menschen Vicky Paxton-Stokes, eine Industriellen-Erbin aus London, Paul Biermann ein deutscher Ingenieur und der französische Koch Auguste Escoffier (als historisch verbürgte Person). Die Lebenswege dieser drei Menschen kreuzen sich in Karlsbad im Jahr 1871, daraus einsteht eine Freundschaft und ihre Lebenswege und die ihrer Familien verweben sich weiter miteinander. Wir begleiten die drei Freunde fast 30 Jahre durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Mit Auguste stehen wir in der Küche und bereiten die leckersten Speisen vor und reisen mit ihm durch Frankreich und London, um den Menschen seine Kochkunst nahe zu bringen. Paul als Ingenieur kümmert sich um die Kanalisation in Berlin, aber auch sonstigen technischen Fortschritt, bevor er später am Bau des Prachtboulevard in Berlin beteiligt ist. Vickys Familie investiert in die Eisenbahn und die Verbindung Englands mit dem Festland, aber auch die Kolonien wie beispielsweise Indien spielen eine große Rolle in dem Leben ihrer Familie. Die drei kommen aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und trotzdem schweißt das Schicksal sie zusammen.

Der Roman wird aus allen drei Perspektiven erzählt, sodass wir ein sehr gutes Verhältnis zu den dreien aufbauen können. Besonders Vicky war mir sehr nah, aber auch Paul mochte ich sehr, wohin gegen mir Auguste fremd blieb, vielleicht auch weil ich mit der “französischen Spitzenküche” nicht ganz so viel anfangen kann, obwohl ich es schon sehr interessant fand.

Durch ihre Familie wird die Verbindung der drei im Laufe des Romans noch enger. Drei Länder, drei gesellschaftliche Stände und drei Leidenschaften kennzeichnen diesen Roman.

Der Schreibstil von Peter Prange ist sehr gut lesbar, ich liebe diese kurzen Kapitel. Man hat dadurch wunderbar das Gefühl vorwärtszukommen, obwohl der Roman mit über 660 Seiten nun wirklich nicht klein ist. Aber ich finde durch die wunderbare Atmosphäre, die der Autor erschafft, kommt es einem gar nicht so lang vor. Die vielen Beschreibungen erzeugen ein wunderbares Kopfkino und schaffen ein Gefühl Teil der Handlung zu sein.

Ein sehr guter Auftakt für die neue Dilogie von Peter Prange, ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil von “Herrliche Zeiten” und bin gespannt, welchen Abenteuern und Schicksalsschlägen sich die Familien stellen müssen.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein Krimi um die Kunst

Spur der Gier
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Ein Bild bei der Großmutter sorgt für Aufregung bei Marthe und ihrer Familie. Was als harmlose Aufdeckung beginnt, endet in einer Hetzjagd und Marthe muss lernen, dass Menschen über Leichen gehen für Geld ...

Ein Bild bei der Großmutter sorgt für Aufregung bei Marthe und ihrer Familie. Was als harmlose Aufdeckung beginnt, endet in einer Hetzjagd und Marthe muss lernen, dass Menschen über Leichen gehen für Geld und Macht.

Ein spannender Roman nimmt seinen Lauf. In der Geschichte geht es um die junge Marthe die eine sonderbare Begegnung mit einem Mann namens Steve, einen New Yorker Kunstdetektiv, hat. Sie sucht Hilfe bei Tom den sie zufällig kennengelernt hat. Tom ist ein Nerd und Darknet Aktivist und nimmt sich ihrer Sache an. Ihre Freundin Frances ist generell etwas ängstlicher eingestellt, schließt sich aber diesem ungleichen Duo an. Alsbald nehmen die Dinge ihren Lauf und Marthe wird in eine gefährliche Sache hineingezogen. Wird sie es schaffen sich aus diesem Sog zu befreien?

Marthe ist eine junge selbstbewusste Frau, die gerade im Privaten so einige Turbulenzen hinter sich hat. Obwohl sie sich selbst für nicht besonders hält, wirkt sich gerade auf die Männerwelt anziehend, was es alles nicht einfacher macht. Ihr Freund Tom ist ein Technik-Freak, aber mit seiner Hündin Perla auch ein treuer und loyaler Zeitgenosse. Die Spannung der Geschichte wird sukzessive aufgebaut und entwickelt gegen Ende noch einmal eine besondere Dynamik.

Sehr lebendig und locker ist der Schreibstil der Autorin der sehr gut lesbar ist. Die oft verwendete direkte Erzählweise sorgt für einen sehr lebendigen Lesefluss. Sehr gut hat mir das Setting gerade im zweiten Teil der Erzählung gefallen, was mich sehr gefesselt hat. Auch die Story war gut und hatte keinerlei unnötige Längen aufzuweisen. Ein gut erzählter Krimi der mich stets gut unterhalten hat. Das Ende war äußerst spannend. Vielen Dank an die Autorin für die gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Eine wunderschöne Reise nach Schweden

Genau jetzt mit dir
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Mir hat das erste Buch von Tine Nell richtig gut gefallen. Für mich war es eine wunderschöne Reise nach Schweden, die mit Sicherheit nicht die Letzte war.

Im Mittelpunkt des Romans steht die Ich-Erzählerin ...

Mir hat das erste Buch von Tine Nell richtig gut gefallen. Für mich war es eine wunderschöne Reise nach Schweden, die mit Sicherheit nicht die Letzte war.

Im Mittelpunkt des Romans steht die Ich-Erzählerin Alma. Sie ist 28 Jahre jung und gerade von Frankfurt nach Schweden gezogen. Sie will Deutschland nach dem Tod ihrer Mutter hinter sich lassen und zieht zu ihrer Tante nach Schweden. Alma ist Hebamme und da trifft es sich gut, dass ihre Tante Edda ebenfalls als Hebamme arbeitet und viele Frauen in Schweden auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet.

Alma wird der werdenden Mutter Stina zugeteilt, sie ist gerade von dem Vater ihrer Kinder verlassen worden. Ihr Bruder Liam kümmert sich um die beiden und so kommt es, dass auch Alma Liam kennen lernt.

Liam ist etwas “hemdsärmelig” und der Umgang mit Frauen ist ihm nicht so vertraut. Er tritt Alma gegenüber in das eine oder andere Fettnäpfchen, dennoch ist es nicht zu übersehen, dass zwischen den beiden die Funken sprühen. Eine wunderbare Liebesgeschichte beginnt, doch die ersten dunklen Wolken am Horizont zeigen sich schon. Die Vergangenheit holt die beiden mit aller Macht ein, hat ihre Liebe eine Chance?

Der Schreibstil von Tine Nell ist sehr angenehm zu lesen. Locker leicht und durch viele Dialoge, wird der Roman gut vorangetrieben. Langeweile kommt hier nicht auf. Dazu lernt man wunderbar die Mentalität der Schweden kennen und darf ein wunderbares Mittsommerfest mitfeiern. Auch der Aspekt der Landschaft hat die Autorin wunderbar umgesetzt, so sind die Protagonisten oft in der Natur unterwegs und zeigen uns so die Schönheit Schwedens, ob Wanderung, Klettern, Angeln oder der Besuch in einem Elch-Park sorgt für zusätzliche Stimmung.

Was mit ebenfalls ausgesprochen gut gefallen hat, ist das die Autorin den beiden Protagonisten jeweils eine ganz schrullige Macke mitgegeben hat. Dies hat die beiden für mich so wunderbar sympathisch gemacht. Eine schone Liebesgeschichte vor der traumhaften Kulisse Schwedens, gerne mehr davon!

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