Stärker als Band 1, aber nicht die Offenbarung, die ich erwartet habe
Nach dem ganzen Hype um The Ashes and the Star-Cursed King bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen – und wurde leider nicht ganz so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte. Versteht mich ...
Nach dem ganzen Hype um The Ashes and the Star-Cursed King bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen – und wurde leider nicht ganz so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte. Versteht mich nicht falsch: Ich fand es deutlich stärker als den ersten Band. Das Tempo ist besser, die Konflikte sind packender, und es gibt einige wirklich großartige Szenen, die mich mitgerissen haben. Aber insgesamt blieb das Buch für mich hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Mein größtes Problem bleibt die Charaktertiefe – oder eher der Mangel daran. Wie schon im ersten Teil sind die meisten Figuren sehr vorhersehbar und folgen klaren Mustern, ohne dass sie mich wirklich überraschen oder emotional abholen. Das ist besonders schade, weil die düstere Atmosphäre der Geschichte eigentlich viel Raum für komplexe, ambivalente Charaktere bieten würde. Stattdessen bleiben viele von ihnen eher eindimensional.
Die große Ausnahme ist für mich Vincent. Er war schon im ersten Band einer der interessantesten Charaktere, und das ändert sich auch hier nicht. Seine Präsenz, seine Ambivalenz und sein Einfluss auf die Handlung haben mich immer wieder neugierig gemacht. Er ist und bleibt der heimliche Star der Reihe – und ich wünschte fast, die Geschichte hätte sich mehr um ihn gedreht.
Alles in allem ist The Ashes and the Star-Cursed King ein solider, unterhaltsamer zweiter Band mit einer packenden Handlung und starken Momenten. Wer den ersten Teil mochte, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Für mich persönlich hat es sich zwar gelohnt, aber es bleibt das Gefühl, dass noch so viel mehr drin gewesen wäre.