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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2025

Für Jugendliche, die sich mit den Themen Gruppenzwang und Selbstfindung beschäftigen

Bauchschmerzen im Kopf
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Inhalt:
Mathilda, eine siebzehnjährige Gymnasiastin, befindet sich mitten in den turbulenten Gefühlen der ersten großen Liebe. Sie ist heimlich in Kai, den beliebtesten Jungen ihrer Schule, verliebt – ...

Inhalt:
Mathilda, eine siebzehnjährige Gymnasiastin, befindet sich mitten in den turbulenten Gefühlen der ersten großen Liebe. Sie ist heimlich in Kai, den beliebtesten Jungen ihrer Schule, verliebt – doch er scheint sie nicht zu bemerken. Als sie sich schließlich auf einer Party in die Welt von Kais Clique begibt, verändert sich alles. Kai zeigt Interesse, doch dieser Schritt bringt Mathilda in einen inneren Konflikt. Ihre Freundschaften mit Carla und Henri geraten ins Wanken, als Mathilda beginnt, sich für Kai zu verändern. Zwischen Gefühlschaos, Unsicherheiten und Gruppenzwang muss sie herausfinden, wem sie wirklich vertrauen kann – ihrem Bauchgefühl oder ihrem Verstand.

Meinung:
Die Geschichte hat mich emotional sehr angesprochen und ich konnte mich gut in Mathildas Lage hineinversetzen. Als Teenager habe ich ebenfalls oft das Gefühl, zwischen den Erwartungen anderer und meinen eigenen Wünschen hin- und hergerissen zu sein. Mathildas innere Zerrissenheit, die sie zwischen ihrer Sehnsucht nach Kai und der Sorge um ihre Freundschaften hin- und herzieht, war für mich sehr nachvollziehbar. Jedoch muss ich sagen, dass ich manche Szenen im Buch nicht ganz überzeugend fand. Insbesondere die Beziehung zwischen Mathilda und Kai schien mir oft zu oberflächlich. Kai selbst wirkte für mich in vielen Momenten unsympathisch und ich konnte nie ganz nachvollziehen, was Mathilda an ihm fand, vor allem angesichts seines Verhaltens. Auch die Entwicklung von Carla, ihrer besten Freundin, war für mich schwer zu greifen. Anfangs eine vertrauensvolle Freundin, wird sie später eher zu einer Rivalin, was die Dynamik zwischen den Charakteren ein wenig klischeehaft erscheinen lässt. Der Schreibstil war insgesamt gut lesbar, aber es gab Momente, in denen die vielen Gedanken von Mathilda und die ständigen Wiederholungen ihrer Gefühlszustände mich ein wenig ermüdeten. Einige Passagen hätten aus meiner Sicht etwas mehr Tiefe und weniger Wiederholungen vertragen können. Trotzdem war die Darstellung von Mathildas Gedanken und den Konflikten innerhalb ihrer Freundschaft durchaus authentisch.

Fazit:
„Bauchschmerzen im Kopf“ von Doreen Wilde bietet eine solide Geschichte über die erste Liebe und die damit verbundenen Herausforderungen. Die Figuren, insbesondere Mathilda, sind gut ausgearbeitet, jedoch bleiben viele Szenen etwas klischeehaft und die emotionale Tiefe wird stellenweise nicht ganz erreicht. Der Autorin gelingt es, die typischen Probleme des Teenageralters realistisch darzustellen, doch der Konflikt zwischen Mathilda und Kai bleibt etwas flach. Insgesamt eine unterhaltsame Lektüre für Jugendliche, die sich mit den Themen Gruppenzwang und Selbstfindung beschäftigen. Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 21.11.2024

Zahlreiche Fotos und Anekdoten

Lena Oberdorf
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Inhalt:
Lena Oberdorf gilt als eine der besten Fußballerinnen weltweit und mit gerade mal 22 Jahren hat die defensive Mittelfeldspielerin auch schon viel erlebt in ihrer Fußballkarriere: Mit dem VfL Wolfsburg ...

Inhalt:
Lena Oberdorf gilt als eine der besten Fußballerinnen weltweit und mit gerade mal 22 Jahren hat die defensive Mittelfeldspielerin auch schon viel erlebt in ihrer Fußballkarriere: Mit dem VfL Wolfsburg gewann sie beispielsweise die Deutsche Meisterschaft und mehrfach den DFB-Pokal und mit der Nationalmannschaft spielte sie 2022 eine grandiose EM. In diesem Buch berichtet sie über ihren fußballerischen Weg, was sie antreibt und motiviert.

Meinung:
Fußball ist ein Sport, der weltweit geschaut und gespielt wird. Ein Sport, der große Emotionen auslöst. Da ich selbst nicht nur Buchbloggerin, sondern auch eine leidenschaftliche Fußballerin bin, sind Spielerinnen wie Lena Oberdorf große Vorbilder für mich. Leider muss ich zugeben, dass mich das Buch etwas enttäuscht hat. Hatte ich zu große Erwartungen? Eigentlich nicht, denn auch Spielerinnen wie Alexandra Popp haben bereits Bücher herausgebracht, die wirklich lesenswert sind. Bei diesem großen Fanbuch leidet jedoch das Preis-Leistung-Verhältnis. Angeblich hat das Buch 64 Seiten, allerdings nur, wenn man den vorderen und hinteren Deckel mitzählt. Ganz praktisch, denn so sind es ganze vier Seiten mehr, was prozentual eine ganze Menge mehr ist. Die Texte sind in ihrer Länge auch relativ kurz gehalten, was durch zahlreiche Fotos – gerne auch vollflächig – ausgeglichen wird. Dass die Autorin selbst nur im Innenteil genannt wird, finde ich ungünstig und bedauerlich, denn dass Lena Oberdorf das Buch nicht selbst geschrieben hat, sollte allen klar sein. Schön wäre es daher gewesen, wenn man zumindest in ganz kleinen Buchstaben der eigentlichen Autorin ein wenig Präsenz geboten hätte. Nichtsdestotrotz bietet das Buch einen interessanten, wenn auch kurzweiligen Blick hinter die Kulissen des Frauenfußballs.

Fazit:
„Lena Oberdorf: Das große Fanbuch“ von Anne Dreher ist Lena Oberdorfs erstes offizielles Fanbuch, das zahlreiche Fotos und Anekdoten aus ihrer Karriere enthält. Der Fußball-Fan in mir würde wahrscheinlich nicht ganz so objektiv und sachlich urteilen und das Buch mit 5 von 5 Sternchen als Highlight feiern. Da ich dieses Buch aber als Buchbloggerin bewerte, kann ich leider nicht mehr als 3 von 5 Sternchen vergeben.

Veröffentlicht am 15.06.2024

Sprachen lernen mal anders

Französisch lernen mal anders - 3000 Vokabeln in 30 Stunden
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Inhalt:
Dieses Lehrbuch beinhaltet effektive Lernmethoden und moderne Gedächtnistechniken.

Meinung:
Ich liebe Frankreich, die Sprache und die Kultur. Leider konnte ich aber aufgrund meiner Profilwahl ...

Inhalt:
Dieses Lehrbuch beinhaltet effektive Lernmethoden und moderne Gedächtnistechniken.

Meinung:
Ich liebe Frankreich, die Sprache und die Kultur. Leider konnte ich aber aufgrund meiner Profilwahl kein Französisch in der Schule lernen. Deshalb hatte ich beschlossen, mir die Sprache autodidaktisch mithilfe von YouTube beizubringen, was richtig gut funktionierte. Ich lernte sehr viel in sehr kurzer Zeit. Leider ist das aber mit einer neu erlernten Sprache so, dass man sie üben sollte. Wenn man allerdings niemanden hat, mit dem man wirklich sprechen kann, dann verlernt man wieder alles. 3000 Vokabeln in 30 Stunden zu lernen, klang zunächst fabelhaft, doch leider musste ich fesstellen, dass man zwar 3000 Vokabeln lernen, allerdings noch immer kein Französisch sprechen kann. Dank moderner Gedächtnistechniken und hilfreicher Eselsbrücken lernt man, Verbindungen zwischen Vokabeln zu erkennen, aber wenn ich ehrlich sein soll, dann bringt mir das alles nichts. Wie und wo wende ich nun all die Vokabeln an? Wie bilde ich Sätze? Wie kann ich mit all den Vokabeln eine anständige Unterhaltung führen? Vor allem fand ich aber auch die Gestaltung dieses Lehrbuchs unansprechend, eintönig und langweilig. Mit lieblos aneinandergereihten Vokabeln lernt es sich schlecht. Das Buch ist eine gute Ergänzung für andere Lehrbücher, aber einzig und allein mit dieser Lektüre wird man leider kaum brauchbare Basics für den Urlaub erlernen können.

Fazit:
„Französisch lernen mal anders“ bietet gute Lernmethoden und moderne Gedächtnistechniken. Für mich war dieses Lehrbuch allerdings nicht die richtige Lektüre, weshalb ich leider auch nur 3 von 5 Sternchen vergeben kann.

Veröffentlicht am 08.02.2024

Ein Mitmach-Tagebuch für Mädchen

Ferien zum Selbermachen Mein Mitmach-Tagebuch
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Inhalt:
Dieses Mitmach-Tagebuch enthält viele kreative Ideen zum Basteln. Außerdem gibt es noch zahlreiche Seiten zum Ausfüllen, Ankreuzen oder Anmalen.

Meinung:
Dieses Beschäftigungsbuch hat mich rein ...

Inhalt:
Dieses Mitmach-Tagebuch enthält viele kreative Ideen zum Basteln. Außerdem gibt es noch zahlreiche Seiten zum Ausfüllen, Ankreuzen oder Anmalen.

Meinung:
Dieses Beschäftigungsbuch hat mich rein optisch gleich angesprochen. Das Cover ist erfrischend bunt und außerdem verspricht es „100% ANTI-Langeweile“. Schade! Denn leider hält das Buch nicht, was es verspricht. Dieses Eintragebuch ist zwar toll gestaltet und es enthält tatsächlich viele kreative Bastelideen und Tipps, allerdings fand ich es schon recht einfallslos, dass bei so einem dünnen Buch die Seiten zum Ankreuzen und Ausfüllen zigmal wiederholt wurden. Hier hätte man ein wenig an der Gestaltung arbeiten können, damit KEINE Langeweile aufkommt. Die Aufteilung ist gut, denn für jeden Tag der Sommerferien gibt es zwei Doppelseiten, die mit Informationen wie Datum, dem eigenen Wohlbefinden oder irgendwelchen Ferienerlebnissen befüllt werden können. Die Illustrationen sind ganz nett, jedoch fehlt mir persönlich ein wenig die Farbe im Buch.

Fazit:
„Ferien zum Selbermachen“ von Silke Schmidt ist ein Mitmach-Tagebuch für Mädchen ab 10 Jahren. Dieses Beschäftigungsbuch für die Sommerferien konnte mich leider nicht ganz überzeugen, weshalb ich leider nur 3 von 5 Sternchen vergeben kann.

Veröffentlicht am 06.11.2023

Leichte Turbulenzen, die dennoch zum Happyend führen

Die Farbe von Schneeflocken
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Inhalt:
Die sechzehnjährige Letti will endlich leben – und zwar nach ihren Regeln. All die Jahre hat sie nur funktioniert und sich den Entscheidungen ihrer Eltern hingegeben. Doch nun wird alles anders. ...

Inhalt:
Die sechzehnjährige Letti will endlich leben – und zwar nach ihren Regeln. All die Jahre hat sie nur funktioniert und sich den Entscheidungen ihrer Eltern hingegeben. Doch nun wird alles anders. Sie schmeißt ihre Eiskunstlaufkarriere hin und findet einen Nebenjob in der Nürnberger Kinderklinik. Doch so gut ihr die Arbeit in der Klinik auch gefällt, gibt es etwas, was ihr Sorgen bereitet: Letti soll sich um die Weihnachtsdekoration auf der Kinderstation kümmern. Da sie Weihnachten aber eigentlich nicht mag, kommt ihr die Hilfe des siebzehnjährigen Matteo gerade recht. Nur irgendwie wird sie das Gefühl nicht los, dass er ihr was verschweigt…

Meinung:
Aufgrund des Covers und des Klappentextes ging ich eigentlich von einer zuckersüßen Winter-Weihnachts-Lovestory aus. Auch das Setting war irgendwie neu, denn eine Kinderklinik in Nürnberg fand ich schon originell. Aber ich musste schnell feststellen, dass es kein typischer Weihnachtsroman für das Lesealter ab 14 Jahren ist. Ich gestehe, dass ich auf den ersten Seiten bereits mit dem Gedanken gespielt hatte, das Buch abzubrechen. Da ich selbst ein ganz großer Weihnachtsfan bin, konnte ich mich irgendwie gar nicht mit der Protagonistin anfreunden. Letti, eher eine Person von der Sorte Weihnachtsmuffel, verhält sich dermaßen unreif und kindisch, dass ich auf Anhieb beschlossen habe, sie nicht zu mögen. Es gab schlichtweg keinen einzigen Grund, diese Großstadtgöre sympathisch zu finden. Die Geschichte ist übrigens aus der wechselnden Perspektive geschrieben, sodass wir einen guten Einblick sowohl in Lettis als auch in Matteos Gefühls- und Gedankenwelt erhalten. Den Schreibstil fand ich angenehm, denn dieser war jugendlich und frisch. Und obwohl ich mit vielen Szenen noch immer am Hadern und etwas unzufrieden bin, hat mir die Geschichte dann doch zumindest ab und zu ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Mit den Altersangaben komme ich jedoch nicht ganz klar, denn das Alter der Protagonisten passt nicht zum Verhalten der Charaktere und auch nicht gerade zur Story. Meiner Ansicht nach hätten sowohl Letti als auch Matteo gerne je zwei bis drei Jahre älter sein dürfen. Dann hätte es auch prima zum vom Verlag empfohlenen Lesealter gepasst. Letti ist 16 Jahre alt und müsste dementsprechend in die gleiche Klassenstufe gehen wie ich selbst. Meine Klassenkameraden sind nun alle 16, teilweise auch 17 Jahre alt. Wenn ich mir aber Lettis Verhalten so anschaue, dann passen da einige Dinge nicht recht zueinander. Auf der einen Seite will sie gleichberechtigt und wie eine junge Erwachsene von ihren Eltern behandelt werden, aber auf der anderen Seite erzeugt sie unnötiges Drama, das man eventuell als rebellisches und pubertierendes Mädchen in der Unterstufe machen kann, aber definitiv nicht, wenn man ernst genommen werden will. Ihre Eltern werden in ein schlechtes Licht gerückt, aber plötzlich gegen Ende kann man sich zusammensetzen und reden – da frage ich mich, wieso Letti das nicht schon eher ausprobiert hat?!? Auch die Art wie sie mit Matteos Vergangenheit umgeht, empfinde ich als sehr unüberlegt und unreif. Mag sein, dass sie nur Gutes im Sinn hatte, aber man kennt sich erst seit ein paar Tagen und sie denkt, sie müsste sich in Matteos Familienangelegenheiten einmischen. Und was noch unglaublicher ist, er dankt es ihr auch noch. Und seine Mutter auch. Man erhält den Eindruck, wäre Letti nicht wie ein Engel aus dem Nichts dahergeschwebt, wären alle anderen in ein dunkles, tiefes Loch gefallen. Wo wir beim nächsten Thema wären, denn bei solchen Themen ist es doch mittlerweile üblich, dass vorne oder hinten im Buch eine kleine Triggerwarnung zu finden ist – hier aber nicht. Eventuell wäre das aber nicht schlecht, denn ich weiß nicht, ob alle Jugendlichen mit Themen wie Krankheiten, die einen längeren Klinikaufenthalt zur Folge haben, oder auch Depressionen, Alkohol und Gewalt klarkommen. Das Lesealter wird mit 14 Jahren angegeben, aber wenn man mich um meine Meinung gebeten hätte, dann würde ich als Vierzehnjährige dieses Buch vom Faktor Schreibstil und Teeniedrama eher Jugendlichen ab 12 Jahren empfehlen. Wenn ich mir aber meine zwölfjährige Schwester als Referenz heranziehe, dann ist das Buch jedoch inhaltlich noch nichts für sie. Ich stehe da also im kleinen Zwiespalt, denn für das empfohlene Lesealter fehlt mir tatsächlich ein wenig mehr Tiefe.

Fazit:
„Die Farbe von Schneeflocken“ von Larissa Schira ist eine jugendliche Weihnachts-Lovestory vor der winterlichen Kulisse Nürnbergs für das Lesealter ab 14 Jahren. In der Geschichte geht es um Freundschaft, Familie und Erwartungen, aber auch um den Mut, seinem Herzen zu folgen. Leichte Turbulenzen, die dennoch zum Happyend führen, haben mich gut unterhalten, für mich persönlich kommt aber leider zu wenig Weihnachtsstimmung auf, weshalb ich 3 von 5 Schneeflöckchen vergebe.