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Veröffentlicht am 23.01.2025

Das epische Finale der Dilogie, wie wird es Enden: Wahn oder Welten!

Serera - Zweites Buch
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Der Schreibstil ist ausdrucksvoll und dynamisch, gut und flüssig zu lesen. Spannungsgeladen wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, klar, dass es auch mal kleine Durchhänger gibt bei 704 Seiten.

Das ...

Der Schreibstil ist ausdrucksvoll und dynamisch, gut und flüssig zu lesen. Spannungsgeladen wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, klar, dass es auch mal kleine Durchhänger gibt bei 704 Seiten.

Das Cover ist in überwiegend warmen Tönen gehalten (Rot- und schwärzen Tönen), im unter Bereich sind links Kreuze von Gräbern zu sehen. In der Mitte in leichtem Dunst sieht man eine Burg – über dem ganzen scheint ein Schleier zu liegen.

Fazit:
Der Roman spielt in Serera einer Parallelwelt zu unserer und in unserer Welt, die beiden Beeinflussen sich stark. Denn jedes Denken und Handeln bei uns hinterlässt dort Spuren und nimmt sogar Formen an. So wird diese an sich schöne Welt immer mehr von bösen und brutalen Kreaturen heimgesucht. Angeführt wird er von dem „Einen“, dem „Seelenlosen“. Tore verbinden Serera mit unserer Welt und zu allen Toren gibt es Schlüssel. Schlüssel, die der „Seelenlose“ gerne in seinen Händen halten würde. Die Handlung schließt sich an die aus Band 1 an und um alles zu verstehen, sollte man diesen gelesen haben.

Die Völker Sereras stehen vor einem erbarmungslosen Krieg. Während einige mutig in den Kampf ziehen, brechen andere unter der Last der bevorstehenden Schlachten zusammen. Doch wie bekämpft man einen Feind, der stärker, schneller, unerbittlicher, gar unsterblich ist – und dessen Ziel die Vernichtung beider Welten ist?

Wir treffen auch wieder auf Robin Grimm, der ein einfacher jugendlicher der sich mit den Sorgen seines Alters herumschlägt – ein Held wollte er nie sein. Doch durch einen seltsamen Schlüssel gelangt er in die Welt Sereras und schnell wir ihm klar er ist Teil dieser schnellen Entwicklungen, die sich dort entfalten, dazu kommt die nahe verbind der beiden Welten. Worauf wird das zu steuern? Robin ist sich der Gefahr bewusst die sein Aufenthalt in Serera und seine gefährliche Reise auslöst. Denn er wird zur Zielscheibe in einem Spiel, das ihn bis an die Grenzen seiner Kräfte bringt. Doch ihm stehen Freunde zur Seite, auf die er sich verlassen kann.

Mit vielen verschieden Perspektiven und Handlungssträngen werden wir immer mehr in diese Welt geführt und davon gefangen genommen. Meist werden aber durch diese nicht verschiedene begonnen, sondern es gelingt damit den Blickpunkt von verschieden Seiten darauf zu lenken – das war eher neu für mich. Daraus folgen immer wieder verscheiden Blickwinkel und Details zu einem Vorgang.

Der Roman überschreitet für mich in Band nicht nur bisweilen die Grenzen eines Jugendbuchs – auch wenn es um die Reise von Robin geht, der zu Anfang recht blauäugig ist. Es sind brutale Szenen vor allem die Rituale! Aber die Thematik das unsere Taten, vor allem die Bösen, grauenhafte Folgen in Serera und auch in unserer Welt haben und in schierer Brutalität und Grausamkeit enden – schwere Kost. Das wird für manchen Jugendlichen ein bisschen starker „Tobak“ sein, faszinierend das es um die Natur des „Bösen“ geht – aber auch unendlich grausam. Hier wäre 18+ angeraten.

Für mich ein guter High- bzw. Dark Fantasy Roman mit interessanten Ideen und einer durchgehenden Thematik zu „Gut-Böse“ und was daraus werden kann – viel Tiefgang und Stoff, der zum Nachdenken anregt. Auch die Optik des Romans kann punkten (Cover, Karten und Anhänge mit Sprachen). Von mir 5 Sterne dafür allerdings war Band 1 doch etwas mehr nach meinem Geschmack.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Hier trifft griechische Mythologie auf bekanntes Märchen – gelungene und spannende Mischung!

Ballade der Gezeiten
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Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, zum Teil recht düster, tiefgründig und romantisch. Lebendig und detailreich werden wir hier durch die etwas andere Meerjungfrauen Geschichte geführt. Durch ...

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, zum Teil recht düster, tiefgründig und romantisch. Lebendig und detailreich werden wir hier durch die etwas andere Meerjungfrauen Geschichte geführt. Durch die Abwechselnde Erzählung von Mariel und Theron gelingt tief in die Gefühlswelt der beiden einzutauchen.

Das Cover ist in den Farben des Meeres gehalten, Blautöne beherrschend die Szenerie. Wir sehen eine Meerjungfrau (Mariel), die uns den Rücken zu dreht und auf das Meer schaut, sie sitzt auf einem Stein – die roten Haare sind geblieben wie bei der Originalgeschichte. Ein Rahmen mit maritimen Elementen, sowie dem passenden Buchschnitt runden das Gesamtbild ab.

Fazit:
Wir bekommen hier nicht die zartrosa gehalten Disney Version der kleinen Meerjungfrau zu lesen, wer das erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden.
Den Leser/in einen eine grandiose Mischung aus Märchen und griechischer Mythologie, mit einer spannenden und dunklen Handlung, sowie einem Teil Romantik.

Die schon über Jahrzehnte anhalten Fehde zwischen Zeus und Poseidon hat auch die Menschen und das Meeresvolk in einen langanhaltenden Krieg verwickelt. Er fordert auf beiden Seiten der Völker große Verluste.
Und genau in diesem Konflikt treffen wir auf die Meerjungfrau Mariel die einem Märchenprinzen das Leben rettet, doch damit bricht sie das oberste Gesetz des Ozeans: Hilf niemals einem Menschen, einem Feind! Für diese verschonen eines Lebens droht Mariel jetzt der Tod und um ihrer Bestrafung zu entgehen, soll sie ihren Fehler ungeschehen machen. Sie muss den Prinzen vor dem nächsten Vollmond töten. Ihrer Stimme beraubt und dazu verdammt unter den Feinden zu leben, setzt sie alles daran dem Prinzen näher zu kommen, denn ihre einzige Waffe ist ihr Kuss.

Wir werden in diesem Roman in eine märchenhafte Welt geführt, die voller überraschenderer Wendungen, Geheimnissen und eine spannende Handlung aufwarten kann. Sie bleibt wohl den klassischen Elementen treu - eine Meerjungfrau trifft auf Märchenprinzen – doch sie erschafft eine neue Geschichte rund um die Beiden. Anders als in der Disney Version treffen wir hier auch auf Götter: Poseidon und Zeus – also eine mythologische Komponente. Dadurch bekommt die Handlung eine andere Dimension, die einen ganz eigenen Zauber wirkt, Bedrohung und Nervenkitzel inklusive. Es gibt aber auch Momente, die wunderschön und romantisch sind, die eine gehörig Portion Gefühle mit ins Spiel bringen.

Mariel die Meerjungfrau, ist geprägt von einer Familie, die gedrillt wird mit dem Hass auf Menschen und einer riesigen Portion Pflichtgefühl gegenüber ihrem Volk und der Familie. Man kann ihren inneren Konflikt nachvollziehen, die Gefühle für Theron bringen ihr Leben gehörig durcheinander.

Theron der Märchenprinz war nicht von Anfang ein für mich sympathischer Charakter, hatte er doch wirklich viel von einem nörgeligen, anspruchsvollen Mann. Auch seine Welt verändert sich und bringt ihn in einem inneren Zwiespalt, dem er sich im Laufe der Handlung stellen muss. Weil seine Liebe zu Mariel immer wieder den Erwartungen seiner Familie und seines Volkes widerspricht, macht ihn zu einem faszinierenden Charakter.

Ballade der Gezeiten ist keine einfache Nacherzählung eines Originals, sondern etwas Neues, spannendes, fesselndes und auf seine Art einzigartiges Märchen. Kein Stück langweilig, voller Gefühl – zeigt es auch ein langer Krieg kann ein gutes Ende finden – etwas, was wir heute unbedingt benötigen in einer Welt voller Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Von mir 5 Sterne für diesen Roman, der Inhaltlich genauso punkten kann wie auch optisch.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Einstürzende Gebäude und Intrigen zwischen den magischen Universitäten!

Academia - Das unbekannte Element
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Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, aus der Sicht von Nia und Aden geschildert, Spannung baut sich langsam auf.

Das Cover ist komplett (Hintergrund) in dunklem Lila gehalten, die Elemente, die ...

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, aus der Sicht von Nia und Aden geschildert, Spannung baut sich langsam auf.

Das Cover ist komplett (Hintergrund) in dunklem Lila gehalten, die Elemente, die auch im Roman eine wichtige Rolle spielen sind in Gold gehalten (Alchimistische Gegenstände, ein Auge in einem Kreis mit Strahlen). Die Schrift mit dem Titel des Romans rundet das Gesamtbild ab.
Der Farbschnitt ist harmonisch auf das Cover ausgelegt und führt dies ein Stück weiter – ein gelungenes Gesamtkonzept.

Fazit:
Dieser Roman ist ein Auftaktband zu einer Trilogie die in New York City (USA) im Frühjahr 1929 beginnt und es geht um Alchemie (hier Hermetik), Astronomie und Wahrsagerei.

In Roman ist der Haupthandlungsort an der Universität angesiedelt und mab wird oft recht wissenschaftlich unterhalten. Eigentlich beginnt der Einstieg mit der Eröffnungszeremonie des neu errichten Gerichtsgebäude der Stadt New York – es bricht während der Feierlichkeiten zusammen. Klar wird jetzt der Schuldige gesucht.
Dabei geraden die rivalisierenden Universitäten für Hermetik und Astronomie in den Mittelpunkt der Untersuchungen. Um zu untersuchen, inwieweit ihre Universitäten an dem Vorfall schuld sind.

Und damit treffen wir auf die junge und noch recht unerfahrene Nia Himlan, einer Hermetik Studentin, wo bei mir unklar ist warum ausgerechnet sie ausgesucht wurde an ihrer Seite der Astronom Major Aden Fenice. Beide untersuchen gemeinsam den Vorfall, bei dem das Gerichtsgebäude eingestürzt ist. Zwischen den beiden Universitäten herrscht ein gewisses Konkurrenzdenken und die beiden Charaktere begegnet sich zuerst einmal mit Skepsis. Interessenkonflikte behindern zusätzlich die Untersuchungen sowie die Einmischung einer dritten Universität der Wahrsagerei. Und damit noch andere Komponenten in die Suche nach dem Schuldigen einbringt – als ob es nicht schon kompliziert genug wäre.
Als weitere Entwicklungen deutlich machen, dass die Universitätsverwalter mehr darauf bedacht sind, ihren Ruf zu wahren, als die Wahrheit aufzudecken, erkennen Nia und Aden, dass sie viel zu gewinnen haben, wenn sie das Geheimnis aufklären – aber auch viel zu verlieren – zum Beispiel ihren Studienplatz (Nia).

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Nia Himlan und Aden Fenice. Nia ist eine unheimlich intelligente und sympathische junge Frau, die sich mit allem was ihr zu Verfügung steht, ihren Studien widmet, sie hat aber wenig soziale Kontakte. Ganz nebenbei sind auch ihre Eltern als Erfinder des Klebers mit involviert.
Aden stammt aus einer italienischen Familie (mit ganz viel Herz und Verstand) und so völlig anders als Nia. Die beiden geben ein großartiges Team ab und ergänzen sich gut. Mir hat aber auch sein Cousin, Tante und die Bäckerei gut gefallen.

Ein Roman, der mal eine etwas anderen Hintergrund hat und eine gelungene Genre Mischung zwischen Fantasy, sowie kleiner Krimi und Romanze Anteilen hat. Natürlich gibt es Neid, Konkurrenz, Intrigen und Geheimnisse auf und zu entdecken und doch gibt es noch mehr zu erzählen (Trilogie). Es bleibt abzuwarten, ob der Rest auch ins deutsche übersetzt wird und wir weiter spannende Abenteuer mit Nia und Aden erleben dürfen. Von mir 5 Sterne für diesen Auftaktband.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Gelungen, magisch – eine neue Adaption der sieben Raben!

Das Geheimnis der Rabenblüter
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Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, spannend von Anfang bis Ende – die Magie und Romantik (in kleiner Dosis) kommt nicht zu kurz.

Das Cover ist so magisch wieder der Roman, da brauch man nicht ...

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, spannend von Anfang bis Ende – die Magie und Romantik (in kleiner Dosis) kommt nicht zu kurz.

Das Cover ist so magisch wieder der Roman, da brauch man nicht viel Worte drüber zu verlieren genau wie der passende Farbschnitt – die nur von einem stammen können (Alexander Kopansiki). Mehr geht echt nicht!

Fazit:
Im Roman hat es Sera Avis nicht leicht, denn in ihrer Heimat werden magiebegabte Menschen verachtet – sie hat Magie (ist eine Primagi) und ist noch dazu von königlichem Blut. Dadurch hat sie in ihrem Land kein Anrecht auf die Krone, obwohl sie das einzige Kind ihrer Eltern ist. Nur durch einen zukünftigen Ehemann der gewillt wäre sie zur Frau zu nehmen könnte sie indirekt Regieren mit ihm. Seras Vater, der König von Lucra, endet an alle Länder eine Einladung, um einen heiratsfähigen Prinzen zu finden. Er erhält nur Ablehnungen bis auf eine Antwort von dem jüngsten Prinzen aus dem gefürchteten Reich Tenebras.
Valerian Rabenblut, gibt sich mit einer Hochzeit einverstanden. Für Sera bricht eine Welt zusammen, da sie nicht nur Tenebra und dessen grauenvolle Kreaturen fürchtet, sondern auch den dunklen Prinzen, über den schreckliche Gerüchte kursieren. Doch als sich beide auf den Weg zu Valerians Heimatland machen, ahnt Sera nicht, dass die gefährlichste aller Kreaturen längst ein Teil ihrer Zukunft ist und ihr Herz gefährlich schnell zum Schlagen bringt.

Mir hat die Vielfalt der Protagonisten / innen gefallen, allen voran Sera. Sie ist sympathisch, freundlich und hat ein großes Herz. Sie ist hilfsbereit und ein großes Gespür für Tiere. Aber die hat Angst vor Valerian und dem Ruf seiner Familie. Sie wächst an den Herausforderungen, denen sie sich stellen muss, auch wenn sie zu Anfang wie eine Prinzessin im goldenen Käfig wirkt – zu Anfang auch echt zickig!
Valerian ist hart im Nehmen, durch die meisten seiner Brüder hat er dies lernen müssen, allen voran seine beiden älteren Brüder. Vielleicht ist er anders? Auf jeden Fall hat er ein Geheimnis vor Sera.

Die Liebesgeschichte, die uns erwartet spielt schon eine Rolle im Roman aber auch die Handlung drumherum kann punkten und bietet Lese Spaß pur. Sie ist magisch und geheimnisvoll, spannend und Tiere spielen eine große Rolle was mir gefallen hat. Tenebra ist ein gefährliches Land, sowohl menschliche als auch tierische Bewohner sind nicht ohne und Lebensgefährlich.

Mir hat der Roman in seinem ganzen Konzept gut gefallen plus die Optik die gleich durch Cover und Farbschnitt ins Auge fällt – hier geht die Rechnung auf.
Von mir 5 Sterne für diesen Roman der einiges an Genre zu bieten hat: Fantasy, Märchenadaption und Romantacy. Und wer sich fragt um welche Adaption es geht „Die sieben Raben“ aber mal ganz anders.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Ein Märchen über einen Eisprinzen, ein Wüstenmädchen mit großem Herz und einem Fluch!

Ein Herz aus Eis und Schnee
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Der Schreibstil ist fesselnd, bezaubernd, märchenhaft und spannend, so wunderbar beschrieben das man sich selbst als Protagonist / in fühlt. Es handelt sich allerdings um eine überarbeitete und längere ...

Der Schreibstil ist fesselnd, bezaubernd, märchenhaft und spannend, so wunderbar beschrieben das man sich selbst als Protagonist / in fühlt. Es handelt sich allerdings um eine überarbeitete und längere Neuauflage (ca. 100 Seiten mehr).

Das Cover in blau und weiß gehalten, spiegelt zum einen den Winter mit Eis und Schnee gut wider. Hinter dem Titel des Romans ist ein großes vereistes Gebilde in Herzform zu sehen und unten eine Familie Wild. Die Ornamente in den Ecken macht es noch ein Stück ansprechender und edler genau wieder der Farbschnitt und die Schrift sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen und es stimmig machen.

Fazit:
Eines vorweg den Roman nur anfangen, wenn du Zeit hast, denn ich war so gefesselt und verzaubert das ich ihn kaum aus den Händen legen konnte.

Im Roman treffen wir auf Prinz Erik des Eisprinzen, auf ihm lastet ein Fluch. Er wird an seinem siebzehnten Geburtstag zu ewigem Eis erstarren und mit ihm das gesamte Königreich Nascimur. Denn nur ein Kuss der wahren Liebe kann ihn, das Königreich aus den unbarmherzigen klauen von Eis und Schnee befreien.

Sein Vater lässt dreißig Mädchen aus dem ganzen Land auswählen, damit eine von ihnen das Herz des Thronfolgers erobert und es zum Kuss der wahren Liebe kommt.
Unter den Mädchen befindet sich auch Farina aus der Wüstenprovinz Terra Sitienti, sie muss auch in den Norden reisen und taucht so in die schillernde, prunkvolle, faszinierende und kalte Welt des Palastes ein. Doch sie hat einen Vorsatz – sich auf keinen Fall in den Prinzen zu verlieben und so schnell wie möglich wieder in ihr Land zurückzukehren. Denn was für den Norden ein Fluch ist, ist für Terra Sitienti ein Segen: Die Menschen müssen dank der Eiszeit endlich nicht mehr Hunger und Durst leiden. Als Farina dennoch Gefühle für den Prinzen entwickelt, setzt sie deshalb nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel …

Man könnte jetzt denken hatten wir das Thema der Auswahl nicht schon mehr in Romanen, ja, hatten wir. Aber hier geht es nicht nur darum das Herz eines Prinzen zu gewinnen, sondern auch um Machtverhältnisse und Witterungsbedingungen, die für einen großen Teil des Landes und seine Bewohner Auswirkungen bereithält. Und genau vor diesen Zwiespalt wird auch Farina gestellt. Entscheidet sie sich gegen den Prinzen wir vielleicht nicht nur der Norden in Eis und Schnee versinken. Aber wenn sie sich für ihn entscheidet, wird der Norden wieder eisfrei und ihr Land zur Wüste – die Bewohner leiden, hungern und sterben. Und dann sind da auch noch die anderen Mädchen, die um die Gunst des Prinzen kämpfen – aber wer liebt ihn wirklich und kann den richtigen Kuss verteilen!

Farina ist eine sehr sympathische und herzliche Person, wenn sie dies auch versucht, nicht zu sehr nach außen zu tragen. Sie lernt sehr viel bei ihrem Aufenthalt im Palast, sie erfährt viel über die anderen Provinzen des Landes, deren Sorgen und Nöten – aber auch über sich. Sie entwickelt sich weiter, auch wenn ihr Missgunst, Feindschaft und Neid entgegenkommen. Es gibt auch die Entwicklung von Kamerad- und Freundschaft. Und vielleicht ist der Prinz doch nicht so kalt wie er auf den ersten Moment wirkt.

Prinz Erik hat eigentlich keine Lust auf diese Brautschau, eher Angst durch seinen Fluch einem der Mädchen zu schaden. Er wirkt unnahbar, distanziert und kalt – kann den eines der Mädchen ihn wirklich lieben und von seinem Fluch erlösen? Ist es vielleicht Farina?

Aber auch viele andere Protagonisten / innen können punkten und runden den Roman ab.

Durch die bildhafte Beschreibung kann man sich Land, Leute und vor allem den Palast gut vorstellen und sich somit in Farina (aus ihrer Sicht wird der Roman erzählt) und Erik hineinversetzen. Ihre Zweifel, ihre Hoffnung und die zarte Pflanze der liebe die erst wachsen muss und zur Blüte gelangen kann.

Der Roman wirkt wie eine Mischung aus „Selection“ (um nur einen Brautschau Roman zu nennen) und die „Eiskönigin“, kann aber auch dadurch punkten das es nicht nur um eine romantische Liebe geht, sondern das viel mehr auf dem Spiel steht. Märchenhaft und fesselnd – noch dazu optisch ansprechend verpackt – hat sich hier die überarbeitete Neuauflage auf jeden Fall bezahlt gemacht, auch wenn es an manchen Stellen vorhersehbar ist hat das Lesen Spaß gemacht.
Von mir 5 Sterne für diesen bezaubernd Roman.

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