Das epische Finale der Dilogie, wie wird es Enden: Wahn oder Welten!
Serera - Zweites BuchDer Schreibstil ist ausdrucksvoll und dynamisch, gut und flüssig zu lesen. Spannungsgeladen wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, klar, dass es auch mal kleine Durchhänger gibt bei 704 Seiten.
Das ...
Der Schreibstil ist ausdrucksvoll und dynamisch, gut und flüssig zu lesen. Spannungsgeladen wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, klar, dass es auch mal kleine Durchhänger gibt bei 704 Seiten.
Das Cover ist in überwiegend warmen Tönen gehalten (Rot- und schwärzen Tönen), im unter Bereich sind links Kreuze von Gräbern zu sehen. In der Mitte in leichtem Dunst sieht man eine Burg – über dem ganzen scheint ein Schleier zu liegen.
Fazit:
Der Roman spielt in Serera einer Parallelwelt zu unserer und in unserer Welt, die beiden Beeinflussen sich stark. Denn jedes Denken und Handeln bei uns hinterlässt dort Spuren und nimmt sogar Formen an. So wird diese an sich schöne Welt immer mehr von bösen und brutalen Kreaturen heimgesucht. Angeführt wird er von dem „Einen“, dem „Seelenlosen“. Tore verbinden Serera mit unserer Welt und zu allen Toren gibt es Schlüssel. Schlüssel, die der „Seelenlose“ gerne in seinen Händen halten würde. Die Handlung schließt sich an die aus Band 1 an und um alles zu verstehen, sollte man diesen gelesen haben.
Die Völker Sereras stehen vor einem erbarmungslosen Krieg. Während einige mutig in den Kampf ziehen, brechen andere unter der Last der bevorstehenden Schlachten zusammen. Doch wie bekämpft man einen Feind, der stärker, schneller, unerbittlicher, gar unsterblich ist – und dessen Ziel die Vernichtung beider Welten ist?
Wir treffen auch wieder auf Robin Grimm, der ein einfacher jugendlicher der sich mit den Sorgen seines Alters herumschlägt – ein Held wollte er nie sein. Doch durch einen seltsamen Schlüssel gelangt er in die Welt Sereras und schnell wir ihm klar er ist Teil dieser schnellen Entwicklungen, die sich dort entfalten, dazu kommt die nahe verbind der beiden Welten. Worauf wird das zu steuern? Robin ist sich der Gefahr bewusst die sein Aufenthalt in Serera und seine gefährliche Reise auslöst. Denn er wird zur Zielscheibe in einem Spiel, das ihn bis an die Grenzen seiner Kräfte bringt. Doch ihm stehen Freunde zur Seite, auf die er sich verlassen kann.
Mit vielen verschieden Perspektiven und Handlungssträngen werden wir immer mehr in diese Welt geführt und davon gefangen genommen. Meist werden aber durch diese nicht verschiedene begonnen, sondern es gelingt damit den Blickpunkt von verschieden Seiten darauf zu lenken – das war eher neu für mich. Daraus folgen immer wieder verscheiden Blickwinkel und Details zu einem Vorgang.
Der Roman überschreitet für mich in Band nicht nur bisweilen die Grenzen eines Jugendbuchs – auch wenn es um die Reise von Robin geht, der zu Anfang recht blauäugig ist. Es sind brutale Szenen vor allem die Rituale! Aber die Thematik das unsere Taten, vor allem die Bösen, grauenhafte Folgen in Serera und auch in unserer Welt haben und in schierer Brutalität und Grausamkeit enden – schwere Kost. Das wird für manchen Jugendlichen ein bisschen starker „Tobak“ sein, faszinierend das es um die Natur des „Bösen“ geht – aber auch unendlich grausam. Hier wäre 18+ angeraten.
Für mich ein guter High- bzw. Dark Fantasy Roman mit interessanten Ideen und einer durchgehenden Thematik zu „Gut-Böse“ und was daraus werden kann – viel Tiefgang und Stoff, der zum Nachdenken anregt. Auch die Optik des Romans kann punkten (Cover, Karten und Anhänge mit Sprachen). Von mir 5 Sterne dafür allerdings war Band 1 doch etwas mehr nach meinem Geschmack.