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Veröffentlicht am 26.01.2025

Horror Telefonat

Der Heimweg
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„Der Heimweg“ erzählt die Geschichte von Klara Vernet und Jules Tannberg. Sie befindet sich auf dem Heimweg und hat Angst vor einem Unbekannten, der sie verfolgt. Er sitzt für diesen Abend am Begleit-Telefon ...

„Der Heimweg“ erzählt die Geschichte von Klara Vernet und Jules Tannberg. Sie befindet sich auf dem Heimweg und hat Angst vor einem Unbekannten, der sie verfolgt. Er sitzt für diesen Abend am Begleit-Telefon und leistet ihr Gesellschaft auf ihrem Heimweg. Die ungekürzte Hörbuchfassung wurde 2020 exklusiv für Audible von den Audible Studios produziert und wird von dem deutschen Synchron- und Hörbuchsprecher Simon Jäger gelesen. „Der Heimweg“ ist ein Einzelband.

Theoretisch liebe ich die Psychothriller von Sebastian Fitzek, weil es für mich kaum einen anderen Thriller Autor gibt, dem es immer wieder aufs Neue gelingt, mich auf Anhieb an die Seiten zu fesseln. Seine Art Geschichten zu erzählen ist für mich normalerweise so spannend, dass ich das Buch keine Sekunde aus der Hand legen möchte. Leider konnte „Der Heimweg“ dieses Gefühl bei mir nicht gänzlich auslösen. Nach einem für mich eher schwergängigen Einstieg habe ich die Geschichte als spannend empfunden und zum Ende hin konnte sie mich auf fesseln aber das Gefühl, dass ich das Buch keine Sekunde aus der Hand legen möchte, hat sie nie eingestellt. Vielleicht hat für mich das gewisse Etwas gefehlt, vielleicht lag es auch an der verwirrenden Handlung, der ich stellenweise kaum folgen konnte, oder es lag an den vielen kleinen Logiklücken, die immer wieder meinen Lesefluss unterbrochen haben. Ich kann nicht genau sagen warum, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht vollends abgeholt.

Dabei ist es Sebastian Fitzek erneut gelungen Charaktere zu erschaffen, die meine Neugierde wecken konnten. Ich möchte nicht sagen, dass sie mir sympathisch waren, das sind mir die Figuren aus Thriller in den meisten Fällen nie, aber sie hatten für mich eine erkennbare Persönlichkeit und genug Ecken und Kanten, um sie authentisch zu machen. Leider hatte ich stellenweise Probleme ihre Entscheidungen und ihr Verhalten nachzuvollziehen und auch ihre Gedanken und Gefühle haben für mich nicht immer Sinn ergeben.

Ähnlich erging es mir mit dem Kriminalfall. Fitzeks erzählt seine Geschichten in der Regel nicht nach dem typischen Schema „Gut und Böse“. Es ist also nie von Anfang an klar, wer ist Opfer und wer ist Täter, denn der erste Eindruck könnte sich zum Schluss hin als eine riesige Täuschung herausstellen, mit der es Fitzek mal wieder gelungen ist, seine Leser in die Irre zu führen. Bei „Der Heimweg“ ist ihm das in die Irre führen allerdings so gut gelungen, dass der Kriminalfall für mich nicht mehr logisch war. Zwar klärt er das Ganze Wirrwarr am Ende halbwegs logisch auf und er beantwortet auch die wichtigsten Fragen, über die fehlende Logik konnte mich das Ende aber nicht hinwegtrösten. Ein guter Thriller lebt von unvorhersehbaren Wendungen und normalerweise gelingt es Fitzek seine Geschichten so zu erzählen, dass die Wendungen zwar unvorhersehbar sind, der Geschichte aber nicht die Logik nehmen. Bei „Der Heimweg“ ist ihm das leider nicht gelungen.

Was Fitzek dafür mal wieder hervorragend gelungen ist, sind die Beschreibungen der unterschiedlichen Gewalttaten, die im Laufe der Geschichte passieren. Er gehört nicht zu den Autoren, die im übertragenden Sinne draufhalten, wenn es so brutal wird, dass man das Ganze auch problemlos dem Genre Horror zuordnen könnte. Er gehört aber auch nicht zu den Autoren, die die Gewalttaten nur umschreiben und den Rest der Fantasie ihrer Leser überlassen. Fitzek ist eine Mischung aus beidem und trifft damit in den meisten Fällen genau meinen Geschmack. Seine Beschreibungen sind definitiv nichts für zartbesaitete Leser er verfällt aber auch nicht in sinnloses Gemetzel.

Ich liebe es der Stimme von Simon Jäger zu lauschen, weil kaum ein anderer deutscher Hörbuchsprecher die Emotionen einer Geschichte so wundervoll vertonen kann wie er. Die Geschichte wird abwechseln aus der Sicht von Klara und Jules erzählt und wurde in der dritten Person geschrieben.

Fazit
Der Heimweg war zwar spannend und konnte mich nach einem nervenaufreibenden Einstieg auch fesseln, der Handlung fehlt es für meinen Geschmack aber zu sehr an Logik.

Veröffentlicht am 26.01.2025

Horror Telefonat

Der Heimweg
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„Der Heimweg“ erzählt die Geschichte von Klara Vernet und Jules Tannberg. Sie befindet sich auf dem Heimweg und hat Angst vor einem Unbekannten, der sie verfolgt. Er sitzt für diesen Abend am Begleit-Telefon ...

„Der Heimweg“ erzählt die Geschichte von Klara Vernet und Jules Tannberg. Sie befindet sich auf dem Heimweg und hat Angst vor einem Unbekannten, der sie verfolgt. Er sitzt für diesen Abend am Begleit-Telefon und leistet ihr Gesellschaft auf ihrem Heimweg. Das Buch wurde von dem deutschen Autor Sebastian Fitzek geschrieben und ist 2020 als eBook und Hardcover im Droemer Verlag (Verlagsgruppe Droemer Knaur) erschienen. „Der Heimweg“ ist ein Einzelband.

Theoretisch liebe ich die Psychothriller von Sebastian Fitzek, weil es für mich kaum einen anderen Thriller Autor gibt, dem es immer wieder aufs Neue gelingt, mich auf Anhieb an die Seiten zu fesseln. Seine Art Geschichten zu erzählen ist für mich normalerweise so spannend, dass ich das Buch keine Sekunde aus der Hand legen möchte. Leider konnte „Der Heimweg“ dieses Gefühl bei mir nicht gänzlich auslösen. Nach einem für mich eher schwergängigen Einstieg habe ich die Geschichte als spannend empfunden und zum Ende hin konnte sie mich auf fesseln aber das Gefühl, dass ich das Buch keine Sekunde aus der Hand legen möchte, hat sie nie eingestellt. Vielleicht hat für mich das gewisse Etwas gefehlt, vielleicht lag es auch an der verwirrenden Handlung, der ich stellenweise kaum folgen konnte, oder es lag an den vielen kleinen Logiklücken, die immer wieder meinen Lesefluss unterbrochen haben. Ich kann nicht genau sagen warum, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht vollends abgeholt.

Dabei ist es Sebastian Fitzek erneut gelungen Charaktere zu erschaffen, die meine Neugierde wecken konnten. Ich möchte nicht sagen, dass sie mir sympathisch waren, das sind mir die Figuren aus Thriller in den meisten Fällen nie, aber sie hatten für mich eine erkennbare Persönlichkeit und genug Ecken und Kanten, um sie authentisch zu machen. Leider hatte ich stellenweise Probleme ihre Entscheidungen und ihr Verhalten nachzuvollziehen und auch ihre Gedanken und Gefühle haben für mich nicht immer Sinn ergeben.

Ähnlich erging es mir mit dem Kriminalfall. Fitzeks erzählt seine Geschichten in der Regel nicht nach dem typischen Schema „Gut und Böse“. Es ist also nie von Anfang an klar, wer ist Opfer und wer ist Täter, denn der erste Eindruck könnte sich zum Schluss hin als eine riesige Täuschung herausstellen, mit der es Fitzek mal wieder gelungen ist, seine Leser in die Irre zu führen. Bei „Der Heimweg“ ist ihm das in die Irre führen allerdings so gut gelungen, dass der Kriminalfall für mich nicht mehr logisch war. Zwar klärt er das Ganze Wirrwarr am Ende halbwegs logisch auf und er beantwortet auch die wichtigsten Fragen, über die fehlende Logik konnte mich das Ende aber nicht hinwegtrösten. Ein guter Thriller lebt von unvorhersehbaren Wendungen und normalerweise gelingt es Fitzek seine Geschichten so zu erzählen, dass die Wendungen zwar unvorhersehbar sind, der Geschichte aber nicht die Logik nehmen. Bei „Der Heimweg“ ist ihm das leider nicht gelungen.

Was Fitzek dafür mal wieder hervorragend gelungen ist, sind die Beschreibungen der unterschiedlichen Gewalttaten, die im Laufe der Geschichte passieren. Er gehört nicht zu den Autoren, die im übertragenden Sinne draufhalten, wenn es so brutal wird, dass man das Ganze auch problemlos dem Genre Horror zuordnen könnte. Er gehört aber auch nicht zu den Autoren, die die Gewalttaten nur umschreiben und den Rest der Fantasie ihrer Leser überlassen. Fitzek ist eine Mischung aus beidem und trifft damit in den meisten Fällen genau meinen Geschmack. Seine Beschreibungen sind definitiv nichts für zartbesaitete Leser er verfällt aber auch nicht in sinnloses Gemetzel.

Sebastian Fitzeks Schreibstil ließ sich gewohnt flüssig lesen. Die Geschichte wird abwechseln aus der Sicht von Klara und Jules erzählt. Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben.

Fazit
Der Heimweg war zwar spannend und konnte mich nach einem nervenaufreibenden Einstieg auch fesseln, der Handlung fehlt es für meinen Geschmack aber zu sehr an Logik.

Veröffentlicht am 15.09.2024

Liebe überwindet alle Hürden

This could be love
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„This could be love“ erzählt die Geschichte von Louisa Herzog-Riggs und Vince Greenfield. Sie ist Deutschlands Tennis-Shootingstar und seit einer schweren Verletzung auf dem Weg zu ihrem Comeback. Er führt ...

„This could be love“ erzählt die Geschichte von Louisa Herzog-Riggs und Vince Greenfield. Sie ist Deutschlands Tennis-Shootingstar und seit einer schweren Verletzung auf dem Weg zu ihrem Comeback. Er führt ein ganz normales Leben auf Hawaii und träumt davon ein geerbtes Hostel wieder zum Leben zu erwecken. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Lilly Lucas geschrieben und ist 2024 als eBook und Taschenbuch im Knaur Verlag (Verlagsgruppe Droemer Knaur) erschienen. „This could be love“ ist der erste Band der „Hawaii Love“ Reihe.

Louisa steht mit ihren 22 Jahren noch am Anfang ihrer Profitenniskarriere und trotzdem weiß sie bereits ganz genau, was sie erreichen möchte. Trotz ihrer schweren Verletzung und dem damit verbundenen Rückschlag denkt sie keine Sekunde ans Aufgeben. Es ist ihre enorme innere Stärke und ihr eiserner Wille für dich ich sie von der ersten Seite an bewundert habe. Bis sie mir sympathisch war hat es allerdings fast die Hälfte des Buches gebraucht. Was in erster Linie wahrscheinlich daran lag, dass ich mich nur schwer in sie hineinversetzen konnte. Ich konnte zwar ohne Probleme ihre Entscheidungen und ihr Verhalten nachvollziehen, aber es hat eine Weile gebraucht, bis ich Zugang zu ihren Gedanken und Gefühle gefunden habe. Am Ende habe ich Louisa dann sogar ein Stückweit in mein Herz geschlossen und das trotz der Tatsache, dass sie im letzten Drittel eine Entscheidung trifft, die mir zu unüberlegt war und die ich eher von einem Kleinkind als von einer fast erwachsenen Frau erwartet hätte.

Zu Vince konnte ich leider zu keinem Zeitpunkt eine richtige Bindung aufbauen, was in erster Linie an seiner fehlenden Sicht liegt. So habe ich nie die Chance bekommen mir einen eigenen Eindruck seiner Gedanken zu machen und auch seine Gefühle sind bis zum Schluss ein Rätsel für mich geblieben. Ja Vince war mir sympathisch, aber ich konnte mich nicht in ihn hineinversetzen.

„This could be love“ ist ein Romance Buch. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Liebesgeschichte von Louisa und Vince. Danke der fehlenden Sicht von Vince hatte ich aber das gesamte Buch über das Gefühl, dass ich ausschließlich die Geschichte von Louisa lese und Vince darin nur eine kleine Nebenrolle spielt. Zu einer Liebesgeschichte gehören meiner Meinung nach aber immer zwei Charaktere, nämlich die, die sich im Laufe der Handlung ineinander verlieben. In „This could be love“ sind das theoretisch Louisa und Vince. Praktisch blieb Vince für mich aber so ungreifbar, dass ich die Liebe, die nach und nach zwischen den beiden entstanden ist, nur sehr schwer nachempfinden konnte. Es gibt Autoren, die schaffen es mit ihren Beschreibungen eine Geschichte so zu erzählen, dass es die zweite Sicht nicht braucht, weil ich durch die Augen des einen Charakters genug über den anderen Charakter erfahre, dass ich eine Bindung zu ihm aufbauen kann. Lilly Lucas gehört definitiv nicht zu diesen Autoren. Bei einem Romance Buch ist es für mich essenziell, dass ich zu beiden Charakteren eine Bindung aufbauen kann, denn nur so kann ich das Buch vollständig genießen. Für mich ist die Geschichte daher unvollständig.

Mein größter Kritikpunkt ist die kaum vorhandene Beschreibung der Sportart. Von Anfang an wird erzählt, wie wichtig Tennis für Louisa ist und was für einen großen Stellenwert dieser Sport in ihrem Leben hat. Dementsprechend hatte ich erwartet, dass ich tiefgehende Einblicke in ihr Training bekomme, stattdessen wurde ihr Training jedes Mal in wenigen kurzen Sätzen beschrieben. Bereits nach wenigen Kapitel war ich mir sicher, dass das so bleibt und spätestens nach der Hälfte der Geschichte war die Sportart für mich zu einem unbedeutenden Statisten verblasst. In den letzten Kapiteln beschreibt die Autorin einen Moment in Louisas Leben, aus dem sie so viel mehr hätte machen können, aber sie bleibt ihren oberflächlichen Beschreibungen treu und so ist Tennis für mich zu einem austauschbaren Faktor in dieser Geschichte geworden.

Glücklich bin ich dafür über das Ende. Lilly Lucas hat sich zwar für ein Happy End entschieden lässt am Ende aber ein paar Fragen offen, was meiner Meinung nach perfekt zu der Liebesgeschichte von Louisa und Vince passt. So vermeidet sie die Situation, in der einer der beiden eine Entscheidung hätte treffen müssen, die die Geschichte für mich kaputte gemacht hätte.

Der Schreibstil von Lilly Lucas ließ flüssig lesen. Das Buch wurde in der ersten Person geschrieben.

Fazit
Der Klappentext konnte meine Neugierde auf Anhieb wecken, leider konnte mich die Umsetzung nur stellenweise von sich überzeugen.

Veröffentlicht am 04.07.2024

Weder Romance noch Thriller

Insight – Dein Leben gehört mir
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„Insight - Dein Leben gehört mir“ erzählt die Geschichte von Valerie Sophie. Sie ist eine der größten Influencerinnen Deutschlands, doch als ein Stalker in ihr Leben tritt, wird ihre perfekte Welt aus ...

„Insight - Dein Leben gehört mir“ erzählt die Geschichte von Valerie Sophie. Sie ist eine der größten Influencerinnen Deutschlands, doch als ein Stalker in ihr Leben tritt, wird ihre perfekte Welt aus den Angeln gehoben. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Antonia Wesseling geschrieben und ist 2024 als Taschenbuch und eBook im Knaur Verlag (Verlagsgruppe Droemer Knaur) erschienen. „Insight - Dein Leben gehört mir“ ist ein Einzelband.

Sowohl Romance als auch Thriller gehören zu meinen Lieblingsgenres. Eine Mischung aus beiden Genres lese ich aber eher ungerne, weil ich bisher noch kein Buch gefunden habe, dass mich überzeugen konnte. Ich gebe zu, dass ich mit eher gemischten Gefühlen zu diesem Buch gegriffen habe.

Das Beste an der Geschichte ist für mich definitiv der weibliche Hauptcharakter. Valerie war mir auf Anhieb sympathisch und ich konnte problemlos eine Bindung zu ihr aufbauen. Was vor allem daran lag, dass ich sowohl ihre Gedanken und Gefühle als auch ihr Verhalten und ihre Entscheidungen bis zum Schluss nachvollziehen konnte. Mit Valerie konnte mich Antonia Wesseling positiv überraschen, den ein weiblicher Hauptcharakter, der mir bis zum Schluss sympathisch ist, ist extrem selten. In den meisten Romance Büchern, die ich bisher gelesen habe, war mir der weibliche Hauptcharakter spätestens nach dem großen Drama im letzten Drittel unsympathisch. Bei Valerie war das Gegenteil der Fall. Am Schluss hatte ich sie in mein Herz geschlossen und war fast schon bisschen traurig als die Geschichte zu Ende war, weil ich sie noch nicht gehen lassen wollte. Am Ende war Valerie auch der einzige Grund, warum ich die Geschichte nicht abgebrochen habe, den alle anderen Charaktere war mir unsympathisch.

Auf der Rückseite des Buches wird „Insight“ vom Verlag als Romance Buch beworben. Romance bedeutet für mich, dass die Geschichte in erster Linie eine Liebesgeschichte ist. Im Fall von „Insight - Dein Leben gehört mir“ habe ich mich auf eine Liebesgeschichte mit ein paar spannenden Thriller Elementen gefreut. Bekommen habe ich eine Geschichte, die weder eine richtige Liebesgeschichte war noch spannende Thriller Elemente enthalten hat. Das, was Antonia Wesseling hier zusammengeschrieben hat, ist für mich noch nicht mal Slow Burn. Ja es gibt ein paar mittelmäßige Sexszenen, die sehr oberflächlich sind und ein paar wenige romantische Interaktionen zwischen Valerie und Paul, aber das war es dann auch schon. Am Ende sind die beiden dann ein Paar aber wie es dazu gekommen ist wird nicht wirklich erzählt. Vom Thriller Teil der Geschichte bin ich sogar noch enttäuschter. Die Idee mit dem Stalker hat mich neugierig gemacht leider schöpft die Autorin das Potenzial, dass diese Idee ihr bietet, noch nicht mal ansatzweise aus. Am Ende habe ich mich gefragt, ob Antonia Wesseling in ihrem Leben jemals etwas von Spannung gehört hat.

Das Ende des Buches hat mich am meisten Enttäuscht. Zwar ist es der Autorin halbwegs gelungen die unterschiedlichen Handlungsstränge zusammenzuführen, dabei lässt sie für mich aber zu viele Fragen offen. Bei einem Romance Buch hätte ich die offenen Fragen akzeptiert bei einem Thriller hingegen mag ich sowas gar nicht. Leider sind es Fragen zum Stalker die offen bleiben, sodass die Geschichte für mich unvollständig ist.

Der Schreibstil von Antonia Wesseling ließ sich flüssig lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Valerie erzählt. Das Buch wurde in der ersten Person geschrieben.

Fazit
„Insight - Dein Leben gehört mir“ ist für mich leider ein weiteres Buch, bei dem mich die Mischung aus Romance und Thriller nicht überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 19.05.2024

Wenn die „perfekte“ Scheinwelt zerbricht

Die Influencerin
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„Die Influencerin - Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich.“ erzählt die Geschichte von Sarah Rode einer Lifestyle Influencerin, die auf dem Höhepunkt ihrer social Media Karriere alles verliert. ...

„Die Influencerin - Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich.“ erzählt die Geschichte von Sarah Rode einer Lifestyle Influencerin, die auf dem Höhepunkt ihrer social Media Karriere alles verliert. Das Buch wurde von der österreichischen Autorin Rebecca Russ geschrieben und ist 2024 als eBook und Taschenbuch im Rütten & Loening Verlag (Aufbau Verlage) erschienen. „Die Influencerin - Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich.“ ist ein Einzelband.

„Die Influencerin“ ist mein erstes Buch von Rebecca Russ. Aus diesem Grund habe ich mir vor dem Lesebeginn nur den Klappentext durchgelesen, weil ich diesen Thriller mit so wenigen Erwartungen wie möglich lesen wollte.

Mit Sarah Rode hat Rebecca Russ einen weiblichen Hauptcharakter erschaffen, der auf Anhieb meine Neugierde wecken konnte. Sarah ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, die sie authentisch machen und ihr eine spannende Persönlichkeit verleihen. Bis zu einem bestimmten Punkt konnte ich sowohl ihr Verhalten und ihre Entscheidungen als auch ihre Gedanken und Gefühle problemlos nachvollziehen. Leider gab es zum Ende hin eine Situation, in der Sarah eine Entscheidung trifft, die für mich so überhaupt nicht nach nachvollziehbar war. Hinzukam ihr Verhalten, dass für mich Null Sinn ergeben hat.

Was den Aufbau der Geschichte betrifft muss ich sagen, dass ich sowohl begeistert als auch enttäuscht bin. Rebecca Russ ist es innerhalb weniger Seiten gelungen eine spannende Geschichte zu erschaffen, die mich sofort in ihren Bann ziehen konnte und die ich dank ihrer immer bedrohlicher werden Stimmung keine Sekunde aus der Hand legen konnte. Leider hat sie diese spannende Geschichte durch ein völlig unglaubwürdiges und maßlos überladenes Ende kaputt gemacht. Ich hätte es deutlich besser gefunden, wenn sich Rebecca Russ für einen Handlungsstrang entschieden hätte. Stattdessen hat sie ihre Geschichte am Ende in so viele unterschiedliche Handlungsstränge aufgespalten, dass sie damit die Spannung zum Erliegen gebracht hat.

Was mir hingegen besonders gut gefällt, sind die Kommentare im Still von social Media, die am Anfang eines jeden Kapitels stehen. Sie alle spiegeln den Hass wieder, der tagtäglich in Millionenfacher Ausführung auf die Menschen mit einem öffentlichen social Media Profil einprasselt. Auf diese Art und Weise hat Rebecca Russ den Shitstorm, dem Sarah nach einem tragischen Ereignis plötzlich ausgesetzt ist, für meinen Geschmack perfekt beschrieben.

Rebecca Russ’ Schreibstil ließ sich angenehm flüssig lesen. Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Sarah erzählt. Das Buch wurde in der ersten Person geschrieben.

Fazit
Mit „Die Influencerin“ hat Rebecca Russ einen Thriller geschrieben, der zwar vielversprechend anfängt, zum Ende hin aber leider so deutlich an Spannung verliert, dass es meinem Leseerlebnis einen enormen Dämpfer verpasst hat.