Eine katholische Schauspielerin, die sich in einen Kollegen verliebt
Miss Hollywood - Mary Pickford und das Jahr der LiebeWas soll ich über dieses Buch sagen? Es hat über 500 Seiten, hätte aber um mehr als die Hälfte gekürzt werden können.
Es ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben. Die Kapitel unterteilen ...
Was soll ich über dieses Buch sagen? Es hat über 500 Seiten, hätte aber um mehr als die Hälfte gekürzt werden können.
Es ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben. Die Kapitel unterteilen sich in Mary`s und Douglas` Sicht der Dinge. Mary ist hier im Zentrum der Geschichte. Sie ist eine junge Schauspielerin, Mitte 20, die vorrangig Rollen verkörpert, in denen sie Teenager oder Kinder darstellt.
Sie ist sehr erfolgreich und wohlhabend und bringt ihre beiden Geschwister von dem Gehalt mit durch und ihre Mutter, die zugleich ihre Managerin ist. Mary ist streng religiös und hört immer artig auf ihre Mutter. Sie ist verheiratet mit Owen, einem Alkoholiker, der gern mal handgreiflich wird.
Douglas hingegen ist ebenfalls verheiratet mit Beth, einer Frau, die den Ruhm und das Geld genießt, ihm aber auch den Rücken frei hält. Außerdem haben sie einen gemeinsamen Sohn.
Als Douglas`Mutter stirbt, offenbart er seiner langjährigen Freundin Mary, dass er tiefe Gefühle für sie hat. Das passiert jedoch bereits in den ersten Seiten bzw. Kapiteln. Danach dreht es sich nur noch um die beiden, um ihre heimliche Affäre, die eigentlich zu einer Beziehung werden soll, aber Mary steht dadurch in den Medien und Klatschspalten schlecht da, weil sie ja in ihren Rollen immer ein artiges kleines Mädchen darstellt. Außerdem sitzt ihre Mutter ihr im Nacken. DIe Hürde besteht darin, dass beide aus der Affäre eine Beziehung machen wollen und zugleich ihre Karrieren nicht gefährden oder gar verlieren wollen.
Jedoch zieht sich das Buch ungemein und ich habe bis zuletzt auf den Spannungsbogen gewartet. Wo war er? Ich meine, sie haben ihr Verhältnis gleich zu Beginn und ab da an sind die Seiten mit den Gedanken gefüllt, wie nur jemals was aus ihnen werden soll und ob sie das Richtige tun, bla bla.
Einzig der Schreibstil war gut. Es war seichte Lektüre, die man so eben mal weglesen konnte.
Kein tiefgründiger Roman oder spannende Charaktere. Und auch die Kriegszeit ist hier nur hintergründig.