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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2025

Großartiges Buch

Eine Frage der Chemie
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Das Buch wird vor allem durch unsere Protagonistin zu etwas besonderem. Elizabeth Zott ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die inspiriert und durch ihre Art, ihre Denkweise und ihr Handeln zum Nachdenken ...

Das Buch wird vor allem durch unsere Protagonistin zu etwas besonderem. Elizabeth Zott ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die inspiriert und durch ihre Art, ihre Denkweise und ihr Handeln zum Nachdenken anregt. Die Geschichte erzählt ihre Lebensgeschichte, wie sie es in den 50er Jahren als Chemikerin schafft, in einem männerdominierten Berufsumfeld (und Welt allgemein), sich nicht unterkriegen zu lassen, ihr Ding durchzuziehen und dabei andere Frauen ermuntert, doch das gleiche zu tun. Ich hatte das Gefühl, Elizabeth Zott richtig zu kennen, als wäre sie eine Person aus der realen Welt.

Auch wenn die Geschichte hauptsächlich eine Lebensgeschichte ohne große Twists oder Überraschungen ist, ist sie doch reichhaltig und voller Humor und Wissen und allen Bereichen des Lebens - Liebe, Trauer, Berufsalltag. Man leidet und lebt mit Elizabeth, ist wütend und feiert mit ihr kleine und große Erfolge. Die verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen und die damit verbundenen Entwicklungen haben mir besonders gut gefallen. Alles in allem ein Buch über eine beeindruckende Frau, die mutig ist und für sich selbst einsteht. 5 ⭐️ Highlight!

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Heftiges Buch

Die schönste Version
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Wie oft bekommt man als Frau zu hören, „Jetzt mach kein Drama draus“, „Sei nicht so hysterisch“ oder „Hast du gerade deine Tage???“.

Ungeschönt erzählt die Autorin hier die Geschichte von Jella, die ...

Wie oft bekommt man als Frau zu hören, „Jetzt mach kein Drama draus“, „Sei nicht so hysterisch“ oder „Hast du gerade deine Tage???“.

Ungeschönt erzählt die Autorin hier die Geschichte von Jella, die in Yannick ihren Traummann gefunden hat. Schnell ziehen sie zusammen und genauso schnell erkennt Jella, dass die Beziehung doch nicht so ihr Traum ist und sie sich immer mehr zum Albtraum entwickelt, ins toxische abdriftet, bis der Streit so ausartet, dass Yannick gewalttätig wird. In der ersten Szene treffen wir Jella bei der Polizei, begleiten sie bei ihrer Anzeige. Es werden die Tage danach beleuchtet, in Rückblenden Jellas Leben als Teenager und beim Erwachsenwerden. Wir erfahren, wie Jella sich selbst gesehen hat, ihre Wahrnehmung sich verändert und auch wie die gesellschaftlichen Strukturen sie in ihrer Selbstwahrnehmung beeinflusst haben.

Das Buch ist teilweise sehr vulgär und teilweise fast schon poetisch. Anfangs habe ich mich mit der Erzählart nicht so wirklich zurechtgefunden, aber mit der Zeit bin ich dann reingekommen. Das Buch ist wirklich sehr intensiv, wir bekommen alles aus Jellas Sicht präsentiert, wie sie denkt und wie sie dachte und weshalb sie deshalb wie handelte. Besonders bekommen wir hier auch Einblicke in den Kampf, den sie nach der Anzeige vor allem mit sich selbst führt. Von „War doch gar nicht so schlimm“ bis hin zu „Er hatte kein Recht dazu, egal was war“, die gesamte Palette. Das war so realistisch geschildert, dass ich jeden Atemzug von Jella nachfühlen konnte.

Die Geschichte ist nicht ohne und man muss über toxische Beziehungen und häusliche Gewalt lesen können. Es ist außerdem ein Buch, das man erst mal sacken lassen muss. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich diese Art von Buch als Highlight bezeichnen kann, weil es wirklich nicht toll war, es zu lesen, aber es gibt nichts zu meckern, die Autorin hat hier ein beeindruckendes Buch geschrieben. 5⭐️

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Hat mich begeistert

SPURLOS
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Robins Berufung ist es, Menschen spurlos verschwinden zu lassen - auf ihren Wunsch natürlich. Die Gründe können verschieden sein, ihre Kunden sind beispielsweise Kronzeugen in einem Prozess. Sie beherrscht ...

Robins Berufung ist es, Menschen spurlos verschwinden zu lassen - auf ihren Wunsch natürlich. Die Gründe können verschieden sein, ihre Kunden sind beispielsweise Kronzeugen in einem Prozess. Sie beherrscht ihren Job und leitet eine Agentur mit drei ausgewählten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als zwei ihrer Klienten ermordet werden und ihre Familie bedroht wird, sieht Robin keinen anderen Ausweg, als selbst spurlos zu verschwinden.
Der Einstieg war total interessant. Wir befinden und mitten im Geschehen, es geht direkt los mit der Ermordung der beiden Klienten und beim Lesen stand ich permanent unter Strom, weil ich Angst hatte vor dem, was als Nächstes passieren könnte. 😅 Robin ist eine interessante Protagonistin, die wir auf den ersten Seiten kennenlernen, genau wie die restlichen Nebencharaktere. Das ganze Konzept mit der Agentur war spannend auch wenn der Einstieg nicht super rasant war, wollte ich das Buch nicht mehr weglegen. Und dann kam der Punkt der großen Wendung, der nochmal so richtig Schwung reingebracht hat und ab da war ich absolut into it und bis zum Ende durchweg gefesselt. Immer wieder kommen kleine Wendungen, die ich nicht hab kommen sehen und die Auflösung hat mich nochmal eiskalt erwischt. Am Ende wird es actionreich, die Ereignisse überschlagen sich und ab einem gewissen Punkt habe ich das Buch dann auch nicht mehr weggelegt.

Ich fands wirklich großartig und kann mich nicht so richtig entscheiden ob mir „Spurlos“ oder „Der Zirkel“ (Band 1 einer anderen Reihe des Autors) besser gefallen hat. 😂 Beides für mich absolute 5⭐️ Bücher. 📚

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Jahreshighlight!

Hot Mess
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Ich war direkt vom ersten Kapitel an gefesselt. Wir begleiten drei Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen - Claire hat eine feste Beziehung, arbeitet als Tagesmutter und trotzdem ist sie nicht glücklich ...

Ich war direkt vom ersten Kapitel an gefesselt. Wir begleiten drei Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen - Claire hat eine feste Beziehung, arbeitet als Tagesmutter und trotzdem ist sie nicht glücklich mit ihrem Leben. Lexi ist erfolgreiche Influencerin und hat auch mit den Schattenseiten zu kämpfen. Joanne hat ihr erstes Kind bekommen und liebt ihr Baby über alles - nicht jedoch das Muttersein. Scheinbar drei total unterschiedliche Frauen. Was sie gemein haben? Sie alle stehen an einem Punkt in ihrem Leben, wo alte Freundschaften bröckeln, zerbrechen, sich verändern. Sie müssen sich eingestehen, dass ihre Freundinnen und die bestehenden Beziehungen nicht mehr das sind, was sie einmal waren, sich einiges verändert hat und sie sich damit ziemlich alleine fühlen. Was nun? Krampfhaft daran festhalten oder auch mal loslassen?
Um das und viel mehr geht es in diesem Buch. Es wird eine Lebensrealität geschildert, die bestimmt viele in ihren Mittzwanzigern bis Mittdreißigern kennen. Das Leben ändert sich, damit auch die Beziehungen, aber vielleicht auch man selbst. Gedanken wie „Treffen sie sich schon wieder ohne mich?“, „Wieso wollen sie mich nicht mehr dabei haben?“ oder „Bin ich meiner besten Freundin wirklich so scheißegal?“ sind nicht selten und das erzählt die Autorin in diesem Buch auf einfühlsame Art und Weise - man ist nicht damit allein. Ab einem gewissen Punkt fließen die Geschichten der Drei ineinander und verweben sich, sodass auch eine tolle Entwicklung stattfinden kann. Mir hat es viel Spaß gemacht, die Frauen auf ihrem Weg zu begleiten, als wäre ich selbst mit ihnen befreundet. Es geht aber nicht nur um Freundschaft. Gegen Ende schlägt das ganze in eine noch ernstere Richtung ein und es geht um bipolare Störungen, manische Episoden, die sehr detailliert beschrieben werden. Auch das hat die Autorin auf eine realistische Art und Weise zu Papier gebracht, als selbst Betroffene, wie sie in ihrem Nachwort erklärt. Ich konnte mitfühlen, hoffen und auch wieder aufatmen.

Lebensecht, realistisch, schonungslos ehrlich und einfühlsam - ein Buch, das bestimmt viele gut gebrauchen können. ♥️ Von mir eine ganz dicke Empfehlung. 5 ⭐️

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Genialer Thriller

Finster
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Das Setting in den 80ern, die Charaktere, der Spannungsaufbau - alles war super stimmig. Wir befinden uns in den 80ern, in einem kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt und schon seit Jahren immer wieder Jungs ...

Das Setting in den 80ern, die Charaktere, der Spannungsaufbau - alles war super stimmig. Wir befinden uns in den 80ern, in einem kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt und schon seit Jahren immer wieder Jungs verschwinden. Der Greifer treibt sein Unwesen und besonders Ex-Kommissar Stahl hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kidnapper endlich zu fassen. Wir lesen die Geschichte aus unzähligen Perspektiven. Das war aber überhaupt nicht störend - im Gegenteil. Dadurch, dass die Kapitel alle 3 - 5 Seiten wechseln, lernt man recht schnell alle kennen und eine Perspektive knüpft auch meistens an die nächste an, sodasss ein Gesamtbild entsteht. Das hat der Autor wirklich clever gemacht.

Ich konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen, die Spannung wurde konstant ganz oben gehalten, während ich miträtseln konnte und am Ende doch komplett an der Nase herumgeführt wurde. Die Auflösung hat mir extrem gut gefallen, aber mehr werde ich hier nicht sagen, denn der Autor weißt auch ausdrücklich in seinem Nachwort daraufhin, nicht zu viel vorweg zu nehmen. Also lest selbst und habt viel Spaß! Mir hat’s total gut gefallen und ich spreche eine dicke Empfehlung aus. 😍 5 ⭐️
@gedanken.buecher

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