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Veröffentlicht am 01.02.2025

Tolle Grundidee mit deutlich Luft nach oben

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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Inhaltsangabe Verlag:
Tauche ein in ein London voller Wunder und Magie
Bei einem magischen Fest in London wird Lucys Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt: Ihre Großmutter wird vor ihren Augen entführt ...

Inhaltsangabe Verlag:
Tauche ein in ein London voller Wunder und Magie
Bei einem magischen Fest in London wird Lucys Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt: Ihre Großmutter wird vor ihren Augen entführt und Lucy kann sich danach an nichts erinnern! Zum Glück hat sie Freunde, die ihr zur Seite stehen – und ihre magischen Objekte. Denn Lucy hat ein ganz besonderes Talent: Sie ist eine Spellcrafterin und kann Gegenständen Magie einhauchen. Doch die Suche nach der Wahrheit führt sie auf eine gefährliche Spur. In London ist die Magie außer Kontrolle geraten …
Umhänge, die unsichtbar machen. Medaillons, die Geschichten erzählen. Schwerter, die die Welt zerteilen. In den geheimen Workshops der Spellcrafter werden mitten in London wahre Wunder gefertigt – mit jeder Menge Talent und einem kleinen Tropfen goldener Magie.

Meine Inhaltsangabe:
Lucy lebt mit ihrer Großmutter zusammen in London. Sie ist, wie auch ihre Oma und viele andere Londoner, eine Glas-Spellcrafterin. Spellcrafter können Gegenstände herstellen (aus Glas, aus Holz oder aus Textilien) und diesen mithilfe von kostbarem Äther Magie eingeben. Kontrolliert wird die Spellcraft-Gemeinde von den sogenannten Septs, die u.a. für die Beschaffung des Äthers und dessen Zuteilung zuständig sind. Eines Tages wird Ihre Großmutter entführt, direkt vor Lucys Augen und dennoch kann sie sich an nichts erinnern. Ihre Oma ist alles, was sie noch hat und so ist klar, dass sie sich - begleitet von ihren drei Freunden – auf die Suche nach ihrer Erinnerung und damit auch nach ihrer Oma macht. Dabei stoßen sie auf eine uralte Legende, auf dunkle Geheimnisse und ein Wesen, das unbesiegbar zu sein scheint.

Erster Satz: »“Wer als Erster auf der Treppe ist“, rief Lucy Fairwright ihrer Grußmutter zu, als sie in Wandsworth Town aus dem Zug stiegen.«

Mein Eindruck:
Mir hat das Cover auf den ersten Blick gefallen und der Klappentext sprach mit direkt an, so dass ich mich sofort in die Story gestürzt habe. Die Idee ist auch echt super und was die Spellcrafter da so alles an magischen Gegenständen herstellen (z.B. einen Löffel aus Glas, der anzeigt, ob jemand lügt oder nicht, einen Gehstock, der jeden auffindet, der ihn mal berührt hat, Hurtig-Schuhe, mit denen man superschnell rennen kann, Stoffkleidung, die vor Wasser oder Angriffen schützt etc.) ist schön fantasievoll. Dennoch wollte der Funke auf mich so gar nicht überspringen. Die Figuren bleiben alle blass und oberflächlich, die Szenen werden teils viel zu oberflächlich und hastig gezeichnet, so dass bei mir kaum Spannung aufkam oder ich gar gefesselt gewesen wäre, geschweige denn davon, dass mich die Figuren berührt hätten. Ein London-Flair kommt für mich auch überhaupt nicht rüber. So schade. Vielleicht hat mich das Buch auch nur zur falschen Zeit erwischt? Ich weiß es nicht. Ich kann es nur mit 2,5 Sternen bewerten. Es ist ganz okay, aber mehr auch nicht und ich habe einfach deutlich mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 28.10.2023

Magische Foto-Reise? Nicht wirklich.

Nordic Feeling
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Ich war schon mehrere Wochen in Schweden und liebe dieses Land und seine chilligen Leute sehr. Daher habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Vom ersten Eindruck her ist es auch super: groß, schwer, ...

Ich war schon mehrere Wochen in Schweden und liebe dieses Land und seine chilligen Leute sehr. Daher habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Vom ersten Eindruck her ist es auch super: groß, schwer, hochwertig. Ähm, ja, vielleicht bis auf den orangenen SPIEGEL-Bestseller-Aufkleber, der hier kein Aufkleber ist (die ziehe ich immer sofort ab, diese Dinger verschandeln jedes Buchcover), sondern fest aufgedruckt. Hä? WTF? Wer kommt auf so eine Idee?! Na egal, wichtig ist, was innen steckt. Doch leider konnte mich auch das nicht überzeugen. Für mich liest sich das Buch eher wie ein Fotobuch aus dem letzten Urlaub, dass man für seine Familie und Freunde macht. Hier wird einiges aus dem Privatleben der 3 Autorinnen geschrieben und mal ehrlich? Ich kenne keine von ihnen, daher interessiert mich persönlich das gar nicht. Ebenso wie einige Fotos auf denen die Damen in Szene gesetzt sind. Das kam für mich nicht rüber wie eine magische Reise nach Schweden für alle Interessierten, sondern wie bereits erwähnt wie ein privates Fotoalbum für Familie und Freunde. Dafür möchte ich keine fast 30 Euro ausgeben. Zumal die Fotos recht nett, aber keine wirklich supertollen Bilder sind, die mich dazu bringen würden, Fernweh zu entwickeln. Die Rezepte sind schön und sicherlich nachkochenswert, jedoch nur für erfahrene Köche, da meistens keinerlei Mengenangaben dabeistehen. Jo, was soll ich sagen?

Fazit: für mich ist das Buch gar nichts und ich vergebe nur wegen der schönen Gestaltung und weil ich weiß, dass sicher viel Herzblut, Liebe eine Menge Arbeit in den Seiten steckt, 2,5 Sterne. Für mehr reicht es bei mir leider nicht. Auch wenn ich sicher bin, dass sehr viele Leute dieses Buch lieben werden, gehöre ich leider nicht dazu. Die Geschmäcker sind halt verschieden und meinen hat es leider nicht getroffen.

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Veröffentlicht am 01.07.2023

Ja, die Wikinger hatten´s nicht leicht

Wikinger im Nebel 1
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Die Wikinger rund um Chef Reidolf machen sich wieder auf den Weg zu einem ihrer monatelangen Raubzüge, während die Frauen und Kinder daheim bleiben und erst mal Klarschiff machen müssen, nachdem die dreckige ...

Die Wikinger rund um Chef Reidolf machen sich wieder auf den Weg zu einem ihrer monatelangen Raubzüge, während die Frauen und Kinder daheim bleiben und erst mal Klarschiff machen müssen, nachdem die dreckige Bande endlich wieder weg ist. Doch Reidolf hadert mit dem Schicksal der Wikinger und sein Sohnemann ist ein verweichlichter Angsthase, der so gar nicht in seine Fußstapfen treten mag.

In diesem Comic begleiten wir also die Wikinger auf ihrem Beutezug. Das geschieht nicht in Form einer zusammenhängenden Geschichte, sondern in kleinen, in sich abgeschlossenen Episoden von jeweils 6 Bildern. Zum Ende hin fügt sich alles zwar zu einer irgendwie zusammenhängenden Geschichte zusammen, doch der Weg dahin hat mir tatsächlich kaum Spaß gebracht. Mir hat deutlich der rote Faden gefehlt und die Geschichten fand ich teilweise einfach nicht lustig bzw. verwirrend. Der Verlag zieht in seiner Inhaltsangabe den Vergleich zu Hägar dem Schrecklichen. Doch bis auf die Tatsache, dass auch er ein Wikinger ist, kann ich keine Ähnlichkeiten feststellen. Hägars Strips sind alle witzig, ich liebe ihn sehr und habe sogar seine gesammelten Werke bei mir stehen.

Die Zeichnungen sind gut und detailliert, das ist gelungen. Doch alles andere ist einfach nicht mein Fall. Es gefällt mir einfach nicht. Ein paar wenige Strips sind ganz lustig, im Gesamten fand ich das Buch jedoch leider eher langweilig.

Der Comic hier wird ab dem Alter von 10 Jahren empfohlen, was meiner Meinung nach überhaupt nicht geht. Kindern in dem Alter fehlt da absolut die Lebenserfahrung und sie werden den Großteil der Strips nicht verstehen. Es geht um Religionen, um die Beziehungen zwischen Mann und Frau, Tod und Gewalt ist allgegenwärtig und der Humor ist für Kinder kaum geeignet, weil teilweise zu subtil, zu trocken und zu schwarz. Ich sehe den Comic für ein Alter ab etwa 15 Jahren, eher noch älter.

Fazit: meins ist es nicht. Ich bin mir jedoch sicher, dass dieser Comic dennoch seine Fans finden wird, da der Geschmack ja zum Glück unterschiedlich ist und jeder Mensch einen eigenen Humor hat. Meinen treffen diese Wikinger nicht bzw. nur sehr selten. Ich find´s nicht wirklich gut, aber auch nicht ganz schlecht, daher 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.11.2022

100 Salate – von einfach bis ausgefallen

Die 100 besten Salate
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Dieses Salat-Kochbuch besteht aus einer Einführung und dann natürlich den Rezepten. In der Einführung sind folgende Kapitel enthalten:

• Die wichtigsten Blattsalate
• Salatkräuter
• Essig und Öl
• Süßungsmittel ...

Dieses Salat-Kochbuch besteht aus einer Einführung und dann natürlich den Rezepten. In der Einführung sind folgende Kapitel enthalten:

• Die wichtigsten Blattsalate
• Salatkräuter
• Essig und Öl
• Süßungsmittel und Aromen
• Erste Hilfe
• Basic-Salatsaucen
• Utensilien
• Bevor es losgeht
• Salat-Baukasten
• Dressing-Baukasten
• Saisonkalender

Die Rezepte sind unterteil in:

• Blattsalate
• Rohkost
• Gemüse
• Kartoffeln und Pasta
• Quinoa, Reis und Co.
• Hülsenfrüchte
• Fisch, Fleisch und Eier
• Bowls
• Carpaccios
• Obstsalate

Am Ende gibt es dann noch ein Register, welches nicht alphabetisch nach Zutaten sortiert ist, sondern nach den jeweiligen oben genannten Kategorien.

Mir gefallen die Kapitel in der Einführung ganz gut, da diese einen guten Überblick über verschiedene Salate, Kräuter, Essige, Öle u.s.w. gibt. Auch bekomme ich dort Tipps, wie ich Salat, Gemüse und Co. am besten lagere und wie ich ein wenig verwelkte Salate evtl. wieder auf Vordermann bringen kann.

Auch mag ich die Unterteilung der Salatrezepte in ihre Zutaten, also ob ich einen Blattsalat machen möchte, einen Gemüsesalat, einen mit Fleisch oder Eiern oder einen mit Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten. Die Salate selbst haben keine Namen, es gibt hier also keinen Kartoffelsalat oder Nudelsalat, keinen Tomatensalat oder Cesars Salad, keinen Thunfischsalat etc. Die Salate sind nur nach ihren Zutaten benannt – also z.B. Pasta-Karotte-Erbsen-Schinken, Feldsalat-Kartoffel-Kürbiskerne-Kürbiskernöl oder auch Rindfleisch-Rote Beete-Koriander-Minze. Da sieht man gleich bei der Überschrift, welche Zutaten hier zum Einsatz kommen.

Der Rezeptaufbau ist logisch und gut nachvollziehbar. Es ist immer angegeben, für wie viele Personen der Salat angedacht ist und ob es vegetarisch, vegan und/oder glutenfrei ist. Zubereitungszeit, Schwierigkeitsgrad oder Nährwertangaben fehlen komplett, was ich ein bisschen schade finde. In einem selbstbetitelten „Standardwerk“ sollte das… naja… Standard sein.

Zu jedem Rezept gibt es ein Foto, so dass man sich schon mal vorab ein Bild machen kann, wie das Ganze am Ende in etwa aussehen soll. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Fotos nicht gefallen. Sie sind so klinisch und kalt, ich vermisse das Appetitanregende, das Wohlgefällige, das Behagliche. Über die Rezepte selbst kann man natürlich streiten. Für meinen Geschmack sind hier zu viele eher zu abgehoben und außergewöhnlich. In einem Standardwerk hätte ich vor allem die klassischen Rezepte erwartet und dann zusätzlich noch ein paar neue Kreationen. Doch hier gibt es nur wenig Altbewährtes. Zudem sind Rezepte für Bowls enthalten und für Carpaccio – beides hat für mich nichts mit Salat zu tun und gehört hier nicht rein.

Alles in allem sagt mir das Buch nicht wirklich zu. Es regt meinen Appetit beim Betrachten der Fotos und Lesen der Rezepte nicht an, es sind zu viele abgehobene, außergewöhnliche Rezepte enthalten und dafür gebe ich ungern den doch eher stolzen Preis von knapp 30 Euro aus. Daher von mir 2,5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.03.2022

Lausbubenstreiche? Kinderkram? Oder doch eher eine Milieustudie?

Ausgerechnet Adelheid!
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Adelheid ist die jüngste von 4 Schwestern und wiederholt gerade die 3. Klasse. Sie ist ein bisschen langsam in allem, sehr verträumt und dadurch schusselig und vergesslich. Ihre Schwestern sind hübsch ...

Adelheid ist die jüngste von 4 Schwestern und wiederholt gerade die 3. Klasse. Sie ist ein bisschen langsam in allem, sehr verträumt und dadurch schusselig und vergesslich. Ihre Schwestern sind hübsch und können alles besser als Adelheid. Auch in der Schule ist sie eher die nicht so sehr Beliebte. Da ist aber zum Glück Benni, den sie als ihren besten Freund betrachtet. Der hat aber nur Blödsinn im Kopf und zieht Adelheid immer mit rein. Sie möchte Benni eigentlich nur davor bewahren, dass er wieder was Dummes tut, aber irgendwie sieht es dann immer so aus, als wäre sie die Übeltäterin gewesen. Und juckt das Benni? Nicht die Bohne. Adelheid hält dennoch zu ihm – er ist schließlich ihr bester Freund.

Puh, ich weiß nicht, wie ich es am besten schreiben soll, was mir nach dem Lesen des Buchs durch den Kopf ging. Einerseits war ich ein bisschen an Lausbubengeschichten erinnert, andererseits hatte ich aber die ganze Zeit das Gefühl, dass mir die Kinder (Adelheid und Benni) eigentlich nur leidtun. Adelheid, herzensgut, ein kleines Träumerle und ziemlich unbedarft, wird zwar von ihrer Familie geliebt und ihre Mutter ist auch wirklich liebevoll zu ihr. Sie akzeptieren ihr „schafiges“ Verhalten – aber das war es auch schon. Benni dagegen kommt offensichtlich aus schwierigen Verhältnissen, ist meistens schmuddelig, kommt immer zu spät zur Schule, hat nie was zu Essen dabei, ist unerzogen, frech und hat null Sozialkompetenz – woher auch, bei fehlender Erziehung und die Lehrerin schaut auch grundsätzlich weg. Er nutzt Adelheid aus für seine Streiche, schiebt ihr immer den schwarzen Peter zu und hilft ihr niemals aus der Patsche heraus. Ich kann ihm das nicht ankreiden, er kennt es nicht anders. Aber Adelheid, die trotz allem unerschütterlich Benni als ihren besten Freund sieht, tut mir einfach leid. Kein Erwachsender, der mal hinsieht und eingreift. Ich kann das Buch nicht als hintersinnige Geschichte über Freundschaft und Treue ansehen, denn eine richtige Freundschaft ist das nicht, was da zwischen Adelheid und Benni stattfindet. Adelheid hält treu zu Benni – aber ob das eine Botschaft ist, die ich in diesem Kontext gut finde? Eher nicht.

Der Schreibstil ist gut zu lesen, erzählt wird von Adelheid in der Ich-Form und dementsprechend kindlich-naiv. Was durchaus seinen Charme hat. Die Story selbst ist auch gut, nur fehlt mir einfach die Wende darin. Von vorne bis hinten träumt Adelheid sich durch ihre Welt, wird von Benni auf Deutsch gesagt verarscht und von ihren Schwestern belächelt und von der Lehrerin mehr oder weniger nicht gesehen/gehört/beachtet. Ich hätte mir gewünscht, dass das Schicksal sich dreht, aber alles blieb, wie anfangs. Keine Entwicklung, nichts. Und so endete das Buch dann auch – einfach so und ziemlich unvollendet. Es läuft wohl auf eine Fortsetzung heraus. Die werde ich mir aber nicht antun.

Von mir 2,75/5 und keine wirkliche Empfehlung.

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