Ein bisschen von sich in der Welt lassen - gefühlvoll und ergreifend
Postscript - Was ich dir noch sagen möchte~ Zurückblicken, sich der Vergangenheit zu stellen, ist kein Zeichen von Schwäche.~
Cecelia Ahern war lange Zeit eine meiner Lieblingsautorinnen. Als ich jetzt den zweiten Band rund um Holly Kennedy und ...
~ Zurückblicken, sich der Vergangenheit zu stellen, ist kein Zeichen von Schwäche.~
Cecelia Ahern war lange Zeit eine meiner Lieblingsautorinnen. Als ich jetzt den zweiten Band rund um Holly Kennedy und den P.S. Ich liebe dich-Briefen in der Hand hatte, war ich skeptisch. Zweite Bände sind, meiner Erfahrung nach, meistens nicht so gut. Doch ich wurde eines besseren belehrt.
Ein paar Jahre nach dem Tod von Gerry hat Holly sich ein neues Leben aufgebaut: ein neuer Job, eine neue Liebe - doch irgendwie tritt sie immer noch auf der Stelle. Gerry ist noch überall, loslassen kann sie ihn nicht. So geschieht es, dass sie im Podcast ihrer Schwester von den Briefen erzählt. Ehe sie sich versieht, entsteht ein "P.S. Ich liebe dich"-Club. Menschen mit tödlichen Erkrankungen wollen ihren Liebsten etwas hinterlassen und Holly soll ihnen dabei helfen. Aufopferungsvoll steht sie allen bei, geht doch Höhen und Tiefen. Kann sie der Belastung standhalten und alle so unterstützen, wie sie es benötigen?
Die Thematisierung tödlicher Krankheiten und den Umgang mit Tod und Verlust hat die Autorin auch hier wieder sehr gefühlvoll und ergreifend beschrieben. so erscheint es manchmal als etwas ganz Normales. Ich finde es toll, dass ganz unterschiedlich beschrieben wird, wie Menschen damit umgehen. Der Schmerz über die in Zukunft verpassten Momente ist wirklich greifbar.
Holly als Protagonistin gefällt mir gut, sie ist menschlich und sehr angenehm. Manchmal fehlt mir etwas mehr Selbstbewusstsein, aber ich denke, genau so soll es sein. Sie kämpft sich weiter ins Leben zurück, ein Prozess, der lange dauert. Auch alle anderen Charaktere sind mit viel Tiefe, Hintergrundinformationen und Emotionen beschrieben. Ich finde es klasse, dass die Liebesgeschichte zwischen Holly und Gabriel nicht im Vordergrund steht. Gabriel war mir irgendwie nicht sympathisch.
Das Buch las sich allgemein sehr gut, auch weil die Kapitel recht kurz sind. Es war durchgehend spannend. Ich glaube, das lag auch daran, da jedes Clubmitglied nur begrenzt Zeit hatte. Ich habe förmlich mit gefiebert, ob es alle schaffe.
Der Epilog hat mir im Vergleich zum Rest des Buches überhaupt nicht gefallen. Ich fand ihn sinnlos und vollkommen unnötig. Dadurch hat das Buch für mich etwas den Zauber verloren.