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Veröffentlicht am 07.10.2025

Ein bisschen von sich in der Welt lassen - gefühlvoll und ergreifend

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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~ Zurückblicken, sich der Vergangenheit zu stellen, ist kein Zeichen von Schwäche.~

Cecelia Ahern war lange Zeit eine meiner Lieblingsautorinnen. Als ich jetzt den zweiten Band rund um Holly Kennedy und ...

~ Zurückblicken, sich der Vergangenheit zu stellen, ist kein Zeichen von Schwäche.~

Cecelia Ahern war lange Zeit eine meiner Lieblingsautorinnen. Als ich jetzt den zweiten Band rund um Holly Kennedy und den P.S. Ich liebe dich-Briefen in der Hand hatte, war ich skeptisch. Zweite Bände sind, meiner Erfahrung nach, meistens nicht so gut. Doch ich wurde eines besseren belehrt.

Ein paar Jahre nach dem Tod von Gerry hat Holly sich ein neues Leben aufgebaut: ein neuer Job, eine neue Liebe - doch irgendwie tritt sie immer noch auf der Stelle. Gerry ist noch überall, loslassen kann sie ihn nicht. So geschieht es, dass sie im Podcast ihrer Schwester von den Briefen erzählt. Ehe sie sich versieht, entsteht ein "P.S. Ich liebe dich"-Club. Menschen mit tödlichen Erkrankungen wollen ihren Liebsten etwas hinterlassen und Holly soll ihnen dabei helfen. Aufopferungsvoll steht sie allen bei, geht doch Höhen und Tiefen. Kann sie der Belastung standhalten und alle so unterstützen, wie sie es benötigen?

Die Thematisierung tödlicher Krankheiten und den Umgang mit Tod und Verlust hat die Autorin auch hier wieder sehr gefühlvoll und ergreifend beschrieben. so erscheint es manchmal als etwas ganz Normales. Ich finde es toll, dass ganz unterschiedlich beschrieben wird, wie Menschen damit umgehen. Der Schmerz über die in Zukunft verpassten Momente ist wirklich greifbar.

Holly als Protagonistin gefällt mir gut, sie ist menschlich und sehr angenehm. Manchmal fehlt mir etwas mehr Selbstbewusstsein, aber ich denke, genau so soll es sein. Sie kämpft sich weiter ins Leben zurück, ein Prozess, der lange dauert. Auch alle anderen Charaktere sind mit viel Tiefe, Hintergrundinformationen und Emotionen beschrieben. Ich finde es klasse, dass die Liebesgeschichte zwischen Holly und Gabriel nicht im Vordergrund steht. Gabriel war mir irgendwie nicht sympathisch.

Das Buch las sich allgemein sehr gut, auch weil die Kapitel recht kurz sind. Es war durchgehend spannend. Ich glaube, das lag auch daran, da jedes Clubmitglied nur begrenzt Zeit hatte. Ich habe förmlich mit gefiebert, ob es alle schaffe.

Der Epilog hat mir im Vergleich zum Rest des Buches überhaupt nicht gefallen. Ich fand ihn sinnlos und vollkommen unnötig. Dadurch hat das Buch für mich etwas den Zauber verloren.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Leonard und Paul - große Veränderungen in zwei Leben

Leonard und Paul
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~ Jemanden seine voll Aufmerksamkeit zu schenken, ist der größte Respekt, den man einem Menschen entgegenbringen kann. ~

Meinen ersten Roman von Rónán Hession habe ich auch Empfehlung eines Freundes gelesen. ...

~ Jemanden seine voll Aufmerksamkeit zu schenken, ist der größte Respekt, den man einem Menschen entgegenbringen kann. ~

Meinen ersten Roman von Rónán Hession habe ich auch Empfehlung eines Freundes gelesen. Die Geschichte in einem Satz zusammengefasst ist recht unspektakulär: Das Leben zweiter, recht spezieller Männer wird gezeigt und wie sich alles verändert. Dennoch wird auf eine sehr angenehme Art die Leben der zwei sonderbaren Protagonisten Leonard und Paul beschrieben.

Aus der Erzählperspektive wird die Handlung abwechselnd für Leonard und Paul erzählt. Leonard, ein ruhiger Mensch, der Sachbücher als eine Art Ghostwriter verfasst, muss seinen Lebenssinn nach dem Tod seiner Mutter finden. Paul, wohl behütet im Elternhaus lebend, liebt Gesellschaftsspiele und Routinen. Doch so einfach und erwartbar für die beiden bisher alles war, wird sich nun vieles ändern. Jeweils treten neue Menschen in den Vordergrund. Leonard lernt seine Kollegin kennen und Paul macht Bekanntschaft mit einem Pantomimenverein. Die erste Liebe und die eigene Selbstständigkeit sind Themen der weiteren Handlung.
Auch finde ich es schön, dass die Perspektive von Pauls Schwester Grace betrachtet wird und wie sie als "perfektes Kind" alles versucht zu managen. Der Dialog zwischen den Geschwistern relativ am Ende war großartig.

Beide Protagonisten sind mir sehr sympathisch, doch Leonard ist für mich etwas greifbarer. Ich finde es toll, wie unerfahren er im Umgang mit Frauen dargestellt wird und wie gewissenhaft und ehrlich dabei ist. Das lässt ihn für mich als weich und lieb darstellten. Paul hingegen erweckt in mir den Eindruck, nervig zu sein. Er denkt vor allem an sich, das aber aus keiner bösen Absicht.

Allgemein bin ich begeistert, wie viel Tiefe die Handlung hat. Es gibt viele Zitate, die ich mir aufgeschrieben habe. Trotz Diskrepanzen und Beziehungsproblemen ist in diesem Buch nichts boshaft oder gemein. Es ist toll, dass beide so akzeptiert werden, wie sie sind.

Fazit: Obwohl augenscheinlich nicht viel passiert, geschieht gleichzeitig so viel. Leise und für andere unmerklich können sich Leben ändern. Einen einzigen Kritikpunkt habe ich: Das letzte Kapitel hat mir gar nicht gefallen. Der Sinn dahinter ist mir noch nicht ganz klar.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

tiefsinnige Sci-Fi-Romantik

Aus Sternen und Staub
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"Aus Sternen und Staub" ist mein erster Roman von T.J. Klune und hat mich positiv überrascht. Sci-Fi trifft Romantik und das auf ganz tiefsinnige Art und Weise.

Nate Cartwright will eigentlich nur in ...

"Aus Sternen und Staub" ist mein erster Roman von T.J. Klune und hat mich positiv überrascht. Sci-Fi trifft Romantik und das auf ganz tiefsinnige Art und Weise.

Nate Cartwright will eigentlich nur in die von seinen Eltern geerbte Hütte und über sein Leben nachdenken. Doch es kommt anders, denn Alex und Artemis Darth Vader haben sich dort einquartiert. Sie sind auf der Flucht vor den Mitarbeitern "des Berges". Irgendwie sind beide komisch und Nate kann sie nicht so richtig einordnen. Schnell wird ihm klar - sie sind besonders. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise ins Ungewisse, lernen sich besser kennen und gehen eine Verbindung ein. Doch sie werden immer noch gejagt. Können sie ihren Verfolgern entkommen?

Zu aller erst muss ich feststellen, dass ich die Stimme von Julian Horeyseck sehr angenehm finde. Es macht richtig Spaß ihm zuzuhören. Ich finde es auch großartig, dass er für jede Person die Stimme so verstellt, dass man sie gut zuordnen kann. Das macht die ganze Handlung belebter.

Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend und doch liebevoll und tiefgründig. Diese Mischung macht es so einzigartig. Ich finde es toll, wie respektvoll und mit wie viel Gefühl die Protagonisten miteinander interagieren. Obwohl am Anfang viel Unbehagen und Misstrauen da ist, habe ich schon da die auftretenden Gefühle gespürt und ich wollte unbedingt wissen, wie diese sich weiterentwickeln.

Über alle Figuren habe ich viel gelernt. Nate, der etwas verlorene Journalist findet eine Aufgabe im Leben und ihn liebende Menschen. Das wurde ihm bisher, meinem Eindruck nach, verwehrt. Alex als der starke Marine zeigt zunehmend Gefühle und es wird deutlich, was ihm im Leben eigentlich wichtig ist. Art lernt einfach nur, wie es ist ein Mensch zu sein und Gefühle zu haben. Ich finde es toll, wie sie ganz "normale" Dinge in Frage stellt - wie ein Kind und doch auch wieder nicht.

Die Teilhandlung bei der "Sekte" hat mir gar nicht gefallen und war auch etwas verwirrend, besonders zum Ende hin. Da habe ich mich oft gefragt, was das soll. Irgendwie war das zu absurd und drastisch. Auch dass Alex als weniger willensstark als Nate dargestellt wurde hat mir nicht gefallen.
Auch die erotische Szene hat mir gar nicht gefallen. Diese war viel zu überstürzt und überhaupt nicht passend (im Vergleich zur restlichen Handlung).

Beim Epilog musste ich zweimal nachdenken. Der war auch etwas verwirrend, aber als ich es verstanden hatte, war es richtig toll. Ich fand es schön, dass zwischen dem Ende der eigentlichen Handlung und dem Epilog eine gewisse Zeit vergangen war. Allerdings fand ich das Ende des Epilogs etwas enttäuschend. Es wurde so darauf hingedeutet, dass etwas passiert und dann ist für m ich doch zu wenig geschehen. Es ist aber ein recht großer Interpretationsspielraum gelassen worden.

Fazit: Das Buch verbindet Fantasy, Sci-Fi und Romantik auf eine liebevolle Art. Es macht Spaß der Handlung zu lauschen - kann ich nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

geheimnisvolle Liebe auf hoher See

Rokesby – Miss Bridgerton und der geheimnisvolle Verführer
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Band 3 der Rokesby-Reihe taucht in das Kennen- und Liebenlernen von Andrew und Poppy ein. Durch einen Zufall wird Poppy entführt und landet auf dem Schiff des attraktiven Captain Andrew James. Hält sie ...

Band 3 der Rokesby-Reihe taucht in das Kennen- und Liebenlernen von Andrew und Poppy ein. Durch einen Zufall wird Poppy entführt und landet auf dem Schiff des attraktiven Captain Andrew James. Hält sie es von England bis Portugal mit ihm aus? Wie muss er nur so gutaussehen? Welches Geheimnis umrankt seine Herkunft?

Die Geschichte von Poppy und Andrew hat mir richtig gut gefallen. Die Dialoge zwischen den beiden waren geprägt von Witz und gegenseitigem Necken. Es hat mir viel Spaß gemacht mitzuerleben, wie sie sich kennen- und liebenlernen.

Mit haben beide Charaktere gut gefallen. Poppy ist trotz der Entführung eine starke Frau, die wildfremden Männern Contra gibt und zu ihrer Meinung steht. Trotzdem sorgt sie sich um alle. Andrew ist ein charmanter Kapitän und immer darauf bedacht, dass es allen gut geht. Er ist zuvorkommend und witzig. Die Mischung der beiden war klasse.

Ich habe auch hier wieder das Hörbuch gehört. Dana Golombek Senden liest ganz wundervoll. Ihrer Stimme ist sehr angenehm und sie bringt viele Emotionen ein.

Die Handlung war spannend und die Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen, vor allem der Schiffsjunge. Ich fand es sehr gut, dass die Handlung nicht nur auf See stattfindet und Portugal thematisiert wird. Auch die Spannung und Dramatik am Ende war großartig.

Lediglich die "Liebesszene" fand ich unnötig und fehl am Platz, eine schlimmere Situation hätte es für mich nicht geben können, aber das ist ja Geschmackssache.

Auf jeden Fall ist Band 3 deutlich besser als Band 2. :)

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Hyacinth und Gareth auf der Suche nach dem Schatz - und der Liebe

Bridgerton - Mitternachtsdiamanten
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Band 7 der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn umfasst das Liebesleben von Hyacinth (dem jüngsten Kind der Bridgertons). Mittlerweile ist sie Anfang 20 und seit mehreren Jahren in die Gesellschaft eingeführt. ...

Band 7 der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn umfasst das Liebesleben von Hyacinth (dem jüngsten Kind der Bridgertons). Mittlerweile ist sie Anfang 20 und seit mehreren Jahren in die Gesellschaft eingeführt. Ihre Familie ist schon am verzweifeln, denn durch ihre freimütige und herausfordernde Art, schlägt sie alle interessierten Männer in die Flucht. Doch dann trifft sie Gareth St. Clair und gemeinsam tauchen sie in sein Familiengeheimnis ein und kommen sich dabei immer näher. Wäre da nur nicht Gareths Vater, der seinem Sohn das Leben schwer macht. Kann ihre Liebe dagegen bestehen?

Hyacinth kenne ich aus den vorherigen Büchern und vor allem bei ihr erlebte ich das Heranwachsen mit. Daher war es für mich irgendwie schwer sie als heiratsfähige junge Frau zu sehen. Unterstützt wurde dies durch ihre freimütige und teilweise kindliche Art. Gareth als Figur hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Da der Einstieg vom Buch in seine Vergangenheit ging, wurde er mit genug Tiefe beschrieben, um ihn als vertraut anzusehen.

Das gegenseitige Kontern und Necken zwischen den beiden Hauptfiguren habe ich als sehr auflockernd, spritzig und spannend wahrgenommen. Es hat viel Spaß gemacht den Dialogen und allgemein der Handlung zu folgen. Charakterlich weiterentwickelt haben sie, meiner Ansicht nach, beide jedoch nicht wirklich. Sie sind lediglich ihrer Gefühle bewusst geworden.

Dass die Liebesgeschichte in ein Detektivspiel eingebettet wurde, fand ich sehr erfrischend und ganz neu im Vergleich zu den anderen Teilen. Das hat ganz viel neuen Wind und Spannung in die Handlung gebracht. Immer wieder kam mir die Gedanken: Finden sie den Schatz und werden sie erwischt? Lange wurde ich unwissend gelassen, ob es den Schatz überhaupt gibt. Das war echt klasse.

Die Auf und Abs in der Liebesgeschichte waren dabei teilweise nebensächlich. Ich fand es etwas schade, dass auf die vorherige Verlobung von Gareth dann doch kein so großes Augenmerk gelenkt wurde, wobei das ein großer Skandal hätte sein können. Auch Hyacinths Reaktion darauf fand ich nicht ganz passend.

Vor allem ist mir in diesem Buch aufgefallen, dass es mehr erotische Szenen gibt, als in den anderen Büchern. Die erste Szene wurde für mich auch mit einer wenig nachvollziehbaren Begründung begonnen.
Der neue Epilog war ok. Wenigstens gab es dieses Mal keinen Spoiler auf das letzte Buch. Allerdings fand ich das Kapitel recht langatmig.

Fazit: eine schöne Liebesgeschichte von Hyacinth und Gareth mit etwas Detektei und viel Liebe.

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