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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Gute Fortsetzung, aber nichts außergewöhnliches

Save You
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"Du hast mir das verdammte Herz rausgerissen. Und ich hasse dich dafür. Aber ich liebe dich auch, und das macht das Ganze so viel schwerer." Ruby ist am Boden zerstört. Noch nie hatte sie für jemanden ...

"Du hast mir das verdammte Herz rausgerissen. Und ich hasse dich dafür. Aber ich liebe dich auch, und das macht das Ganze so viel schwerer." Ruby ist am Boden zerstört. Noch nie hatte sie für jemanden so tiefe Gefühle wie für James. Und noch nie wurde sie so verletzt. Sie wünscht sich ihr altes Leben zurück, als sie auf dem Maxton Hall College niemand kannte und sie kein Teil der elitären und verdorbenen Welt ihrer Mitschüler war. Doch sie kann James nicht vergessen. Vor allem nicht, als dieser alles daransetzt, sie zurückzugewinnen ...

Wie schon beim ersten Teil der Maxton Hall Reihe waren wieder Milena Karas und Michael-Che Koch die Sprecher. In dieser Fortsetzung leihen sie ihre Stimmen aber nicht nur Ruby und James, sondern u.a. auch Lydia und Ember, was die Geschichte deutlich auflockert.

Bei den Protagonisten hat mir etwas die Weiterentwicklung gefehlt und ich war von Ruby stellenweise eher genervt. Ich bin gespannt, ob sich das im dritten Teil noch ändern wird. Dass nun aber die Nebencharaktere mehr mit einbezogen werden, hat mir gut gefallen und ich muss sagen, dass ich deren Sichtweisen und Geschichten interessanter fand, als die von Ruby und James. Der Epilog lässt darauf schließen, dass die Nebencharaktere auch im letzten Teil eine größere Rolle spielen werden.

Auch dieser Teil endet wieder mit einem Cliffhanger, der die Spannung auf den letzten Teil steigen lässt. Ansonsten kann ich den Hype um diese Reihe immer noch nicht nachvollziehen. "Save you" ist eine gute Fortsetzung, aber auch nichts neues oder außergewöhnliches. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich aufrunde.

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Veröffentlicht am 19.06.2024

Familiendrama

Dort, wo die Feuer brennen
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Als ein Unfall die junge Soledad aus der Bahn wirft, kehrt sie nach Jahren erstmals wieder in ihr Heimatdorf in Spanien zurück. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe Ricky, ihre Anwesenheit wirbelt ...

Als ein Unfall die junge Soledad aus der Bahn wirft, kehrt sie nach Jahren erstmals wieder in ihr Heimatdorf in Spanien zurück. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe Ricky, ihre Anwesenheit wirbelt auch schmerzhafte Fragen zu einer Tragödie auf, über die die Familie seit neun Jahren nicht gesprochen hat. Als mysteriöse Briefe die Frage nach der Schuld neu aufwerfen, zweifelt Soledad bald nicht nur an ihrer Liebe und ihrer Familie, sondern muss auch die eigenen Erinnerungen in Frage stellen. Ein dramatisches Katz-und-Maus-Spiel um die Wahrheit beginnt. Wird Sol die Antworten finden, bevor ihr Leben in Flammen aufgeht? Ein heißer Sommer in Spanien, ein tragisches Familiengeheimnis, ein spannender Wettlauf um die Wahrheit …

Obwohl der Einstieg in die Geschichte leicht war, plätscherte die Handlung in der ersten Hälfte etwas dahin und auch die Charaktere blieben für mich eher blass. Ab der Hälfte wird das glücklicherweise besser und die Geschichte nimmt mehr Spannung auf.

Der Schreibstil war immer mal wieder etwas holprig, da hier und da die Zeichensetzung nicht ganz richtig war oder sich Rechtschreibfehler eingeschlichen haben und ich so den ein oder anderen Satz doppelt lesen musste. Obwohl das den Lesefluss leider ein bisschen gestört hat, rückt das für mich in der Bewertung in den Hintergrund.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal aus der Gegenwart im Jahr 2005 und dann aus dem Jahr 1992. Nach und nach setzt sich so das ganze Drama, das die Familie erlebt hat, zusammen.

Nicht alle Wendungen, die die Handlung zum Ende hin genommen hat, kamen für mich überraschend.

Insgesamt aber dennoch eine rundum stimmige Geschichte.

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Veröffentlicht am 26.04.2024

Briefe an verstorbene Persönlichkeiten

Love Letters to the Dead
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Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu ...

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten. Doch erst, als Laurel die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben.

Bei diesem Klappentext habe ich erwartet, dass ich hier ein Jugendbuch höre, dass sich mit Trauerbewältigung und dem Erwachsenwerden auseinandersetzt. Ein Stück weit stimmt das natürlich auch, aber bei diesem Buch steht auch das Thema sexuelle Gewalt sehr im Vordergrund, sodass hier eine Triggerwarnung unbedingt notwendig gewesen wäre.

Die gesamte Geschichte wird in Briefen von Laurel an verschiedene, bereits verstorbene Persönlichkeiten erzählt. Aber auch als Hörbuch konnte man hier sehr gut folgen und die Sprecherin Anna Braunmiller-Jest hat es wirklich toll vertont.

"Love Letters to the Dead" ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Trauer, sexuelle Gewalt und das Erwachsenwerden. Da es einige sehr schockierende Beschreibungen enthält, möchte ich hier nochmal eine Triggerwarnung aussprechen.

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Ein eingeschneites Chalet, zwölf Menschen, ein Mörder

Das Chalet
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Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Social-Media-Start-ups aus Großbritannien haben sich in ein Luxus-Chalet in den französischen Alpen eingemietet. Nachdem eine Mitarbeiterin beim Ski fahren spurlos verschwindet ...

Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Social-Media-Start-ups aus Großbritannien haben sich in ein Luxus-Chalet in den französischen Alpen eingemietet. Nachdem eine Mitarbeiterin beim Ski fahren spurlos verschwindet und das Chalet nach einem Lawinenabgang von der Außenwelt abgeschnitten wird, passieren weitere Morde. Sofort ist klar: Der Mörder ist unter ihnen und man kann niemandem vertrauen.

Die Geschichte wird im Wechsel aus Sicht aller Charaktere erzählt, was es gerade zu Beginn ein wenig unübersichtlich macht, die Personen alle auseinander zu halten. Dennoch blieben die Charaktere eher blass und ich konnte zu keinem eine wirkliche Verbindung herstellen.

Auch sonst plätscherte die Geschichte lange vor sich hin, bis im letzten Drittel dann doch endlich richtig Spannung aufkam und sich meine anfängliche Vermutung, wer für die Morde verantwortlich ist, bestätigt hat. Insgesamt hat mich die ganze Geschichte auch ziemlich an "Offline" von Arno Strobel erinnert.

Von der Autorin hatte ich vor einiger Zeit bereits "The woman in cabin 10" gelesen und hatte auch dabei schon so meine Schwierigkeiten mit dem Spannungsbogen.

Wenn man nicht allzu viel Spannung bei Thrillern braucht, sind die Bücher von Ruth Ware sicher zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.11.2023

Bergwanderung im Ammergau

Herbstzeitleuchten
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Jassy hat sich eine Karriere als Influencerin aufgebaut und auch schon die ein oder andere Werbekampagne an Land gezogen. Auf der Geburtstagsfeier einer gemeinsamen Freundes trifft sie auf den naturverbundenen ...

Jassy hat sich eine Karriere als Influencerin aufgebaut und auch schon die ein oder andere Werbekampagne an Land gezogen. Auf der Geburtstagsfeier einer gemeinsamen Freundes trifft sie auf den naturverbundenen Kenneth. Die beiden scheinen auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam zu haben, dennoch beschließen sie, am nächsten Tag gemeinsam eine Eselwanderung im herbstlichen Ammergau zu machen, das Jassy eigentlich für immer hinter sich lassen wollte. Hinter ihrer glamourösen Fassade verbirgt Jassy ihre Verletzlichkeit und ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Kenneth erkennt in ihr allerdings immer mehr die Jasmin von früher. Auf einer Berghütte, die inzwischen von Jassys Schwester Leni geführt wird, die sie seit Jahren nicht gesehen hat, wird sie aber schließlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

"Herbstzeitleuchten" bildet den Auftakt der "Liebe in den Bergen"-Reihe von Lotte Römer, das von Verena Wolfien vertont wurde.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir noch sehr gut gefallen, der weitere Verlauf der Geschichte und die Entwicklung der Protagonisten konnte mich dann aber nicht mehr hundertprozentig abholen.

Bei dem Kennenlernen von Jassy und Kenneth merkt man noch, dass sie sich nicht ganz grün sind und sehr unterschiedliche Lebensweisen haben. Beide bereuen am nächsten Morgen noch ihre Idee von der mehrtägigen Eselwanderung. Allerdings ist hiervon schon ziemlich bald nichts mehr zu merken und die beiden scheinen sich ziemlich gut zu verstehen, was dem ganzen leider etwas den Witz genommen hat. Ich hätte mir da den ein oder anderen humorvollen Schlagabtausch gewünscht, der alles ein bisschen mehr auflockert.

Auch Jassys Tätigkeit als Influencerin hätte noch ein wenig überzogener dargestellt werden dürfen. Anfangs war sie noch ein paarmal damit beschäftigt Fotos für ihr Instagram-Profil zu machen, hat dann aber auch sehr schnell vergessen, überhaupt auf ihr Handy zu schauen. Diese Entwicklung ging mir etwas zu schnell vonstatten und Jassys charakterliche Entwicklung wurde nicht so richtig deutlich.

Auch, was das Geheimnis aus Jassys Vergangenheit angeht, konnte ich einiges nur schwer nachvollziehen. Beispielsweise die Entscheidung der Eltern, Jassy nicht alles zu erzählen, was damals wirklich passiert ist und stattdessen zuzulassen, dass sie sich von der Familie abwendet und sich selbst die Schuld für alles gibt.

Obwohl mir an einigen Stellen ein wenig der Tiefgang gefehlt hat und ich einige Entwicklungen nicht immer ganz nachempfinden konnte, habe ich mich von der Geschichte noch gut unterhalten gefühlt.

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