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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2024

Angenehm, abermehr auch nicht

Das Beste, was uns nie passiert ist
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Wie schön kann ein Cover eigentlich sein? Mir gefällt das Design von „Das Beste, was uns nie passiert ist“ erstaunlich gut. Und ob das Buch selbst mich auch überzeugen konnte, verrate ich euch heute…

Win ...

Wie schön kann ein Cover eigentlich sein? Mir gefällt das Design von „Das Beste, was uns nie passiert ist“ erstaunlich gut. Und ob das Buch selbst mich auch überzeugen konnte, verrate ich euch heute…

Win ist eine gefeierte Schauspielerin, ihr Platz ist in Hollywood und in den Klatschspalten der Boulevardmagazine. Sie bildet mit Leo, dem Erben eines Hotelimperiums, das perfekte Paar- nur sind sie das nicht. Es ist eine Fassade, die sie seit sieben Jahren aufrecht erhalten, denn ihre scheinbar explosive Beziehung sorgt für jede Menge PR. Sie inszensieren diese Beziehung, für den Fall der Fälle, dass Win gute (oder auch schlechte) PR braucht, um ihre Karriere weiter anzukurbeln. Sie haben abgesprochen, dass diese Verbindung rein geschäftlich ist und zweckgebunden ist. Niemals wird es Gefühle zwischen ihnen geben, darüber waren sie sich bisher sicher. Alles geschieht im gegenseitigen Einvernehmen. Nur blöd, wenn das Leben macht, was es will und die Gefühle ebenfalls. Denn langsam, aber sicher entsteht mehr, als ihnen lieb ist…

Im Grunde liegt eine klassische Lovestory mit allerlei Verwicklungen und Verwirrungen vor uns. Denn die Fakebeziehung ist ein bekanntes Element. Allerdings war die Lektüre für mich unterhaltsam und kurzweilig.

Win selbst ist für mich manchmal nicht so leicht durchschaubar und ab und wusste ich nicht, was ich von ihr halten soll. Sie tut alles für die perfekte Karriere, das perfekte Image, dabei steckt dahinter doch viel mehr. Hingegen fiel es mir leicht, mit Leo warm zu werden! Er ist ein angenehmer Protagonist, der nicht nur Hotelerbe ist, sondern mir einfach sympatisch wurde.

Natürlich ist die Geschichte und ihr Verlauf vorhersehbar. Ich wusste, wie es endet und trotzdem fand ich den Plot interessant und unterhaltsam. Zwei Menschen bilden ein Fakepaar, Gefühle entwickeln sich- eigentlich ein perfektes Ausgangsszenario.

Leider hat das Buch einige unnötige Längen und Verwirrungen, die es manchmal schwer machten, der Handlung zu folgen. Das war überflüssig und ich hätte mir mehr Szenen / Kapitel auf den Punkt gewünscht, etwas mehr Humor und noch mehr Tiefgang für Win.

Aber ich bin trotzdem ganz zufrieden. Kein Highlight, aber es war sehr angenehm zu lesen.

3,5/5 *

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Veröffentlicht am 02.05.2020

Ein beklemmender Roman

Der Sommer mit Ellen
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Autorin Fris hat mit diesem Buch ein Werk erschaffen, welches keine leichte Kost ist. Kein Buch, um es mal „eben so“ oder „zwischendurch“ zu lesen. Warum? Das verrate ich euch huete.

Jakob Errbo hat einst ...

Autorin Fris hat mit diesem Buch ein Werk erschaffen, welches keine leichte Kost ist. Kein Buch, um es mal „eben so“ oder „zwischendurch“ zu lesen. Warum? Das verrate ich euch huete.

Jakob Errbo hat einst seinen Sommer in Ostjütland erlebt. Dort wohnte er auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seines Onkels. Mit ihnen lebte dort der strange Anders. Jakob lernt dort das Leben eines Teenagers kennen. Er freundet sich mit Sten an, gemeinsam machen sie ihre ersten Erfahrungen mit den Mädchen und befassen sich genauer mit den Mitgliedern einer kleinen Kommune in der Nähe. Eine Frau tut es den Beiden extrem an: Ellen. Sie ist Teil der Kommune und zieht irgendwann auf dem Bauernhof ein. Die Männer sind fasiziniert von ihr- bis plötzlich in der kleinen Gemeinde, in welcher der Bauernhof liegt, ein schrecklicher Mord geschieht. Von da an stehen polizeiliche Ermittlungen und Verdächtigungen an der Tagesordnung. Das gewohnte Leben ist vorbei.
Vierzig Jahre später reist Jakob zurück. Er hat viele Fragen und will endlich die Antworten erhalten- dafür muss er Ellen auffinden.

Nein, „Der Sommer mit Ellen“ ist kein gewöhnlicher Krimi. Es geht zwar um einen Mord, jedoch befasst sich die Autorin mit den sozialen Problemen der 70er, sowie dem schweren Arbeitsleben der Landwirtschaft damals. Wir tauchen ein in eine ganz eigenwillige Atmosphäre des kleinen Dorfes. Wir werden Zeuge, wie ein Mordfall alles verändert. Die Autorin agiert auf zwei Zeitabschnitten. Zum einem begleiten wir den jungen Jakob durch seine Welt, zum anderen geht es um die Gegenwart und um einen gealterten Mann, der sich seiner Vergangenheit stellen muss, die sehr schmerzhaft ist.

Nein, dieses Buch eignet sich nicht als Lektüre für zwischendurch. Es umfasst eine besondere, irgendwie bedrückende Stimmung, die ganz schön nahe gehen kann. Und irgendwie hat man als Leser niemals das Gefühl, den Protagonisten Jakob ganz durchschauen zu können.

Für Leser von tiefgehenden, schwierigen Geschichten sicherlich ideal. Für mich bleibt eine seltsame Stimmung nach der Lektüre zurück.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Leider gar nichts für mich

Die Wächterin von Köln
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Die letzten Tage begleitete mich ein historischer Roman von Petra Schier.

Zum Inhalt: wir befinden uns in Kön der Jahre 1396/97. Die naive, bildhübsche Elsbeth beginnt im junge Alter von 16 Jahren, im ...

Die letzten Tage begleitete mich ein historischer Roman von Petra Schier.

Zum Inhalt: wir befinden uns in Kön der Jahre 1396/97. Die naive, bildhübsche Elsbeth beginnt im junge Alter von 16 Jahren, im Bordell „Zur schönen Frau“ als Prostituierte zu arbeiten. Doch einer ihrer Freier, der angesehene Ratsherr van Kneyart wird ermordet und Elsbeth soll die Täterin sein und ihn vergiftet haben.
Aber dann taucht ihr Halbbruder auf und sorgt dafür, dass sie nicht gehangen wird. Sie werden zu engen Freunden und Elsbeth tut ihm einen Gefallen. Sie liefert ihm Informationen aus dem Dirnenhaus, was ihren Halbbruder zum mächtigsten Mann der Rheinstadt macht. Und Elsbeth avanchiert zur mächtigen Anführerin in der Unterwelt. Sie setzt sich für andere ein und schafft es, eine verurteilte Frau wie einst sie selbst, vor dem Tod zu retten. Ausgerechnet Henker Jörg findet Gefallen an der schönen, machtvollen Elsbeth und eine verbotene Liebe nimmt ihren Lauf.

Ich habe mich mit diesem Buch wirklich schwer getan. Ich wollte dem Genre eine Chance geben und habe von Petra Schier bisher tolle Romane gelesen. Aber „Die Wächterin von Köln“ konnte mich nicht überzeugen. Der Schreibstil der Autorin ist alles andere als schlecht, er ist flüssig und mitreissend. Es ist eher die ganze Handlung rund um Elsbeth. Ich konnte einfach nicht in das Köln der damaligen Zeit eintauchen, es ging mir außerdem viel zu oft um den Tod und alleine, dass Elsbeth sich in einen Henker verliebt, ist für mich einfach nichts.

Anfangs ist die junge Frau naiv und ein wenig dümmlich, sie steigt aber zur Drahtzieherin der Unterwelt auf. Dieser Wandel ist für mich ein wenig zu plötzlich, ich habe einfach nicht in den Storyplott hineingefunden.

„Die Wächterin von Köln“ ist kein schlechtes Buch, das Ganze ist meine subjektive Meinung. Ich bin nur leider enttäuscht, habe mehr erwartet und hatte Probleme, überhaupt weiterzulesen und habe mich stellenweise hindurch gequält. Schade!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Zu brutal, zu düster für mich

Narbenwald #Thriller
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Lust auf einen atmosphärischen, düsteren Thriller? Du kommst mit Brutalität klar? Dann möchte ich dir heute mit „N?benwald“ den Auftakt zu Chris Dominiks „Ein Davids-und-Martin-Thriller“ vorstellen.

Darum ...

Lust auf einen atmosphärischen, düsteren Thriller? Du kommst mit Brutalität klar? Dann möchte ich dir heute mit „N?benwald“ den Auftakt zu Chris Dominiks „Ein Davids-und-Martin-Thriller“ vorstellen.

Darum geht´s:

In einem alten, verlassenen Hotel in Königstein gibt es einen schrecklichen Fund: die Augäpfel eines Mannes. Darunter hat jemand mit Blut geschrieben: „Er hat es gesehen!“ Es dauert nicht lange, bis die Polizei die Leiche des Mannes findet und diese ist übel zugerichtet. Ein Fall für Kriminalhauptkommisar Marc Davids und seine attraktive Kollegin Zoé Martin. Sie sind noch ganz am Anfang ihrer Ermittlungen, als auf Social Media ein Video auftaucht. Dies zeigt die Polizei am Fundort, den Tatort, die beiden Kommissare selbst und alle schlimmen Einzelheiten zum Mord. Nur dieser selbst wird nicht gezeugt. Dann werden Ohren gefunden und erneut ist eine blutige Nachricht hinterlassen worden und es gibt ein weiteres Video. Die Ermittler tappen im Dunkeln. Ist es der Mörder, der die Videos dreht? Hat er eine Rechnung mit den Ermittlern offen? Oder ist er nur ein Zeuge, der der Polizei helfen will? Oder ist der Mörder selbst Opfer eines durchgeknallten YouTubers? Die Beiden tappen in Dunkeln und liefern sich gleichzeitig einen Wettlauf mit der Zeit…

Wie verstörend kann ein Buch sein? Ich muss zugeben, „Narbenwald“ ist absolut nichts für mein schwaches Gemüt. Der Storyplott ist ideal für Fans des Genres- für mich ist das alles zuviel. Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig, eindringlich und er scheut sich nicht, grausame Details zu nutzen, um die Taten genauer zu beschreiben. Die Atmosphäre ist nicht nur finster und hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl, das Ganze ist brutal und übergeht meine persönlichen Grenzen. Ich bin eben zart besaitet. Für Leser:innen des Genres wird „Narbenwald“ ein Highlight sein. Für mich ist es schwere Kost, die ich nur knapp aushalten konnte.

Zu brutal, zu düster, zu viel.

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