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Veröffentlicht am 06.03.2025

Netter Liebesroman in idyllischer Kleinstadtatmosphäre

Always Been You - Herzklopfen in Blossomville
2

Nachdem sie vor 12 Jahren ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen hat, kehrt Olivia nun zurück, um die Erbschaft ihrer Großtante möglichst schnell abzuwickeln und dann wieder nach New York zu verschwinden. ...

Nachdem sie vor 12 Jahren ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen hat, kehrt Olivia nun zurück, um die Erbschaft ihrer Großtante möglichst schnell abzuwickeln und dann wieder nach New York zu verschwinden. Zufällig trifft sie ihre Jugendliebe Grayson wieder und sofort sprühen die Funken zwischen den Beiden. Wird es eine zweite Chance für ihre Liebe geben, oder wird Olivia wieder in ihr New Yorker Leben als eiskalte Anwältin zurückkehren?

Die Geschichte von Olivia und Grayson lässt sich sehr gut und flüssig lesen und hat einen ganz eigenen Kleinstadtcharme. Die Kapitel werden abwechselnd aus Olivias und Graysons Sicht geschrieben, so dass der Leser einen guten Einblick in das Gefühlsleben und die Gedanken der beiden Hauptpersonen erhält.

Leider konnte mich die Geschichte aber nicht wirklich begeistern, da die Handlung von Anfang an viel zu vorhersehbar war. Auch die Auflösung warum Olivia damals aus Blossomville geflohen ist, war für mich nicht wirklich überzeugend und wirkte sehr konstruiert.

Grayson war mir sehr sympathisch, wenn ich ihn auch manchmal etwas naiv fand. Aber er ist ein netter Kerl und man merkt wie sehr er seine Heimat und seine Arbeit mit den Tieren liebt.Olivia war mir leider total unsympathisch. Sie ist unglaublich egoistisch und ich fand ihr Verhalten Grayson aber auch Debbie gegenüber einfach nur unmöglich.

Mein Lieblingscharakter der Geschichte war eindeutig Debbie. Sie ist so eine herzensgute und fröhliche Person. Da geht die Sonne auf, sobald sie in der Geschichte erscheint.

Fazit:
Die Geschichte von Olivia und Grayson ist für mich ein netter Liebesroman mit Wohlfühlcharakter. So ganz begeistern konnte er mich allerdings leider nicht.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Enttäuschendes Finale der Trilogie

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
3

Auf der Rosenfarm von Annis Enkeltochter in Tansania angekommen, machen sich June und Sandra gemeinsam mit Wendy auf die Suche nach Annis Vergangenheit und versuchen das Rätsel um Luises Schuld zu lösen.
1938: ...

Auf der Rosenfarm von Annis Enkeltochter in Tansania angekommen, machen sich June und Sandra gemeinsam mit Wendy auf die Suche nach Annis Vergangenheit und versuchen das Rätsel um Luises Schuld zu lösen.
1938: die Zustände in Deutschland werden immer schlimmer und auch Anni kann davor nicht mehr die Augen verschließen. Durch einen schrecklichen Betrug zur Flucht gezwungen, wächst sie über sich hinaus und beschließt endlich gegen die Herrschaft der Nazis zu arbeiten.

Mit „Das Geheimnis der Rosen“ präsentiert uns Anna Claire nun das Finale ihrer Glücksfrauen-Trilogie. Leider bleibt dieser dritte Teil weit hinter meinen Erwartungen zurück. Die Dialoge wirken oft hölzern und unecht. Auch sonst ist die Sprache recht einfach gehalten, mit vielen teils unzusammenhängenden Aufzählungen, was meinen Lesefluss immer wieder störte.
Auch die vielen „erhobenen Zeigefinger“ mit denen der Roman aufwartet, sei es eine Belehrung über Fair-Trade Handel, gesunde Ernährung und viele weitere Themen haben mich wirklich geärgert, da dies nichts mit der eigentlichen Handlung und dem Thema des Buches zu tun hatte.

Die Auflösung, auf die ich seit den ersten Seiten des ersten Bandes hingefiebert habe, war dann leider sehr enttäuschend. Luises große Schuld war für mich sehr konstruiert, nicht nachvollziehbar und ich konnte sie mir auch logisch vom Ablauf der Geschichte her nicht erklären. Auch das Ende von Annis Geschichte war für mich nicht plausibel, hier blieben einfach wesentliche Fragen offen. Ein paar Kapitel mehr hätten dem Buch sicher nicht geschadet, so wirkt es fast, als hätte man schnell zum Ende kommen müssen und dann keine Zeit mehr gefunden, die losen Enden sinnvoll zu verknüpfen.

Zu den Charakteren bleibt noch zu sagen, dass ich die Großmütter wirklich toll und ihre Geschichten viel interessanter fand, als die Gegenwartsgeschichten, die sich leider zu oft mit den Beziehungsproblemen der Ekelinnen beschäftigten und recht oberflächlich bleiben.

Fazit:
Insgesamt ist die Trilogie leider von Band zu Band schlechter geworden. Die Idee dahinter finde ich wirklich toll und spannend. Die Umsetzung bleibt aber leider weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Leider ein enttäuschender zweiter Teil

Mode-Atelier Rosen
1

Im Atelier Rosen wird ein neues Lehrmädchen eingestellt, dass die anderen Putzmacherinnen mit ungeahnten Talenten überrascht. Elises Vater besucht sie nun endlich in Kassel und wird dabei von einem jungen ...

Im Atelier Rosen wird ein neues Lehrmädchen eingestellt, dass die anderen Putzmacherinnen mit ungeahnten Talenten überrascht. Elises Vater besucht sie nun endlich in Kassel und wird dabei von einem jungen Studenten begleitet, der Elise schnell den Hof macht und gern mehr Zeit mit ihr verbringen würde. Als das Manuskript der Lebenserinnerungen von Elises Vater gestohlen wird, muss Elise handeln, denn es enthält brisante Informationen, die auch Elises Mutter und das Atelier in den Ruin treiben könnten.

„Mode- Atelier Rosen – Träume einer neuen Zeit“ ist der zweite Teil einer Reihe um die junge Putzmacherin Elise. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, ist es daher auf jeden Fall empfehlenswert, auch den ersten Teil der Reihe zu lesen. Der Roman spiel in Kassel im Jahre 1834.

Dieser zweite Teil hat mich gar nicht überzeugen können. Über 500 Seiten dreht sich die Geschichte hauptsächlich darum, dass ein Manuskript gestohlen wurde, welches angeblich höchst brisante Informationen enthält. Mit der Auflösung, die in den letzten Kapiteln präsentiert wird, kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Sie ist für mich nicht nachvollziehbar. Außerdem hätte ich erwartet, dass der Leser noch erfährt, was denn nun an besagtem Manuskript so heikel sein soll, aber darüber schweigt die Autorin sich aus.
Auch die aufkommende Sympathie zwischen Elise und dem jungen Studenten kann mich an Ende nicht überzeugen. Elise steht sich immer wieder selbst im Weg und ihre Handlungen sind für mich immer weniger nachvollziehbar.
Moritz hat sich auch im Vergleich zum ersten Teil nicht gebessert und nervt mich zusehends mehr mit seinen ständigen Anspielungen auf eine angebliche Verlobung mit Elise und seinen Prahlereien.
Ein Lichtblich ist für mich das neue Lehrmädchen Grete, welches sich als überaus schlau entpuppt und den Roman an den entscheidenden Stellen voran bringt.

FAZIT:
Leider hat mir der zweite Teil des Atelier Rosen überhaupt nicht gefallen. Die Handlung schleppt sich so dahin und kommt nicht richtig in Fahrt und die Charaktere bleiben bis auf eine Ausnahme blass und vorhersehbar. Schade, hier habe ich mir viel mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Wieviel Drama kann ein Leser ertragen?

Wie ein Stern in dunkler Nacht
6

Die Ärztin Christina flieht nach einer Fehlgeburt vor ihrem Freund und ihrem Leben in Hannover auf eine schottische Insel, wo sie in der Arztpraxis einer Freundin für 9 Monate als Vertretung einspringt. ...

Die Ärztin Christina flieht nach einer Fehlgeburt vor ihrem Freund und ihrem Leben in Hannover auf eine schottische Insel, wo sie in der Arztpraxis einer Freundin für 9 Monate als Vertretung einspringt. Die Bewohner der Insel machen es ihr nicht leicht, aber nach und nach lernt Christina das Land und seine Leute besser kennen und lieben. Nicht zuletzt der Farmbesitzer Aidan lässt ihr Herz höher schlagen.

Der Roman ist sehr angenehm geschrieben, ich konnte mich schnell in der Geschichte zurechtfinden und mir auch die beschriebenen Orte in Schottland gut vorstellen. Problematisch waren für mich die vielen Zeitsprünge in dem Roman. Auf einmal waren Wochen vergangen, ohne dass ich als Leser das mitbekommen habe. So wirkten viele Szenen auf mich unrealistisch und überstürzt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass ich als Leser mehr mitgenommen würde anstatt einfach nur das fertige Ergebnis präsentiert zu bekommen.
Von der Handlung her wurde für meinen Geschmack versucht zu viel zwischen die Buchdeckel zu quetschen. Es musste immer noch ein Drama her, welches natürlich schlimmer und aufwühlender war als die letzten. Für mich hat die Geschichte darunter sehr gelitten. Hier hätte ich mir weniger Dramen, dafür aber mehr Tiefgang und nachvollziehbarere Handlungen gewünscht.
Auch wenn der Roman das Thema Verlust – insbesondere durch Christinas Fehlgeburten – thematisiert, wurde mir darauf zu viel herumgeritten, so dass es am Ende schon nervte. Kaum tauchte ein Kind auf, geriet sie emotional aus der Bahn. Sobald eine verletzte Person verarztet werden musste, sprach sie von bösen Omen und Schicksalswendungen. Das erschien mir für eine Ärztin dann doch ein seltsames Verhalten.

Anfangs war mir die Hauptfigur Christina noch sehr sympathisch und sie tat mir leid, dass sie nun schon die zweite Fehlgeburt in kurzer Zeit erleiden musste. Leider änderte sich dies während der Geschichte komplett. Christina wurde immer widersprüchlicher und mir mit ihrem Denken und Handeln auch unsympathischer. Sie verhält sich oft sprunghaft und ich konnte ihre Taten nicht immer nachvollziehen bzw. fand sie vollkommen unverständlich. Oft fragte ich mich, wie man mit solchen Gedankengängen und dieser Unsicherheit überhaupt als Ärztin arbeiten kann.
Aidan ist der Typ harte Schale, weicher Kern, wobei auch seine Handlungen nicht immer nachvollziehbar und sehr sprunghaft waren, was für mich auch nicht richtig zu diesem Charakter passte. Trotzdem wurde er mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer.
Die anderen Charaktere blieben leider sehr oberflächlich, was sehr schade ist, da ich von dem ein oder anderen doch gern mehr erfahren hätte.

Fazit:
Wer hier einen schönen Wohlfühlroman erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Die Geschichte ist bis zum Schluss voller persönlicher Dramen und führt zu einem Ende mit dem ich mich absolut nicht anfreunden kann und das für mich dann letztendlich auch zu einer Bewertung von nur drei von fünf Sternen führte.

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Veröffentlicht am 27.06.2022

Ganz nett aber nicht überzeugend

Und dann kam das Glück
3

Floristin Chloé betreibt einen Blumenladen in der kleinen Rue de la Chance mitten in Paris. Sie und die vier anderen Ladenbesitzer in der Straße schaffen nicht nur ein kleines Wohlfühluniversum, sondern ...

Floristin Chloé betreibt einen Blumenladen in der kleinen Rue de la Chance mitten in Paris. Sie und die vier anderen Ladenbesitzer in der Straße schaffen nicht nur ein kleines Wohlfühluniversum, sondern sind auch gut miteinander befreundet und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Da das sechste Geschäft seit einiger Zeit renoviert wird, herrscht in der beschaulichen kleinen Straße derzeit Baulärm und -staub, welcher die Kunden vergrault. Obwohl die Situation an Chloés Nerven zerrt, schafft sie es nicht, sich bei Ben, dem Bauleiter zu beschweren. Wenn sie ihm gegenüber steht, hat sie Herzklopfen und bekommt keinen Ton heraus. Ihre Freunde jedoch lassen nichts unversucht, um Chloé und Ben miteinander zu verkuppeln.

„Und dann kam das Glück“ ist der Auftakt zu einer neuen Buchreihe, die sich um die 5 Freunde in der Rue de la Chance dreht. Clara Simon schafft hier eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre. In der Rue de la Chance möchte ich gern einen Nachmittag verbummeln und das Leben genießen.

Leider konnten mich die Charaktere im Buch nicht überzeugen. Chloé, die Protagonistin, ist unglaublich schüchtern und von Selbstzweifeln geplagt. Jede Entscheidung scheint ihr schwer zu fallen und nie ergreift sie die Initiative. So manches Mal habe ich mich gefragt, wie so jemand in der Lage sein soll, ein Geschäft erfolgreich zu führen. Einmal schafft sie es tatsächlich, ihre Meinung zu sagen und dafür einzustehen, nur um gleich darauf wieder in ihr graues Mauseloch zurück zu kriechen. Gerne hätte ich ihr ab und zu mal einen Schubs gegeben, damit sie endlich weiterkommt. So aber hat mich ihre Zurückhaltung irgendwann nur noch genervt.
Ben, der Bauleiter, ist ebenfalls schrecklich zurückhaltend und unsicher. Auch hier habe ich mich immer wieder gefragt, wie er ein international erfolgreicher Bauleiter sein kann, es aber nicht schafft, Chloé auf einen Kaffee einzuladen.
Leider bin ich auch mit den Freunden von Chloé nicht richtig warm geworden. Hierzu werden sie viel zu oberflächlich beschrieben und blieben mir daher fremd. Was mir wiederum gut gefallen hat, ist die Beschreibung der Freundschaft der fünf. Man merkt, dass sie in der Rue de la Chance an einem Strang ziehen und immer füreinander da sind. Das macht dann letztlich auch den Charme der Straße und der Geschichte aus.

Die ganze Geschichte hat sich für mich wie Kaugummi gezogen und wurde immer unrealistischer. Im Grunde dreht sich das ganze Buch darum, ob und wann Chloé es schafft, sich mit Ben zu verabreden. Szenen und Gespräche wiederholen sich endlos und es geht einfach nicht richtig weiter.
Gefühlt ist auf den 300 Seiten fast nichts passiert, nur um dann am Ende auf den letzten 20 Seiten dann noch schnell die Kurve zum Ende zu bekommen. Außerdem wurde die zentrale Frage, die die Freunde vom ersten Kapitel umtreibt und immer wieder Thema ist, nämlich was für ein Laden nun nebenan einziehen wird, nicht beantwortet. Darüber habe ich mich dann am Ende doch sehr geärgert.

Fazit:
„Und dann kam das Glück“ ist ein netter Roman für den Sommerurlaub, von dem man aber nicht zu viel erwarten sollte. Die Charaktere bleiben recht flach und oberflächlich und die Handlung zieht sich unnötig in die Länge.

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