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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2025

Nicht meins!

Wilde Pflanzen essen
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Dieses Buch ist durchgehend im Comic-Stil gehalten. Ich bin mir nicht so sicher, welche Zielgruppe es ansprechen möchte. Mir sind die Zeichnungen zu grob und damit kann ich die Pflanzen nicht wirklich ...

Dieses Buch ist durchgehend im Comic-Stil gehalten. Ich bin mir nicht so sicher, welche Zielgruppe es ansprechen möchte. Mir sind die Zeichnungen zu grob und damit kann ich die Pflanzen nicht wirklich identifizieren, zumal sie gern anderen ähneln. Insgesamt finde ich den Stil auch etwas albern und kindisch. Für Kinder wiederum finde ich das Thema insgesamt etwas schwierig, zumal diese einige der Gags und Anspielungen gar nicht verstehen werden und mit Libido hoffentlich nichts anfangen können. Auch wird auf das, was mich interessieren würde, zu oberflächlich eingegangen.

Rezepte im herkömmlichen Sinne gibt es wenige bis keine, eher Anleitungen und Tipps, wobei man die Kräuter verwenden kann. Insgesamt sehe ich das Buch eher als Sammlung von Wild-Pflanzen-Wissen, das man selten bis gar nicht umsetzen wird.

Fazit: Keine Ahnung, welches die Zielgruppe ist. Noch weniger, wer diese Pflanzen wirklich isst. Ich nicht. Drei Sterne, für die Idee, die jedoch besser umgesetzt hätte werden können.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Für mich etwas zu übertrieben

Nachhaltig mit Genuss
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Die beiden Autoren nehmen ihre Mission sehr ernst. Sie plädieren dafür, dass man weniger Fleisch isst und vor allem weder Schwein noch Huhn. Da fängt bei mir das Problem schon an. Weniger Fleisch ist kein ...

Die beiden Autoren nehmen ihre Mission sehr ernst. Sie plädieren dafür, dass man weniger Fleisch isst und vor allem weder Schwein noch Huhn. Da fängt bei mir das Problem schon an. Weniger Fleisch ist kein Ding, kein Schwein sowieso, aber auf Geflügel, ganz besonders Huhn, kann ich nicht verzichten. Dass ich Milchprodukte gegen pflanzliche Alternativen austauschen soll, geht nicht und so macht mich mein Konsum dieser Produkte zum kleinen Klimakiller. Aufgrund des sehr ausführlichen Theorieteils, der mir echt ein schlechtes Gewissen macht, obwohl ich mich schon seit Jahren bemühe, nachhaltig zu leben, hat das Buch einen etwas getrübten Start bei mir.

Die Rezepte sind in die Kapitel Alltagsretter; Perfekt kombiniert; Ofenkreationen; Schmorgerichte; Nachspeisen unterteilt. Sie folgen dem klassischen Aufbau Titel, kleiner Text, Zutatenliste, Zubereitungsschritte. Es gibt immer ein ansprechendes Foto zum Gericht. Angaben zu Nährwerten, Zeitaufwand usw. wurden weggelassen. Die Erklärungen sind gut verständlich. Die Zutaten sind für meine Vorratshaltung teilweise schon doch etwas exotisch. Das passt in meinen Augen dann nicht so ganz zum Nachhaltigkeitsprinzip. Wenn ich auf Huhn und Milchprodukte verzichten soll, verstehe ich nicht den Einsatz von Produkten, die alles sind, aber nicht regional.

Die Rezepte selbst sind quer durch die Welt an die internationale Küche angelehnt. Aus allen Kontinenten findet sich etwas. Mir ist dieser Trend, der sich durch viele Kochbücher zieht, etwas zu viel. Nicht jeder mag jede Länderküche, somit fallen viele Rezepte einfach durchs Raster. Dass die Zutatenliste etwas heller als die übrige Schrift ist, tut meinen Augen leider gar nicht gut. So mancher Tipp im Abschnitt Lebensmittel retten ist mir dann auch echt zu drastisch. Ich werde keinesfalls Kaffeesatz in Gewürzmischungen geben und dass Kaffee länger lecker bleibt, wenn er in der Thermoskanne statt auf der Heizplatte ist, dürfte jedem klar sein. Auch die Kartoffelschalen und Zwiebelwurzeln kommen bei mir weiter in den Kompost.

Bleibt zu sagen, dass das Buch ganz sicher super lieb und gut gemeint ist, bei mir aber nicht so große Freude auslöst. Für das meiste bin ich wohl nicht konsequent genug. Die Rezepte gehen großteils an meinem Gusto vorbei. Damit kann ich gerade noch drei Sterne geben.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Leider nur Mittelmaß

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Jonathan und Lotta laden die alte Clique zu einem Krimi-Dinner ein. Seit Maria verschwunden ist, haben sie sich nicht mehr getroffen. Schnell werden die Freunde misstrauisch, denn ihre Rollen sind eindeutig ...

Jonathan und Lotta laden die alte Clique zu einem Krimi-Dinner ein. Seit Maria verschwunden ist, haben sie sich nicht mehr getroffen. Schnell werden die Freunde misstrauisch, denn ihre Rollen sind eindeutig an sie selbst angelehnt. Wer hat das eingefädelt und warum? Es kommen Wahrheiten ans Licht, die keiner erwartet hätte. Und die Lage spitzt sich zu.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven von den Protagonisten erzählt. Noch dazu werden unterschiedliche Zeitebenen bedient. Das ergibt ein Mosaik mit groben Formen, da nicht alle die jeweilige Situation gleich sehen und empfinden. Man weiß dadurch aber mehr, als die einzelnen Figuren und vor allem weiß man von den Geheimnissen, die jeder hat. Dabei ist es besonders reizvoll, dass beide Geschlechter gleich suspekt daherkommen. Allerdings birgt das auch eine Schwäche, denn man bekommt alles, wirklich alles, von allen Figuren aus deren Sicht erzählt. Also oft. Zu oft.

Für meinen Geschmack sind Drogen-, Alkohol- und Sexszenen zu häufig und zu detailreich beschrieben. Die Sprache ist dann auch extrem vulgär. Das muss doch nicht sein. Es trägt auch nicht wirklich zum Verständnis oder Vorankommen bei und die Situation hätte man auch mit weniger deftiger Sprache beschreiben können.

Inzwischen habe ich dieses Jahr schon mehrere Krimis und Thriller genossen, die um eine quasi unerklärlich verschwundene Person aufgebaut worden sind und von der alle ausgehen, dass sie noch lebt oder von jemandem aus dem Freundeskreis ermordet wurde. Das ist aktuell wohl Trend, beginnt mich aber wirklich langsam zu langweilen. Natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden, aber diese Häufungen wirken immer ein wenig nach Ideenneuverwertung. Die eingebauten Twists sind gut, aber nicht ganz unerwartet.

Die Figuren sind für mich einander etwas arg ähnlich, sodass ich hin und wieder überlegen musste, wer nun was gesagt und getan hat. Sie alle sind problembeladen. Erschreckend ist das Frauenbild, das die Autorin hier zeichnet. Alle weiblichen Figuren sind schwach, devot und für jede Kleinigkeit überaus dankbar. Schlimm! Drogensucht ist ein großer Faktor, ebenso Missbrauch. Die geschilderten Ereignisse und Zusammenhänge sind so gewählt, dass lange Zeit wirklich jeder verdächtig ist. Als dann die schuldige Person identifiziert wurde, fühlte sich das für mich nicht richtig an. Entsprechend ist das Ende dann ein Knaller. Trotzdem hätte ich in der Zeit auch spannendere und interessantere Lektüre genießen können. Für mich ist Das Dinner Mittelmaß. Daher auch drei Sterne.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Hat für mich zu viele Schwachpunkte

Seven Ways to Tell a Lie
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Ziemlich genau ein Jahr, nachdem Enya verschwunden ist, taucht ein erschreckendes Video auf und geht viral. Zu sehen ist, wie die ehemalige Clique mit einem Schulbus in eine Schlucht stürzt und in Flammen ...

Ziemlich genau ein Jahr, nachdem Enya verschwunden ist, taucht ein erschreckendes Video auf und geht viral. Zu sehen ist, wie die ehemalige Clique mit einem Schulbus in eine Schlucht stürzt und in Flammen aufgeht. Schnell ist klar, dass noch weitere Deepfakes auftauchen werden. Die Clique muss zusammenfinden und sich gemeinsam der Vergangenheit stellen, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.

Gut, bei einem Jugendbuch sollte man wohl die eine oder andere Schwäche verzeihen. Dennoch war für mich sehr schnell ein großes Problem so präsent, dass ich das Buch nicht so wirklich genießen konnte. Jedem war doch klar, dass es ein Deepfake ist, denn die gesamten Mitglieder der Clique lebte ja noch und das Busunglück im Film war nicht zu überleben. Warum dann getuschelt und beschuldigt wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Da erwarte man doch eher, dass alle hinter jenen stehen, die mit dem Deepfake virtuell getötet wurden. Die weiteren Filme wären viel schwerer als Deepfake zu enttarnen gewesen, hätte es das erste nicht gegeben. Aber die komplette Schule glaubt alles, was in jedem einzelnen Film passiert? Nicht wirklich realistisch!

Die Figuren sind gut gezeichnet und besonders Thea mochte ich sehr. Dass alle ihr Geheimnis haben, dürfte niemanden wundern. Welcher Teenager hat keins! Wie schlimm oder nicht schlimm die sind, ist eine andere Frage. So ganz fürchterlich schrecklich fand ich keinen aus der Clique. Wie die Fäden dann zusammenfanden, war gar nicht so schlecht gelöst. Der Showdown jedoch ist meiner Meinung nach etwas arg überspannt und weniger realistisch. Auch hätte eine ganz bestimmte Aktion nicht wirklich sein müssen, um den Täter dingfest zu machen.

Auch wenn Teenager nicht immer rational handeln, fand ich einige der Aktionen der Cliquenmitglieder reichlich überzogen und unrealistisch. Der Schreibstil ist gut, jedoch verwendet Hadler ein paar Wörter inflationär, was mich stört. Hier ist jedoch das Lektorat gefragt, das solche Schnitzer ausmerzen sollte.

Auch wenn ich aus dem Alter der Zielgruppe längst heraus bin, lese ich gerne Jugendthriller. Dieser hier ist nicht wirklich schlecht, aber die reißerische Werbung von Ursula Poznanski passt nicht wirklich. Für mich ist dies ein drei-Sterne-Buch.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ein bisschen schwierig für mich

Alles vom Gemüse
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Nach der ausführlichen Einführung und ein paar Seiten Tipps und Tricks zur Organisation geht es los mit den Kapiteln Willkommen, Frühling; Endlich Frühsommer; Hochsommer-Genüsse; Herbstliebe; Winteranfang; ...

Nach der ausführlichen Einführung und ein paar Seiten Tipps und Tricks zur Organisation geht es los mit den Kapiteln Willkommen, Frühling; Endlich Frühsommer; Hochsommer-Genüsse; Herbstliebe; Winteranfang; Im tiefsten Winter; Grundrezepte.

Vor dem eigentlichen Rezept steht immer ein einführender Text. Die Angabe, für wie viele Personen das Rezept ausgelegt ist, findet sich ebenfalls. Auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Es folgen Arbeitsanweisungen und Zutatenliste, beides steht nebeneinander. Die Arbeitsschritte sind ausführlich und gut verständlich beschrieben. Tipps und Fotos runden das Ganze ab. Besonders die Fotos erfreuen mich sehr, da ich dazu neige, Rezepte ohne Bilder hintenüber fallen zu lassen. Hier hat es nur wenige Rezepte ohne Foto.

Sophie Gordon zeigt, dass man fast alles vom Gemüse verwerten kann, und sei es nur für Gemüsebrühe. Sie probiert neue Gerichte mit den Blättern aus und vermeidet Abfall, auch durch Resteverwertung und gut geplante Einkäufe. Ihre Gerichte sind allesamt vegan. Ich bin Flexitarier, verzichte aber gern auf Fleisch, koche viel vegetarisch und lehne Austauschprodukte ab. Aber ich finde immer wieder neue und sehr wohlschmeckende Anregungen bei veganen Gerichten. So auch hier. Zudem ist es toll, wenn man Gästen, die sich vegan ernähren, ein wirklich schönes Gericht servieren kann. Ich werde kein Fan von Radieschengrün auf dem Teller, tut mir leid. Tofu mag ich auch nicht. Dafür kann die Autorin ja nichts. Mich stören aber einige Gewürze, die mir für regionale Küche dann doch zu exotisch sind. Hin und wieder sind die Zutaten auch irgendwie aus der zugeordneten Jahreszeit herausgefallen, denke ich.

So schön gemacht das Buch doch ist, finde ich trotz der 130 vorgestellten Rezepte nur ganz wenig, das mir neu ist und mich anspricht. Das ist sehr schade. Für mich ist es ein Drei-Sterne-Buch.

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