Zweite Chance
Was wir verloren glaubten„Was wir verloren glaubten“ von Brittainy C. Cherry ist der zweite Band ihrer emotionalen Problems Reihe.
Avery Kingsley ist Lehrerin an der Highschool im beschaulichen Honeycreek und trainiert in ihrer ...
„Was wir verloren glaubten“ von Brittainy C. Cherry ist der zweite Band ihrer emotionalen Problems Reihe.
Avery Kingsley ist Lehrerin an der Highschool im beschaulichen Honeycreek und trainiert in ihrer Freizeit das Baseball-Team der Schule. Sie ist verlobt und plant gerade ihre Hochzeit und könnte eigentlich glücklich sein. Doch dann tritt ihre Nemesis, der Ex-Profi-Baseballspieler Nathan, in ihr Leben. Vor zwanzig Jahren brach er Averys Herz und seitdem hat sie das Vertrauen in andere Menschen und insbesondere Männer verloren. Und nun drängt sich Nathan auch noch als Trainer ihres Teams in ihr Leben, obwohl sie ihn zutiefst hasst und unbedingt Abstand halten will. Abstand zu Avery ist das, was Nathan am wenigsten will. Er weiß, dass er damals einen Fehler gemacht hat, und möchte unbedingt eine zweite Chance.
Auch für die zweite der Kingsley-Schwestern hat Brittainy C. Cherry eine gefühlvolle Geschichte im Gepäck, obwohl Avery im Gegensatz zu ihrer viel zu netten Schwester Yara, eher als personifizierte Grumpy Cat bekannt ist.
Der Schreibstil liest sich wie immer sehr gut und beide Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Dadurch kann man tief in ihre Gefühlswelten eintauchen, die es den Charakteren nicht immer einfach machen.
Avery lebt schon seit vielen Jahren mit ihren Depressionen, die sie immer wieder in dunkle Abgründe stürzen lassen. Die Autorin hat sich glaubhaft mit diesem Thema auseinandergesetzt und beschreibt den Weg ihrer Hauptfigur durchaus authentisch und mit allen Fort- und Rückschritten. Eine solche Krankheit lässt sich nicht mit Liebe allein heilen, aber es ist sicher hilfreich, dass Nathan hier der Fels in der Brandung und ein fürsorglicher Unterstützer für Avery ist.
Nathan will seine Fehler wiedergutmachen, denn er ist deutlich erwachsener als damals. Ich mag die langsame Entwicklung zwischen ihm und Avery, und dass er ihr ausreichend Zeit und Raum gibt, vor allem für sich selbst zu heilen.
Das ernste Thema ist in dieser berührenden Lovestory gut umgesetzt und es lohnt sich, in dieser Gefühlsachterbahn mitzufahren.
Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!