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Veröffentlicht am 10.02.2025

Second Chance

Notorious Devils MC Teil 5: Rough & Ready
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„Notorious Devils MC – Rough and Ready“ von Hayley Faiman ist der fünfte Band ihrer düsteren Biker Romance Reihe um die Notorious Devils.
Vor elf Jahren verließ Paxton „Torch“ Hill seine Ehefrau Cleo ...

„Notorious Devils MC – Rough and Ready“ von Hayley Faiman ist der fünfte Band ihrer düsteren Biker Romance Reihe um die Notorious Devils.
Vor elf Jahren verließ Paxton „Torch“ Hill seine Ehefrau Cleo und blickte nie zurück. Sein Leben besteht aus seinem Club, viel Alkohol und unzähligen Clubmädchen, damit seine Gedanken keinesfalls zu seinen traumatischen Erlebnissen in der Army und zu Cleo abdriften. Doch durch die Differenzen mit dem Kartell sind nun die Frauen der Brüder akut in Gefahr. Paxton lässt alles stehen und liegen, um Cleo zu schützen. Auch wenn er sie verlassen hat, ist sie trotzdem die einzige Frau, die er geliebt hat und immer noch liebt. Ein Blick auf Cleo und Paxton hat nur noch ein Ziel. Er will sie für sich zurückgewinnen und unbedingt eine zweite Chance. Leider sieht das Cleo völlig anders, denn sie will sich ihr Herz nicht ein weiteres Mal brechen lassen.

Ein neues Abenteuer in der rauen Bikerwelt des Notorious Devils MC, wo Frauen nur hübsches oder nützliches Beiwerk sind und Männer den Ton angeben. Wer Hayley Faiman liest, der bekommt genau das, aber auf jeden Fall darf man seinen unterschiedlichen Emotionen beim Lesen freien Lauf lassen.
Diesmal gibt sie uns eine mitreißende Second Chance, in der Torch bzw. Paxton seine elf Jahre stillgelegte Ehe plötzlich wiederbeleben will, da seine Frau doch die beste von allen ist. Mit der Sensibilität eines Holzhammers erklärt er ihr in sehr wenigen Worten diesen Plan und wundert sich ernsthaft, dass dies nicht sofort für Begeisterungsstürme sorgt. Vor allem nach seinem mehr als grenzwertigen Auftritt vor elf Jahren ist Cleo völlig zurecht besorgt um ihre körperliche und seelische Gesundheit.
Cleo wirkt auf den ersten und auch zweiten Blick äußerst naiv, unbeholfen und unschuldig. Manchmal kommt es einem vor, als hätte sie bisher unter einem Stein gelebt, denn sie scheint von der echten Lebenswelt überhaupt nichts mitbekommen zu haben. Man sollte ihr aber Zeit geben, denn ihre Entwicklung im Laufe der Handlung hat mich wider Erwarten absolut überzeugen können. Und auch Paxton darf man nicht gleich in eine Schublade stecken, denn auch er ist eindeutig zu weit mehr imstande, als man zu Beginn erwarten würde.
Beide Charaktere wachsen in dieser Story tatsächlich zusammen und geben ein überzeugendes Couple ab, mit dem ich wirklich mitgefiebert habe. Es wird spannend und abwechslungsreich und auf jeden Fall unterhaltsam.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Zweite Chance

Was wir verloren glaubten
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„Was wir verloren glaubten“ von Brittainy C. Cherry ist der zweite Band ihrer emotionalen Problems Reihe.
Avery Kingsley ist Lehrerin an der Highschool im beschaulichen Honeycreek und trainiert in ihrer ...

„Was wir verloren glaubten“ von Brittainy C. Cherry ist der zweite Band ihrer emotionalen Problems Reihe.
Avery Kingsley ist Lehrerin an der Highschool im beschaulichen Honeycreek und trainiert in ihrer Freizeit das Baseball-Team der Schule. Sie ist verlobt und plant gerade ihre Hochzeit und könnte eigentlich glücklich sein. Doch dann tritt ihre Nemesis, der Ex-Profi-Baseballspieler Nathan, in ihr Leben. Vor zwanzig Jahren brach er Averys Herz und seitdem hat sie das Vertrauen in andere Menschen und insbesondere Männer verloren. Und nun drängt sich Nathan auch noch als Trainer ihres Teams in ihr Leben, obwohl sie ihn zutiefst hasst und unbedingt Abstand halten will. Abstand zu Avery ist das, was Nathan am wenigsten will. Er weiß, dass er damals einen Fehler gemacht hat, und möchte unbedingt eine zweite Chance.

Auch für die zweite der Kingsley-Schwestern hat Brittainy C. Cherry eine gefühlvolle Geschichte im Gepäck, obwohl Avery im Gegensatz zu ihrer viel zu netten Schwester Yara, eher als personifizierte Grumpy Cat bekannt ist.
Der Schreibstil liest sich wie immer sehr gut und beide Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Dadurch kann man tief in ihre Gefühlswelten eintauchen, die es den Charakteren nicht immer einfach machen.
Avery lebt schon seit vielen Jahren mit ihren Depressionen, die sie immer wieder in dunkle Abgründe stürzen lassen. Die Autorin hat sich glaubhaft mit diesem Thema auseinandergesetzt und beschreibt den Weg ihrer Hauptfigur durchaus authentisch und mit allen Fort- und Rückschritten. Eine solche Krankheit lässt sich nicht mit Liebe allein heilen, aber es ist sicher hilfreich, dass Nathan hier der Fels in der Brandung und ein fürsorglicher Unterstützer für Avery ist.
Nathan will seine Fehler wiedergutmachen, denn er ist deutlich erwachsener als damals. Ich mag die langsame Entwicklung zwischen ihm und Avery, und dass er ihr ausreichend Zeit und Raum gibt, vor allem für sich selbst zu heilen.
Das ernste Thema ist in dieser berührenden Lovestory gut umgesetzt und es lohnt sich, in dieser Gefühlsachterbahn mitzufahren.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Gelungene Office Romance

Cold King
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„Cold King“ von L.M. Dalgleish ist der gelungene Auftakt ihrer Empty Kingdom Trilogie, die sich um die drei erfolgreichen King-Brüder dreht.
Für die 24-jährige Delilah steht ihre Karriere als Architektin ...

„Cold King“ von L.M. Dalgleish ist der gelungene Auftakt ihrer Empty Kingdom Trilogie, die sich um die drei erfolgreichen King-Brüder dreht.
Für die 24-jährige Delilah steht ihre Karriere als Architektin ganz klar an erster Stelle und trotzdem wirft es sie heftig aus der Bahn, als sich ihr Freund von ihr trennt und ihr mangelnde Leidenschaft vorwirft. Aus Frust darüber landet sie in einer Bar, wo sie die Aufmerksamkeit eines attraktiven Fremden erregt. Es folgt eine heiße Nacht, in der Delilah ihre üblichen Vorbehalte und Sorgen über Bord wirft und einfach nur genießt. Doch die Sorgen sind ein paar Wochen später zurück, denn ihr neuer wichtiger Auftraggeber ist niemand anderes als Cole King, der Mann mit dem Delilah im Bett landete. Obwohl beide klar machen, dass sie ab sofort rein professionell handeln werden, können sie die knisternde Anziehung nicht lange unterdrücken.

Der Schreibstil von L.M. Dalgleish liest sich leicht und locker und beide Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Dabei ist mir Delilah sehr schnell ans Herz gewachsen, denn ich mag ihre selbstbewusste und zielstrebige Art. Sie hat hart für ihren Erfolg gekämpft und ihre Herkunft könnte sich nicht stärker von Coles unterscheiden. Obwohl er ihr Boss ist, lässt sie sich von ihm definitiv nicht alles gefallen.
Cole ist anfangs ganz bestimmt keine Green Flag, aber er konnte im Laufe der Handlung deutlich Punkte sammeln. Er behandelt seine Untergebenen fair und respektvoll, zumindest, wenn sie sich selbst anderen gegenüber so verhalten. Es ist natürlich absolut vorhersehbar, dass er sein bisheriges Leben als rücksichtsloser Player ablegt, da ihm Delilah unfreiwillig völlig den Kopf verdreht hat und er plötzlich nur noch eine Frau will.
Die Grundidee ist vielleicht eine typische Office/Billionaire/Boss Romance, aber die Autorin hat die Story unterhaltsam und mitreißend umgesetzt. Die Emotionen konnten mich berühren und ich hatte viel Spaß beim Lesen.

Mein Fazit:
Ich kann nur eine klare Leseempfehlung geben!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Der erste Funke

Spark of the Everflame
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„Spark of the Everflame“ von Penn Cole ist der spannende Auftakt ihrer vierteiligen Kindred’s Curse Saga.
Seit die Götter auf die Erde gekommen sind und sie unter ihren Nachkommen, den Descendeds, aufgeteilt ...

„Spark of the Everflame“ von Penn Cole ist der spannende Auftakt ihrer vierteiligen Kindred’s Curse Saga.
Seit die Götter auf die Erde gekommen sind und sie unter ihren Nachkommen, den Descendeds, aufgeteilt haben, leben die Menschen unter deren Herrschaft. Bisher konnte die zwanzigjährige Diem Bellator relativ unbehelligt als Heilerin leben, aber seitdem ihre Mutter spurlos verschwunden ist, beginnt auch Diem, ihre Welt und deren ungerechte Regeln zu hinterfragen. Diem will unbedingt die Wahrheit herausfinden und so nutzt sie sofort die Gelegenheit, als der Palast des sterbenden Königs ihre Dienste benötigt. Dort stößt sie aber nur auf weitere Fragen, die sich vor allem um den geheimnisvollen Erben drehen. Diem muss sich entscheiden, wem sie vertrauen will, denn bisher scheint selbst ihre Familie ihr viel zu viel verschwiegen zu haben. Aber sind die gewaltbereiten Rebellen eine gute Alternative?

Penn Cole hat mit ihrer High Fantasy eine faszinierende Welt erschaffen, in der Magie einzig der privilegierten adligen Gesellschaftsschicht vorbehalten ist. Die Sterblichen müssen hungern und unter den grausamen Gesetzen leiden, doch unter der Oberfläche brodelt es gefährlich.
Der fesselnde Schreibstil und vor allem die Perspektive von Diem konnten mich mitreißen, auch wenn sich vor allem in der ersten Hälfte des Buches ein paar Längen einschleichen. Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an, bevor natürlich der obligatorische Cliffhanger folgt.
Diem ist eine großartige Heldin, deren innere Konflikte einen Großteil der Handlung einnehmen. Sie ist hin- und hergerissen und weiß absolut nicht, ob sie ihrem Bauchgefühl und ihrer inneren Stimme vertrauen kann. Sie steht zwischen ihrem besten Freund Henri, der bisher ihr Safe Space war, und dem düsteren Thronerben Luther, der völlig anders zu sein scheint, als sie bisher glaubte. Für meinen Geschmack wechselt Diem hier zu oft und zu schnell ihre Meinung und Überzeugung, aber das gehört auch zu ihrem Entwicklungsprozess. Die Twists sind gut gemacht und dieser Auftakt legt einen gelungenen Grundstein für die weiteren Teile.
Ich bin definitiv gespannt, wie es weitergehen wird, und ob Diem ihrem Herzen oder erneut anderen Einflüssen von außen folgen wird.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Ein Highlight für Fans

BRIDGERTON - Violet
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„Bridgerton – Violet“ von Julia Quinn ist ein echtes Geschenk an die Fans, denn in dieser kurzen Novella geht es ausschließlich um die herzzerreißende Geschichte der Matriarchin Violet Bridgerton.
Die ...

„Bridgerton – Violet“ von Julia Quinn ist ein echtes Geschenk an die Fans, denn in dieser kurzen Novella geht es ausschließlich um die herzzerreißende Geschichte der Matriarchin Violet Bridgerton.
Die Bridgertons wären nichts ohne ihren Dreh- und Angelpunkt Violet Bridgerton, die als Mutter von acht Kindern bereits sehr früh ihre große Liebe verloren hat. In dieser Geschichte erfahren wir, wie sich Violet und Edmund zum allerersten Mal begegnet sind und wie sie sich später verliebt haben. Natürlich müssen wir Violet auch im schlimmsten Moment ihres Lebens begleiten, der ihrem Glück zwanzig Jahre später ein jähes Ende setzte. Doch wir kennen ja auch ihre unglaubliche Stärke, denn Violet hat niemals aufgegeben und immer für das Glück ihrer Kinder gekämpft. Das macht sie so besonders und Julia Quinn würdigt dies in dieser bewegenden Kurzgeschichte.

Wer die Bridgerton-Reihe genauso lebt wie ich, für den ist diese Novella ein absolutes Highlight. Wir schauen nicht nur in die Vergangenheit der kleinen Violet, sondern wir begleiten sie kurz zu einigen wichtigen Eckpunkten in ihrem aufregenden Leben, auch wenn diese manchmal schmerzhaft sind.
Es gibt ein Wiedersehen mit all ihren Kindern und man darf lachen, weinen und Spaß haben. Violet ist einer der wichtigsten Charaktere der Reihe, auch wenn sie in den einzelnen Büchern eigentlich immer nur eine Nebenfigur ist. Ohne sie wäre Bridgerton nicht das, was es ist, denn sie ist das Herz und der Kopf hinter allem. Mama ist und bleibt eben die Beste!

Mein Fazit:
Für alle Fans eine klare Empfehlung!

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