Wunderschön illustriertes Kinderbuch mit einer Geschichte, die mich nicht ganz überzeugt hat
EichhörnchenbrüderDas Kinderbuch hat wunderschöne Illustrationen. Die Farben sind harmonisch und ganz im Sinne zum Thema Wald in erdigen Farbtönen gehalten. Wenn ich das richtig gesehen habe, sind es zwei untershciedliche ...
Das Kinderbuch hat wunderschöne Illustrationen. Die Farben sind harmonisch und ganz im Sinne zum Thema Wald in erdigen Farbtönen gehalten. Wenn ich das richtig gesehen habe, sind es zwei untershciedliche Zeichnungsarten.
In der Geschichte begleiten wir die zwei Eichhörnchenkinder Anto und Mika und bekommen einen Einblick in deren innige Freundschaft. Eines Tages verstirbt Mika plötzlich und Anton hat mit seiner Trauer zu kämpfen.
Die Geschichte an sich ist leider nicht ganz rund für mich. Der Anfang startet mittendrin. Anto soll mit auf einen Schulausflug, will aber nicht ohne Mika fahren. Dieser hat sich das Bein gebrochen und kann deswegen nicht mit. Er redet Anto gut zu und überzeugt ihn davon auch ohne ihn Spaß haben zu können. Und plötzlich ist man ohne Übergang am nächsten Tag. Da hat mir eine Überleitung gefehlt. Der Tod kam furchtbar plötzlich. Sehr gut hat mir das Gespräch zwischen Anto und seiner Mutter gefallen. Das war eine tolle Erklärung von ihr. Vor allem, dass beides erlaubt ist: Sowohl traurig zu sein, als auch Freude zu empfinden, obwohl man noch trauert. Selbst als Erwachsene überkommt mich da an manchen Tagen ein schlechtes Gewissen, wenn man sich doch traut Freude nach einenm Verlust zu empfinden.
Ich weiß nicht für welches Alter das Buch gedacht ist. Ich habe es noch mit meiner 10-jährigen Nichte gelesen und sie sagte nach der Todesnachricht: Was wäre gewesen, wenn Mika nicht noch Anto beim Beeren sammeln geholfen hätte? Eine berechtigte Frage, und ich war froh, dass sich Anto in der Geschichte nicht auch noch mit unberechtigten Schuldgefühlen umgehen musste.