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Veröffentlicht am 14.07.2025

Wunderschön illustriertes Kinderbuch mit einer Geschichte, die mich nicht ganz überzeugt hat

Eichhörnchenbrüder
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Das Kinderbuch hat wunderschöne Illustrationen. Die Farben sind harmonisch und ganz im Sinne zum Thema Wald in erdigen Farbtönen gehalten. Wenn ich das richtig gesehen habe, sind es zwei untershciedliche ...

Das Kinderbuch hat wunderschöne Illustrationen. Die Farben sind harmonisch und ganz im Sinne zum Thema Wald in erdigen Farbtönen gehalten. Wenn ich das richtig gesehen habe, sind es zwei untershciedliche Zeichnungsarten.

In der Geschichte begleiten wir die zwei Eichhörnchenkinder Anto und Mika und bekommen einen Einblick in deren innige Freundschaft. Eines Tages verstirbt Mika plötzlich und Anton hat mit seiner Trauer zu kämpfen.

Die Geschichte an sich ist leider nicht ganz rund für mich. Der Anfang startet mittendrin. Anto soll mit auf einen Schulausflug, will aber nicht ohne Mika fahren. Dieser hat sich das Bein gebrochen und kann deswegen nicht mit. Er redet Anto gut zu und überzeugt ihn davon auch ohne ihn Spaß haben zu können. Und plötzlich ist man ohne Übergang am nächsten Tag. Da hat mir eine Überleitung gefehlt. Der Tod kam furchtbar plötzlich. Sehr gut hat mir das Gespräch zwischen Anto und seiner Mutter gefallen. Das war eine tolle Erklärung von ihr. Vor allem, dass beides erlaubt ist: Sowohl traurig zu sein, als auch Freude zu empfinden, obwohl man noch trauert. Selbst als Erwachsene überkommt mich da an manchen Tagen ein schlechtes Gewissen, wenn man sich doch traut Freude nach einenm Verlust zu empfinden.

Ich weiß nicht für welches Alter das Buch gedacht ist. Ich habe es noch mit meiner 10-jährigen Nichte gelesen und sie sagte nach der Todesnachricht: Was wäre gewesen, wenn Mika nicht noch Anto beim Beeren sammeln geholfen hätte? Eine berechtigte Frage, und ich war froh, dass sich Anto in der Geschichte nicht auch noch mit unberechtigten Schuldgefühlen umgehen musste.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Eine anspruchsvolle Geschichte für Kinder, die Redebedarf verursacht

Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
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Kurz zum Inhalt: Die elfjährigen Jungen Bent und Juri sind beste Freunde und machen alles zusammen. In den Sommerferien fangen sie an sich gegenseitig Mutproben zu stellen, die sie dann beide machen müssen. ...

Kurz zum Inhalt: Die elfjährigen Jungen Bent und Juri sind beste Freunde und machen alles zusammen. In den Sommerferien fangen sie an sich gegenseitig Mutproben zu stellen, die sie dann beide machen müssen. Hier zählt: Zusammen traut man sich doppelt so viel als allein.
Der Sommer geht vorbei und zum Schulbeginn bekommen sie den neuen Mitschüler Finn. Juri freundet sich mit Finn an und lässt Bent außen vor. Dieser wird eifersüchtig und kann nicht verstehen wie sein eigentlich bester Freund so viel Zeit mit dem Neuen verbringen kann, für den Bent von Anfang an irgendwie nicht so richtig Sympathie empfinden kann. Als er dann noch die Vermutung hat, dass Juri einfach Bents größtes Geheimnis an Finn weitergibt, sieht Bent rot: Er stellt eine gefährliche und verhängnisvolle Mutprobe.

Fazit: Dieses Kinderbuch ist anspruchsvoll. Es behandelt wichtige Themen wie Freundschaft, Eifersucht, Schuldgefühle, Mobbing und die Gefahr von Mutproben und Herausforderungen. Deswegen kann ich mir das Buch gut als Schullektüre vorstellen, vor allem wenn der Lehrer diese Themen auch dementsprechend tiefergehend als die Geschichte bespricht.

Es spielt in unterschiedlichen Zeiten und springt in sehr kurzen Abständen von einer zur anderen, was den Lesefluss unterbricht und mich nicht ganz in die Geschichte eintauchen ließ. Das "Heute" habe ich nur überflogen, weil Bent meiner Meinung nach nur in der Gegend herumgerannt ist und seine Gedankengänge für mich hier keinen Mehrwert hatten. In diesen Stellen passierte nichts, dafür war das Ende sehr schnell und abrupt.

Ich stand im Zwiespalt mit dem Hauptcharakter. Ich war mir nicht sicher, ob ich ihn unsympathisch finden sollte für sein seltsames und schon leicht Mobbingangehauchtes Verhalten Finn gegenüber, oder ob man Mitleid mit ihm empfinden sollte, weil sein bester Freund ihn außen vor lässt.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Vier sehr unterschiedliche Kurzgeschichten, die einen mal mehr, mal weniger abholen.

Jenseits des Nadirs
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Kurzgeschichten zum Denkanstoß

Die vier Kurzgeschichten haben alle ein relativ offenes Ende, das den Leser zum Nachdenken und vor allem zum Hoffen anregen soll.

Mich konnten leider nur zwei von vier ...

Kurzgeschichten zum Denkanstoß

Die vier Kurzgeschichten haben alle ein relativ offenes Ende, das den Leser zum Nachdenken und vor allem zum Hoffen anregen soll.

Mich konnten leider nur zwei von vier überzeugen und Hoffnung konnte ich irgendwie nicht unbedingt nachempfinden. Ich war danach eher traurig und melancholisch. Ich musste nach jeder Geschichte ein wenig Abstand nehmen, um meine Gedanken zu sortieren. Der Schreibstil ist gut, wenn manchmal ein wenig altmodisch.

Nichtsdestotrotz war es eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Die "Rückkehr zu den Yosemite Falls" hingegen hat mich komplett abgeholt. Eine Reise der Enkelin mit ihrem Großvater, die mich sehr berührt hat. Hier habe ich Liebe, Hoffnung, Trauer und gespürt und mich danach selbst meine Großeltern anrufen lassen.

Wer gerne im Alltag nach ein paar Denkanstößen sucht, ist hiermit vermutlich gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Skurriler Fall sucht bodenständigen Ermittler

Wilde Hunde
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Kurz zum Inhalt: Der Privatdetektiv wird von seinem Arbeitskollegen Lambert beauftragt das Geheimnis um den mysteriösen Container dessen Ehefrau Beate aufzudecken. Heinz findet dort lauter verwahrloste ...

Kurz zum Inhalt: Der Privatdetektiv wird von seinem Arbeitskollegen Lambert beauftragt das Geheimnis um den mysteriösen Container dessen Ehefrau Beate aufzudecken. Heinz findet dort lauter verwahrloste Hunde aus Rumänien und mit Verdacht auf eine Schlepperaktivität alarmiert er die Polizei. Als er deren Keller untersucht entdeckt er Kistenweise Veterinärmedikamente. Kurz darauf wird Beate erschossen. Aber wie hängen diese 3 Aspekte zusammen? Um das herauszufinden wird Heinz vom Amt für Überwachung und Verfolgung, kurz gesagt dem österreichischen Geheimdienst, auf den Fall angesetzt. Ob er es schafft die Verschwörung unter Einsatz seines Lebens zu enttarnen?

Fazit: Solider Krimi, mit viel Luft nach oben. Heinz ist mir als sympathischer Ermittler, der Mut beweist, im Kopf geblieben. Es gab aber zu viele Ideen in einem viel zu kurzen Buch dafür. Es war für mich nicht unbedingt eine runde Geschichte, sondern eher zusammengewürfelte Ereignisse. Außerdem will ich keine Geschichte lesen, die zur Corona Zeit spielt, das hätte in der Buchbeschreibung stehen sollen. Es waren mir außerdem zu viele Erzählperspektiven. Die Sicht aus über 5 Personen ist zu viel.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Liebevolle Illustrationen mit mäßiger Geschichte

Eichhörnchenversprechen
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Ich hatte leider so meine Probleme mit dieser Geschichte..
Kurz gesagt geht es um den Eichhörnchenjungen Anto, der wissen will was Liebe ist. Seine Mutter erklärt kurz oberflächliche physische Reaktionen ...

Ich hatte leider so meine Probleme mit dieser Geschichte..
Kurz gesagt geht es um den Eichhörnchenjungen Anto, der wissen will was Liebe ist. Seine Mutter erklärt kurz oberflächliche physische Reaktionen des Körpers des Verliebtseins. Am nächsten Tag kommt die neue Schülerin Lili in Antons Klasse und er bemerkt diese Merkmale. Die beiden freunden sich an und kommen sich näher.

Der Anfang des Buches war mir viel zu abrupt. Die Frage nach Liebe von Anto kam aus dem Nichts und mir fehlte die Frage oder der Hintergrund warum er das wissen möchte. Auch fehlte mir um was für Liebe es sich hier handelt, denn die Mutter erklärt lediglich die Partnerliebe. Dabei gibt es noch Liebe in jeder Freundschaft oder die Liebe in der Familie. Jede Ausprägung davon ist gleichermaßen wichtig und schön zu erfahren.
In dem Buch gibt es auch zwei Stellen an denen es mir definitv an Tiefgang gefehlt hat. Die erste Stelle wirft einfach in den Raum, dass Lili zwei Mütter hat. Es erschien mir als hätte man einfach versucht, offener zu wirken, aber ohne jegliche Erklärung dazu oder dass es eine Rolle für die Geschichte spielt. Ich weiß nicht, inwiefern Eltern das freut sich aus dem Nichts mit diesem Thema und den Kindern auseinanderzusetzen. Gerade an dieser Stelle hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, vor allem da es ein so wichtiger Punkt der Liebe ist. Als Elternteil sieht man sich plötzlich gezwungen auf diese Themen zu reagieren ohne wirklich vorbereitet zu sein. Vor allem weil man sie nicht erwartet. Die zweite Stelle geht um das Thema Tod. Dieses wird zumindest im ersten Buch der Reihe tiefer behandelt. Beide Themen sind natürlich wahnsinnig wichtig, aber ich hätte mir entweder eine ausführlichere Stelle in der Geschichte hier gewünscht oder es weggelassen.

Ich finde, dass die Geschichte Potential hat und die Illustrationen haben mir wirklich gut gefallen. Aber ich würde es nicht weiterempfehlen.

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