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Veröffentlicht am 13.02.2025

Ein durchwachsener Auftakt, der Luft nach oben hat

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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Lucy und ihre Großmutter sind voller Vorfreude auf die Wintermesse. Schließlich hat Lucy ein Lehrlingsstück gespellcraftet, das hier ausgestellt wird. Sie brennt darauf, es ihrer Großmutter, einer Meisterin ...

Lucy und ihre Großmutter sind voller Vorfreude auf die Wintermesse. Schließlich hat Lucy ein Lehrlingsstück gespellcraftet, das hier ausgestellt wird. Sie brennt darauf, es ihrer Großmutter, einer Meisterin der Glas-Spellcraft, zu zeigen Es gibt so viel zu entdecken auf dieser Messe, nur dann kommt es zu einer Katastrophe und Lucys Großmutter Serena und der Vorsitzende der Sept Crann werden entführt.

Alles deutet auf den Eisenorden hin. Zusammen mit ihren Freunden Renly, Adele und Carter macht sie sich auf die Suche und entdeckt dabei ein Monster, das es nur in der Anderswelt geben sollte. Wie kam es nach London und was ist sein Plan?

Eine magische Welt in London, die ein actionreicher Plot und vier mutige Freunde versprechen ein tolles Buch, aber leider habe ich ungewöhnlich lang für das Buch gebraucht und natürlich grübel ich dann, woran es liegt.

Nach einem vielversprechenden ersten Kapitel über die Spellcrafter, folgt ein weiteres, in dem wir die Septs kennenlernen. Diese 5 Sept-Orden überwachen die magische Welt und die Einhaltung der Gesetze. Hier fühlte ich mich etwas überfahren und die Septs bleiben, anders als die Spellcrafter, etwas ungreifbar. Ich konnte mir die fremden Namen und die dazugehörigen Personen schlecht merken. Hier wäre ein Personenregister nach den verschiedenen Gruppierungen der Spellcrafter und Septs sehr willkommen gewesen.

Sehr spannend fand ich es, wenn die eingangs erwähnten magischen Gegenstände ins Spiel kamen. Für mich ein echtes Highlight. Die Figuren selbst blieben allerdings seltsam blass und ich fand keinen richtigen Draht zu ihnen. Zum Glück war das letzte Drittel dann richtig gut. Was mir insgesamt über große Strecken fehlte, war der gewisse Sog, der das Verlangen auslöst, das Buch nicht mehr weglegen zu wollen.

Insgesamt ein durchwachsener Auftakt, der Luft nach oben hat. Ich würde 3,5 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2024

Weder Harry Potter noch die Tribute von Panem

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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Ich bin bei diesem Buch hin- und hergerissen. Einerseits gefallen mir die ungewöhnlichen Lehrer und Figuren, andererseits wird die Magie für den Kampf erlernt und eingesetzt. Es wird sich bekriegt, sogar ...

Ich bin bei diesem Buch hin- und hergerissen. Einerseits gefallen mir die ungewöhnlichen Lehrer und Figuren, andererseits wird die Magie für den Kampf erlernt und eingesetzt. Es wird sich bekriegt, sogar gegen Geschwister und Eltern gekämpft, ohne das dies in meinen Augen auf der emotionalen Ebene ausreichend aufgearbeitet wird.

Das Buch fängt spannend an, zog sich im Mittelteil teilweise etwas bevor es zum wieder spannenden Finale kam. Auf dem Buchrücken wird mit dem Zitat "Die Tribute von Panem meets Harry Potter" geworben, was ich nicht nachvollziehen kann. Es gibt durchaus ein paar ähnliche Elemente, ist aber weder so kraftvoll und mitreisend wie "Die Tribute von Panem", wo gerade der Familienzusammenhalt groß geschrieben wird, noch kann die magische Welt und vor allem die Schule mit dem Glanz von Hogwarts mithalten. So bin ich ein Stück weit auch Opfer meiner falschen Erwartungen geworden, da ich diese beiden Buchreihen sehr mag.

Fazit: Ein solider Auftakt, der mich leider nicht so mitgerissen hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Kreativität ist hier eine Superkraft, die die Welt bunt und magisch macht. Dieser Gedanke gefällt mir, der Krieg innerhalb von Familien eher nicht. Daher werde ich diese Reihe wohl nicht weiter verfolgen.

Veröffentlicht am 29.10.2020

Leider muss ich ein paar Kritikpunkte loswerden

Das Buch mit der Lupe: Mein Körper
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Prinzipiell finde ich das Buch gut strukturiert. Nach zwei einleitenden Doppelseiten über den Körper befasst sich das Buch mit den einzelnen „Systemen“ wie das Skelett, Muskeln und Sehnen, den Blutkreislauf, ...

Prinzipiell finde ich das Buch gut strukturiert. Nach zwei einleitenden Doppelseiten über den Körper befasst sich das Buch mit den einzelnen „Systemen“ wie das Skelett, Muskeln und Sehnen, den Blutkreislauf, die Verdauung, die Atmung, das Nervensystem und einiges mehr. Am Ende des Buchs gibt es ein paar Tipps, was man für einen gesunden Körper tun kann. Die Seiten sind übersichtlich aufgebaut und der Text wird in kleinen Häppchen angeboten.


Obwohl das Buch recht groß und dick ist, gibt es nur 4 Seiten mit Lupenfunktion. Auch wenn es eine schöne Spielerei ist, waren wir schnell genervt, weil die Lupe öfter hakt und sich nicht so mühelos wie gewünscht in jede Ecke ziehen lässt. Das Kind kann sich ungefähr vorstellen, wo einige Organe und Bestandteile im Inneren seines Körpers sind. Leider umfasst das Lupenbild nur den Rumpf. So kann man beim Skelett z.B. nur einen Teil der Wirbelsäule, der Rippen und des oberen Beckens sehen. Hier wäre vielleicht die Abbildung eines kompletten menschlichen Skeletts nicht schlecht gewesen. Auch beim Verdauungssystem und beim Nervensystem sieht es nicht viel besser aus.


Während das Cover und die Illustrationen im Buch recht kindlich und einfach wirken, haben es die Texte in sich. Auch wenn die Sätze kurz gehalten sind und die meisten Erklärungen möglichst einfach gehalten werden, gibt es viele Fachbegriffe und letztendlich muss ich sagen, dass der Text eher für Kinder ab etwa der 3. Klasse zu empfehlen ist. Die offizielle Altersempfehlung ist ab 5 Jahren. Das mag für die meisten Bilder noch zutreffen, aber die Textinformationen werden Kinder im Vorschulalter noch überfordern. Begriffe wie Kapillaren, Alveolen oder auch die unterschiedlichen Arten von Zellen im menschlichen Körper übersteigen das Vorstellungsvermögen eines 5Jährigen.


Das Buch versucht einfach und strukturiert den faszinierenden wie komplizierten Aufbau des Körpers und seine Funktionsweise zu erklären. Während die Bilder anschaulich sind, ist der Text recht anspruchsvoll. Die Lupe ist nicht leichtgängig und hakt immer wieder. Außerdem ist mir das Entdeckungsfeld zu klein. Klassische Klappen wären hier zielführender und könnten umfassender sein. Ich empfehle das Buch ab etwa 8 Jahren.

Veröffentlicht am 17.03.2020

Fantasievoll, spannend, zum Selberlesen für 8Jährige anspruchsvoll

Die Mühlenkinder
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Die Geschichte, von den Mühlenkindern ist ein Märchen voller Fantasie. Antonia Michaelis beschreibt die Gegebenheiten, die Natur, die magischen Wesen, aber auch die Gefühle der Mädchen sehr bildhaft und ...

Die Geschichte, von den Mühlenkindern ist ein Märchen voller Fantasie. Antonia Michaelis beschreibt die Gegebenheiten, die Natur, die magischen Wesen, aber auch die Gefühle der Mädchen sehr bildhaft und ausführlich, so dass man sich gut in die Figuren hineinversetzen kann. Dabei hält die Handlung viele Überraschungen und Wendungen bereit, so dass man kaum zum Luftholen kommt. Ganz viel Abenteuer für die Mühlenkinder und auch für den Leser.

Die drei Mädchen sind auf sehr verschiedene Weise starke Persönlichkeiten. Die Ich-Erzählerin Liv kann mit Mädchenkleidern nichts anfangen. Mit ihrem mutigen Verhalten, den kurzen Haaren, Hose, Hemd und Waffe wird sie oft für einen Prinzen gehalten. Die kleine Jorunn ist impulsiv und gerade heraus. Die älteste Mühlentochter Marit wirkt eher ruhig, aber sie tritt für die jüngeren Geschwister ein und will sie beschützen. Also keine hochnäsigen Prinzessinnen, die einen Prinzen zu ihrem Schutz brauchen, sondern mutige und selbständige Abenteurerinnen.

Ich selbst hatte etwas Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzufinden. Obwohl die Schwestern sehr sympathisch sind und in den 144 Seiten richtig viel passiert, musste ich mich erst an den außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin gewöhnen. Dieser ist auf seine Weise ausnehmend schön und besonders, aber mir liegt er einfach nicht. Mir waren es teilweise schon zu viele Beschreibungen, die meiner eigenen Fantasie zu wenig Platz ließen und auch die Bandwurmsätze waren nicht mein Ding.

Empfohlen wird das Buch ab 8 Jahren und ich kann dem nur eingeschränkt zustimmen. Ein achtjähriges Kind, das dieses Buch selbst lesen möchte, muss schon ein sehr guter Leser sein. Die Schrift ist für ein Kinderbuch ab 8 Jahren recht klein und die Sätze gehen nicht selten über 5-6 Zeilen. Für den durchschnittlichen 8-Jährigen Leser ist das sehr anspruchsvoll. Natürlich kann man das Buch auch vorlesen. Hier sollte das Kind nicht zu ängstlich sein, da es teilweise schon etwas traurig und düster zugeht, wie es nun mal in Märchen ist.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company
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In der Vorweihnachtszeit sitzt Freda an ihrem Smartphone und spielt. Sie ist allein zu Hause und eigentlich müsste sie Hausaufgaben machen, aber nun ja, ihr kennt das sicher. Dann klingelt das Telefon ...

In der Vorweihnachtszeit sitzt Freda an ihrem Smartphone und spielt. Sie ist allein zu Hause und eigentlich müsste sie Hausaufgaben machen, aber nun ja, ihr kennt das sicher. Dann klingelt das Telefon und ein unbekannter Anrufer verlangt Mr. Livingstone zu sprechen. Freda ist verwirrt, denn Mr. Livingstone ist ihr Kater und wie soll ein Tier telefonieren. Die Verwirrung steigt, als Mr Livingstone tatsächlich zu sprechen beginnt und Freda befiehlt, mit ihm zu kommen.

Freda wird regelrecht in dieses Abenteuer hineingeschubst. Eine Wahl hat sie nicht wirklich. Sie wurde auserkoren, Weihnachten zu retten. Die Geschichte wird sehr bildhaft erzählt und ehrlich gesagt, tat mir Freda oft leid. Jeder hat große Erwartungen an das Mädchen. Sie soll eben mal schnell zur Polarforscherin werden, was sie auch erstaunlich gut meistert. Ständig passieren seltsame Dinge, aber befriedigende Antworten gibt es nur selten. Auch mich als Leser hat das manchmal echt frustriert.

Zum Auftakt gibt es das Rätsel und dann müssen die Abenteurer zu Myrkur Farandi aufbrechen, um dort die Lösung einzuholen. Den größten Teil des Buchs macht die Reise aus. Das Rätsel wird erst zum Finale wieder erwähnt. Auf ihrer Reise treffen sie auf viele alte Traditionsfiguren, die dem Weihnachtsmann seinen Erfolg neiden. Der Weihnachtsmann ist , wie ihr sicher wisst, eine recht moderne Weihnachtsfigur. Je nach Land und Region gibt es noch viele andere ältere Weihnachtsfiguren wie der Schmutzli in der Schweiz, die Hexe Befana in Italien, die Julenisse aus Skandinavien, die Krampusse aus dem Alpenraum oder die isländischen Weihnachtstrolle.

Nicht alle diese Figuren sind freundlich, sondern spielen z.B. Streiche. Sehr amüsant fand ich auch den englischen Lord of Misrule. Die Idee, die alten Weihnachtsfiguren gegen den Weihnachtsmann aufbegehren zu lassen, fand ich wirklich toll. Von mindestens der Hälfte der Figuren hatte ich vorher noch nie etwas gehört und so etwas dazugelernt. Im Anhang werden die einzelnen Weihnachtsbräuche dann auch nochmal erklärt.

So ganz überzeugen konnte mich das Buch dennoch nicht, was sicher auch an meinen recht hohen Erwartungen lag. Wenn man die aktuellen Rezensionen anderer Leser liest, hört man ganz viel Begeisterung. Ich dagegen habe fast 3 Wochen für die knapp 300 Seiten gebraucht. Der Sog, unbedingt wissen zu wollen, wie es weitergeht, hat sich einfach nicht eingestellt. Auch das Ende konnte mich nicht so begeistern. Ich hatte mit einer ganz anderen Weihnachtsüberraschung für Freda gerechnet. Leider endet das Buch dann auch recht abrupt. Wahrscheinlich war mir die Christmas Company auch einfach zu modern, konsumlastig und zu wenig weihnachtlich, magisch und zauberhaft.