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Veröffentlicht am 17.02.2025

Spannend

Die Schlafwandlerin
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Neve Harper ist Anwältin in London und bekommt die Verteidigung des Geschäftsmanns Wade Darling übertragen. Dieser soll seine Frau und seine Kinder erschossen und das Haus angezündet haben. Erselbst wurde ...

Neve Harper ist Anwältin in London und bekommt die Verteidigung des Geschäftsmanns Wade Darling übertragen. Dieser soll seine Frau und seine Kinder erschossen und das Haus angezündet haben. Erselbst wurde dabei schwer verletzt. Neve soll ihn kurzfristig verteidigen und sie beginnt mit den Vorbereitungen. Doch bevor der Prozess beginnt, bekommt sie eine ernsthafte Drohung und erfährt, dass der vorherige Anwalt ebenfalls ermordet wurde. Jetzt muss sie entscheiden, ob sie die Verteidigung korrekt vornehmen will oder ob sie sich und ihre Angehörigen schützt und dafür das Recht bricht.

Das Buch ist über sehr weite Strecken sehr spannend. Es liegt vor allem daran, dass man als Leser weiß, dass die Anwältin selbst auch etwas getan hat, was sie ins Gefängnis bringen könnte. Bis fast zum Ende des Buches weiß man allerdings nicht wirklich, warum sie das getan hat. Genau das ist dann aber mein Problem. Als die Erklärung kommt, wie es geschehen ist, war es für mich verständlich. Doch was sie danach getan hat, passt die für mich nicht mehr zusammen. Das war auch der Grund, warum ich sie nicht sehr sympathisch fand. Auch wenn das Ende wieder offen ist, hat mich es irgendwie unzufrieden zurückgelassen. Bis dahin allerdings ist die Geschichte sehr sehr spannend und als Leser ist es nicht einfach, sich eine eigene Meinung zu bilden.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Erschreckend nah

Coast Road
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Irland 1994. In das kleine Küstenstädtchen Ardglas hat nur ein Thema. Colette ist wieder da. Sie hatte ihre Familie verlassen, um in Dublin selbstständig mit ihrem Liebhaber zu leben und dort als Dichterin ...

Irland 1994. In das kleine Küstenstädtchen Ardglas hat nur ein Thema. Colette ist wieder da. Sie hatte ihre Familie verlassen, um in Dublin selbstständig mit ihrem Liebhaber zu leben und dort als Dichterin und Lektorin an der Uni zu arbeiten. Doch jetzt ist sie zurück und mietet ein kleines Cottage. Damit ist sie momentan die skandalträchtigste Person im Ort, denn Scheidung gibt es in Irland noch nicht und das, was sie sich herausnimmt, dürfen normalerweise nur Männer

Das Buch hat mich erschreckt. Erschreckt deswegen, weil mir nicht bewusst war, wie zeitlich nah das Geschehen in Irland eigentlich ist. Gerade mal 30 Jahre her, dass dort die Scheidung erlaubt wird und auch Frauen die Möglichkeit haben, sich von ihren Männern zu trennen. Das Buch zeigt anhand von verschiedenen Frauen, welche Möglichkeiten es damals gab bzw. wie gering die Möglichkeiten eigentlich waren. Das ist gut beschrieben und das Buch zieht einem in einen eigenartigen Bann. Ich war zwar mit der Person von Colette nicht einverstanden und habe einige ihrer Handlungen und Reaktionen nicht nachvollziehen können. Doch ihr Ende hat sie auf keinen Fall verdient. Mich hat „getröstet“, dass zwei Jahre später das Gesetz zu einer möglichen Scheidung auch in Irland angenommen wurde

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Fantasievoll

Tür zu, es zieht! Hausenheim Hood News und Kinderlalaland. Band 1
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Das Buch erzählt mit viel Fantasie eine Geschichte in der Geschichte. Zuerst einmal ist man in Hausenheim. Dort lebt ein ziemlich fieser Unternehmer, der die Stadt nach seinem Willen umgestalten will. ...

Das Buch erzählt mit viel Fantasie eine Geschichte in der Geschichte. Zuerst einmal ist man in Hausenheim. Dort lebt ein ziemlich fieser Unternehmer, der die Stadt nach seinem Willen umgestalten will. Aber die anderen Leute, allen voran Henning und seine Schwester Romy versuchen, das zu verhindern. Dann gibt es noch die Freunde Flo, Lukas und Pauli. Sie machen gemeinsam Musik und werden mehr zufällig in ein Abenteuer verwickelt. Ein Geist stellt ihnen eine Aufgabe und sie landen im Kinder-Lala-Land.

Das Buch orientiert sich sehr stark an der Band Deine Freunde. Man kann es zwar unabhängig lesen, aber es ist von Vorteil, wenn man die Lieder kennt oder vielleicht schon ein Konzert besucht hat, denn vieles im Buch bezieht sich darauf. Ansonsten hat mir gut gefallen, dass die beiden Geschichten rein schriftfarblich voneinander getrennt sind. So weiß man immer sofort, wo man ist. Allerdings gibt es unheimlich viele Anspielungen und ironische Bemerkungen, die man eher als Erwachsener versteht und die für Kinder vermutlich noch zu schwer sind. Doch alles in allem ein schönes Buch.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Nicht unterschätzen

Crime im Heim
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Im Seniorenheim Haus Silberblick geht es normalerweise ruhig zu. Die alten Leute sollen viel basteln und bringen den Tag irgendwie herum. Da kommt der Vorschlag, Hamlet als Theaterstück zu inszenieren. ...

Im Seniorenheim Haus Silberblick geht es normalerweise ruhig zu. Die alten Leute sollen viel basteln und bringen den Tag irgendwie herum. Da kommt der Vorschlag, Hamlet als Theaterstück zu inszenieren. Doch schon ganz am Anfang geht alles aus dem Leim, denn Ophelia wird tot aufgefunden. Ophelia ist der Mops einer Darstellerin und wurde erschossen. Und er bleibt nicht die einzige Leiche, mit der die Theatergruppe zu tun haben wird. Denn es werden auch einige der alten Leute mit dem altbekannten Enkeltrick abgezockt. Gehört das alles zusammen?

Das Buch würde ich unter Cosy Crime einsortieren. Die Spannung ist nicht allzu hoch und dem Tempo der alten Herrschaften angepasst. Bis ungefähr zur Mitte des Buches hatte ich große Probleme mit dem Lesen. Ich kam überhaupt nicht vorwärts und kann gar nicht begründen, warum das so ist. Erst ab der Hälfte ging es auf einmal flüssig weiter. Dabei ist die Geschichte - wenn auch an einigen Stellen sehr skurril - tatsächlich nachvollziehbar und die Autorin hat den Alltag im Heim und die teilweise schrägen Marotten der Bewohner wirklich gut beschrieben, ohne dieselben ins Lächerliche zu ziehen. Man ist irgendwie betroffen und das Lachen bleibt manchmal im Hals stecken. Das Ende mit dem Auffinden des Täters ist gelungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Tödlicher Junggesellinnenabschied

Die Villa
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Aoife will heiraten und ihre Freundinnen haben den Junggesellinnenabschied auf Marbella geplant. Die Villa allerdings ist sehr weit vom Schuss und alle Aktivitäten sind auch extrem teuer. So richtig glücklich ...

Aoife will heiraten und ihre Freundinnen haben den Junggesellinnenabschied auf Marbella geplant. Die Villa allerdings ist sehr weit vom Schuss und alle Aktivitäten sind auch extrem teuer. So richtig glücklich ist niemand damit und die Tage enden in einer Katastrophe. Die Braut ist tot, das Verbrechen wird nie aufgeklärt und ihre beste Freundin Dani hat keine Erinnerungen an den Abend. Doch drei Jahre später organisiert sie eine Fahrt zurück in die Villa, um eventuell eine Erinnerung zurückzubekommen

Das Buch wird in verschiedenen Kapiteln in Gegenwart und Vergangenheit erzählt und die Kapitel sind auch aus Sicht der verschiedenen teilnehmenden Frauen beschrieben. Ehrlich gesagt, kann ich mit diesen Junggesellinnenabschieden nicht viel anfangen und wenn ich das so im Buch lese, erschließt sich mir nicht, was daran so toll sein soll. Die Geschichte selbst ist ziemlich spannend, weil jede der Frauen irgendein Geheimnis verbirgt und dieses hat Auswirkungen auf die anderen. Bis zum Schluss bleibt man völlig im Unklaren, was an dem Abend passiert ist. Allerdings hätte die Geschichte für mich in der Mitte einige Straffungen nötig gehabt. Das Gezicke der Frauen untereinander ging mir manchmal etwas auf die Nerven. Doch insgesamt ist es ein gutes Buch, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche

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