einfühlsames, fantastisches Tierabenteuer
Foxfighter - Angriff des Schattens (Band 1)Ein Abenteuer komplett aus der Sicht eines Fuchses, in dem Menschen nur eine kleine Nebenrolle spielen – dieses eher ungewöhnliche Setting hat meinen Sohn (11) und mich gleich angesprochen.
Akram El-Bahay ...
Ein Abenteuer komplett aus der Sicht eines Fuchses, in dem Menschen nur eine kleine Nebenrolle spielen – dieses eher ungewöhnliche Setting hat meinen Sohn (11) und mich gleich angesprochen.
Akram El-Bahay beschreibt sehr einfühlsam, wie sich Finn im Wald zurechtfinden muss, nachdem ihn seine Menschenfamilie, die ihn aufgezogen hat, dort ausgesetzt hat, und wir haben den Fuchs sofort ins Herz geschlossen. Finns erste Jagdversuche und sein Bemühen, seine Sinne zu schärfen und sich lautlos fortzubewegen, sind aber nicht nur berührend, sondern auch sehr komisch beschrieben, so dass auch der Humor nicht zu kurz kommt. Für diesen sorgt auch der kleine Igel, dem Finn begegnet, und der während der Geschichte immer wieder für Momente zum Schmunzeln sorgt.
Sehr schön beschrieben ist, wie sehr sich Finn danach sehnt, zu einem Rudel, einer Familie, dazuzugehören und Freundschaften zu schließen. Auch Ausgrenzung und Diskriminierung werden thematisiert.
Es dauert ein bisschen, bis die Handlung Fahrt aufnimmt und ein Spannungsbogen entsteht, zumindest habe ich das so empfunden. Einige Muster wiederholen sich, etwa die Szenen, wenn Finn und seine neugewonnene Fuchsfreundin Fabelfell auf die Jagd gehen, oder die Art und Weise, wie Finn brenzlige Situationen meistert. Hier fehlt mir ein bisschen Abwechslung und auch Komplexität innerhalb der Geschichte. Auch die Handlung an sich ist recht vorhersehbar, zumindest für mich als Erwachsene, doch auch meinem Sohn ging es ähnlich. Die Erzählweise ist insgesamt eher ruhig.
Ich würde Foxfighter all jenen empfehlen, die fantastische, einfühlsame Tiergeschichten mit einer guten Portion Abenteuer lieben und weniger Wert auf Action legen.