Gelungener Debütroman, der vor allem im letzten Drittel richtig krass wird.
Die Dahlien-MordeDie DAHLIEN MORDE ist ein gelungener Debütroman mit einem unerwarteten Ende, der zwar 200 Seiten erst mal vor sich hindümpelt, im letzten Drittel dann aber umso mehr an Fahrt aufnimmt. Der Schreibstil ...
Die DAHLIEN MORDE ist ein gelungener Debütroman mit einem unerwarteten Ende, der zwar 200 Seiten erst mal vor sich hindümpelt, im letzten Drittel dann aber umso mehr an Fahrt aufnimmt. Der Schreibstil wirkt noch hier und da ein bisschen hölzern, aber ich denke, die Autorin wird mit mehr Erfahrung von Buch zu Buch besser werden.
Die Protagonistin Reagan war mir leider von Anfang an unsympathisch und ich konnte so oft ihr Verhalten und ihre Handlungen nicht nachvollziehen, sodass es irgendwann genervt und permanentes Augenrollen bei mir verursacht hat. Dennoch konnte ich das ausblenden, da der Plot recht interessant war.
Frauenhass, Stalking und das Patriarchat waren das Kernthema. Die wirklich stattgefundenen sog. Dahlien Morde in den 40er Jahren in den USA, boten die Rahmenhandlung. Das damalige Opfer Elizabeth Short sieht unserer Protagonistin zum Verwechseln ähnlich, genau wie die Frauenleiche, die in der Nähe ihrer Wohnung bzw. Joggingstrecke gefunden wird.
Vor Angst ist sie wie gelähmt, denn könnte es evtl. ihr damaliger Stalker auf sie abgesehen haben? Je mehr Reagan sich von diesem Fall fernhalten will, desto mehr Umstände sorgen dafür, sich immer tiefer darin zu verstricken, bis es um Leben und Tod geht.
Die Autorin schafft es gekonnt, falsche Fährten zu legen, sodass man zwar eine Ahnung hat, aber nicht auf Anhieb darauf kommt, wie es am Ende nun wirklich ist bzw. wer der Täter war. Ich würde zukünftigen Romanen von ihr definitiv auch eine Chance geben.