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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Thematisch ansprechend, grafisch dafür leider nicht

Flimmern
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Worum geht’s?
Sidney, Nico und Katha haben eigentlich nicht viel gemeinsam – bis auf die Tatsache, dass sie alle auf die ein oder andere Weise noch nicht ihren Platz in der Welt gefunden haben. Als die ...

Worum geht’s?
Sidney, Nico und Katha haben eigentlich nicht viel gemeinsam – bis auf die Tatsache, dass sie alle auf die ein oder andere Weise noch nicht ihren Platz in der Welt gefunden haben. Als die drei bei einer Wanderung den Anschluss an ihre Klasse verlieren, müssen sie zwangsläufig eine Nacht in der Wildnis verbringen – und sind danach unzertrennlich.


Meine Meinung
Comics und Graphic Novels lese ich neben „normalen“ Büchern hin und wieder tatsächlich sehr gerne, was allerdings leider nicht immer ein Glücksgriff für mich ist. Auch in diesem Fall konnte mich die Umsetzung leider nicht ganz so sehr vom Hocker reißen, was ich aufgrund des Potenzials der Geschichte tatsächlich ein bisschen schade finde.

Die Idee an sich hat mir wirklich gut gefallen, da gerade eine etwas jüngere Zielgruppe in meinen Augen definitiv von Figuren profitieren kann, die ihren Platz im Leben noch suchen, älter werden und dabei keine Superhelden mit plötzlich entdeckten, magischen Fähigkeiten sind. Auch Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Erwachsen werden und der Umgang mit wirklich belastenden Problemen finde ich in einem Jugendbuch absolut richtig platziert und daher auch als Vorbildfunktion wichtig für jüngere Leserinnen und Leser.

Was mir dann aber leider überhaupt nicht zugesagt hat, war die Umsetzung der Graphic Novel Abschnitte, die immer wieder zwischen den einzelnen Textanteilen eingestreut wurden. Als Auflockerung der Texte fand ich die Idee eigentlich ziemlich gut, da mir die eher grob gekritzelt wirkende Gestaltung aber leider überhaupt nicht gefallen hat, hatte ich beim Lesen irgendwann einfach deutlich weniger Spaß. Wem der Stil gefällt, wird die Geschichte daher sicherlich mit deutlich mehr Begeisterung lesen, als das bei mir leider der Fall war.


Fazit
Thematisch und inhaltlich mochte ich die Geschichte eigentlich ganz gerne, die Graphic Novel Anteile haben mich in ihrer Umsetzung dann aber leider überhaupt nicht angesprochen. Als rein schriftliches Buch wäre ich daher vermutlich deutlich begeisterter von dem Gesamtpaket gewesen, so funktioniert das Buch für mich aber leider nicht wirklich überzeugend.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Durchschnittliche Geschichte mit holprigem Spannungsbogen

The Darkest Gold – Die Gefangene
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Worum geht’s?
Als Favoritin von König Midas lebt Auren in einem goldenen Käfig – im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit Jahren hat sie weder den Palast, noch dessen für sie zu einem Käfig umgebauten Räumlichkeiten ...

Worum geht’s?
Als Favoritin von König Midas lebt Auren in einem goldenen Käfig – im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit Jahren hat sie weder den Palast, noch dessen für sie zu einem Käfig umgebauten Räumlichkeiten verlassen. Erst als politische Spannungen Midas zu einem Besuch im benachbarten Königreich drängen, darf ihm Auren hinterher reisen – und stolpert dabei mitten hinein in ein Netz aus Intrigen, Verrat und Gewalt.


Meine Meinung
Eigentlich bin ich ja ein totaler Fan von Adaptionen und Retellings, egal, ob es dabei um Märchen, Sagen oder Mythen geht. Bei diesem Buch kam dann bereits vor dem Lesen noch dazu, dass ich unglaublich viele begeisterte Stimmen zur Entwicklung der Reihe gehört hatte und daher umso gespannter auf die Umsetzung und den Spannungsbogen war.

Der Schreibstil hat mir zunächst auch noch recht gut gefallen, selbst wenn mir die Sprache für ein durchaus historisch wirkendes Fantasysetting teils recht modern vorkam. Was mich dann aber leider recht schnell hat skeptisch werden lassen, war die eher schleppende Entwicklung des Spannungsbogens, welche mich schlussendlich auch eher enttäuscht als begeistert hat.

Zu Beginn der Geschichte fand ich die Einführung in das Setting noch recht interessant, auch wenn Handlung und Sprache ziemlich derbe waren. Darauf wird zu Beginn des Buches direkt hingewiesen, was ich durchaus legitim finde, wirklich ansprechend fand ich diesen Aspekt der Umsetzung deswegen aber trotzdem nicht.

Je weiter die Handlung dann allerdings voran geschritten ist, desto weniger wusste ich, worum es eigentlich gehen sollte. Ich konnte beim Lesen leider keinen wirklichen roten Faden oder einen großen Konflikt ausmachen, der die Geschichte auf ein klar erkennbares Ziel zuführen sollte. Ernsthaftes Interesse kam bei mir daher leider erst ab der zweiten Hälfte des Buches auf, was mich zwar durchaus neugierig auf den zweiten Teil der Reihe gemacht, gleichzeitig aber leider auch streckenweise immer wieder eher gelangweilt hat.

Meine Schwierigkeiten hatte ich leider auch mit Protagonistin Auren, die ich ehrlich gesagt bis zum Schluss nicht wirklich greifen konnte. Ihre Geschichte und ihre Fähigkeiten interessieren mich zwar grundsätzlich schon, auf emotionaler Ebene schwanke ich aber auch nach dem Lesen noch immer stark zwischen Mitleid und Kopfschütteln, was es mir sehr schwer macht, sie als Figur zu mögen.


Fazit
Auch wenn ich den Einstieg in die Geschichte als eher zäh empfunden habe, bin ich schlussendlich trotzdem gespannt darauf, wie es mit Auren und den vielen möglichen Handlungssträngen weitergeht. Ein deutlicher und erkennbarer roter Faden hätte es mir dabei allerdings wesentlich leichter gemacht, den Spannungsbogen interessierter zu verfolgen, weshalb in meinen Augen noch deutliches Entwicklungspotenzial für die restlichen Bücher der Reihe besteht.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2025

Leider eher anstrengend zu lesen

Spinne und Glühwürmchen: Romantische und zerreißende Dystopie
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Worum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre ...

Worum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre Simulation zusammenbricht und sie sich auf der bereits zerstörten Erde wiederfindet, steht sie plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen – denn alles, woran sie bisher geglaubt hat, muss sie plötzlich in Frage stellen.


Meine Meinung
Eigentlich hatte ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut, da ich insgesamt sehr gespannt darauf war, wie diese Parallelwelt aufgebaut sein würde. Die Idee klang zu Beginn auch noch wirklich interessant, mit der Zeit konnte mich die Umsetzung dann allerdings leider nicht mehr überzeugen.

So leid wie es mir auch tut, aber durch dieses Buch musste ich mich leider mehr schlecht als recht durchquälen. Der Schreibstil war durch die vielen Gedankenfetzen, durchgestrichenen Sätze und obskur formatierten Ausdrücke sehr sperrig zu lesen und hat es mir schwer gemacht, überhaupt in einen Lesefluss zu kommen.

Mit Protagonistin Juriana konnte ich ehrlich gesagt auch nur sehr wenig anfangen, da sie als Erzählerin bei mir eher für Verwirrung als Aufklärung gesorgt hat. Ihre Gedankengänge waren durch die Gestaltung in Fetzen nur schwer nachzuvollziehen, und darüber hinaus war es mir auch nicht wirklich möglich, ein Gefühl für ihre Emotionen oder ihre Entwicklung zu bekommen. Als mehr oder weniger unzuverlässige Erzählerin war sie mitten im Geschehen allerdings durchaus interessant, was mich definitiv davon abhalten konnte, die Geschichte abzubrechen.

Was den Spannungsbogen angeht, bin ich leider auch ein wenig hin und her gerissen. Grundsätzlich gab es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, was mich beim Lesen sehr positiv überrascht hat. Gleichzeitig habe ich mich manchmal aber auch etwas orientierungslos in der Handlung gefühlt, was zwar grundsätzlich keine Langeweile hat aufkommen lassen, mich aber trotzdem nicht so packen konnte, dass ich die Reihe weiter verfolgen wollen würde.


Fazit
Auch wenn ich die Idee zu dieser Geschichte grundsätzlich spannend fand, konnte mich die Umsetzung nicht besonders begeistern. Durch die teils verwirrende Gestaltung hat man zwar visuell zusätzlich eine Menge zu verarbeiten, wesentlich packender zu lesen fand ich das Buch dadurch aber leider eher nicht.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Spannende Idee mit schwacher Umsetzung

Blood Moon Rising. Kampf um die Krone (Blood Moon Rising 1)
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Worum geht’s?
Dass Melinoé eine Mondkämpferin ist, verstößt so ziemlich gegen jedes Gesetz, das es auf Islá Lûna gibt, denn eigentlich sollten nur weibliche Mitglieder der Königsfamilie in der Lage dazu ...

Worum geht’s?
Dass Melinoé eine Mondkämpferin ist, verstößt so ziemlich gegen jedes Gesetz, das es auf Islá Lûna gibt, denn eigentlich sollten nur weibliche Mitglieder der Königsfamilie in der Lage dazu sein, Magie zu wirken, was Melinoé zur Staatsfeindin Nummer eins macht. Um ihr Leben zu schützen, soll sie den Kronprinzen töten – ohne allerdings zu ahnen, welche Gefühle dieser in ihr auslösen kann.


Meine Meinung
Die Idee zu dieser Geschichte fand ich auf jeden Fall unglaublich spannend, denn auch wenn Magie in letzter Zeit eigentlich nicht zu meinen favorisierten Tropes gehört, klang das Konzept des Blutmondes doch zu interessant für mich, um das Buch links liegen zu lassen.

Mit dem Einstieg hatte ich dann aber leider schon ein wenig zu kämpfen, auch wenn ich den Schreibstil an sich sehr angenehm und durchaus flüssig zu lesen fand. Hinsichtlich des Worldbuildings hätte ich mir durchaus noch die ein oder andere Erläuterung gewünscht, denn trotz der teils sehr ausufernden Kapitel hatte ich manchmal das Gefühl, nur eher schleppend voran zu kommen und dabei kaum etwas neues oder spannendes erfahren zu haben.

In Bezug auf den Spannungsbogen war ich ehrlich gesagt auch ein wenig überrumpelt, wie schnell die Gewalt ausgeartet ist und dabei zeitweise auch wirklich überhand genommen hat. Brutalität als Stilmittel sehe ich ohnehin schon eher kritisch, in diesem Fall hatte ich aber den Eindruck, dass dieser Einsatz vor allem Entsetzen hervorrufen sollte und weder einen übergeordneten Sinn hatte, noch als Stilmittel fungieren sollte.

Auch mit den Figuren bin ich ehrlich gesagt nicht so wirklich warm geworden, was meiner Meinung nach vor allem an den extrem langen Kapiteln und den eher schleppenden Beschreibungen lag. Die Gespräche zwischen den Protagonisten kamen zwar definitiv nicht zu kurz, der Funken wollte bei mir aber leider irgendwie nicht so wirklich überspringen. Vom Konzept her fand ich die Konstellation der beiden aber durchaus interessant, da hier zumindest eine solide Erklärung für den Trope Enemies to Lovers geliefert wird und ich daher immerhin auf rein logischer Ebene eine gewisse Authentizität wahrgenommen habe. Hätte das dann auch für die Beziehung zwischen den beiden gegolten, wäre ich sicherlich etwas begeisterter von diesem Buch gewesen, so musste ich mich aber leider eher ein wenig bis zum Ende durchkämpfen.

Trotz meiner Probleme mit der Geschichte fand ich die Idee an sich allerdings unglaublich spannend und habe Potenzial gesehen, was mich durchaus optimistisch stimmt. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Blick behalten, diese Reihe war für mich aber leider eher ein Fehlgriff, weshalb ich Band zwei eher nicht auf meine Leseliste setzen werde.


Fazit
Auch wenn die Idee der Geschichte an sich wirklich spannend klang, hat mich die Umsetzung leider eher nicht überzeugen können. Figuren und Spannungsbogen hatten dabei definitiv Potenzial, welches in meinen Augen dann aber nicht zur Gänze ausgeschöpft wurde und meinem Lesespaß daher trotz aller Bemühungen einfach nicht zuträglich war.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Nette Idee mit eher schwacher Umsetzung

Koch mich! Bergstraße - Mit dem Lieblingsrezept von Ingrid Noll - Kochbuch
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Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten ...

Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten und Lokalbezug hat mich dabei definitiv neugierig gemacht, da ich mir das Konzept an sich durchaus auch für andere Regionen hätte anschauen wollen, um ein wenig mehr Abwechslung in meine Küche zu bringen.

So richtig überzeugen konnte mich dieses Kochbuch dann allerdings nicht, was für mich einfach vor allem an der Ansammlung vieler Kleinigkeiten lag, die meinen Gesamteindruck schlussendlich gedrückt haben.

Was Anekdoten und Bilder aus der Region angeht, hat das Buch auf jeden Fall meine Erwartungen erfüllt. Man erfährt einiges über die lokalen Besonderheiten, gewinnt Impressionen der Region (auch wenn diese in schwarz-weiß gehalten sind) und hat darüber hinaus die Möglichkeit, die Rezepte individuell zu bewerten bzw. nach Belieben eigene Rezepte und Notizen festzuhalten. Als Konzept hat mir das an sich gut gefallen, da man das Kochbuch so nicht nur zum stumpfen Kochen benutzen kann.

In Hinblick auf die Rezepte war ich dann aber ganz ehrlich eher enttäuscht, da man als Leser in diesem Punkt nicht nur vollkommen auf Bilder verzichten muss, sondern auch bei den Erklärungen zu den jeweiligen Lokalbezügen nicht immer abgeholt wird. Die ein oder andere Geschichte zu den Gerichten fand ich schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen, und auch unter den Namen konnte ich mir nicht immer etwas vorstellen. Mit einigen Bildern hätte ich das Gesamtkonzept vielleicht ein wenig besser gefunden, so hatte ich aber das Gefühl, beim Lesen und Nachkochen immer ein Stück weit raten zu müssen, was mir die kulinarische Reise ehrlich gesagt etwas vermiest hat.


Fazit
Die Idee zu diesem Kochbuch fand ich auf jeden Fall interessant, die Umsetzung hat meine Erwartungen aber ehrlich gesagt nicht erfüllen können. Statt einem Malen-nach-Zahlen hätte ich mir definitiv eher ein paar Bilder der fertigen Gerichte zur Orientierung gewünscht, da ich so ganz ehrlich lieber in den Urlaub fahren würde, um die lokale Küche zu entdecken und eher nicht noch einmal zu diesem Kochbuch greifen würde.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.