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Veröffentlicht am 02.03.2025

Zerbrochene Tassen

The First to Fall
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The First to Fall ist keine Love Story, es ist eine Tragödie.

Jedenfalls lässt das die Prämisse vermuten. Es geht um Aurora, die ein Freigeist ist, die die Freiheit braucht und ihr Leben dafür verschrieben ...

The First to Fall ist keine Love Story, es ist eine Tragödie.

Jedenfalls lässt das die Prämisse vermuten. Es geht um Aurora, die ein Freigeist ist, die die Freiheit braucht und ihr Leben dafür verschrieben hat mit ihrem Van durch die Weltgeschichte zu fahren und Dinge zu erleben. Plötzlich verstirbt ihre Schwester, aber nicht einfach so, bei einem Wanderausflug mit Freunden soll sie den Berg hinabgestürzt sein, komisch, wo sie doch so gut klettern kann...

Und dann gibt es noch Jakob, unseren grumpy male MC. Jakob war auf dem besten Weg zu Olympia, im Bergsteigen bzw. Klettern, allerdings steht er unter Mordverdacht und zwar war er mit Auroroas Schwester und Freunden unterwegs und eventuell hat er auch mehr gesehen, als er bei der Polizei zugeben möchte.

Mit Aurora wurde ich sehr schnell warm, sie ist ein sehr herziger Sunshine Charakter und solche Leute sind für mich oft sehr angenehm. Sie kommt so ziemlich mit jedem zurecht, jeder mag sie sehr schnell außer Jakob, der immer nur genervt von ihr ist und sie loswerden möchte. Vor allem als Aurora anfängt bei seiner Mutter auf dem Alpencharlet zu arbeiten, das er mal erben soll, auch wenn er viel lieber klettern möchte.
Jakob fand ich ein wenig anstrengender, aber hab dann irgendwann doch noch ein wenig besser zu ihm gefunden, er war immer so grundlos gemein zu Aurora und keine Ahnung, ist nicht so mein Type an Männern, vor allem, wenn die eigentlich insgeheim hot auf die Frau sind.

Wie man sich vorstellen kann, gibt es seeeehr viele Kommunikationsschwierigkeiten, sonst wäre es mit dem Start auch gar nicht möglich, dass sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt. Das war natürlich was anstrengend, weil es schon ein wenig unglaubwürdig ist, dass die beiden nicht wirklich wissen wer der andere ist.

Das ganze Mystery um den Tod der Schwester fand ich mega interessant, habe richtig mitgerätselt was so passiert ist und manche Sachen hab ich erraten, andere waren doch ein wenig unerwartet, so mag ich das immer am liebsten und dann war da noch dieses Ende, was mich extrem neugierig auf den zweiten Teil macht.

Ich hatte so meine Probleme mit manchen Dingen, das Pacing, die Miskommunikation zwischen den Hauptcharakteren, aber ich hatte trotzdem sehr viel Spaß mit der Geschichte und mochte auch einige Nebencharaktere sehr gerne! Werde mir also auf jedenfall Teil 2 auch holen, sobald dieser verfügbar ist.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Menschliche Abgründe

Everything We Never Said – Liebe lässt uns böse Dinge tun
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Uff, dieses Buch war so ein wilder Ritt!
Es geht um Ella, die einen Autounfall verursacht hat, wobei ihre beste Freundin Hayley gestorben ist. Sie war 6 Monate nicht mehr in der Schule und kommt nun zurück, ...

Uff, dieses Buch war so ein wilder Ritt!
Es geht um Ella, die einen Autounfall verursacht hat, wobei ihre beste Freundin Hayley gestorben ist. Sie war 6 Monate nicht mehr in der Schule und kommt nun zurück, versuchend irgendwie wieder ein wenig Realität zu bekommen, aber die Schuldgefühle und die Schuldzuweisungen und das Getuschel von Mitschülern sind doch ein wenig lauter als gehofft. Und da gibt es noch Sawyer, den heißen Freund von Hayley...
Zuallererst dachte ich, dass es doch ein wenig langweilig und sehr ersichtlich ist, aber es gab einige Plottwists, die ich erst recht spät erahnt habe und die mich dann doch ein wenig mehr vom Hocker gehauen haben.
Man muss hier aber auch klar sagen, dass sich gegebenfalls die Triggerwarnungen für dieses Buch durchgelesen werden sollte, klar kann das vieles vorausnehmen, aber gerade, wenn man mit manchen Themen Problemen hat, sollte man doch einen kurzen Blick drauf erhaschen.

Das ganze ist in 3 Point of Views unterteilt, 2 davon sind Ella und Sawyer, den dritten könnt ihr dann selbst herausfinden, aber gerade diesen fand ich unglaublich interessant und das hat der ganzen Geschichte ein bisschen mehr Spannung gegeben.
Ich fand Ella zu Anfang an wenig langweilig, ein bisschen zu graue Maus, ein bisschen zu typische Protagonistin, und ehrlich gesagt, hat sich ihr Spannungslevel jetzt nicht so gesteigert, aber es hat gut in die Geschichte gepasst und die Nebencharaktere sowie Sawyer haben ein wenig mehr Charakter gehabt.

Es war sehr cool mitzufiebern was passiert, auch wenn es zwischendurch ein paar Durststrecken gab durch die ich mich ein wenig zwingen musste, aber alles in allem wurde ich gut unterhalten, war geschockt durch manche Geschehnisse, hatte wieder viel Wut auf Männer und wurde am Ende noch überrascht. Schreibstil war auch sehr solide und hat mich gepackt. Werde definitiv mehr Bücher von Sloan Harlow lesen.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

You should see me in a crown

House of Marionne
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In House of Marionne geht es um Quell, einem Mädchen mit einem Geheimnis, von dem niemand wissen darf. Sie kann Magie, aber nicht irgendeine Magie, sondern hat etwas, dass sich Toushana nennt. Schon seit ...

In House of Marionne geht es um Quell, einem Mädchen mit einem Geheimnis, von dem niemand wissen darf. Sie kann Magie, aber nicht irgendeine Magie, sondern hat etwas, dass sich Toushana nennt. Schon seit sie denken kann, ziehen sie und ihre Mutter dauernd um, damit sie nicht gefunden wird, da dies schlimme Konsequenzen hätte.
Durch einige Umstände gelangt sie zu ihrer Oma, die eine bekannte Zauberschule führt und wird Teil dieser. Dies scheint die erste Hoffnung zu sein ihre Magie endlich kontrollieren zu können, auch wenn niemand ihr Geheimnis jemals herausfinden darf.

Zuallererst muss ich das wunderschöne deutsche Buchcover ansprechen, weil das ist wirklich ein Hingucker, gerade der Farbschnitt ist einfach so wunderschön und ehrlich das ganze Buch schreit ein wenig nach Bridgerton vibes, immerhin die abgeschwächte Version davon.

Quell ist ein schwieriger Hauptcharakter, die sich aber mit der Zeit entwickelt und obwohl sie mir gerade zu Beginn ein wenig zu langweilig und gehorsam war, ändert sich das im Laufe des Buches und ich hab echt angefangen sie zu mögen.

Die ganze Love Story war leider nicht ganz so gut. Jordan war ein klasse Charakter, natürlich ein wenig dieses broody, mysterious, ich kann dich nicht an mich ranlassen Gehabe, aber ehrlich gesagt i'm here for it und mich hat durchgehend interessiert was sein Deal ist, aber so zwischen ihm und Quell gab es keinen guten Beziehungsaufbau, es war ein wenig öde und kam dann doch zu plötzlich, die Chemie hat da leider nicht wirklich gestimmt.

Der Storyaufbau war... langwierig, es ist sehr lange nichts passiert außer ein bisschen Akademiealltag und da war oft das Problem, dass Quell einfach alles fast auf Anhieb konnte, so gar keine großen Probleme mit irgendwas hatte und das war ein wenig schade, da man ja eigentlich immer gerne liest wie sich wer hocharbeitet und nicht einfach direkt total der Überflieger ist.
Auch generell die Beziehungen zu anderen Charakteren, die nicht ihr Love Interest sind, kam ein wenig kurz, gerade sowas mag ich an so Akademiebüchern immer am liebsten, wenn die Hauptcharaktere so ihre Freundesgruppe aufbauen, war hier leider nicht der Fall. Allerdings war die ganze Beziehung zu ihrer Großmutter verdammt interessant.

Ursprünglich war ich nicht so motiviert den zweiten Band zu lesen, aber so in den letzten paar Kapiteln ist dann plötzlich soviel passiert und es gab einige sehr coole Plottwists, die das Buch aber sowas von abgerundet haben und das hab ich sehr geliebt! Gerade das letzte Kapitel war top tier! Und jetzt bin ich so richtig gespannt wie es von da überhaupt weitergehen wird und ich muss es weiterlesen.

Alles in allem also eine sehr gemischte Erfahrung, die am Ende aber sehr positiv umgeschlagen ist!

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Ein großer Ork in einer kleinen Stadt

Bücher und Barbaren
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Da ich selbst sehr into Dungeons and Dragons bin und auch selbst spiele, war das Buch natürlich ein absolutes Muss!

Es handelt von Viv, einem Ork, die dem Söldnertrupp Rackam's Ravens beigetreten ist ...

Da ich selbst sehr into Dungeons and Dragons bin und auch selbst spiele, war das Buch natürlich ein absolutes Muss!

Es handelt von Viv, einem Ork, die dem Söldnertrupp Rackam's Ravens beigetreten ist und bei einem Auftrag recht schwer verletzt wird. Sie wird in die Stadt Murk gebracht, eine sehr idyllische Küstenstadt (jedenfalls auf den ersten Blick), in der sie von ihren Verletzungen heilen kann, aber nicht ganz so talentiert ist still sitzen zu bleiben und auf ihren Doktor zu hören und sich eher auf den Weg macht die ganze Stadt kennenzulernen und sich Beschäftigungen sucht.

Das ganze Buch ist sehr low-stakes, was ausnahmsweise echt mal angenehm ist, zuviel Action, Tod und Verderben sind oft ganz nice, aber so ein Buch ist auch zwischendurch mal ganz wundervoll. Natürlich hat das Buch auch die ein oder andere Überraschung parat und ist nicht nur durchgehend Friede, Freude, Eierkuchen und verfolgt auch eine spannende Storyline. Vor allem muss man die Augen nach speziellen Kulten offen halten.

Die Charaktere sind verdammt liebenswert, vor allem Fern, eine Rättin und Buchhandlungsinhaberin hat es mir besonders angetan (und Liebe geht raus an all die independent bookstores, die es echt nicht einfach haben). Wer wünscht sich nicht wen, der einen einmal anschaut und einfach schon die perfekte Empfehlung parat hat?
Aber auch Gallina und Maylee machen unglaublich Spaß kennenzulernen und zu entdecken.

Generell hat man ein wenig das Gefühl ein Videospiel zu spielen, jedenfalls hat das Buch mir den Vibe gegeben, mit Locals reden, ein paar Aufgaben erledigen wie zb eine Buchhandlung wieder auf Vordermann bringen, aber auch einem größeren Plot/Mystery auf die Schliche zu kommen – auch gibt es einen leichten Romanceplot.

Man fühlt sich ein wenig als Leser gesehen, in diesem Buch geht es, große Überraschung, auch viel um das Lesen selbst, um das Eintauchen in eine ganz andere Welt, sogar jemandem dabei zu beobachten wie er das erste Buch liest und einfach komplett darin versinkt, man kann einfach soviel nachvollziehen, eine richtige Ode an die Lesenden.

Zuviel will ich gar nicht zum Plot verraten, einfach weil man sonst schnell zuviel weiß und sich ja auch noch überraschen lassen will, aber das Buch ist auf jeden Fall für jeden etwas, der einen angenehmen low-stakes Nachmittagsread haben möchte. Allerdings auch nicht durchgehend cosy, man hat auch einen Nekromantenplot, der einen ein bisschen aus dem cosy-Status reicht, muss sagen, das hat mich manchmal etwas rausgebracht, weil ich irgendwie durchgehend ein Wohlfühlbuch erwartet hab, haha.
Der Schreibstil ist sehr on the nose und angenehm, hat guten Humor und alles ist jetzt auch nicht zu tiefgründig. Ein paar deusche Übersetzungen (Schneckchen...) waren allerdings ein wenig off-putting, das hätte ich jetzt nicht gebraucht, zumal das im Original (ich musste nachgucken) auch ganz anders heißt und nicht so unangenehm ist.
Es fängt zugegebenerweise ein wenig zu slow an und man braucht so 100 Seiten um ein wenig reinzukommen und bis das Buch so wirklich losgeht, davor ists hauptsächlich ein bisschen Stadt und Charaktere kennenlernen, aber sobald man dann drin ist, möchte man es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Habe bisher Legend & Latte noch nicht gelesen, aber nun sehr Lust drauf. Auch ist das Cover ja wohl einfach ganz, ganz wundervoll, das Charakterartwork ist einfach so schön, liebe immer, wenn man weiß wie man sich die Charaktere vorzustellen hat. Hatte gar nicht viele Erwartungen an das Buch, aber hat mich sehr unterhalten.

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Veröffentlicht am 26.02.2024

Die Suche nach der Unendlichkeit.

Starling Nights 2
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Zuallererst das Cover ist unglaublich schön, das Gold schimmert auch richtig toll und das wäre generell einfach immer so ein Coverkauf von einem Buch!

Ich muss sagen im ersten Band fand ich den Schreibstil ...

Zuallererst das Cover ist unglaublich schön, das Gold schimmert auch richtig toll und das wäre generell einfach immer so ein Coverkauf von einem Buch!

Ich muss sagen im ersten Band fand ich den Schreibstil ein wenig „too much“, zu in Metaphern malend und natürlich hat sich der Stil in diesem Band nicht geändert, aber irgendwie scheine ich mich mehr dran gewöhnt zu haben und es hat mich weniger gestört. Generell sehr fließend zu lesen.

Ehrlich gesagt wusste ich nicht so richtig was ich davon halten sollte, dass es diesmal um Ashton und Zoe ging, mit Zoe konnte ich in Band 1 nichts anfangen, weil sie da recht charakterlos war und Ashton war einfach der widerlichste Typ um das mal sanft auszudrücken. So einfach der herablassenste egoistische Mann, den man irgendwo finden kann – weswegen den in einer Lovestory zu sehen schon sehr uff war.
Muss aber dazu sagen Charakterentwicklungen gab es in diesem Band schon einige! Und selbst wenn ich Ashton immer noch absolut widerlich finde (als generelle Art von Mann), waren er und Zoe einzeln sehr viel interessanter als Mabel und Cliff.

Leider ist das Buch natürlich ein großes „I can fix him“ und „obwohl du eigentlich der schlimmste Mensch der Welt bist, war's auch schon irgendwie meine Schuld, weil ich so naiv war, dass du mich ausgenutzt und fast getötet hattest“. Bin generell eigentlich ein Fan von morally grey und auch Fan von dark romance, aber wenn man halt so übelste nice girls hat, die die moralischten Morale haben und die Kerle basically mit ihnen machen können, was sie möchten und das dann entschuldigt wird – eh nicht ganz meins tbh. Aber bin sicher dafür gibt es einen Markt und bad boys und nice girls sind ja generell beliebtes Pairing, also alles okay. Eher so eine persönliche Präferenz von mir – da ich immer noch finde man kann fiktionale Geschichten von realen trennen.

Storymäßig war es recht langsam bis dann mal gegen Ende etwas passierte, war eher ein viele Gefühle und Charakterentwicklung-Buch, aber das ist okay, ist halt ein Romancebuch :D

Hineinversetzen konnte ich mich in die Charaktere eher weniger außer in ein paar von den Ängsten, die vor allem Zoe hatte und das fand ich generell auch ganz gut gehändelt und mit umgegangen.

Denke ich würde nochmal was von der Autorin lesen, wenn es sich ergibt :)

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