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Veröffentlicht am 03.03.2026

Schöner Einstieg in die Gartenwelt mit kleinen Schwächen.

Blütenpracht und Ernteglück – Dein Weg zum Traumgarten
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Wer kennt das nicht? Der Winter zieht sich langsam zurück und die ersten Vorboten des Frühlings lassen sich schon blicken. Der ein oder andere bekommt dann auch direkt Lust, sich im Garten etwas zu betätigen. ...

Wer kennt das nicht? Der Winter zieht sich langsam zurück und die ersten Vorboten des Frühlings lassen sich schon blicken. Der ein oder andere bekommt dann auch direkt Lust, sich im Garten etwas zu betätigen. Und da kommt die Influencerin Svenja Breuer ins Spiel. Unter dem Account „designablehome“ gibt sie schon seit einigen Jahren regelmäßig interessante Gartentipps rund um verschiedene Blumen, hilfreiche Pflegetipps und auch immer wieder schöne Dekorationsideen.
Mit viel Liebe zum Detail inspiriert sie ihre Community und teilt ihre Erfahrungen aus dem Gartenalltag.

Jetzt hat Svenja Breuer ihr erstes Buch veröffentlicht.
„Blütenpracht und Ernteglück – Dein Weg zum Traumgarten“ ist ein klar strukturierter Ratgeber, der unter anderem grundlegende Themen, Aussaat-Tabellen sowie Pflanz- und Pflegepläne erklärt. In einfachen Worten werden der gärtnernden Leserschaft Pflanzenporträts und praktische To-Do-Tipps nähergebracht.
Besonders schön fand ich dabei, dass sie sehr bemüht ist, einen harmonischen Garten zu kreieren, der insektenfreundliche Blumen und pflegeleichtes Gemüse miteinander verbindet – ohne das eines zu kurz kommt.

Für mich persönlich muss ich jedoch sagen, dass mir die Gestaltung der Bilder im Buch selbst nicht ganz zugesagt hat. Bei dem ansprechenden Cover, auf dem Svenja Breuer fröhlich in ihrem blühenden Garten steht und von einem pastelligen Rahmen umgeben ist, hatte ich mich auf eine ebenso schlichte, aber informative Gestaltung im Inneren gefreut. Leider dienen viele Bilder eher dekorativen als informativen Zwecken und wirken teilweise nicht wirklich professionell aufgenommen, da der Fokus einzelner Bilder nicht ganz stimmig zum Gesamtbild erscheint. Gefühlt findet sich auf jeder zweiten Seite mindestens ein Bild der Autorin im Garten, auf dem sie fröhlich in die Kamera lächelt – wobei sich mir persönlich der konkrete Mehrwert nicht immer erschließt.
Was ich außerdem schade finde, ist, dass die Struktur und Gestaltung eher an eine rein weibliche Leserschaft scheinbar richtet.

Insgesamt denke ich, dass sich Gartenneulinge hier sicherlich den ein oder anderen guten Tipp holen können. Wer bereits viel Gartenerfahrung hat und stark ins Detail gehen möchte, könnte sich an manchen Stellen etwas mehr Hintergrundwissen oder botanische Tiefe wünschen.

Mein Resümee:
Für Einsteiger empfehlenswert, für erfahrene Gärtner eher eine leichte Lektüre.
Ich selbst freue mich über die ganzen Tipps und Erfahrungen zu Dahlien. Bisher habe ich mich nicht wirklich an diese schönen Blumen herangetraut, aber dank Svenja Breuer wage ich dieses Jahr den Versuch damit.
Alles in allem ein solider Ratgeber mit wertvollen Impulsen – genau das, was ich mir für Einsteiger erhofft hatte, auch wenn mir die Bildgestaltung nicht immer gefallen hat.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Bittersüßer Zauber des Erwachsenwerdens.

Wenn unsere Welt kippt
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In „Wenn unsere Welt kippt“ entführt Jandy Nelson ihre Leserinnen und Leser in das sonnendurchflutete Kalifornien, in die fiktive Kleinstadt Paradise Springs – einen Ort, an dem Teufelswinde wehen, ein ...

In „Wenn unsere Welt kippt“ entführt Jandy Nelson ihre Leserinnen und Leser in das sonnendurchflutete Kalifornien, in die fiktive Kleinstadt Paradise Springs – einen Ort, an dem Teufelswinde wehen, ein Soufflé Menschen sich ineinander verlieben lässt, ein Wein die Seele berührt und andere phantastische Dinge geschehen. Dies ist die Heimat der Familie Fall.
Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Dizzy (12), Miles (17) und Wynton (19). Ihr familiärer Zusammenhalt ist brüchig, jeder kämpft mit dem eigenen Weg des Erwachsenwerdens und dem Fehlen ihres Vaters, der die Familie unerwartet verlassen hat.
Als die drei auf die rebellische, lebensfrohe Cassidy treffen – ein Mädchen mit bunten Haaren, tätowierten Lieblingswörtern und einer faszinierenden Ausstrahlung verändert sich ihr Leben spürbar. Cassidy wird zum Katalysator für Aufbruch, Neuanfang, Sehnsucht und Selbstfindung. Doch ob sie die Familie Fall tatsächlich wieder vereinen kann, bleibt offen.

Jandy Nelson gilt als gefeierte Stimme der modernen Jugendbuchliteratur. Obwohl dies mein erstes Buch von ihr war, war ich voller Neugier und Erwartungen, welche Geschichte mich erwarten würde.

Die Erzählung wechselt zwischen den Perspektiven von Dizzy, Miles, Wynton und Cassidy. Eingestreute Briefe und poetische Passagen verleihen dem Roman eine märchenhafte Note. Durch den Perspektivwechsel gewinnt die Handlung an Dynamik, Spannung und Tiefe. Besonders gelungen sind die schön gestalteten grafischen Elemente, die einige Kapitel hervorheben und sich wie ein roter Faden durch den Roman ziehen.
Thematisch wagt sich Nelson an komplexe Bereiche: erste Liebe, das Entdecken eigener Queerness, der Verlust eines Elternteils, Vernachlässigung, psychische Erkrankungen wie Depressionen und manische Episoden sowie Alkoholismus.
Dennoch hatte ich den Eindruck, dass es schlicht zu viele gewichtige Themen waren, die angerissen, aber nicht vollständig aus erzählt oder für das junge Zielpublikum ausreichend eingeordnet wurden.

Auch stilistisch ist der Roman stellenweise überbordend. Vieles wirkt zu üppig, teilweise kitschig erzählt. Immer wieder driftet Nelson in einen magischen Realismus ab, der sich nicht immer organisch in die Handlung fügt und an manchen Stellen eher erzwungen wirkt.

Die lyrischen Einschübe und der grundsätzlich leichte, bildhafte Schreibstil sind gut gewählt, verlieren jedoch durch die inhaltliche Überfrachtung an Wirkung.

Als positiv habe ich die Darstellung der jugendlichen Figuren empfunden. Sie sind glaubwürdig und vielschichtig gestaltet; man spürt ihre Unsicherheiten, ihr Ringen und ihre Verletzlichkeit.

Insgesamt war „Wenn unsere Welt kippt“ für mich ein emotional starkes, aber erzählerisch überladenes Leseerlebnis.
Die poetische Sprache und die Tiefe der Themen wollten sich nicht immer zu einer klaren Einheit fügen.

Trotz einiger Schwächen ist das Buch ein charmantes, teils berührendes Coming of Age Werk – nur hätte weniger hier vielleicht mehr sein können.

Fans poetisch-magischer Jugendromane dürften Gefallen daran finden.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ein Tanz zum Schein

A Dance of Lies
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„A Dance of Lies“ von Brittney Arena fällt zunächst direkt durch sein wunderschön gestaltetes Cover ins Auge. In intensiven Tönen wird hier ein Buntglasfenster dargestellt, das, wenn man es näher betrachtet, ...

„A Dance of Lies“ von Brittney Arena fällt zunächst direkt durch sein wunderschön gestaltetes Cover ins Auge. In intensiven Tönen wird hier ein Buntglasfenster dargestellt, das, wenn man es näher betrachtet, bereits seine eigene Geschichte erzählen kann durch die vielen kleinen Elemente.
Besonders beeindruckt hat mich die liebevoll veredelte Buchschnittgestaltung, die dem Buch einen kostbaren Rahmen verleiht – ich muss gestehen, ich war auf Anhieb hingerissen.


Zum Inhalt:
Vasalie, einst das Kleinod von König Illian, galt als außergewöhnlich begabte Tänzerin und stand im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch eine hinterhältige Intrige beraubt sie plötzlich all ihrer Möglichkeiten. Nach zwei Jahren der Gefangenschaft erhält sie vom König ein einmaliges Angebot, das sie nicht ablehnen kann: Für ihre Freiheit soll sie die Versammlung der Königreiche infiltrieren und im Auftrag des Königs heikle Aufgaben erfüllen. Stück für Stück offenbart sich ihr dabei das ganze Ausmaß der Verstrickungen, bis Vasalie schließlich vor der Entscheidung steht, was sie wirklich will.


Mein Resümee:
„A Dance of Lies“ hat mich gleichermaßen gefesselt und frustriert – und genau das macht es so schwer, ein einfaches Fazit zu ziehen.
So verwendet die Autorin eine bildhafte Sprache, die einfach nur das Kopfkino bei den Lesenden anregen muss. Besonders in den kraftvollen Tanzszenen, die mit viel Liebe zum Detail beschrieben sind, erschafft sie eine mitreißende Immersion. An diesen Stellen, wünscht man sich einfach eine Verfilmung des Buches.
Doch abseits dieser Glanzpunkte offenbaren sich Schwächen, die meinen Lesegenuss getrübt haben. Die Figuren, allen voran die Nebencharaktere, bleiben in ihren Konturen oft schablonenhaft und eindimensional. Zwar wirken sie an sich sympathisch, doch es fällt schwer, sich von ihnen in den Bann ziehen zu lassen oder wirklich mit ihnen mitzufühlen.
Die angedeutete Liebesgeschichte war zwar schön, hätte meiner Meinung nach aber deutlich mehr Raum verdient, um sich voll entfalten zu können – das allein hätte dem Buch schon mehr emotionale Tiefe gegeben.
Zudem verliert sich die Autorin stellenweise in Nebensträngen: Politische Machtspiele und die Vielzahl an Königshäusern machen den Plot unnötig unübersichtlich.

Beworben wird der Roman als Romantasy, also als Mischung aus Romantik und Fantasy, was bei Fans große Erwartungen aufkommen lässt.
Leider muss ich hier anmerken, dass der eigentliche Fantasy-Anteil verschwindend gering ist.
Auch von den angekündigten Love-Triangle-Vibes habe ich beim Lesen nichts gespürt. Für mich wirkt diese Werbung schlicht irreführend, besonders für LeserInnen, die das Buch gerade wegen dieser Genre-Versprechen in die Hand nehmen.

Trotz meiner Kritikpunkte habe ich das Buch gerne gelesen.
Frau Arenas einfühlsamer und angenehm fließender Schreibstil erschafft eine liebevolle ausgestaltete Welt.
Besonders gelungen fand ich, wie der Tanz nicht nur als Motiv, sondern fast schon als stille zweite Hauptfigur präsent ist und dem Roman eine fast magische Leichtigkeit verleiht.
Die Autorin bringt interessante Ideen und einige sympathische Figuren ins Spiel, doch es gelingt ihr nicht immer, den Faden gekonnt wieder aufzunehmen und die Geschichte zu Ende zu denken. Daran merkt man vielleicht, dass es ihr Debütroman ist und sie noch größeres Entwicklungspotenzial hat. Vielleicht schafft sie es mich mit einer möglichen Fortsetzung vollständig zu überzeugen.

Schlussendlich empfehle ich diesen Roman all jenen, die sich nach einer leichten Liebesgeschichte sehnen. Wer es schafft die Schwächen des Romans zu verzeihen, wird in diesem Debüt sicherlich einige berührende Lesemomente finden.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Würdest du dein bisheriges Leben ändern, wenn du wüsstest wann es tatsächlich endet?

Vorsehung
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Liane Moriarty ist eine bekannte australische Autorin, die mit ihren Romanen bereits mehrfach internationale Bestsellerlisten anführte. Viele von uns kennen auch die gelungenen Filmadaptionen ihrer Werke, ...

Liane Moriarty ist eine bekannte australische Autorin, die mit ihren Romanen bereits mehrfach internationale Bestsellerlisten anführte. Viele von uns kennen auch die gelungenen Filmadaptionen ihrer Werke, wie zum Beispiel „Big Little Lies“ und „Nine Perfect Strangers“.

Das Cover hat mich sofort an die Theorie des Schmetterlingsflügelschlags erinnert, die vom Meteorologen Edward Lorenz entwickelt wurde und auch in der Philosophie häufig Anwendung findet. Es zeigt einen kleinen, zarten Schmetterling, der durch die sanfte Berührung des Wassers Wellen auslöst.

Und so ergeht es auch den verschiedenen Protagonisten, die alle zur selben Zeit Passagiere desselben Fluges sind. Was zunächst wie ein ganz gewöhnlicher Flug erscheint, entwickelt sich für sie alle zu einer außergewöhnlichen Reise. Denn als eine ältere Dame aufsteht und jedem Einzelnen den erwarteten Todeszeitpunkt sowie die Ursache erklärt, müssen sich die Passagiere fragen: Glaube ich an die Vorsehung? Leben wir in einem deterministischen Universum, in dem bereits alle Ereignisse – auch zukünftige – vorherbestimmt und unabwendbar sind? Oder haben wir unser Schicksal selbst in der Hand?
Als sich die Vorhersagen der Dame zu bewahrheiten beginnen, wird die Situation ernst, und Bewegung kommt ins Spiel.
Den Ansatz, den Frau Moriarty in ihrem neuesten Werk gewählt hat, finde ich sehr interessant. Er hat bei mir die Frage ausgelöst: Würde ich es wissen wollen? Und wie würde ich mich dann verhalten? Stasis - passiv und abwartend oder würde (blinder) Aktionismus verfallen?

Der Schreibstil von Frau Moriarty ist typisch für ihre Romane. Er ist leicht zugänglich, flüssig zu lesen und enthält immer wieder eine kleine Prise Humor, die sowohl aktuelle Themen als auch die Vergangenheit aufgreift. Die Autorin bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus den Abgründen ihrer Figuren, Vielschichtigkeit und gut gesetzten Cliffhangern, die die Atmosphäre spannend steigern.

Leider verliert mich die Autorin manchmal durch ihre kurzen, schnellen Kapitel. Das stört den Lesefluss mich erheblich, denn immer wenn ich das Gefühl hatte, eine Figur richtig zu packen, reißt der Text unvermittelt ab und wechselt zur nächsten Figur. Natürlich ist der Wechsel zwischen den verschiedenen Protagonisten lebendig und abwechslungsreich. Allerdings verliert sich dadurch der Text auch manchmal in unwichtigen Details, die eher wie leere Füllmenge wirken.

Für mich war das Leseerlebnis insgesamt gemischt.
Der grundlegende Gedanke hat mich neugierig gemacht und zum Nachdenken angeregt. Dennoch blieben die meisten Figuren zu blass und konnten mich nicht wirklich fesseln.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Mit Vorsicht zu genießen, die prolligen Briten sind unterwegs!

Alles, was ich weiß über die Liebe
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Dolly Alderton ist eine erfolgreiche britische Autorin, Journalistin und Podcasterin.
Ihr Buch „Alles, was ich weiß über die Liebe“ ist besonders in Großbritannien ein grandioser Erfolg geworden und wurde ...

Dolly Alderton ist eine erfolgreiche britische Autorin, Journalistin und Podcasterin.
Ihr Buch „Alles, was ich weiß über die Liebe“ ist besonders in Großbritannien ein grandioser Erfolg geworden und wurde als Fernsehserie verfilmt.
In Deutschland ist es bereits 2019 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Heute im Jahr 2025 erhält es eine Neuauflage, welche mit einem rosa Farbschnitt, einem neuem Vorwort und einem neuem Abschlusskapitel aufwartet.

„Alles, was ich weiß über die Liebe“ ist ein autobiografischer Coming-of-Age-Roman, der von Dolly Aldertons frühester Jugend bis zu ihrem 30. Geburtstag erzählt. Darin ist Frau Alderton nicht zimperlich; sie beschreibt ihre ausschweifenden Jahre, die von Alkoholexzessen, Drogenkonsum und Promiskuität geprägt sind, bis sie in ihren späten Zwanzigern (scheinbar) zu sich selbst findet.
Nichts scheint ihr dabei unangenehm. Dabei kommt sie oft rotzig daher, nur um dann wieder so verletzlich und tief verwundbar dazustehen.
Dies ist mit Sicherheit, der bemerkenswerteste Aspekt dieses Buches.
Durch ihre authentische Ehrlichkeit, die ihre eigenen Unsicherheiten, Fehler und Missgeschicke beschreibt, bekommt dieses Buch etwas sehr authentisches.
Der Schreibstil ist dabei gut verständlich und bringt durch einen gewissen Humor immer eine Leichtigkeit mit ins Geschriebene.

Ich selbst bin sehr zwiegespalten nach dieser Lektüre.
Die offene und ehrliche Art der Selbstdarstellung fand ich bewundernswert, vor allem weil es am Ende keine Liebeserklärung an die verschiedenen Männern in ihrem Leben war, sondern an all die Frauen, allen voran ihre beste Freundin Farly, die ihr Leben bereichert und beeinflusst. Das hat mich sehr berührt.
Was mich jedoch mindestens genauso abgestoßen hat, sind die verantwortungslosen und gefährlichen Aktionen, in die sie sich immer wieder begibt. Sei es das Glorifizieren exzessiver alkoholbedingten Abstürze, das unbedarfte Wechseln von Intimpartnern oder das Leben über ihre finanziellen Mittel hinaus. Dolly Alderton scheint alles mitnehmen zu wollen, was ihr geboten wird. Das kann man gut finden oder nicht, das es allerdings immer so glimpflich abgelaufen ist, mag ich zu bezweifeln.

Am Ende liest sich „Alles, was ich weiß über die Liebe“ wie das Tagebuch einer wirklich überdrehten Freundin, bei der man gerne den Kopf schüttelt und liebevoll sagt: „Ach Dolly, echt jetzt?!“. Mit Sicherheit ist es kein Buch für jeden Lesenden, aber es erscheint mir trotzdem als nette Abwechslung auf dem deutschen Buchmarkt zu sein.

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