Ein Protagonist, der kein Held ist
Und immer wieder Blut2012: David Thomsen aus Dresden bekommt von Zeit zu Zeit Aufträge von der UNO, so auch diesmal. Er verlässt seine Frau und reist als Zourist getarnt nach Peru, um die Senatorin nach Genf zu verbringen. ...
2012: David Thomsen aus Dresden bekommt von Zeit zu Zeit Aufträge von der UNO, so auch diesmal. Er verlässt seine Frau und reist als Zourist getarnt nach Peru, um die Senatorin nach Genf zu verbringen. Vor Ort lernt er vor allem die Schönheit Maria kennen und verliebt sich sofort in sie. Bald merkt David, dass der Auftrag von Intrigen durchlöchert ist und er niemandem trauen kann...
Das Buch springt mit Rückblicken durch die 80er, 90er und 2000er und erzählt neben Davids Gegenwart und seinen Erinnerungen noch von Ramon und José was ich an manchen Stellen etwas zu detailliert fand (besonders bei David). Im Gegensatz dazu kam mir das Finale zu kurz vor.
David als Protagonist hat mir leider gar nicht gefallen. Nennt mich altmodisch, aber Heldenfiguren nehmen ihre Frauen in den Arm und schlafen nicht zwei Tage später mir der nächsten. Sie können wirklich was, anstatt dass sie nur ausschließlich mit viel Glück überleben.
Insgesamt hat mir an den entscheidenden Stellen die richtige Tiefe gefehlt und die Sympathien zu den handelnden Personen.
Geschrieben war es aber sehr gut und auch die Recherchen und Bemühungen würden gut integriert. Politische Antworten waren sehr schön neutral/diplomatisch, was ich sehr angenehm empfand.