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Veröffentlicht am 25.02.2025

Hoffnungsfroh

Unsere Seelen bei Nacht
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Addie und Louis leben als Nachbarn in einer Straße. Sie sind beide schon Rentner und seit einiger Zeit verwitwet. Eigentlich hat es den Anschein, als kommen sie gut damit zurecht. Bis Addie Louis fragt, ...

Addie und Louis leben als Nachbarn in einer Straße. Sie sind beide schon Rentner und seit einiger Zeit verwitwet. Eigentlich hat es den Anschein, als kommen sie gut damit zurecht. Bis Addie Louis fragt, ob er sich vorstellen kann, bei ihr zu übernachten – nur zum Reden. Louis stimmt nach einigem Überlegen zu und so geht er jeden Abend zu ihr und am Morgen zurück in sein Haus. Natürlich bleibt das in dem kleinen Ort nicht verborgen und die Gerüchteküche kocht über. Da sich Addies Sohn gerade in einer schwierigen beruflichen und familiären Phase befindet, nimmt Addie für einige Zeit ihren Enkel zu sich, der darüber aber nicht so glücklich ist …

Das Buch ist dünn, weniger als 200 Seiten. Ich habe es „auf 2 x“ durchgelesen und es hat mir gut gefallen. Zum einem stimmt es mich (hoffnungs)froh, dass auch im höheren Alter eine neue Liebe und eine schöne Beziehung möglich ist. Zum anderen beschreibt es wunderbar die Situation der beiden zueinander, aber auch die teilweise gehässigen anderen Menschen, von denen ich denke, dass sie oft einfach nur unzufrieden und neidisch sind. Gut gefallen haben mir auch die Lebensgeschichten und das Einbinden des Enkels von Addie. Man merkt richtig, wie er „auftaut“ und sicherer wird und sich anfängt wohlzufühlen.
Das einzige, was mich wirklich störte, war diese komische Verwendung der wörtlichen Rede. Man wusste oft nicht, wo sie anfängt und aufhört. Das gefiel mir nicht so gut.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Interessant

Rain Dogs
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Kommissar Sean Duffy steht vor einem rätselhaften Fall. Eine junge Journalistin wird im geschlossenen Burghof tot aufgefunden. Sie hat sich vom Turm gestürzt. Selbstmord. Doch die Anzeichen mehren sich, ...

Kommissar Sean Duffy steht vor einem rätselhaften Fall. Eine junge Journalistin wird im geschlossenen Burghof tot aufgefunden. Sie hat sich vom Turm gestürzt. Selbstmord. Doch die Anzeichen mehren sich, dass da etwas faul ist. Nur war niemand anderes dabei. Also doch kein Mord? Duffy hat ein Déjà-vu, so einen Fall hatte er schon. Soll ihm tatsächlich 2 x das gleiche passieren? Die Ermittlungen laufen an und ein Selbstmord wird immer unwahrscheinlicher...

Mir hat das Buch gut gefallen. Die Zeit in Nordirland, speziell in Belfast, in den 1990er Jahren wird gut beschrieben, die schwierige Situation eines Polizisten sozusagen zwischen allen Fronten. Das fand ich sehr interessant.
Die Geschichte selbst ist ein solider Krimi. Es wird ermittelt, als Leser kann man die Schritte nachvollziehen. Für mich war es manchmal ein wenig zu ausführlich, ein bisschen mehr Straffung hätte dem Buch gut getan. Und die Witze fand ich einfach nur nervig, keinesfalls lustig. Umso mehr witzig fand ich einen Großteil der oftmals trockenen, lakonisch kurzen Dialoge. Alles in allem ein sehr gut lesbares Buch. Die zu erwartende Fortsetzung würde ich gern wieder lesen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Schönes Märchen

Mit jedem Jahr
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Harvey ist gerade in der 1. Klasse, als ihre Eltern bei einem Unfall sterben. Es gibt nur einen Onkel. Zu ihm würde Wanda, die Bearbeiterin vom Sozialamt, das Mädchen gern geben. Doch Jason hat eine kriminelle ...

Harvey ist gerade in der 1. Klasse, als ihre Eltern bei einem Unfall sterben. Es gibt nur einen Onkel. Zu ihm würde Wanda, die Bearbeiterin vom Sozialamt, das Mädchen gern geben. Doch Jason hat eine kriminelle Vergangenheit mit Drogen, Schlägereien und Gefängnisaufenthalt...

Für mich war das Buch am Ende ein schönes modernes Märchen. Es war wunderbar lesbar und ich hätte es wohl in einer Nacht durchgelesen, wenn ich nicht an die Arbeit und die Müdigkeit am nächsten Tag gedacht hätte. Erzählt wird alles in Rückblenden und es ist interessant, die Entwicklung von Jason zu verfolgen, auch die von Harvey, doch die ist eher typisch für ein Kind, während Jason anders ist. Interessant ist auch, wie unterschiedlich die Erinnerungen von beiden an die gemeinsam verbrachte Zeit und die einzelnen Erlebnisse sind. Man lernt viel über Familie, Freundschaft, Hilfe, Entscheidungen, Veränderungen. Den Punktabzug gibt es von mir für die unrealistische Ausgangssituation. In wohl keinem Land mit einem funktionierenden System zum Schutz der Kinder hätte Jason seine Nichte zur Betreuung bekommen bei seiner Vergangenheit und das wäre mir auch verständlich gewesen. Und das Ende war dann leider auch etwas überzogen. Wie gesagt ein modernes Märchen. Aber so gut geschrieben, dass ich dafür auf jeden Fall eine Leseempfehlung ausspreche.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Guter Krimi

Gefährlicher Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 3)
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„Gefährlicher Lavendel“ ist der 3. Teil der Serie um Rechtsmediziner Leon Ritter, der jetzt schon einige Zeit in der Provence lebt und sich dort wohl fühlt. Ich kenne die Vorgängerbände, so konnte ich ...

„Gefährlicher Lavendel“ ist der 3. Teil der Serie um Rechtsmediziner Leon Ritter, der jetzt schon einige Zeit in der Provence lebt und sich dort wohl fühlt. Ich kenne die Vorgängerbände, so konnte ich gerade bei den privaten Teilen nahtlos anschließen. Dieses Mal werden Leichen gefunden, die vor der Ermordung brutal gefoltert wurden. Es sind Leute des Mittelstandes, der besseren Gesellschaft des Ortes. Doch die Zusammenhänge sind unklar und der Ermittlungen kommen nicht voran.

Das Buch ist für mich ein klassischer Krimi. Es gibt Tote, es wird ermittelt und man erfährt erst ziemlich zum Ende hin, wer der Täter war und warum er es getan hat. Dazwischen gibt es auch einiges aus der Familie zu lesen und von den Kollegen. Was besonders gut für mich rüber kommt, ist die Beschreibung der Provence und des dortigen Lebensgefühls der Leute. Das konnte ich mir richtig gut vorstellen. Was für mich ein wenige fehlte, war die Spannung durch das Buch. Es kam ein wenig behäbig daher, was den Fall angeht. Das Ende empfand ich dann ein wenig übertrieben, aber das ist sicher Geschmackssache. Alles in allem ein gut lesbares Buch, was nicht langweilt, aber ein bißchen mehr Straffung verdient hätte. Trotzdem würde ich eine Fortsetzung gern lesen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gut mit Längen

Wenn das Eis bricht
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In einem Haus eines leitenden Geschäftsmannes findet man die Leiche einer jungen Frau. Sie wurde enthauptet. Die Polizei stößt schnell auf einen alten ungeklärten Fall von vor 10 Jahren, bei dem ein Mann ...

In einem Haus eines leitenden Geschäftsmannes findet man die Leiche einer jungen Frau. Sie wurde enthauptet. Die Polizei stößt schnell auf einen alten ungeklärten Fall von vor 10 Jahren, bei dem ein Mann auf die gleiche Art ermordet wurde. Sie sind sich unschlüssig, ob die Fälle zusammenhängen, denn scheinbar haben beide Opfer nichts gemeinsam …

Die Geschichte wird in drei Strängen erzählt. Einmal von Emma, dem Opfer. Einmal von Peter, einem Kommissar mit Bindungsängsten. Und einmal von Hanne, einer Psychologin, die als Beraterin für beide Fälle geholt wurde und die an Alzheimer erkrankt ist. Dadurch wechselt das Geschehen ständig. Der Anfang ist sehr rasant und war für mich auch sehr spannend. Im Mittelteil flaut die Spannung stark ab, weil die unterschiedlichen Geschichten der drei Leute für mich oft zu ausufernd und langatmig waren, und ich begann, mich zu fragen, ob ich eine Familiengeschichte oder einen Thriller lese. Unabhängig davon waren die Geschichten aber gut lesbar. Das Ende hin ist dann wieder spannend und auch überraschend und alle drei Stränge werden zusammengeführt. Alles in allen ist das Buch am Ende für mich doch ein guter Thriller, wenn eine Straffung im Mittelteil für meinen Geschmack mehr gebracht hätte.

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