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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2025

Nicht schlecht, aber

Glücksmädchen
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Ellen Tamm ist Reporterin bei einer Zeitung. Als ein kleines Mädchen - Lycke - verschwindet, bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag, diesen Fall zu recherchieren. Für Ellen ist das besonders schwer, denn ...

Ellen Tamm ist Reporterin bei einer Zeitung. Als ein kleines Mädchen - Lycke - verschwindet, bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag, diesen Fall zu recherchieren. Für Ellen ist das besonders schwer, denn ihre Zwillingsschwester ist im gleichen Alter gestorben, in dem Lycke jetzt ist. Bei den Recherchen hat Ellen eine eigene Theorie. Dann erhält sie auch noch Drohungen und Bilder aus der Vergangenheit…

Das Buch ist nicht schlecht und lässt sich gut lesen. Es gibt mehrere Verdächtige und bis zum Ende hatte ich keine wirkliche Ahnung. Trotzdem fehlte mir für einen Thriller die Spannung. Irgendwie plätscherte alles dahin. Die Personen blieben zum Teil sehr flach, zum Teil auch nicht sehr glaubwürdig. Irgendwie hat mich die Handlung nicht gelangweilt, aber auch nicht wirklich mitgerissen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Unterhaltsam

Überleben ist ein guter Anfang
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Anja hat Brustkrebs und ihr Mann drängt sie, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Sie stellt sich das Ganze wohl eher als einen „Haufen jammernder Frauen“ vor. Statt dessen landet sie in einer vorwiegend ...

Anja hat Brustkrebs und ihr Mann drängt sie, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Sie stellt sich das Ganze wohl eher als einen „Haufen jammernder Frauen“ vor. Statt dessen landet sie in einer vorwiegend lustigen Truppe, deren „Anführerin“ die 83-jährige Sieglinde ist, die trotz des Alters und der Krebserkrankung unheimlich viel Humor, Lebenskraft und tolle Ideen hat. Sie plant eine Weltreise. Doch leider stirbt sie vor der Verwirklichung ihres Planes. Mit dem hinterlassenen Geld machen die 5 verbliebenen Frauen diese Weltreise stellvertretend für Sieglinde.

Das Buch ist gut lesbar und stellt keine so hohen Anforderungen. Es ist unterhaltsam, teilweise richtig lustig. Das Thema Krebs wird von der lebensbejahenden Seite genommen. Das hat mir gefallen. Weniger gefallen haben mir allerdings die starken Klischees der Frauen und deren Ehemänner. Letztere werden als fast durchgängig zu „doof“ beschrieben, um ein paar Wochen allein klarzukommen. Und auch die Frauen sind mir zu stark „typisiert“ – die Reiche, mit guten Kleidern und ausgezeichneten Sprach- und sonstigen Kenntnissen, das Mauerblümchen mit saufendem Mann und keiner eigenen Meinung, die dumme Bäuerin, die nur isst, was sie kennt und ansonsten ziemlich „unterbelichtet“ ist. Da hätte man mit einer besseren Differenzierung auch bei einem Unterhaltungsroman wesentlich mehr Tiefgang erreichen können und hier wurde für mich wirklich viel Potential verschenkt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Teils - Teils

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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Ermittler Wolf, so genannt wegen der Anfangsbuchstaben seines Namens, sitzt in der Psychiatrie. Während einer Gerichtsverhandlung stürzte er sich auf den Angeklagten, um ihn umzubringen. Der sollte nämlich ...

Ermittler Wolf, so genannt wegen der Anfangsbuchstaben seines Namens, sitzt in der Psychiatrie. Während einer Gerichtsverhandlung stürzte er sich auf den Angeklagten, um ihn umzubringen. Der sollte nämlich gerade freigesprochen werden, doch Wolf als Ermittler ist von seiner Schuld an der Verbrennung kleiner Mädchen überzeugt. Erst als ein weiteres Mädchen qualvoll verbrennt, erkennt man die Schuld des Täters und er landet im Gefängnis. Wolf kommt zurück zur Polizei.
Dann wird eine Leiche gefunden. Der Fund ist besonders grausam, denn es ist eine Figur zusammengesetzt aus Teilen 6 verschiedener Toter. Und der Kopf soll der o. g. Täter sein...

Mir fällt die Beurteilung des Buches schwer. Vor allem, weil ich bei einer detaillierten Beschreibung der Gründe zu viel verraten würde.
Zuerst einmal möchte ich das wunderbare Cover erwähnen. Dass mir das als erstes einfällt bei den positiven Seiten, ist schon mal nicht das beste Zeichen. Dabei ist die Geschichte an sich ganz gut. Und es ist auch eine gewisse Grundspannung vorhanden. Ich wollte immer wissen, wer der Täter ist und warum er es tut. Trotzdem war es mir jederzeit möglich, das Lesen problemlos und ohne zu bedauern zu unterbrechen.
Das lag in erster Linie an den Ermittlern. Wolf der einsame, familiär geschädigte Rächer. Doch das gesamte Team ist eigenartig. Einer ist die ganze Zeit loyal und denkt in der wichtigsten Phase nur an seine Pensionierung. Einer wird wie der letzte Druck behandelt und hat dann die genialen Einfälle und wird zum heimlichen Chef. Ein Chef ist ein arrogantes A...Loch und macht dann die niedrigsten arbeiten. Ein Chef schreit eigentlich die meist Zeit die Leute nur an. Ein Ermittler ist Alkoholiker und absolut teamuntauglich. Der Täter ist ein Monster. Natürlich sind auch Frauen dabei, doch ich habe die Beschreibungen bewusst in der männlichen Form gewählt, denn anderenfalls würde ich auch da schon wieder zu viel verraten. Es sind mir einfach viel zu viele eindimensionale Klischees dabei. Schade. Das Buch ist nicht schlecht, doch man hätte wesentlich mehr rausholen können.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Guter Durchschnitt

DEMUT
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Harry ist ehemaliger Zeitungsreporter und findet nach einem speziellen und missglückten Date im benachbarten Hotelzimmer neben einem bekannten Sänger eine tote Frau. Sein Interesse wird geweckt und er ...

Harry ist ehemaliger Zeitungsreporter und findet nach einem speziellen und missglückten Date im benachbarten Hotelzimmer neben einem bekannten Sänger eine tote Frau. Sein Interesse wird geweckt und er soll für seine ehemalige Zeitung näheres recherchieren. Dabei stößt er auf weitere Morde ...

Das Buch hat einige Höhen und Hänger. Generell lässt es sich gut lesen, allerdings wird sehr ausufernd beschrieben und es wird über alles Mögliche berichtet. Als Thriller würde ich es nicht bezeichnen, eher als soliden Krimi. Auf jeden Fall hätte eine Straffung dem ganzen gut getan. Die Hauptfigur Harry ist eigentlich sympathisch, auch einige seiner Begleiter kommen gut an und würden mir in der zu erwartenden Fortsetzung gut gefallen.
Unglaubwürdig war für mich allerdings, dass die Polizei nichts zum Täter findet und selbst die vielen von Harry & Co. erbrachten Beweise angeblich nicht nutzen kann. Auch das Ende war mir etwas zu unrealistisch.
Alles in allem würde ich das Buch als guten Durchschnitt bezeichnen. Ich habe schon schlechtere Sachen gelesen, allerdings auch schon viel bessere. Bei der Fortsetzung ist bedingt eine Steigerung nötig.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Geht so

Man lernt nie aus, Frau Freitag!
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Frau Freitag ist Lehrerin im Sabbat-Jahr und kommt auf die Idee, dass sie in dieser Zeit den Führerschein machen könnte. Eigentlich ist sie bisher gut ohne klargekommen, doch jetzt setzt sie sich mit Anfang ...

Frau Freitag ist Lehrerin im Sabbat-Jahr und kommt auf die Idee, dass sie in dieser Zeit den Führerschein machen könnte. Eigentlich ist sie bisher gut ohne klargekommen, doch jetzt setzt sie sich mit Anfang 50 in den Kopf, den Schein zu brauchen und "schnell mal" zumachen. Nicht einfach, wenn man gesagt bekommt, dass man eigentlich dafür schon "zu alt" ist und plötzlich zur Schülerin wird.

Frau Freitag geht also zur Fahrschule. Sie schreibt ihre Erlebnisse detailliert auf. Anfangs ist es noch ein bißchen witzig, doch mehr und mehr empfand ich es eher langweilig. Dabei konnte ich alles genau nachvollziehen, da ich zwar in jungen Jahren auch einen Führerschein gemacht hatte, nie gefahren und mit Anfang 50 neu eingestiegen bin inklusive ein paar Fahrstunden, den entsprechenden Problemen und auch Ängsten. Nur dass ich einen wesentlich besseren Fahrlehrer hatte. Aber ansonsten hatte ich das Gefühl: ich sitze in dem Auto, ich schreibe das auf. Und genau da ist für mich ein wenig das Problem an dem Buch. Ich hätte es genau so beschrieben, aber hätte das wirklich jemand von mir lesen wollen. Bis auf Angehörige und ein paar Freunde wohl eher keiner. Und so geht es mir mit diesem Buch. Man kann es schnell durchlesen, aber auch so schnell wieder vergessen. Nur ein paar Fahrlehrer schräg zu beschreiben reicht einfach nicht. Es nutzt sich schnell ab und so viel mehr kommt dann nicht.

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