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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2025

Steigert sich

Die Komplizin – Ihr Mann ist ein Serienkiller. Was ist sie – Täterin oder Opfer?
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Eine Frau ist dafür angeklagt, dass sie der Polizei nicht gemeldet hat, dass ihr Mann ein Mehrfachmörder ist und sie davon gewusst habe. Eddie Flynn bekommt zwei Tage vor der Verhandlung das Mandat übertragen ...

Eine Frau ist dafür angeklagt, dass sie der Polizei nicht gemeldet hat, dass ihr Mann ein Mehrfachmörder ist und sie davon gewusst habe. Eddie Flynn bekommt zwei Tage vor der Verhandlung das Mandat übertragen und zusammen mit seinem Team versucht er, noch schnell eine Verteidigung aufzubauen. Doch das ist schwierig, vor allem weil die Angeklagte nicht zum Prozess erscheint und spurlos verschwindet. Und die Morde gehen weiter.

Anfangs hatte ich etwas Probleme, in das Buch hinein zu finden. Damit ist weder der Schreibstil noch das Verständnis gemeint, doch irgendwie fand ich die Geschichte ein wenig langweilig und langatmig und sie konnte mich nicht so packen. Das änderte sich erst ab Mitte des Buches, als die ganze Sache so richtig Fahrt aufnahm. Und vor allem gegen Ende hin gibt es noch einiges an sehr großen Überraschungen und das reißt die Geschichte dann wirklich wieder raus und so kann ich insgesamt eine Leseempfehlung aussprechen

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Veröffentlicht am 03.03.2025

DDR-Architektur

Die Allee
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Das Buch erzählt die Geschichte des berühmten Architekten Hermann Henselmann und seiner Familie. Speziell geht es um Hermann, seine Frau Isi und seine Tochter Isa. Alle anderen Kinder und Enkel kommen ...

Das Buch erzählt die Geschichte des berühmten Architekten Hermann Henselmann und seiner Familie. Speziell geht es um Hermann, seine Frau Isi und seine Tochter Isa. Alle anderen Kinder und Enkel kommen zwar vor, werden aber relativ kurz erwähnt. Es geht auch um die Geschichte berühmter Bauten in der DDR.

Prinzipiell hat mir das Buch gut gefallen. Ich bin zu einer Zeit geboren, als die meisten Bauten von Hermann Henselmann schon standen. Und ich gebe zu, mich hat bisher nie interessiert, wer der Architekt hinter diesen berühmten Straßen, Plätzen oder auch dem Fernsehturm war. So habe ich durch das Buch sehr viel Neues gelernt. Die Beschränkung auf die drei Mitglieder der großen Familie kann ich nachvollziehen, weil sonst das Buch wahrscheinlich zu sehr ausgerufert wäre. Das Leben in der DDR kann ich gut nachvollziehen, auch wenn die Familie weit über dem normalen Durchschnitt lebte und in anderen Kreisen verkehrte, als der übliche DDR-Bürger. Das Einzige, was mir nicht ganz so gut gefiel, war der Schreibstil. Er ähnelte eher einem Sachbuch als einer Familiengeschichte und mir fehlte persönlich ein wenig der emotionale Zugang zu den Personen. Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Solide

Geheimnisvolles La Rochelle
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Im Hafen von La Rochelle wird auf einem Schiff eine tote Frau gefunden. Es stellt sich heraus, dass sie zum Vorstand einer superreichen Cognac-Dynastie gehört. Während verschiedene Verdächtige überprüft ...

Im Hafen von La Rochelle wird auf einem Schiff eine tote Frau gefunden. Es stellt sich heraus, dass sie zum Vorstand einer superreichen Cognac-Dynastie gehört. Während verschiedene Verdächtige überprüft werden, geschieht ein erneuter Mord. Und zwar an einem Geschäftsführer, der zur Konkurrenz gehört. Beide wurden mit der gleichen Waffe erschossen und immer noch gibt es wieder ein Motiv noch einen Täter

Das Buch ist ein sehr solider Krimi. Es ist genügend Spannung vorhanden und man kann die Ermittlungen gut nachverfolgen. Es gibt auch private Sachen der Ermittler, allerdings stehen sie nicht im Vordergrund, was mir gut gefällt. Der Stil ist direkt und gut lesbar. Die Besonderheit ist natürlich die Einbindung von La Rochelle. Da ich diese Stadt kenne, hatte ich sofort wieder Bilder vor Augen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Der Traum vom Fliegen

Unsere Hälfte des Himmels
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1935, Frankfurt/M. Johanna und Amelie sind allerbeste Freundinnen und haben einen gemeinsamen Traum. Sie wollen fliegen, was in dieser Zeit nur als Segelfliegerinnen möglich ist. Doch die beiden wollen ...

1935, Frankfurt/M. Johanna und Amelie sind allerbeste Freundinnen und haben einen gemeinsamen Traum. Sie wollen fliegen, was in dieser Zeit nur als Segelfliegerinnen möglich ist. Doch die beiden wollen mehr. Am liebsten berühmt werden, Motorflugzeuge fliegen und damit Geld verdienen.
Das ist an sich schon nicht leicht, doch mit dem Erstarken des Nationalsozialismus wird es Frauen fast unmöglich gemacht. Dann verliebt sich Amelie in Felix, dem Fluglehrer von Johanna, und damit beginnt die Katastrophe.
1971, Frankfurt/M. Amelie ist ins Koma gefallen und ihre Tochter Lieselotte kommt nach Frankfurt und entdeckt durch Unterlagen und Recherchen, dass sie von ihrer Mutter nichts weiß...

Das Buch hat mir gut gefallen. Das Cover erinnert an die beiden Jugendfreundinnen. Der Titel bezieht sich einerseits natürlich auf die Anfänge der Frauenfliegerei. Aber auch auf die beginnende Emanzipation der Frauen Anfang der 1970er Jahre. Lieselotte nimmt ihre eingefahrene Ehe mit den Vorstellungen ihres Mannes als gegeben hin und erst mit Hilfe der Nachbarin ihrer Mutter stellt sie sich Fragen zum Leben der Mutter und zu ihren eigenen Vorstellungen.
Anfangs kam ich etwas schwierig in die Geschichte herein. Ich empfand den Stil als spröde und hatte oft das Gefühl, ich schaue auf die Figuren und die Geschichte drauf und bin nicht im Geschehen drin, das änderte sich später. Auch wenn die Figuren stellenweise etwas platt wirkten und teilweise sehr klischeehaft. Auch wurden ab und zu einige Namen verwechselt. Doch insgesamt ist es eine gute Geschichte, bei der man nebenbei viel über die ersten Fliegerinnen lernen kann.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Kalt

Minus 18 Grad
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Nach einer Verfolgungsfahrt landet ein Auto im Hafenbecken und der Fahrer kann nur tot geborgen werden. Nur komischerweise ist er nicht ertrunken, sondern schon einige Monate vorher tot. Was wiederum nicht ...

Nach einer Verfolgungsfahrt landet ein Auto im Hafenbecken und der Fahrer kann nur tot geborgen werden. Nur komischerweise ist er nicht ertrunken, sondern schon einige Monate vorher tot. Was wiederum nicht sein kann, denn er wurde erst kurz zuvor mehrfach gesehen. Die Polizei, so auch Fabian Risk, bekommt das einfach nicht zusammen. Dazu kommen noch die Alkoholprobleme mit der Chefin und Fabian hat auch viele familiäre Probleme. Für die hat er nicht viel Zeit, denn sie finden weitere Leichen – in Gefriertruhen. Trotzdem dauert es lange, bis sie überhaupt ein Muster erkennen.
In Dänemark hat die Polizistin Dunja, die schon mit Fabian zusammengearbeitet hat, ganz andere Sorgen. Obdachlose werden grausam ermordet, doch ihr früherer Chef macht ihr viel mehr Probleme und schikaniert sie. Und Fabians Sohn ist die die Fälle involviert und gerät auf die schiefe Bahn …

Diese verschiedenen Handlungsstränge werden anfangs parallel erzählt und man hat nicht das Gefühl, dass sie irgendwie zusammenhängen. Vor allem Fabians familiäre Probleme nehmen zuerst einen sehr breiten Raum ein, das hat ein wenig die Spannung herausgenommen. Doch im Laufe des Buches ändert sich das. Auch wenn Fabians Familie für meine Begriffe ein bißchen viel in die Fälle eingebunden ist. Die Idee, warum und vor allem wie die Täter vorgehen, hat mir gut gefallen und wurde interessant umgesetzt, teilweise schon Thriller-Qualität. Auf jeden Fall eine gute und gelungene Fortsetzung der Reihe um Fabian Risk und das Ende lässt schon auf die nächsten Fälle ahnen.

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