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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2025

Anspruchsvoll

Heimweh im Paradies
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Das Cover hat mich nicht allzu sehr angesprochen, bzw es sagt nichts aus und hat ziemlich blasse Farben. Interessiert war ich weil Thomas Mann natürlich eine wichtige Person ist, von der ich ...

Das Cover hat mich nicht allzu sehr angesprochen, bzw es sagt nichts aus und hat ziemlich blasse Farben. Interessiert war ich weil Thomas Mann natürlich eine wichtige Person ist, von der ich noch nicht allzu viel persönliches wusste.
Es geht um die Zeit des Exils, als nicht nur Thomas Mann sondern auch viele andere Kulturschaffende Deutschland wegen des Nationalsozialismus verlassen haben und in die USA ausgewandert sind. Wir lesen von vielen Aufeinandertreffen dieser Personen, wie sie ihre Gedanken und Wünsche, Sehnsüchte und Ängste austauschen. Und natürlich auch von dem Schaffen von Thomas Mann. Er lebt relativ gut betucht, und ist aber innerlich total zerissen. Manche Menschen lieben ihn, andere feinden ihn nur an. Es gibt Druck durch Verträge und andere Verpflichtungen.
Der Schreibstil jedoch ist wirklich anspruchsvoll und war nicht immer leicht zu lesen. Aber gerade für alle die an Thomas Mann interessiert sind ist dieses Buch sicher eine Bereicherung.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Digitale Hilfen für ein selbst bestimmteres Leben

Das Altersheim kann warten
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In diesem Buch befassen sich die drei Autorinnen mit der Frage inwiefern digitale Hilfen den Alltag älterer Menschen oder hilfsbedürftiger Menschen erleichtert werden kann. Dabei werden Hilfsmittel vorgestellt ...

In diesem Buch befassen sich die drei Autorinnen mit der Frage inwiefern digitale Hilfen den Alltag älterer Menschen oder hilfsbedürftiger Menschen erleichtert werden kann. Dabei werden Hilfsmittel vorgestellt die es heute schon gibt, andere die noch in den Kinderschuhen stecken und Zukunftsszenarien entworfen. Auch der soziale Aspekt wie sich der digitale Wandel auf die Pflege und das gesellschaftliche Leben auswirken bleibt nicht unbeachtet.

Mit Hilfe von drei Fallbeispielen werden uns mögliche Szenarien nahe gebracht. Diese drei Personen haben ganz unterschiedliche Probleme, sind unterschiedlich alt. Das macht es leicht zu verstehen was für Hilfsmittel wirklich helfen würden zu einem selbst bestimmteren Leben zu führen. Vorallem die intelligenten Assistenzsysteme und Pflegeroboter haben mich begeistert. Auch E-Health ist ein wichtiges und interessantes Thema.

Der Schreibstil des Buches ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Inhalte sind gut verständlich und kommen nicht so trocken rüber.

Hier kann man sich einige Impulse holen.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Humorvoll geschriebener, smarter Ratgeber

Smart bis zum Sarg
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Dr. Barbara Plagg ist Demenzforscherin. In diesem Ratgeber erklärt sie mit einem humorvollen Unterton vieles zum Thema Gehirn, Gedächtnis, wie wir Denken und Lernen.

Der Aufbau des Buches hat mir gut ...

Dr. Barbara Plagg ist Demenzforscherin. In diesem Ratgeber erklärt sie mit einem humorvollen Unterton vieles zum Thema Gehirn, Gedächtnis, wie wir Denken und Lernen.

Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen: ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, tolle Kapitelüberschriften die neugierig machen, humorvolle Illustrationen und ein unterhaltsames Vorwort.

Durch den Charme und die gut verständliche Sprache ist es kein Problem gewesen auch die wissenschaftlichen Aspekte des Buches ergreifen und verstehen zu können. Ich habe sehr viel Neues zu unserem Gedächtnis gelernt und wie sich das Gehirn im Laufe unseres Älterwerdens verändert. Die angesprochenen Themen sind vielfältig: Ernährung, Bewegung und Sport, Schlaf, aber auch Medien, Stress und Liebe. So viele Dinge haben Auswirkungen auf unser Gehirn!

Ein toller, vielseitiger Ratgeber für jedermann.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Geschichte lebendig greifbar gemacht

Die Schwestern von Krakau
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Bettina Storks hat einen wunderbaren historischen Roman auf zwei Zeitebenen geschrieben. Einerseits erleben wir die Besatzungszeit 1942 in Krakau und andererseits Nachforschungen im Jahr 2017.

Kurz bevor ...

Bettina Storks hat einen wunderbaren historischen Roman auf zwei Zeitebenen geschrieben. Einerseits erleben wir die Besatzungszeit 1942 in Krakau und andererseits Nachforschungen im Jahr 2017.

Kurz bevor Simon Mercier in Paris stirbt hatte er seine Tochter Edith, aus Baden-Baden um ein Treffen gebeten. Leider fand dieses nicht mehr rechtzeitig statt. In seinem Nachlass entdeckt sie Notizzetteln und Nachforschungen, mit dabei eine deutsche Telefonnummer. So erfährt Edith von ihrer Großcousine Tatjana, die in der Nähe von Stuttgart wohnt. Beide entdecken ihre polnischen Wurzeln und erforschen gemeinsam die Familienvergangenheit. Tatjana reist dafür nach Krakau.

Im Zeitstrang um 1942 erfährt man Stück für Stück wie es der Familie damals ergangen ist und allmählich enthüllen sich so alle Puzzleteilchen bis das Buch ein Großes Ganzes bildet.

Der Schreibstil liest sich flüssig und lebhaft. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben. Vor allem die Vergangenheit hat mich tief berührt und oft betroffen gemacht. Ich habe von vielen Gräueln gelesen die mir bisher nicht so detailliert bekannt waren.

Personenregister helfen den Überblick zu behalten, hab ich aber gar nicht benötigt. Ein bewegendes Buch mit einem wichtigen Stück Zeitgeschichte - kann ich nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Mehr als nur eine Zugfahrt

In einem Zug
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Eduard Brunhöfer, einst gefeierter Bestseller Autor der immer noch davon ausgeht das jeder ihn erkennen und achten müsste. Ein Termin wegen seines neuen Buches beim Verlag in München setzt ihn ...

Eduard Brunhöfer, einst gefeierter Bestseller Autor der immer noch davon ausgeht das jeder ihn erkennen und achten müsste. Ein Termin wegen seines neuen Buches beim Verlag in München setzt ihn unter Druck, denn fertig ist es noch lange nicht aber der Vorschuss schon ausgegeben. Deshalb muss er den Zug statt dem Flugzeug nehmen.
Dann sitzt ihm auch noch eine Dame mittleren Alters gegenüber, mit der erstmal kein gutes Gespräch beginnt - denn ganz anders als erwartet kennt sie ihn nicht, hat noch kein einziges seiner Bücher gelesen. Doch Catrin lässt nicht locker und verwickelt Eduard immer wieder und mehr in ein Gespräch das auch immer tiefsinniger wird. Über Beziehung, Ehe, über Liebe. Eduard reflektiert dabei die ganzen Ehejahre mit seiner Frau.

Anfangs war der Schreibstil etwas ungewohnt für mich und manche Stellen im Buch auch etwas langatmig, da halt nur ein Gespräch stattfindet und sonst so gut wie keine Handlung. Aber diese Unterhaltung hat es in sich und regt teils schon enorm zum Nachdenken an. Man muss dieses Buch beim Lesen auf sich wirken lassen. Es ist wirklich gute Literatur!

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