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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2025

Magisches Märchen

Dreams Lie Beneath
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Clementine hütet mit ihrem Vater die Albträume der Kleinstadt, in der sie leben. Denn seitdem der ehemalige Herrscher von Azenor einen Fluch über das Land gebracht hat, werden die Albträume der Menschen ...

Clementine hütet mit ihrem Vater die Albträume der Kleinstadt, in der sie leben. Denn seitdem der ehemalige Herrscher von Azenor einen Fluch über das Land gebracht hat, werden die Albträume der Menschen in den Neumondnächten lebendig. Als eines Tages 2 junge Magier auf dem Tableau erscheinen, um ihnen die Vorherrschaft abzuringen, entspannt sich ein magischer Wettkampf, den Clem und ihr Vater verlieren. Clementine schwört ewige Rache und arbeitet fortan an einem Plan, ihr Zuhause zurückzuerobern und gleichzeitig Phelan und seinen Bruder zu erniedrigen.

Ich liebe die Romane der Autorin Rebecca Ross und so konnte mich auch "Dreams Lie Beneath" begeistern. Die Autorin hat eine besondere Art, sehr atmosphärisch und dicht zu schreiben, was mir wirklich sehr gut gefällt. Im Vergleich zur Vorgänger-Dilogie (Divine Rivals&Ruthless Vows) war ihr neuestes Werk insgesamt jedoch nicht ganz so flashend. Während das Magiesystem und das Worldbuilding mich sehr überzeugen konnten, hatte ich jedoch Schwierigkeiten mit Clementine und ihrem Rachefeldzug warm zu werden. Dies machte sie mir zunächst eher unsympathisch, doch als die Grenzen zwischen Rache und Liebe gegenüber Phelan verschwammen und Clementine endlich wieder mehr sie selbst wurde, war ich emotional voll mit an Bord! Gerne hätte ich noch mehr Szenen zwischen ihr und Phelan erlebt und wie sie weitere Albträume bekämpfen. Die Albträume selbst empfand ich als überraschend harmlos, ich hatte deutlich mehr Thrill erwartet. Das letzte Drittel des Romans, das sich dem Brechen des Fluchs widmete, kam mir erstaunlich märchenartig vor und wirkte auf mich nicht ganz so rund wie der Rest. Ich glaube, ich hätte auch "Dreams Lie Beneath" gerne als Dilogie gelesen, um mehr Zeit mit den Figuren und der Entwicklung zu haben. Nichtsdestotrotz war dieser Roman interessant und durch den Schreibstil der Autorin wieder sehr besonders und magisch!

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Interessante Idee

If We Were Gods
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Inhalt: Der Tag, an dem Olivia Dušková eines der begehrten Stipendien an der Arcane Academy erhält, ist der glücklichste ihres Lebens. Endlich kann sie die Arkanen Ebenen studieren – so, wie es nur an ...

Inhalt: Der Tag, an dem Olivia Dušková eines der begehrten Stipendien an der Arcane Academy erhält, ist der glücklichste ihres Lebens. Endlich kann sie die Arkanen Ebenen studieren – so, wie es nur an dieser exklusiven Hochschule in Schottland möglich ist – und ihr altes Leben in Prag hinter sich lassen. In einer Klasse mit den fünf talentiertesten Studierenden ihres Jahrgangs übt vor allem der ebenso intelligente wie gutaussehende Milo Sinclair eine große Faszination auf sie aus. Getrieben von ihrem Wunsch nach Anerkennung riskiert Olivia alles, um Teil ihrer elitären Gemeinschaft zu werden. Doch als die Gruppe, angestachelt von ihrem charismatischen Professor, einen gefährlichen Plan schmiedet, wird Olivia klar: Sie wollen heimlich auf die letzte der Arkanen Ebenen vordringen – ein Unterfangen, das an Wahnsinn grenzt. Die tiefen Ebenen sind aus gutem Grund verboten. Legenden zufolge wartet dort unten das ewige Leben … oder doch nur der Tod?

Ich war so gespannt auf diesen Roman, denn alleine das wunderschöne Cover macht einiges her! Dennoch habe ich länger gebraucht, um mit dem Roman warm zu werden. Dies lag einerseits daran, dass einem wirklich keine der Figuren auch nur ansatzweise sympathisch ist und man ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen kann, andererseits, dass doch einige Szenen zeitlich übersprungen wurden, sodass mir z.B. die Erfahrungen und Begegnungen auf den niedrigeren Ebenen fehlten. Insbesondere die Interaktionen zwischen den Figuren z.B. beim Fechten und die Emotionen hätten für mich besser dargestellt werden können. Ab der Mitte und besonders zum Ende hin hat mich der Roman jedoch sehr gepackt, weil ich wissen wollte, wie es ausging und auch, wenn ich einiges vorhersehbar fand, hat mich der Haupttwist dann doch überraschen können. Ich mochte auch die düstere Atmosphäre und fühlte mich von der Art her an die Atlas-Trilogie erinnert. Besonders gut gefallen hat mir das offene Ende, allerdings fehlte mir die ein oder andere Erklärung zum wissenschaftlichen Hintergrund und Funktionieren der Risse. Hier wurde manchmal die Realitätsebene zu sehr vernachlässigt. Kein Highlight, aber auf jeden Fall eine interessante, spezielle Fantasy-Geschichte.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Backen am Meer

Der Duft von Kuchen und Meer
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Inhalt: Ein Haus auf Amrum! Und das will Oma Undine ihr schenken? Maren kann ihr Glück kaum fassen. Seit ihr Lebensgefährte vor vier Jahren starb, hat die alleinerziehende Mutter es nicht leicht. Und jetzt ...

Inhalt: Ein Haus auf Amrum! Und das will Oma Undine ihr schenken? Maren kann ihr Glück kaum fassen. Seit ihr Lebensgefährte vor vier Jahren starb, hat die alleinerziehende Mutter es nicht leicht. Und jetzt tun sich plötzlich ungeahnte Möglichkeiten auf. Mit ihrer sechsjährigen Tochter reist die Konditorin auf die bezaubernde Nordseeinsel. Das Reetdachhaus gleich hinter den Dünen begeistert die beiden sofort. Als sie im Gartenschuppen auf einen wunderschönen verstaubten Backtisch stoßen, haben Maren und Leni schon den Duft von Vanille und Butter in der Nase. Doch dann macht Omas Bruder Ocke ihnen klar, dass sie auf Amrum nicht erwünscht sind. Maren möchte die Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht bringen. Warum hat Oma Undine damals Hals über Kopf die Insel verlassen und ist nie zurückgekehrt? Bei der Suche nach Antworten lernt Maren neben ihrer neuen Verwandtschaft auch den Insulaner Mattes kennen.
Kann die Insel ein Neuanfang sein? Für ihre Tochter, für sie selbst – und für ihr Herz, das sich mit jedem Atemzug, mit jedem Blick auf Wasser und Horizont weiter öffnet?

Anne Barns und Frühlingsanfang gehören für mich einfach zusammen und auch bei diesem Roman habe ich mich während des Lesens wieder sehr wohl gefühlt.

Während Anfang und Ende der Geschichte sehr seicht und vorhersehbar dahin zogen, hat mir der Mittelteil sehr gut gefallen. Insgesamt hätte es für mich allerdings mehr geschichtlichen Hintergrund geben dürfen. Das hat die Autorin schon mal intensiver und unvorhersehbarer geschafft ;)

Die tollen Backerzeugnisse haben mich aber selbst inspiriert und beim Lesen blieb der Appetit nicht aus! Die Figuren waren niedlich, vor allem Tochter Leni ist mir mit ihrer offenen Art ans Herz gewachsen! Ich freue mich schon auf den nächsten Roman der Autorin!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Nicht ganz rund

Beauty must die
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Um dem Jugendgefängnis zu entgehen, muss Mae zu ihren Großeltern nach Tallahawney in die Südstaaten ziehen und Sozialstunden ableisten. Zum Glück hat sie vor Ort noch eine Freundin aus der Kindheit, die ...

Um dem Jugendgefängnis zu entgehen, muss Mae zu ihren Großeltern nach Tallahawney in die Südstaaten ziehen und Sozialstunden ableisten. Zum Glück hat sie vor Ort noch eine Freundin aus der Kindheit, die ihr bei der Eingewöhnung helfen kann: Shirley ist quirlig, frech und wunderschön – und wird kurz nach Maes Ankunft tot aufgefunden. Während die Polizei den Fall zunächst wenig ernst nimmt, ist Mae fest davon überzeugt, dass sie ermordet worden sein muss. Im Geheimen macht sie sich auf und betreibt eigene Ermittlungen, was nicht jedem Bewohner des kleinen Örtchens gefällt…

„Beauty Must Die“ ist der erste Roman von Kira Licht, der sich dem Krimi-Feld nähert. Ich war unglaublich gespannt und hatte als Fan von „A Good Girl’s Guide To Murder“ sehr hohe Erwartungen. Das Setting der Geschichte in den Südstaaten hat mir dabei sehr gut gefallen, die Autorin schreibt zudem sehr atmosphärisch, sodass ich die verschiedenen Situationen stets bildlich vor Augen hatte.

Mae als Figur wirkte auf mich zunächst eher wie eine „Antiheldin“ mit ihrer kriminellen Vorgeschichte, was ich sehr spannend fand. Leider füllte sie dieses Bild im Verlauf der Geschichte nicht aus und zeigte zunehmend die typischen Charakterzüge einer YA/NA Romanfigur. Statt rebellisch oder aufmüpfig wirkte sie angepasst und zurückhaltend. Hier wäre meinem Geschmack nach mehr drin gewesen und dies führte dazu, dass ich mit Mae nicht recht warm wurde.

In wechselnden Kapiteln wird die Handlung aus Maes, aber auch aus Nathans Sicht – Maes männlichem Konterpart – wiedergegeben. Auch Nathan sollte als Figur mit verschiedenen Charakterzügen widersprüchlich wirken – wirklich gelungen ist das der Autorin meiner Meinung aber nach nicht. Schnell weichten die rebellischeren, ungewöhnlicheren Charakterzüge auf und Nathan stellte den klassischen Love Interest für Mae dar. Die Romanze zwischen Mae und Nathan hätte ich persönlich nicht gebraucht, viele Dialoge wirkten auf mich auch etwas gestelzt. Die Nebenfiguren erschienen mir für die Geschichte ausreichend genug beschrieben, waren deutlich zu unterscheiden, aber nicht mit viel Tiefe versehen.

Die Handlung selbst hatte viele spannende, heftige Momente, in denen ich mit der Nase am Buch klebte und ordentlich bangen musste. Dazwischen gab es jedoch auch immer wieder Längen und der detailverliebte Sprachstil der Autorin verstärkte dieses Gefühl noch. Insgesamt hätte ich mir gewünscht, der Roman würde sich noch mehr auf Suspense und weniger auf den Romantikanteil konzentrieren. Die Romance-Einschübe wirkten auf mich manchmal etwas halbgar, auch wenn Nathan und Mae ein süßes Paar darstellten. Die Auflösung zuletzt war jedoch überhaupt nicht vorhersehbar und hat mich überrascht und ziemlich schockiert! Das hat mir wirklich gut gefallen! So bin ich in meiner Bewertung etwas hin- und hergerissen. Ich hoffe, dass die Autorin sich erneut dem Suspense-Genre widmen wird und sich dann noch mehr auf den Kriminalanteil und die damit in Zusammenhang stehenden Figuren fokussieren wird.

Fazit: Ein überwiegend spannender, zugleich etwas unausgegorener Roman mit einem überraschenden Ende.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Der Neue

FREI – Bester Sommer (FREI 1)
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Inhalt: Joshuas Mutter ist eine erfolgreiche Künstlerin, die auf der Suche nach neuen Inspirationen häufig umzieht. Joshua hat sich daran gewöhnt, nirgendwo richtig dazuzugehören. Doch diesmal kommt es ...

Inhalt: Joshuas Mutter ist eine erfolgreiche Künstlerin, die auf der Suche nach neuen Inspirationen häufig umzieht. Joshua hat sich daran gewöhnt, nirgendwo richtig dazuzugehören. Doch diesmal kommt es anders. Die neue Schule startet das Schuljahr mit einem absolut verrückten Projekt: Die Jugendlichen sollen in kleinen Gruppen mehrere Tage im Wald verbringen. Mit Übernachten. Und ohne Erwachsene. Und so macht sich Joshua mit seinen Mitschülern Nico, Koray, Nina und Nasrin auf in die Wildnis – und plötzlich ist alles auf den Kopf gestellt.

Dieses Jugendbuch hat mir überraschend gut gefallen. Joshua ist "der Neue" und hat bedingt durch die vielen Umzüge wegen seiner Künstlermutter bisher keine festen Freundschaften geschlossen. Dass an der neuen Schule jedoch alles anders läuft, was auch am besonderen Schulkonzept lag, hat mir gut gefallen. Joshua kam nach und nach aus seinem Schneckenhaus und machte eine charakterliche Entwicklung durch, die auf mich authentisch wirkte. Auch die anderen Figuren wurden niedlich gezeichnet. Allerdings wurden einige Situationen der Jugendlichen sehr übertrieben dargestellt, was grundsätzlich zwar zur Hysterie der Pubertät passt, mich dennoch oftmals nicht erreichen konnte. Nun bin ich aber auch schon etwas älter als die Zielgruppe ;)

Als Schwachpunkt habe ich allerdings den Schreibstil empfunden. Dieser ist so gehalten wie Jugendliche sprechen und wirkte daher zwar sehr jugendlich, war aber auch sehr anstrengend zu lesen. Hinzukommend, dass die Grammatikfehler sich bei der Zielgruppe beim Lesen festsetzen könnten. Kein optimales Vorbild beim Lesen für die Zielgruppe.

Die Handlung empfand ich insgesamt als spannend, wenn es auch etwas an Tiefe der einzelnen Figuren mangelte. Das Ende wirkte auf mich angenehm gelöst und ich wäre einer Fortsetzung gegenüber nicht abgeneigt.

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