Platzhalter für Profilbild

Redrose

Lesejury Star
offline

Redrose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Redrose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2025

Witzig, spritzig, frankophil

Die mysteriöse Tote vom Montmartre
0

Ich bin wieder zurück in Paris und begleite inzwischen schon zum dritten Mal die sympathische Commissaire Genevieve Morel bei ihren Ermittlungen. Während eines Weinfestes am Montmartre wird die Leiche ...

Ich bin wieder zurück in Paris und begleite inzwischen schon zum dritten Mal die sympathische Commissaire Genevieve Morel bei ihren Ermittlungen. Während eines Weinfestes am Montmartre wird die Leiche einer jungen Frau gefunden und im Zuge der Ermittlungen führt der Weg auch auf ein Weingut in die Champagne.

Diese Reihe besticht durch ganz viel Paris Flair und ich kann den Geruch von knusprigen Baguettes und buttrigen Croissants förmlich riechen.

Dieses Mal ist auch Genevieves kriminelle Familie von der Côte d'Azur nach Paris gekommen und auch wenn es die Vereinbarung gibt, dass diese keine Kunstdiebstähle in Paris verüben, muss sich Genevieve doch fragen, was ihre Großmutter Mamie wohl im Schilde führt. Die unkonventionelle alte Dame ist auch dieses Mal wieder ein Highlight in der Geschichte.

„Die mysteriöse Tote vom Montmartre“ hat mich bestens unterhalten und die Lust geweckt, mal wieder auf den Spuren von Genevieve durch Paris zu wandeln.

Ich vergebe 5 Sterne für die gesamte Reihe und hoffe, dass ich noch öfters gemeinsam mit Commissaire Morel ermitteln darf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2025

Spaß und Spannung

Mörderische Schatzsuche
0

Mit Geochaching habe ich mich bisher noch nie befasst und nach Lektüre dieses Buches weiß ich: das ist ein sehr gefährliches Hobby 😉. Die Geochacher sterben nämlich reihenweise, in der Szene schlägt die ...

Mit Geochaching habe ich mich bisher noch nie befasst und nach Lektüre dieses Buches weiß ich: das ist ein sehr gefährliches Hobby 😉. Die Geochacher sterben nämlich reihenweise, in der Szene schlägt die Rivalität schnell in Hass um und immer allein im Wald, manchmal sogar nachts, da hätte ich viel zu viel Angst.

Aber ich fand es spannend, darüber zu lesen, habe viel Insiderwissen erhalten und auch der Fall an sich hat mich in den Bann gezogen. Gemeinsam mit Kriminalkommissarin Paula Winter bin ich im idyllischen Auetal auf die Jagd gegangen, nach den Caches und dem Mörder. Verdächtige gab es genug und so sind wir lange Zeit im Dunkeln getappt.

Mein Herz blutete bei der achtjährigen Merle, die so tapfer die Schätze ihres Bruders verteidigte und ich habe mich selbst wieder ein bisschen wie ein Kind gefühlt, mit Verstecken im Wald und auf Bäume klettern.

Auch der Humor kommt bei der Autorin nicht zu kurz und bei dem Versuch von Paulas Kollegen Lennard, ihr ein Kompliment zu machen, musste ich schallend lachen, ich grinse jetzt noch bei der Erinnerung.

Eine sympathische Polizistentruppe, ein skurriler Haufen Verdächtiger, ein ungewöhnliches Hobby, ein spannender Fall und alles garniert mit viel Humor, das sind die Zutaten für einen Krimi nach meinem Geschmack.

Sehr gerne vergebe ich verdiente 5 Sterne und hoffe sehr, dass es noch weitere Fälle zu lösen gibt für die Jahreszeiten-Kommissare

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2025

Atemberaubend spannend mit fulminantem Ende

Der Polarkreis
0

Der Polarkreis ist mein erstes Buch der Autorin aber bestimmt nicht mein letztes.

Von der ersten Seite an wird Spannung aufgebaut und zieht sich bis zum Schluss. Ich verdächtige Jeden und Jede, aber das ...

Der Polarkreis ist mein erstes Buch der Autorin aber bestimmt nicht mein letztes.

Von der ersten Seite an wird Spannung aufgebaut und zieht sich bis zum Schluss. Ich verdächtige Jeden und Jede, aber das Ende habe ich nicht kommen sehen.

Ich kenne schwedisch Lappland nur im Sommer, wenn die Tage so lang und hell sind, aber die Geschichte spielt im Winter. Fast kann ich den beißend kalten Wind spüren, der um die Häuserecken pfeift und messerscharfe Eiskristalle aus der Arktis mitbringt, die Düsternis, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit für die Jugend in dieser Region.

5 Freundinnen treffen sich regelmäßig, um gemeinsam Bücher zu besprechen, eine von ihnen ist im Alter von 17 Jahren verschwunden und 40 Jahre später taucht eine Leiche auf. Was ist damals geschehen?

Die Antwort darauf ist unendlich spannend und ich kann das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

Mit jedem neuen Kapitel ergeben sich neue Verdachtsmomente, geänderte Sichtweisen und der Schluss haut mich einfach um.

Wer Lust auf einen fesselnden Schweden-Krimi hat, ist hier genau richtig. Ich vergebe 5 Sterne und freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil der Polarkreis-Trilogie.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2025

Second Chance Vibes an der Förde

Fischbrötchen und Erdbeerbonbons
0

Kann man sich als Teenager verlieben und dieser Liebe das ganze Leben hinterhertrauern?

Bonbonkocherin Isa ist es so ergangen und auch mit fast 30 denkt sie noch immer an ihre Jugendliebe Erik zurück. ...

Kann man sich als Teenager verlieben und dieser Liebe das ganze Leben hinterhertrauern?

Bonbonkocherin Isa ist es so ergangen und auch mit fast 30 denkt sie noch immer an ihre Jugendliebe Erik zurück. Kein anderer Mann konnte sie bisher so begeistern und sie fürchtet schon, dass sie für immer allein bleiben wird, als plötzlich ihr Jugendschwarm nach 13 Jahren Funkstille wieder in Eckernförde auftaucht.

Ich erfahre einiges über die Bonbonkocherei, die Herstellung handgefertigter Bonbons, und spüre fast den leckeren Geschmack von Erdbeerbonbons auf meiner Zunge, so plastisch beschreibt Jane Hell die Zubereitung und das genießerische Lutschen derselben. Kein Vergleich mit den maschinell hergestellten Bonbons.

Natürlich dürfen auch die liebgewonnenen Protagonisten aus den vorherigen 6 Bänden Förderliebe nicht fehlen und so langsam fühle ich mich in Eckernförde schon fast wie zuhause.

Wird Erik die hohen Erwartungen erfüllen oder hat die lange Zeit die Vergangenheit nur verklärt dargestellt? Und was ist eigentlich mit der Vereinbarung, die Isa und ihr bester Freund Sönke getroffen haben, dass sie es miteinander probieren, wenn sie beide mit 30 immer noch Single sind?

Ich bin hin und hergerissen, ob ich Team Erik oder Team Sönke sein soll und dazwischen genieße ich die Plattdeutschen Einsprengsel, die mich gedanklich so wunderbar in den Norden versetzen.

Ich muss grinsen über die frechen Möwen, die sich nicht nur Touristen als Opfer aussuchen und „Fischbrötchen und Erdbeerbonbons“ versetzt mich für einen Tag ans Meer.

Sehr gerne empfehle ich die gesamte Fischbrötchen-Reihe weiter, weil sie einfach gute Laune macht und die Autorin ihren Protagonisten witzige Sprüche in den Mund legt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2025

Abschied von den Dennons, ein emotionales Finale

Sturmjahre
0

Dies ist der finale Band der Sturmjahre Pentalogie und es heißt Abschied nehmen von den lieb gewonnenen Charakteren. Krankenschwester Bonnie, die in Band 1 heftig für ihre Liebe kämpfen musste, ihr Bruder ...

Dies ist der finale Band der Sturmjahre Pentalogie und es heißt Abschied nehmen von den lieb gewonnenen Charakteren. Krankenschwester Bonnie, die in Band 1 heftig für ihre Liebe kämpfen musste, ihr Bruder Archie, der immer ein wenig an den Grenzen zur Legalität wandelt, aber trotzdem das Wohl der Familie Dennon immer im Auge behält und lernen muss, auch mal Gefühle zuzulassen, Keillan, der älteste und pflichtbewussteste Bruder, der sich ausgerechnet in die Tochter des Unterweltbosses verliebt und Blaire, die unkonventionelle Schwester, die ich mit ihren fortschrittlichen Ansichten und der etwas derben Art ganz sicher nicht an der Seite eines englischen Adeligen gesehen hätte, sie alle werde ich schrecklich vermissen, aber bis es soweit ist, wartet noch die Geschichte von Ian auf mich.

Der zweitjüngste der Dennons, der zwar den Krieg überlebt hat, aber auch viele Jahre nach Kriegsende immer noch nicht den Weg nach Hause gefunden hat. Was hat er erlebt und warum kommt er erst so spät zurück zu Mairead, die so viel Verständnis für alle ihre Kinder hat?

Ich musste grinsen bei der ersten Begegnung zwischen Ian und Maisie, das war ganz sicher nicht das, was der Heimkehrer erwartet hat. Und schon bin ich wieder mitten im trubeligen Foxgirth, lausche den Gerüchten im Dorfladen oder feiere Ians Rückkehr in Archies Pub.

Ians Schicksal berührt mich und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschheit so dumm ist, einen dritten Weltkrieg nicht zu verhindern. All das Leid, die vielen Gefallenen oder zutiefst Gezeichneten sollten ein Mahnmal darstellen, aber leider sind die Entscheider nicht diejenigen, die dann auf dem Schlachtfeld stehen und ihr Leben opfern müssen.

Aber Sturmjahre gibt auch Hoffnung, darauf, dass, ein Trauma überwunden werden kann und ein normales Leben wieder möglich ist. Ich habe sehr gerne Ian und Maisie ein Stück ihres Lebens begleitet und ganz besonders schön fand ich, dass im Epilog noch einmal berichtet wird, wie das Leben der einzelnen Dennons weitergeht, was für ein runder Abschluss, der mir noch einmal die Erinnerung an alle 5 Bände gebracht und mich zu Tränen gerührt hat.

Obwohl die Bände natürlich in sich abgeschlossen und einzeln lesbar sind, empfehle ich trotzdem, die Bücher in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen und vergebe begeisterte 5 Sterne für „Ein Traum von Morgen“ und die gesamte Sturmjahre-Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere