Leider wurde für mich zu viel Potenzial verschenkt
The Last Bookstore on EarthDie 17-jährige Liz hat als eine von wenigen ein katastrophales Wetterereignis überlebt. Seitdem hält sie sich nur noch im wahrscheinlich letzten Buchladen der Welt auf. Sie lebt dort und macht nie auch ...
Die 17-jährige Liz hat als eine von wenigen ein katastrophales Wetterereignis überlebt. Seitdem hält sie sich nur noch im wahrscheinlich letzten Buchladen der Welt auf. Sie lebt dort und macht nie auch nur einen Schritt vor die Tür. Ab und an kommen Kunden vorbei und tauschen Dinge gegen Bücher oder dagegen, dass Liz Briefe und Nachrichten weiterleitet. Sie führt also auch eine Art post-apokalyptisches Postamt/Nachrichtenbrett.
Doch eines Nachts bricht Maeve in den Buchladen ein und erschreckt Liz fast zu Tode. Was will diese Fremde von ihr und ihrem Buchladen?
Der nächste Sturm steht bevor und der Buchladen ist nicht mehr so sicher wie beim ersten Mal. Zudem gibt es eine Gruppe von Menschen, die ihn übernehmen wollen und denen ist es egal, wem sie dabei wehtun oder wen sie dafür umbringen müssen.
Ich fand die Idee echt super, habe mir aber leider etwas ganz anderes darunter vorgestellt und war von der Umsetzung daher enttäuscht.
Ich wurde von Anfang an nicht warm mit Liz. Durch Rückblenden erfährt man, was eigentlich vorgefallen ist und warum Liz ganz allein in diesem Buchladen lebt. Was mir dabei aber fehlt, ist Initiative. Klar, das Ereignis war heftig und traumatisierend, aber Liz lebt einfach immer weiter in den Tag hinein, anstatt sich Überlebensskills beizubringen oder die Bücher zu nutzen, um Fertigkeiten zu lernen und zum Beispiel zu versuchen, den Buchladen wieder hinzukriegen, damit er weiterhin ein sicherer Zufluchtsort bleibt.
Sie tauscht die Bücher gegen andere Dinge, wie zum Beispiel Batterien, kommt aber nicht auf die Idee den Generator anzuwerfen? Oder ein Buch gegen Handwerkerleistungen zu tauschen?
Maeve rüttelt Liz auf und ist vom Wesen her ganz anders drauf als Liz. Sie ist eine Überlebenskämpferin, aber ich fand sie nicht sonderlich sympathisch. Mir ging es auch zu schnell von „wer ist diese Fremde“ bis zu den ersten Anwandlungen der Liebesgeschichte.
Fazit: Leider hat mich das Buch nicht überzeugt. Zum einen hat es mich von Anfang an nicht gepackt, zum anderen fand ich zu viel zu unlogisch.
Ganz allgemein fand ich, dass das Buch sein Potenzial nicht ausschöpfte. Mit dem Buchladen hätten Liz viele Chancen gehabt, Dinge durch die Bücher dort zu lernen, das tat Liz aber nicht, sondern klammerte sich lieber an die Erinnerungen an früher und ihre Schuldgefühle.
Aus Maeve wurde ich nicht schlau.
Die Geschichte entwickelte sich ganz anders, als ich erwartet hätte. Aber obwohl es auch mal spannend wurde, habe ich nicht mitgefiebert.
Leider war das Buch nicht meins, ich hatte einfach etwas ganz anderes erwartet. Von mir bekommt es 2 Sterne.