Profilbild von Buchofant

Buchofant

Lesejury Star
offline

Buchofant ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchofant über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2025

"Fass sie nicht an. […] Prinzessinnen dürfen nicht berührt werden."

Star Bringer
0

Trotz actionreicher Grundidee, einem vielversprechenden Klappentext und den beliebten Tropes "Enemies to Lovers" & "Forced Proximity" konnte mich "Star Bringer" von Tracy Wolff & Nina Croft leider nicht ...

Trotz actionreicher Grundidee, einem vielversprechenden Klappentext und den beliebten Tropes "Enemies to Lovers" & "Forced Proximity" konnte mich "Star Bringer" von Tracy Wolff & Nina Croft leider nicht überzeugen. Ich habe das Hörbuch abgebrochen – zu viele Klischees, ein überladener Plot und wenig emotionale Tiefe machten es mir schwer, dranzubleiben. Schade, aber von mir gibt's keine Lese- bzw. Hörempfehlung!

Herzlichen Dank an Netgalley.de & Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar (Hörbuch)!

Klappentext:
Zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, ist so etwas wie eine Gabe. Für Kali, Prinzessin der Neun Planeten, ist das gelegentlich nützlich – zum Beispiel, wenn sie ›versehentlich‹ ein langweiliges Staatsdinner verpasst. Aber als ihr Sternenschiff angegriffen wird, könnte es tödlich sein. Fast. Dank eines dunkeläugigen, sexy Misanthropen namens Ian kann sie entkommen. Zusammen mit sieben anderen, jeder mit eigener Geschichte und Agenda, selbst wenn es nur darum geht, einen weiteren Tag zu überleben. Auf ihrer Flucht verfolgt sie die gesamte Galaxie: ihre Feinde, die Armada der royalen Familie, sogar die Kirche. Sie müssen entkommen – und nebenbei das verdammte Universum retten … irgendwie.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir durch den lebendigen Schreibstil der Autorin sehr leicht. Da ich die "Crave"-Reihe der Autorin schon sehr geliebt habe, habe ich mich dementsprechend sehr auf "Star Bringer" gefreut.
Das Hörbuch wird aus den vier wechselnden Ich-Perspektiven gesprochen, was theoretisch für Abwechslung und Dynamik sorgt – in der Praxis jedoch eher überfordernd wirkte. Zwar bringt jede Figur ihre eigene Stimme mit, doch durch die häufigen Perspektivwechsel ging für mich oft der rote Faden verloren. Die Sprecher*innen machen einen guten Job, aber das Chaos in der Handlung konnte selbst die gelungene Performance nicht kompensieren.

Kali als royale Hauptfigur bringt zunächst das nötige Maß an Ironie und Selbstironie mit, das man sich von einer rebellischen Prinzessin wünscht. Doch leider bleibt sie für mich zu oberflächlich und klischeehaft – ihre Entscheidungen wirken oft impulsiv und wenig nachvollziehbar.
Ian, ihr Gegenspieler und Love Interest, wird als mürrischer Einzelgänger mit dunkler Vergangenheit eingeführt – ein Typ, den man schon aus unzähligen Romantasy-Romanen kennt. Die Chemie zwischen beiden zündet für mich leider nicht, was den „Enemies to Lovers“-Tropus recht blass wirken lässt.

Beckett ist eine Überlebende – stark, misstrauisch und von ihrer dunklen Vergangenheit gezeichnet. Nach grausamen Experimenten in Gefangenschaft hat sie gelernt, niemandem zu vertrauen und zeigt der Welt nur ihre harte Schale. Gefühle? Ein Risiko, das sie sich nicht leisten kann. Doch dann begegnet sie Raine – einer Hohepriesterin, die alles andere als weltfremd ist. Raine wurde als Botschafterin auf die Raumstation Caelestis entsandt – weit weg vom ruhigen Klosterleben, das sie nur noch einengt. Endlich bietet sich ihr die Chance auf ein echtes Abenteuer. Und ausgerechnet Beckett, mit ihren Narben und ihrer Wut, könnte der Anfang von etwas werden, das beide nie für möglich gehalten hätten: Heilung, Vertrauen – und vielleicht sogar Liebe. So treffen beide Frauen aufeinander, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind in dem Chaos aus Gefahr, Verrat und der Suche nach sich selbst gefangen.

Das Weltall bietet eigentlich unendlich viele Möglichkeiten – hier wurde das Setting jedoch nur als grobe Kulisse genutzt. Zwar gibt es Raumkämpfe, Verfolgungsjagden und bedrohliche Institutionen, aber weder die Welt noch die politische Lage werden ausreichend erklärt oder greifbar gemacht. Statt Tiefe gibt’s Tempo, statt Atmosphäre gibt’s Drama. Wer gerne in neue Universen eintaucht, wird hier eher enttäuscht.

"Star Bringer" klang nach einem vielversprechenden, queer-diversen Sci-Fi-Abenteuer mit Romantik, Action und Humor – geliefert wurde eine Geschichte mit schwankender Dramaturgie und flachen Charakteren.
Ich habe es leider abgebrochen. Für Fans des Genres mit viel Geduld (immerhin knapp 750 Seiten bzw. 22 Stunden Hörbuch) vielleicht ein Versuch wert – für mich leider kein Treffer.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen!


Zitat: Tracy Wolff & Nina Croft: Star Bringer, S. 24

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2025

"Vom Badeunglück zum Polit-Thriller! Leute, euch muss schon manchmal entsetzlich langweilig sein in euren stumpfen Gehirnen."

Die spürst du nicht
0

Obwohl ich mich sehr auf "Die spürst du nicht" von Daniel Glattauer gefreut habe, da ich "Gut gegen Nordwind" echt geliebt habe, konnte mich das Hörbuch zu "Die spürst du nicht" leider nicht überzeugen. ...

Obwohl ich mich sehr auf "Die spürst du nicht" von Daniel Glattauer gefreut habe, da ich "Gut gegen Nordwind" echt geliebt habe, konnte mich das Hörbuch zu "Die spürst du nicht" leider nicht überzeugen. Für mich war es stellenweise verwirrend u. langatmig, weshalb ich dann abgebrochen habe. Schade.

Herzlichen Dank an Hörbuch Hamburg u. Netgalley.de für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Die Binders und die Strobl-Marineks gönnen sich einen exklusiven Urlaub in der Toskana. Tochter Sophie Luise, 14, durfte gegen die Langeweile ihre Schulfreundin Aayana mitnehmen, ein Flüchtlingskind aus Somalia. Kaum hat man sich mit Prosecco und Antipasti in Ferienlaune gechillt, kommt es zur Katastrophe.
Was ist ein Menschenleben wert? Und jedes gleich viel? Daniel Glattauer packt große Fragen in seinen neuen Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann und in dem er all sein Können ausspielt: spannende Szenen, starke Dialoge, Sprachwitz. Dabei zeichnet Glattauer ein Sittenbild unserer privilegierten Gesellschaft, entlarvt deren Doppelmoral und leiht jenen seine Stimme, die viel zu selten zu Wort kommen.

Schon der Einstieg war für mich schleppend u. die teilweise seltsamen Dialoge verwirrend. Bereits am Anfang dachte ich mir nur, dass mir das alles etwas cringe vorkommt, aber ich hab dem Ganzen eine Chance gegeben. Dennoch wirken die Abschnitte abgehackt, fragmentiert.

Das Hörbuch an sich ist gut gesprochen, die beiden Sprecher Tessa Mittelstaedt u. Steffen Groth passen zur Geschichte. Dennoch war es für mich anstrengend, zuzuhören.
Was mit einer sarkastischen Flüchtlingsthematik beginnt, endet schnell ich einer Gerichtsverhandlung, bei der nicht mehr der Tod von Aayana im Mittelpunkt steht, wie es eigentlich der Klappentext suggeriert. Es entsteht eine überspitzte Gesellschaftskritik, in der die zweifelhafte Berichterstattung der Medien sowie Alltagsrassismus, Egoismus u. die unangenehmen Charaktereigenschaften der Figuren im Vordergrund stehen.
Für mich deshalb kein entspannender Lesespaß, sondern eher eine anstrengende Hörreise. Aus den genannten Gründen habe ich deshalb irgendwann abgebrochen.

Für mich deshalb insgesamt kein Hörgenuss, was ich sehr schade fand. Von mir keine Lese-/Hörempfehlung!

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen!



Zitat: Daniel Glattauer: Die spürst du nicht, S. 135

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2025

"Für alle, die der Dunkelheit begegnen. Ihr seid nicht verloren."

Regents
0

Obwohl ich mich aufgrund des vielversprechenden Klappentextes u. der Dark Romantasy sehr auf das Buch gefreut habe, konnte mich "Regents" von Isabelle North leider nicht überzeugen. Obwohl ich normalerweise ...

Obwohl ich mich aufgrund des vielversprechenden Klappentextes u. der Dark Romantasy sehr auf das Buch gefreut habe, konnte mich "Regents" von Isabelle North leider nicht überzeugen. Obwohl ich normalerweise nichts gegen Reverse Harem habe u. mich auch andere Bücher mit diesem Trope schon wirklich überzeugen konnten, fand ich es bei "Regents" leider einfach zu viel des Guten - "kleiner Hase" kann ich übrigens nicht mehr hören. Von mir deshalb keine Leseempfehlung, habe es auch etwa bei 75 Prozent abgebrochen.

Herzlichen Dank an Netgalley.de & den Black Edition Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Savannah Díaz hat nur ein Ziel. Sie will nach Harvard. Als die Absage sie erreicht, bricht für sie eine Welt zusammen. Gerade als sie denkt, ihren Traum begraben zu müssen, erhält sie eine Einladung der W&R Academy, einer elitären Privatschule in Schottland. Sie soll ein Jahr lang die kulturelle Abwechslung an der Akademie sein und erhält im Austausch dafür die nötigen Kontakte, um es nach Harvard zu schaffen. Sie willigt kurzerhand ein, nur um sich auf einer abgelegenen Burg wiederzufinden. Im Zentrum der Aufmerksamkeit der acht Regents. Anführer der Elite. Heiß wie die Hölle und laut dem, was gemurmelt wird, ebenso gefährlich. Als mehrere Stipendiaten tagelang verschwinden, nur um mit Bisswunden am ganzen Körper wieder aufzutauchen, als sei nie etwas geschehen, muss Savannah sich fragen, ob es nur die verruchten Spiele der Regents sind, vor denen sie sich fürchten soll, oder doch eher vor den Regents selbst.

Das Zitat von @thomas_bookclub über das Buch ("Regents ist quasi Twilight in der Hardcore-P**o-Version") trifft es bedauerlicherweise sehr gut. Ich kam durch den lockeren Schreibstil zwar sehr gut in die Geschichte rein, doch der Plot war für mich dann sehr schnell ernüchternd.
Dabei wird dieser abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Savannah u. Adrian erzählt, wodurch man einen tiefen Einblick in deren Gedanken erhält. Und bedauerlicherweise sind mir diese bei Savannah zu naiv. Klar, sie nutzt die Chance mit der W&R Academy, um an ihr Traumziel Harvard zu gelangen, aber dann muss sie sich ausgerechnet mit 8 unglaublich, verboten attraktiven, geilen Typen herumschlagen, die sie - oh Wunder - auch alle auf ihre Art anziehend u. heiß finden?
Ja, okay, der Trope ist u. a. Reverse Harem, aber irgendwann war es mir trotzdem zu viel u. ich fand die Ansammlung von 8 (!) Typen u. die damit verbundenen Spice-Szenen echt weird u. absurd.
Leider habe ich mit den verschiedenen Typen dann echt meistens den Überblick verloren u. wusste dann oft nicht, wer wer ist. Das lag daran, dass sie für mich zu oberflächlich waren u. bis auf ihr "gutes Aussehen" keinerlei Wiedererkennungswert hatten, bis vielleicht auf den Typen, der Savannah dauernd mit dem Messer bedroht.

Obwohl ich Savannahs Schlagfertigkeit sehr mochte, hat es mir insgesamt an Handlung u. Entwicklung gefehlt. Wie gesagt, das Buch ist voller Spice, teilweise auch cringe, aber durch die verschiedenen Hot-Vampires gleicht es stellenweise einfach nur einem Vampir-P
**o.
Schade. Aber ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen!

Zitat: Isabelle North: Regents 1 - Blute für uns, Pos. 3000

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2024

"Ich habe versucht mich von dir fernzuhalten. […] Weil es die einzig vernünftige Entscheidung ist …"

Ravenhall Academy 1: Verborgene Magie
0

Selten ist es mir so schwer gefallen, eine Rezension zu verfassen, zumal ich immer im Hinterkopf hatte, dass es sich bei "Ravenhall Academy" um das Debüt von Julia Kuhn handelt. Allerdings konnte mich ...

Selten ist es mir so schwer gefallen, eine Rezension zu verfassen, zumal ich immer im Hinterkopf hatte, dass es sich bei "Ravenhall Academy" um das Debüt von Julia Kuhn handelt. Allerdings konnte mich das Buch aus verschiedenen Gründen nicht überzeugen, auch wenn es wohl eines der schönes Bücher ist, die ich in meinem Bücherregal stehen habe. Leider konnte mich das Buch aufgrund der vorhersehbaren Handlung, der leider sehr naiven Protagonistin u. den unschönen Wortwiederholungen nur bedingt überzeugen.

Herzlichen Dank an den Carlsen-Verlag, den Impress-Verlag u. Netgalley.de für die Rezensionsexemplare (E-Book, Print)!

Klappentext:
Mit allem hätte Lilly Campbell gerechnet, aber nicht damit, dass sie eine Hexe ist: Von ihrer Grandma erfährt sie, dass uralte Magie in ihr schlummert – und um diese zu trainieren, soll sie die Ravenhall Academy besuchen. Zwischen Hexensprüchen, mystischen Legenden und sagenumwobenen Wesen muss sich Lilly nun in dieser neuen Welt zurechtfinden. Dabei gerät sie immer wieder mit dem leider viel zu attraktiven Jason aneinander, der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Aber schon bald wird klar, dass auf Ravenhall nicht alles so ist, wie es scheint. Denn Lilly kommt einer dunklen Verschwörung auf die Spur, die das Erbe der Hexen tiefgreifend zu verändern droht …

Bedauerlicherweise muss ich mich anderen Rezensionen anschließen, obwohl ich mich wirklich auf die Geschichte gefreut habe u. ihr eine Chance geben wollte. Der Einstieg in "Ravenhall Academy" fiel mir durch den holprigen Schreibstil nicht immer sehr leicht. Manchmal liest es sich flüssig, aber an anderen Stellen ist es langatmig u. strotzt nur so von unschönen Wortwiederholungen (Hundelady, Mrs Blueberry, mein Kind usw.).
Gut, es ist ein Debüt, da würde ich noch darüber hinwegsehen, aber dann habe ich die Protagonistin Lilly näher kennengelernt. Je mehr ich von ihr gelesen habe, desto naiver kam sie mir vor. Davon abgesehen, dass sie die Klischee-Hexe (rote Haare, unwissend) ist u. man es Gefühl hat, dass man die Geschichte irgendwo anders schon mal gelesen/gesehen hat (u. a. Harry Potter, Halloweentown oder Teeniekomödien der 2000er-Jahre), war sie mir zu naiv u. verhält sich auch so. Dann verliebt sie sich, aus welchem unerfindlichen Grund auch immer, in den mysteriösen u. hyper-gutaussehenden Bad Boy der Schule, der aber natürlich schon an eine andere vergeben ist. Obwohl ihr die halbe Welt erzählt, dass es Hexen gibt, verschließt Lilly die Augen vor dem Offensichtlichen u. tut es gefühlt mit einem kurzen Schulterzucken ab. Wenn Lilly außerdem auf Geheimnisse stößt, passiert das meist damit, dass sie jemanden "zufällig" belauscht u. dann auffliegt (Hund, morscher Ast etc.).
Insgesamt waren für mich die Dialoge auch zu konstruiert u. die Figuren verhalten sich teilweise eher wie Teenager als Erwachsene.
Was ich positiv fand: die Fee Elanor war mir wirklich überaus sympathisch u. verdient tatsächlich ihre eigene Geschichte!

Des Weiteren war für mich nicht nachvollziehbar, warum Vicky so ist, wie sie ist, wie es zu den "romantischen" Gefühlen zwischen Jason u. Lilly kam (was genau findet sie an ihm, sie kennt ihn kaum?), u. wie die Welt insgesamt aufgebaut ist. Für mich persönlich blieben viel zu viele Fragen am Ende offen. Denn das Problem dabei ist, dass wir unglaublich viel "erzählt" bekommen, aber im Endeffekt trotzdem nichts über die Welt von Ravenhall Academy wissen: Wie verstecken sie sich die Hexen vor den normalen Menschen? Welche Ziel verfolgt die Academy? Wie sehen die Regeln für Magie aus? Was für andere Kreaturen gibt es? Wie halten die sich geheim?

Insgesamt kann ich das Buch deshalb für Fantasy-Liebhaber nicht weiterempfehlen, für jüngere (ab 12 Jahren) Fantasy-Einsteiger könnte es ein ganz netter Roman sein. Ich werde Band 2 nicht weiter verfolgen.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen!

Zitat: Julia Kuhn: Ravenhall Academy 1, S. 216

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2023

"Wie ein Junkie nach Drogen lechze ich danach, ihre Hände auf meinem Körper zu spüren."

Magnolia Parks
0

Da "Magnolia Parks" von Jessa Hastings in den Sozialen Medien dermaßen gehyped wird u. ich mir viel vom Klappentext versprochen habe - I mean: "Gossip Girl" meets Colleen Hoover? - hatte ich dementsprechend ...

Da "Magnolia Parks" von Jessa Hastings in den Sozialen Medien dermaßen gehyped wird u. ich mir viel vom Klappentext versprochen habe - I mean: "Gossip Girl" meets Colleen Hoover? - hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an das Buch, die leider nicht erfüllt wurden. Zum Teil habe ich mir eher gedacht: Was lese ich hier eigentlich?

Herzlichen Dank an Netgalley.de u. en Knaur-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Wie oft im Leben kannst du die große Liebe finden?
»Magnolia Parks« ist der erste Teil der TikTok-Sensation von Jessa Hastings: Die Liebesroman-Reihe um Londons High Society ist eine süchtig machende Mischung aus »Gossip Girl« und den ergreifenden Emotionen von Colleen Hoover.
Magnolia Parks und BJ Ballentine sind füreinander bestimmt. Das wissen alle in der Londoner High Society. Doch BJ, Englands meistfotografierter Bad Boy, hat Magnolia das Herz gebrochen.
Verzweifelt versuchen sie, übereinander hinwegzukommen, nur um am Ende immer wieder zueinander zurückzukehren.
Doch als sorgsam gehütete Geheimnisse enthüllt werden, stellt sich für Magnolia und BJ die Frage, wie oft man ein gebrochenes Herz wieder zusammensetzen kann.

Der Einstieg in "Magnolia Parks", der aus der Ich-Perspektive der Namensgeberin des Buches erzählt wird, fiel mir durch den lockeren Schreibstil zwar leicht, hat mich aber aufgrund der vielen Zeitsprünge/Rückblenden u. Dialog-Fragmenten gleichzeitig auch verwirrt.
Gleich auf der ersten Seite des Romans beginnt das Product Placement für eine Luxus-Designermarke u. im Folgenden wird die Figur immer nur "Miu-Miu-Model" genannt, mit der Protagonist BJ (BJ Ballentine, BJ, Beej) geschlafen hat. Das geht so weit, dass Protagonistin Magnolia Parks gefühlt bei jeder auftretenden Figur sämtliche Kleidungsstücke (auch bei Zwiebelschichten) inklusive Markennennung aufzählt u. man manchmal das Gefühl hat, man würde durch einen High-End-Kleidungskatalog blättern.
Über diese, meiner Meinung nach, unnötige Detailverliebtheit hätte ich womöglich hinwegsehen können, wenn Magnolia u. BJ für mich nicht per se anstrengend ohne Ende gewesen wären. Sie führen eine absolut toxische On-Off-Beziehung, bei der BJ treiben (!) kann, was und mit wem er will, u. Magnolia aus verletztem Stolz heraus wieder irgendwelche Typen datet, die BJ eifersüchtig machen sollen. Dieser sucht sich dann die nächste Frau fürs Bett, Magnolia wird daraufhin wieder eifersüchtig u. gefühlt so spielt sich die Handlung die meiste Zeit ab.

Interessant wird es dann, als Magnolia endlich den ersten scheinbar normalen Typen datet, aber allerdings auch nur wieder zum Schein, um BJ … na, ihr wisst es schon. Tom England mochte ich als Charakter sehr, weil er Magnolia respektiert u. ernst nimmt u. sie als gleichwertige Partnerin ansieht (ganz im Gegensatz zu BJ).

Mit all den Facetten, die ich aufgezählt habe, war mir deshalb das Buch insgesamt einfach "too much", v. a. weil mir die Toxizität der Beziehung überhaupt nicht gefallen hat.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen!


Zitat: Jessa Hastings: Magnolia Parks, S. 33

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere