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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2025

Klasse Thriller mit Spannung- und Gänsehautgarantie

Don't Let Her Stay
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Was verbirgt sich wohl hinter der halb geöffneten Türe des Covers? Das Cover und die Inhaltsbeschreibung macht schon neugierig, welches Grauen wohl auf Joanne und ihr Baby wartet.

Joanne ist glücklich ...

Was verbirgt sich wohl hinter der halb geöffneten Türe des Covers? Das Cover und die Inhaltsbeschreibung macht schon neugierig, welches Grauen wohl auf Joanne und ihr Baby wartet.

Joanne ist glücklich mit ihrem Mann Richard, sie haben vor wenigen Monaten ein Baby bekommen und leben in einem großen, abgelegenen Haus. Für ihn ist es nicht das erste Kind, nachdem seine Frau verstab heiratete er Jo und es entstand ein Bruch zwischen ihm und seiner zwanzigjährigen Tochter Chloe. Nun möchte Chloe ihre Halbschwester Evie kennen lernen und zieht bei den beiden ein. Aber ist das eine gute Idee? Joanne bekommt immer größere Zweifel, auch an sich selbst.

Mir gefällt der Schreibstil aus der Ich-Perspektive von Joanne, die gelangweilt und isoliert scheint und man weiß nicht, was bildet sie sich eventuell ein und was möchte Chloe, ihre Stieftochter bezwecken? Es hat einen gewissen Tagebuchcharakter, wie Jo von ihrem Leben berichtet.
Einerseits scheint Joanne etwas naiv und uneigenständig, andererseits wirkt sie auch, wie in die Rolle gedrängt und sie möchte nun unbedingt ihrer Einsamkeit entfliehen. Welche Rolle spielt hier auch Richard, ihr Mann, ist er der Nette oder ein Tyrann? Als Leser/in sind wir mitten in Joannes Leben, aber können nicht in die Köpfe der anderen Charaktere blicken, genau dies macht den Nervenkitzel beim Lesen von "Don't let her stay ". Ich könnte mir das Buch auch prima als klassischen Film-Thriller vorstellen, es wird viel geschlichen und vertuscht und man stellt sich ständig die Frage, wem kann ich trauen und wer ist auf Joanne's Seite. Zudem spielt die Geschichte fast ausschließlich isoliert in deren Haus.

Fazit: Ich wurde wirklich gut unterhalten und hatte das ein oder andere Mal Gänsehaut beim Mitfiebern. Die zweite Hälfte musste ich gar in einem Stück lesen, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und wissen wollte ob am Ende alles gut geht oder Evie sogar noch stirbt. Denn alles ist möglich, eine klare Leseempfehlung für Thrillerfans mit Spannung von Anfang bis zum Ende.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Spannende Abenteuer im Freien

Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 2 - Was passiert in Wald und Wiese?
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Hier ist ein neues Buch aus der Vorlesereihe "Wieso Weshalb Warum" von Ravensburger, für die Altersgruppe 4-7 Jahre. Wir begleiten die Kinder von Brummelsby in ihrem Alltag und erleben mit ihnen 15 tolle, ...

Hier ist ein neues Buch aus der Vorlesereihe "Wieso Weshalb Warum" von Ravensburger, für die Altersgruppe 4-7 Jahre. Wir begleiten die Kinder von Brummelsby in ihrem Alltag und erleben mit ihnen 15 tolle, kindgerechten Geschichten rund um die Natur, geschrieben von Anna Pooch. Mal geht es an den Strand, in den Wald oder ins Moor, ein anderes mal machen sie Erfahrungen mit einer Krähe, Bienen oder einem Fuchs. Aber eines haben sie gemeinsam, sie sind teilweise lehrreich und informativ, aber allesamt sehr unterhaltsam. Begleitet werden die Geschichten von Dominik Rupps Illustrationen. Der Malstil ist natürlich Geschmackssache, aber mir gefallen die einfachen Figuren und die wie mit Wasserfarben gemalten Schattierungen sehr gut.

Besonders gefällt mir im Buch der einfache Schreibstil, der sich sehr angenehm vorlesen lässt. Auch toll finde ich die Anfangsseiten, in denen man die im Buch vorkommenden Familien und Schauplätze der Geschichten gezeigt bekommt. Hier fällt auch gleich positiv die Diversität der Familien auf, so dass sich bestimmt fast jedes Kind im Buch vertreten fühlen kann. Die Geschichten haben eine angenehme Länge, mein Kind hat problemlos bis zum Ende zugehört und war interessiert dabei.
Das Buch hat ein handliches Format und eine große gut lesbare Schrift, die sich mühelos auch bei Dämmerlicht zum Schlafen gehen vorlesen lässt oder sogar Leseanfänger bestimmt gut selbst lesen können.

Wir hoffen die Reihe "Meine Vorlese Geschichten" wird weiter fortgesetzt und wir können gemeinsam neue Abenteuer erleben.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Süße Umsetzung einer schwierigen Phase

Widder Willi will aber!
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Als ich den süßen, schmollenden Widder Willi und den Titel des Covers sah, musste ich gleich an mein kleines Wutmosterchen denken. Die Illustrationen sind alle sehr niedlich und schön schattiert von Marta ...

Als ich den süßen, schmollenden Widder Willi und den Titel des Covers sah, musste ich gleich an mein kleines Wutmosterchen denken. Die Illustrationen sind alle sehr niedlich und schön schattiert von Marta Balmaseda umgesetzt und man muss sagen, man erkennt sofort die Stimmung in Willis Gesichtsausdrücken. Ein kleines Highlight ist für mich auf der Titelseite, die haptische Struktur von Willis Wolle.

In Willi erkenne ich so einige Verhaltensweisen meines Kindes wieder. Aber auch den Opa, der sich zur Freude des Enkelkinds, den Rücken verdirbt und die Oma die deswegen schimpft, kennen wir aus unserem Alltag. So sehe ich einen großen Wiedererkennungswert für mein Kind zwischen sich und Willi oder auch Hörnchem (Willis neuem bockigen Freund), sowie ein gutes Verständnis der Geschichte. Auch der Wortlaut und die Textmenge je Seite, die Romy Pohl gewählt hat, haben mir gut gefallen. Ab und zu muss man evtl. manche Aussprüche der erwachsenen Schafe erklären, aber Kommunikation und Sprache fördern gehört ja zum Vorlesen dazu.
Etwas seltsam jedoch finde ich die Art, wie einzelne Worte durch Farbe oder die Schriftgröße etc. im Text hervorgehoben werden. Dies fiel mir auch in anderen Kinderbüchern bereits auf und ich sehe den Sinn darin nicht. Kinder im Zielgruppenalter können noch nicht selbst lesen und mich stören diese Hervorhebungen beim Vorlesen.

Neben der Hauptgeschichte haben mir auch die vielen Willis auf den Coverinnenseiten gefallen, welche unterschiedliche Emotionen zeigen und die ich mit meinem Kind betrachten und fragen kann, was meinst du wie fühlt sich Willi hier?

Damit der meist erwachsene Vorleser auch etwas zum Schmunzeln hat, sind lustige Namensideen wie Onkel Saschaf, das Schaf oder der bockige Steinbock eingearbeitet. Aber auch Aussagen wie, "über den Schatten springen", welche natürlich von Kindern oder in dieser Geschichte von Willi und Hörnchen, missverstanden und lustig umgesetzt werden.

Fazit:
Mein Kind hatte Spaß beim Zuhören und Betrachten und findet Willi sehr lustig. Für mich als Mama lerne ich aus diesem Kinderbuch, auch die Autonomie-Phase wird vorbei gehen, ganz von alleine wie alle Phasen. Kinder finden von selbst einen Weg mit ihrem Übermut umzugehen und natürlich auch wie wertvoll Freunde und generell andere Kinder sind, welche das eigene Verhalten wiederspiegeln. Oder wie es der letzte Abschnitt auf der Umschlagrückseite sagt: "Trotzphase? Da helfen nur Liebhaben, Durchhalten..."

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Amüsante und fantasievolle Comicgeschichte

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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Ich habe mich ja hier gleich in Muffins große Augen verliebt und in seinen herrlich irritierten Gesichtsausdruck auf dem Cover.

Was braucht eine spannende Kindergeschichte? Witzige Charaktere, etwas ...

Ich habe mich ja hier gleich in Muffins große Augen verliebt und in seinen herrlich irritierten Gesichtsausdruck auf dem Cover.

Was braucht eine spannende Kindergeschichte? Witzige Charaktere, etwas magisches und natürlich Farbelwesen, genau dies bietet dieses tolle Comic-Buch für Kinder ab 7 Jahren.

Muffin ein introvertiertes Kätzchen erhält durch ein Missgeschick seines tolpatschigen Herrchens Tatterich (ein Zauberer) einen extrovertierten Freund und Mitbewohner, Tört der aus einem Törtchen entstand und optisch ein Häschen darstellt mit Kirsche als Schwänzchen. Dank eines weiteren Unfalls von Tatterichs Zauberkünsten reisen die zwei Freunde durch eine magische Katzenklappe in verschiedene, für Muffin unfreiwillige Abenteuer. In dieser Geschichte landen die beiden bei den Wikingern.

Der Comic ist hierbei aufgebaut wie ein Bilderbuch mit großflächigen Bildern, kurzem Text pro Seite, meist auch nur ein Satz und Sprechblasen, sowie den comictypischen Geräuschausdrücken. Das Buch eignet sich sehr gut für Leseanfänger, die gerne zügig durch die Geschichte kommen und weiterblättern möchten. Die Bilder sind in einem ansprechenden Comicstil umgesetzt, allerdings im Innenteil leider in s/w, wobei dies andererseits den Text für Leseanfänger besser in den Fokus rückt. Für die Seiten wurde ein umweltfreundliches, nicht auf weiß gebleichtes Papier verwendet, welches sich gut und griffig anfasst.

Aber was hat dieses Buch für mich zum amüsanten Lesehighlight gemacht? Definitiv die starken Charaktere, so wächst Muffin im Abenteuer über sich hinaus, selbst wenn sein Magen knurrt. Ebenso die kleinen Schmunzler, so sind z.B. die jeweiligen Namen abgeleitet von den Charaktereigenschaften. Ein kleines Zusatzvergnügen sind die Bonusseiten nach Muffins Wikinger-Abenteuer und die vielen verkleideten Muffin-Bilder auf den Coverinnenseiten, da können ja noch einige Abenteuer folgen, ich freue mich auf ein Wiedersehen mit dem gemütlichen Muffin und dem übereifrigen Tört.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Kinder-Grußelgeschichte zum Schmunzeln

Das Vampirtier und die Sache mit dem Grusel
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Dieses Buch wurde meinem Kind zu Weihnachten geschenkt und hat gleich mit seinem süßen Cover begeistert. Leider haben wir Teil eins (noch) nicht, aber das kann sich ändern, denn "Das Vampirtier – Und die ...

Dieses Buch wurde meinem Kind zu Weihnachten geschenkt und hat gleich mit seinem süßen Cover begeistert. Leider haben wir Teil eins (noch) nicht, aber das kann sich ändern, denn "Das Vampirtier – Und die Sache mit dem Grusel" von Lotte Schweizer hat uns sehr gefallen.

Graf Dracula wohnt mit Brutus, seinem treuen Vampirtier, in einer alten Spukvilla mit drei Kindern und deren Eltern. Doch oh Schreck, nicht nur dass er und sein Fludel (halb Fledermaus, halb Pudel) sich von Tomaten ernähren, nein, er hat auch sein Grusel verloren und muss nun an Silvester zur Gruselprüfung. Die Kinder wollen ihm unbedingt helfen, denn die Zeit drängt und die Raunächte bieten noch eine zusätzliche Überraschung. Es ist wohl nicht einfach den Grusel zurück zu bekommen aber dafür lustig, denn es geht so einiges schief.

Die Geschichte liest sich trotzt "Grusel" recht amüsant, hierfür sorgen auch die lustigen Kapitelüberschriften und die schrullige, hilflose Art des Vampirs. Charmant und liebevoll sind zudem die Illustrationen von Alexandra Helm, die fast auf jeder Doppelseite teilweise oder halbseitig anzuschauen sind und die Aufmerksamkeit von meinem Kleinen halten konnten. Auch die kurzen Kapitel sorgen für kurzweiliges Lesevergnügen, so dass man immer mal wieder eine Pause einlegen und später weiterlesen kann.
Etwas schade ist, dass dieses Vampirtier hier nicht die Hauptrolle zu spielen scheint, wie der Titel vermuten lässt. Dies mindert allerdings nicht den (Vor-)Lesespaß, aber ist wohl dem Gedanken einer namentlichen Fortsetzung zum ersten Buchs geschuldet, ich denke dort wird Brutus eine größere Rolle haben.
Aber eins ist klar, natürlich müssen wir "Das Vampirtier – Und die Sache mit den Tomaten" nun auch noch lesen und erfahren wie alles begann.

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