The Final Wife - Ein Krimi, der nicht bis zum Ende trägt
The Final WifeThe Final Wife von Jenny Blackhurst
In einer frostigen Nacht wird Detective Rebecca Dance zu einem Tatort in den idyllischen Cotswolds gerufen – einem Ort, der für seine Ruhe bekannt ist, nun jedoch durch ...
The Final Wife von Jenny Blackhurst
In einer frostigen Nacht wird Detective Rebecca Dance zu einem Tatort in den idyllischen Cotswolds gerufen – einem Ort, der für seine Ruhe bekannt ist, nun jedoch durch einen brutalen Mord erschüttert wird. Der angesehene Schönheitschirurg Luke Whitney wurde erstochen aufgefunden, und seine Ehefrau Anna gesteht die Tat ohne Umschweife. Was zunächst nach einem klaren Fall aussieht, wirft schnell Fragen auf: Denn Annas Aussage und die Spuren am Tatort erzählen nicht dieselbe Geschichte.
Jenny Blackhurst gelingt es, die Leser:innen direkt zu Beginn in die Handlung hineinzuziehen. Der Einstieg ist rasant und vielversprechend – ein Mord, ein Geständnis, doch die Wahrheit scheint sich hinter einem dichten Schleier zu verbergen. Ist Anna wirklich die Täterin oder versucht sie, jemanden zu schützen?
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zugänglich und ermöglicht ein flüssiges Leseerlebnis. Allerdings fehlt es stellenweise an Tiefe – sowohl in den Beschreibungen als auch in der Entwicklung der Handlung. Möglicherweise liegt dies an der deutschen Übersetzung, die dem Original nicht ganz gerecht wird.
Die Erzählstruktur, die zwischen verschiedenen Perspektiven – insbesondere denen von Anna und Rebecca – wechselt, bringt zunächst Dynamik und Spannung in die Geschichte. Auch Rückblenden in die Vergangenheit sorgen für interessante Einblicke. Doch etwa zur Hälfte des Buches verliert die Handlung an Tempo und Intensität. Einige Entscheidungen der Figuren wirken wenig nachvollziehbar und konstruiert, was der Geschichte gegen Ende leider die emotionale Wucht nimmt.
Insgesamt bietet The Final Wife eine spannende Grundidee mit einem starken Auftakt, doch die Umsetzung bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Atmosphäre und das Potenzial sind da – nur gelingt es dem Roman nicht ganz, diese bis zum Schluss überzeugend auszuspielen