Kopflos
Der PolarkreisDer Roman handelt von fünf jungen Mädchen in einer reizlosen, schwedischen Kleinstadt nah am Polarkreis. Im Jahr 1980 stehen sie kurz vor dem Schulabschluss. Einmal in der Woche kommen sie zusammen, um ...
Der Roman handelt von fünf jungen Mädchen in einer reizlosen, schwedischen Kleinstadt nah am Polarkreis. Im Jahr 1980 stehen sie kurz vor dem Schulabschluss. Einmal in der Woche kommen sie zusammen, um in einem Buchklub ein Buch gemeinsam zu besprechen. Diese Besprechungen haben oft einen bösartigen Unterton.
Fast vierzig Jahre später findet man bei einer Brückensanierung eins der Mädchen als kopflose Leiche wieder. Die Geschehnisse von damals spielen auch im Jahr 2019 noch eine große Rolle und helfen bei der Suche nach dem Täter. Gleichzeitig ergibt sich auch ein Cliffhanger zum Folgeband der Trilogie, der allerdings erst in einem Jahr erscheinen wird.
Die fünf Mädchen werden sehr klar charakterisiert. Es ist unglaublich interessant, wie sie sich nach 40 Jahren zu erwachsenen Frauen entwickelt haben. Gerade ihre schlechten Eigenschaften scheinen sich potenziert zu haben.
Auch die Mördersuche gestaltet sich sehr spannend und endet in einem großen Überraschungseffekt für alle.
Das Buch liest sich gut, denn einerseits bietet es die Spannung eines schwedischen Krimis, andererseits erlebt man hautnah das schwedische Kleinstadtleben. Es ist auch immer spannend, Menschen über einen längeren Zeitraum hindurch zu beobachten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.